Klettersitz / Baumsitz in der Praxis

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Zur Eigensicherung benutze ich den Snake Anchor. Teuer, aber praktisch. Auch um Ausrüstung oben "auszulagern".
Für Notfälle kann ich mich per HMS auch an der Snake Anchor ablassen die ersten 5m. In das abschließende Auge der Snake Anchor kommt dann noch gedoppelt meine 6mm-Reepschnur mit 10m Länge, die ich eh dabei hab um Ausrüstung rauf zu ziehen. Bei letzterer kann nach Belieben noch eine Kurzprusik als Bremse eingesetzt werden.

Hat sich als schlanke Lösung bewährt. Brauche kein zusätzliches schweres Kletterseil und kein Abseilgerät.
 
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Ich benutze das Gri-gri auch dazu solo vorzusteigen, seit der Soloist praktisch nicht mehr zu kriegen ist. Wie beim Wiederladen, jeder handelt eigenverantwortlich.
In einen Prusik mochte ich nicht reinfallen.
Und zum Abseilen am Einfachstrang ist deas GriGri certifiziert.
 
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Habe gestern mal auf die Uhr geschaut: Hat exakt 14 Minuten 23 Sekunden gedauert bis ich auf circa 12 Meter gesessen bin und alles eingerichtet hatte.
Sicherung mit Mammut Smart, Prusikknoten am Hüftgurt und Einfachseil um den Baum geschlungen. Dazu kommt noch ne dünne Reepschnur um die Knarre zu sichern.
 
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Ja, wo ist das Problem? Die Jagdleiter sind meistens dankbar für Verbesserungsvorschläge, weil sie selbst keine Klettersitzler sind.
Genau so mehrfach erlebt. Allerdings begrenze ich den Umkreis, in dem ich für einen geeigneten / besseren KS-Baum suche, auf ein paar Meter.


Den Jagdleiter der es auf einer Gesellschaftsjagd gut findet, wenn sich die Leute statt den zugewiesenen Ständen einfach irgendwo eigene suchen ohne das Gelände und alle anderen Stände zu kennen und ohne das dann die anderen Wissen wo der rumkaspert bin ich noch nicht begegnet. Jeder dem Sicherheit nicht nur eine leere Phrase ist schickt dich umgehend heim und ladet dich nie wieder ein.
Naja, die Jungs sind meist sehr lange vor dem Anstellen der anderen Schützen im Busch, stehen später 5-10m über dem Geschehen und sind meist mit den anderen Klettersitzlern in direktem Kontakt. Das kann man nicht ganz verallgemeinern mit dem gefährlichen "Schütze verlässt während der Jagd seinen Stand". Wenn sich da mal einer 20m weiter einen Baum sucht musst du als Jagdleiter nicht gleich schlaflose Nächte bekommen. Noch mehr als beim besteigen eines fremden Drückjagdbockes istdie eigene Gesundheit im Klettersitz von der Eignung des Baumes abhängig. Unten stehen bleiben wäre auf jeden Fall noch gefährlicher.
Besser hätte ich das nicht beantworten können. Selbstverständlich macht da keiner weite Märsche und sucht sich eine ganz andere Platz, aber angenommen man ist an/für eine Pflanzfläche/Verjüngungsfläche eingeplant und es sind mehrere Überhälter vorhanden, dann kann ich den "besten" vor Ort wählen. Häufig sogar so (mit der Bitte diesen zu Markieren) beim Anstellen gesagt bekommen
 
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gibt es so Geschäfte die ansehen und testen können? wenn mir gefällt auch gleich kaufen.

oder kann man dieses auch in Dortmund bei Jagdmesse testen?
 
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Würde ich dir von abraten. Ich habe den, bzw. einen Ähnlichen mal getestet und die Verarbeitungsqualität ist langfristig einfach nicht brauchbar. Die hochwertigsten und durchdachtesten Modelle sind meiner Meinung nach die von Summit.
 
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Würde ich dir von abraten. Ich habe den, bzw. einen Ähnlichen mal getestet und die Verarbeitungsqualität ist langfristig einfach nicht brauchbar. Die hochwertigsten und durchdachtesten Modelle sind meiner Meinung nach die von Summit.
Beim letzten Satz stimme ich zu, das davor halte ich für gewagt.
Wär ja so, wie wenn ich sagen würde "Ich hab so einen ähnlichen wie den Summit getestet, war doof, kauf keinen Summit." :unsure:

Ich benutze den Suttersitz und mit ein paar Modifikationen ist der absolut brauchbar, wenn man nicht zu breit gebaut ist. Die Schweißnähte sind sauber ausgeführt, die Kabel solide. Splinte kann man ersetzen.
Wie bei jedem KS sollte man wissen, was man tut und lässt sich von jemand Erfahrenen mit Ahnung einweisen oder macht einen Kurs, im Idealfall auch wenigstens einen Sportkletterkurs.

