Klettersitz / Baumsitz in der Praxis

Anzeige
Mitglied seit
5 Dez 2013
Beiträge
80
Gefällt mir
161
#31
Um wieder etwas Schwung reinzubringen ;)

Wäre interessant, wenn jeder seine Ausrüstung mal abfotografiert und posten würde 👍🏻

Ich bin am Freitag, weil ich es zeitlich einfach nicht anders hinbekommen habe, im Dunkeln aufgebaumt... Auch das funktioniert recht gut , allerdings brauch ich mehr Routine, sodass ich jetzt erstmal wieder drauf verzichte.

Zum Sichern nutze ich Zurrgurte mit Klemmschloss.
Zur Ausrüstung:
IMG_20191216_221736956.jpg
-(Dynamisches) Kletterseil 20m
Damit ziehe ich die Ausrüstung/Rucksack hoch und kann mich im Notfall abseilen. Dazu ist das Seil immer an folgendem befestigt:

-Snakeanchor 5m
Die 5m sind bewusst gewählt. Sollte ich tatsächlich mal darin hängen kann ich mit dem Rest eine Schlaufe bilden und mich dadurch bis zum anschließenden Abseilen entlasten. Und sollte man das eigene Abseilen nicht beherrschen ein Hängetrauma vermeiden...

-Bandschlinge 1,5m
Zur Sicherung der Waffe. Der Lochschaft hat auch hier seine Vorteile

- 2x Spanngurt mit Ratsche
Zur Befestigung des Oberen KS-Teils am Baum. Über Paracord ist das Unterteil im Abstand fixiert. So kann nichts abhauen.

-Klappsäge
erklärt sich von selbst

-Rucksack mit Gewehrtasche
So muss ich nicht noch ein Futteral mitschleppen

Klettergurt:
IMG_20191216_222023905.jpg
-2x Schraub-Karabiner:
1x zur Begrenzung der Snakeanchors
1x zur Befestigung von Ausrüstung/Rucksack


-TwistLock-Karabiner
zur Sicherung am Snakeanchor (bereits ab dem ersten Meter beim Aufstieg)
zur Sicherung der Waffe per Bandschlinge


-Express-Set-Karabiner
Zur Fixierung der "überschüssigen Länge" des Snakeanchors. Ich mags nicht wenn der irgendwo runterbaumelt und mich ggf. am Drehen hindert...

-Abseilachter
erklärt sich von selbst


Und so sieht es nun in der Praxis aus:
IMG_20191129_124848436.jpg
Starker Winkel zum Baum aufgrund der Abholzigkeit (Durchmesserabnahme bei steigender Höhe). Ober- und Unterteil sind doppelt verbunden. Vorne mit Paracord (sogar rechts und links) und hinten durch den Transportgurt...

IMG_20191109_114000290.jpg
Die Waffe ist per Bandschlinge gesichert. Das Oberteil mit beiden Spanngurten am Baum.
Der Rucksack hängt hier noch am Sitzoberteil (laut). Besser ists wie folgt:

IMG_20191206_101138298.jpg
Rucksack und Seil sind im unteren Karabiner eingehängt (leider nicht sichtbar). Dadurch ist Zug auf der Snakeanchor und diese kann nicht weiter werden, um dann lose um den Baum zu hängen. Zudem ist das Seil und Ausrüstung für den unwahrscheinlichen Fall, dass der komplette Sitz abstürzt noch griffbereit.

Der obere Karabiner dient als Längen/Weiten-Begrenzung der Snakeanchor. Durch das Gewicht des Rucksacks eigentlich nicht mehr nötig, aber so herrscht wie bei allem doppelte Sicherheit.

Nach Schulung, mit entsprechender Ausrüstung/PSA und bei korrekter Handhabung sind in BW einige Arbeitnehmer BG versichert. Einzelne Betriebe bekamen von der BG hierzu das OK.


Und nun noch einige Impressionen:

IMG_20191206_101147949_HDR.jpg

IMG_20191214_113252246_HDR.jpg

Klettersitz.jpg

Sicheres Jagen und Waidmannsheil!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
17 Jan 2017
Beiträge
333
Gefällt mir
332
#32
top, danke für den ausführlichen Bericht!
Wie lange brauchst du insgesamt zum Aufbaumen und auf welcher Höhe sitzt du am liebsten?
 
Mitglied seit
22 Aug 2012
Beiträge
793
Gefällt mir
200
#33
Was mich interessieren würde ist die Schussplatzierung bzw. der Haltepunkt.
Ich vermute der Winkel zum Stück ist ja deutlich steiler durch die Höhe von bis zu 6m (?).

Ändert ihr den Haltepunkt?
Wo haltet ihr an?

Wie beschiesst man Stücke die, wie in einem vorherigen Beitrag erwähnt, 3-7 m "unter" einem durchlaufen?
Auf Antwort freut sich
Don
 
Mitglied seit
25 Mai 2010
Beiträge
104
Gefällt mir
212
#34
Zum Haltepunkt: Wenn man auf 10m sitzt und das Reh ist 20m entfernt trifft die Kugel in einem Winkel von 26° auf.
Bedeutet bei einer angenommenen Breite des Brustkorbes von 20cm, dass man zwischen Ein- und Ausschuss knappe 10cm Höhendifferenz hat.
Halt ich Hochblatt an, geht das Geschoss Tiefblatt raus.

Muss man halt bisschen auf dem Schirm haben und den Haltepunkt korrigieren. Ist bei der Jagd in hügeligem Gelände ja nicht anders.

Wenns arg steil wird, lass ich den Schuss idR, weil ich sonst Rücken opfern muss.
Alternativ müsste aufs Haupt geschossen werden.
 
Mitglied seit
5 Dez 2013
Beiträge
80
Gefällt mir
161
#35
[...] und auf welcher Höhe sitzt du am liebsten?
Ich stehe (sitze bei Drückjagden generell nie) meist auf etwa 10-14m Höhe. Bei Bedarf steige ich auch bis auf 18-20 Meter. Aber das hängt natürlich von vielen Faktoren ab:
-Kugelfang
-Wind(stärke)
-Höhe der Verjüngung
-persönlichem Wohlbefinden
-Kronenansatz des umgebenden Bestandes (Sicht- & Schussfeld)
-ggf. Vorgaben des Jagdleiters (Höhenbegrenzung zur Rettung :rolleyes:)

Generell gilt so hoch wie nötig, aber nicht so hoch wie möglich, da mit der Höhe auch Nachteile einhergehen (Schusswinkel, Windbewegung):
-Je stärker der Wind, desto niedriger
-Je höher die Verjüngung desto höher
-Nie höher wie 20m (Abseilen im Notfall)

Wie lange brauchst du insgesamt zum Aufbaumen [...]?
Das Aufbaumen/Klettern selbst benötigt gar nicht so viel Zeit. Da benötigt ich für das Sichern und Richten von und auf dem Klettersitz mehr. Insgesamt sind es ab Forststraße bis zum "Jagdfertig" oben auf dem Baum je nach Entfernung und Höhe 20-25 Minuten.

Grob gliedert sich das wie folgt:
1. Anmarsch zum Baum _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5 min

2. Klettersitz trennen und am Baum anbringen
Seil an Rucksack und Klettersitz befestigen
Snakeanchor anlegen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5min

3. Klettern (je nach Höhe)_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5-10min

4. Sichern des Oberteils + Snakeanchors
Ausrüstung hochziehen, Rucksack anhängen
Waffe befestigen, Laden, ZF Schutz abnehmen und LP anschalten
warme Klamotten nach kurzer Abkühlpause überziehen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ ~5-10 min

Der ganze Ablauf benötigt natürlich deutlich mehr Zeit wie auf einen DJ-Bock zu hüpfen. Zum Teil wird dem durch ein früheres Anstellen entgegengewirkt. Durch den Vorsprung können die bereits fertig vorbereiteten Klettersitzler dann beim Trubel durch das Anstellen der Schützen nun auch und zusätzlich Strecke machen (y)

Was mich interessieren würde ist die Schussplatzierung bzw. der Haltepunkt.
Hier müssen zwei Sachen berücksichtigt werden:

1. Abweichung von Visierlinie zu Geschossflugbahn bei nahen Winkelschüssen

Durch die niedrige Montage, habe ich kein (nennenswerten) Hoch-/Tiefschuss. Das sollte man in der Praxis auf verschiedene Entfernungen testen. Ausnahme bilden Schüsse direkt unter den Klettersitz (+/-5m). Dazu später mehr

2. Winkelschuss - Anatomie des Wildes
Hier muss man den Kopf einschalten und sollte zumindest Grundkenntnisse in der Anatomie des Wildes besitzen. Jedem sollte klar sein, dass der Schusswinkel nicht mit dem Treffen des Wildes (Einschuss) endet, sondern sich ungefähr im gleichen Winkel im Wild fortsetzt. Der Verlauf im Wild entscheidet bedeutend über die Schusswirkung. Daher muss die Schussplatzierung angepasst werden. Das ist kein Hexenwerk und geht mit einem einfachen Trick kinderleicht. Statt den Treffpunkt sich auf das Wild / Blatt projiziert vorzustellen, wird dieser in den Wildkörpers in die Tiefe geschoben. Er liegt nun zentral in der Kammer auf halber Höhe unterhalb der Wirbelsäule. Diesen Punkt gilt es zu treffen / zu durchschießen! (Video zur Visualisierung) Je steiler der Winkel desto mehr hochblatt wird der Einschuss sein und irgendwann wird man sich Gedanken, um den Rücken machen müssen. Mir persönlich ist ein Reh, dem ggf. der vordere (und zudem sehr dünne) Teil des Rückenn (der zudem im eigentlichen Sinne erst ab dem 5. Rippenbogen beginnt :geek:) fehlt 10x lieber wie ein Grün geschossenes....

Wie beschiesst man Stücke die, wie in einem vorherigen Beitrag erwähnt, 3-7 m "unter" einem durchlaufen?
Hier sollte Visierlinie, Lauf und die Wirbelsäule eine Linie bilden. Dadurch wird der geringste Versatz zwischen Visierlinie und Geschossflugbahn, der zu Streifschüssen führen könnte, eliminiert. Bei geringfügig (~5m) entfernt stehendem Wild wird natürlich entsprechend wie bei Winkelschuss erklärt vorgegangen, wenngleich in dem Fall Lauf und Visierlinie weiterhin parallel aber in Entfernung von 2-4cm zur Wirbelsäule verlaufen. Hauptschüsse lehne ich ab.
 
Mitglied seit
25 Mai 2011
Beiträge
2.186
Gefällt mir
3.510
#36
Um wieder etwas Schwung reinzubringen ;)



Zur Ausrüstung:
Anhang anzeigen 99438
-(Dynamisches) Kletterseil 20m
Damit ziehe ich die Ausrüstung/Rucksack hoch und kann mich im Notfall abseilen. Dazu ist das Seil immer an folgendem befestigt:

-Snakeanchor 5m
Die 5m sind bewusst gewählt. Sollte ich tatsächlich mal darin hängen kann ich mit dem Rest eine Schlaufe bilden und mich dadurch bis zum anschließenden Abseilen entlasten. Und sollte man das eigene Abseilen nicht beherrschen ein Hängetrauma vermeiden...

-Bandschlinge 1,5m
Zur Sicherung der Waffe. Der Lochschaft hat auch hier seine Vorteile

- 2x Spanngurt mit Ratsche
Zur Befestigung des Oberen KS-Teils am Baum. Über Paracord ist das Unterteil im Abstand fixiert. So kann nichts abhauen.

-Klappsäge
erklärt sich von selbst

-Rucksack mit Gewehrtasche
So muss ich nicht noch ein Futteral mitschleppen

Klettergurt:
Anhang anzeigen 99439
-2x Schraub-Karabiner:
1x zur Begrenzung der Snakeanchors
1x zur Befestigung von Ausrüstung/Rucksack


-TwistLock-Karabiner
zur Sicherung am Snakeanchor (bereits ab dem ersten Meter beim Aufstieg)
zur Sicherung der Waffe per Bandschlinge


-Express-Set-Karabiner
Zur Fixierung der "überschüssigen Länge" des Snakeanchors. Ich mags nicht wenn der irgendwo runterbaumelt und mich ggf. am Drehen hindert...