Die Summitsitze sind deutlich besser, aber muss sich jeder überlegen, ob sie 3mal so gut sind und den 3fachen Preis wert sind.
Und vor allem der Summit Titan braucht doch ein paar entscheidende cm mehr im Kofferraum, was bei einem SX4 mit Hundebox und Kindersitz entscheidend sein kann.
Auch da hilft ein Kurs ungemein. Man kann verschiedene Modelle probieren und anfingern und Leute fragen, die damit und nicht mit einem ähnlichen Erfahrung haben.
 
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Hallo zusammen.

Habe mich inzwischen auch mit einem Klettersitz ausgerüstet. Summit Viper, bezogen über www.summit-klettersitz.de .

Nach den ersten Versuchen war klar -> Geräuschtarnung muss her.
Aus der Baumpflege wusste ich von Gummis, die genutzt werden um Karabiner in Position zu halten. Kurzerhand habe ich mir drei verschiedene Modelle bestellt.

20200928_142606.jpg

Die Wirkung dieser Dinger ist wirklich enorm gut. Für die Verbindung von zentraler Öse des Klettergurts zu Karabiner ist der rote Gummi von Beal ideal. Um das Klappern des Abseilgeräts zu minimieren taugt der Petzl Captiv. Hier bleibt das Ein- und Aushängen in den Karabiner weiterhin möglich.
Habe zusätzlich noch den Petzl Tanga bestellt. Das Ding heißen wirklich so :oops: . Für meine Zwecke war der aber nicht so geeignet, daher auch nicht auf dem Bild.

Frohes (geräuscharmes) Steigen!
 
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Welche Sicherungsgeräte taugen denn gleichzeitig für Sichern und Abseilen? Habe das Sichern des Partners früher mit Hms Karabiner und das Abseilen mit dem Achter (oder dem Karabiner) gemacht. Beides taugt aber nicht, wenn man in das Seil stürzt und sich dann selbst Abseilen muss.
 
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Sicherungsgeräte aus dem Sportkletterbereich sind nicht dafür gemacht, dass man im direkten Zug mit nennenswerter Fallhöhe reinstürzt.
Wenn Du vorhast, das Sicherungsseil am Baum zu befestigen und das andere Ende am Gurt, dann kannst Du ja nicht wirklich stürzen, weil das Seilstück zwischen dir und Baum ja idR sehr kurz ist.

Wahrscheinlich meinst Du, wie Du dich analog zum Hms/Achter sichern kannst, ohne dass das Seil gehalten werden muss.
Das ginge mit HMS oder Achter auch, z.B. wenn du mit einer Kurzprusik hintersicherst, wie man es beim Abseilen mit dem Achter ja auch tut. Oder du befestigst dein Seil mit einem Mastwurf im Karabiner und zum Ablassen machst einen Halbmastwurf daraus (obacht, relativ wenig Reibung im HMS im direkten Zug, je nach Körpergewicht brauchts viel Handkraft, ggf. das Sicherungsseil am Ankerpunkt am Baum umlenken.)
Oder du befestigst das Seil mit einem x-beliebigen Knoten und im Seil hängend sorgst du mit einer Kurzprusik für Zugentlastung um auf ein beliebiges Abseilgerät umzuhängen.

Oder aber du nutzt sogenannte Halbautomaten wie Grigri, Eddy, Cinch und Co. Die können quasi unter gewissen Umständen beides.
Ich halte sie aber für die nicht kontrollierten Umstände beim klettersitzen ehrlich gesagt nicht für geeignet, zumindest nicht die, die ich kenne. Am Beispiel Grigri: wenn sich der Lösehebel der Arretierung irgendwo in Kleidung/Gurt/Waffe/... verfängt im Falle eines "Sturzes" bleibt dir nur noch die minimale Reibung im Gerät als Bremse.
Außerdem sind die Dinger relativ schwer und manche klappern auch gern mal. Den Preis nenn ich mal nicht als gravierenden Nachteil. Wenn man damit ein solides Sicherungskonzept hat sind Sicherungsmittel ihr Geld immer wert.

Hier ein etwas älterer aber guter Überblick vom Alpenverein über die gängigen Halbautomaten:
https://www.alpenverein.de/chameleon/public/16723/p_sic_16723.pdf
hier etwas aktueller:
https://www.alpenverein.de/bergspor...aerken-schwaechen-unterschiede_aid_16035.html
 
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Danke für die ausführliche Antwort. Die Lösung mit der Pursikschlinge für Zugentlastung zu sorgen, um dann auf den Achter umzusteigen, ist mir mittlerweile auch gekommen. Brauche dann auch nichts neues zu kaufen.
 
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