-Abseilachter
erklärt sich von selbst


Und so sieht es nun in der Praxis aus:
Anhang anzeigen 99442
Starker Winkel zum Baum aufgrund der Abholzigkeit (Durchmesserabnahme bei steigender Höhe). Ober- und Unterteil sind doppelt verbunden. Vorne mit Paracord (sogar rechts und links) und hinten durch den Transportgurt...

Anhang anzeigen 99443
Die Waffe ist per Bandschlinge gesichert. Das Oberteil mit beiden Spanngurten am Baum.
Der Rucksack hängt hier noch am Sitzoberteil (laut). Besser ists wie folgt:

Anhang anzeigen 99445
Rucksack und Seil sind im unteren Karabiner eingehängt (leider nicht sichtbar). Dadurch ist Zug auf der Snakeanchor und diese kann nicht weiter werden, um dann lose um den Baum zu hängen. Zudem ist das Seil und Ausrüstung für den unwahrscheinlichen Fall, dass der komplette Sitz abstürzt noch griffbereit.

Der obere Karabiner dient als Längen/Weiten-Begrenzung der Snakeanchor. Durch das Gewicht des Rucksacks eigentlich nicht mehr nötig, aber so herrscht wie bei allem doppelte Sicherheit.

Nach Schulung, mit entsprechender Ausrüstung/PSA und bei korrekter Handhabung sind in BW einige Arbeitnehmer BG versichert. Einzelne Betriebe bekamen von der BG hierzu das OK.


Und nun noch einige Impressionen:

Anhang anzeigen 99449

Anhang anzeigen 99450

Anhang anzeigen 99452

Sicheres Jagen und Waidmannsheil!
Du bist Rehschreck. Warum hast du den Nick geändert?
 
Mitglied seit
25 Sep 2018
Beiträge
78
Gefällt mir
82
#39
@JagerMarcel
Die beiden Spanngurte würde ich lieber dazu nutzen, das Oberteil ans Unterteil ranzuratschen. Da du ja eh stehst, kommt so genügend Druck aufs Oberteil, du kannst dich dann sogar daran anlehnen. (Ich nutze keine Spanngurte)

Rucksack und Knarre würde ich nie hinterherziehen. Ich nimm meine Büchse immer gleich mit nach oben (schon allein waffenrechtlich ein bisschen vorbildlicher). Alles was im Rucksack wäre, kommt bei mir in die Jackentaschen oder wird per Materialkarabiner am Sitz festgemacht.

Interessant wird's, wenn du vom Klettersitz aus einen Hund schnallen willst! Dann kommen zu deiner Zeitaufwandsberechnung nochmal circa 5-10 Minuten dazu. Geht aber relativ leicht. Bloß anhängen funktioniert leider nicht. Wenn der Hund also 1 Minute vor Schluss nochmal jagen will, geht er ...
 
Mitglied seit
25 Sep 2018
Beiträge
78
Gefällt mir
82
#40
Der ganze Ablauf benötigt natürlich deutlich mehr Zeit wie auf einen DJ-Bock zu hüpfen. Zum Teil wird dem durch ein früheres Anstellen entgegengewirkt. Durch den Vorsprung können die bereits fertig vorbereiteten Klettersitzler dann beim Trubel durch das Anstellen der Schützen nun auch und zusätzlich Strecke machen (y)
Sind mittlerweile davon weggekommen, die Kletterer vorher zu schicken. Das funktioniert nur solange, als dass alle Kletterer das Revier kennen.
Die "normalen" Schützen können ja auch das Wild erlegen, dass die Kletterer hoch machen. Und wenn die Kletterbäume gut ausgesucht sind, brauchts eh n Hund, um das Wild aus der Dickung um die Kletterbäume zu drücken. Meiner Erfahrung nach gibt sich da nicht viel.
 
Mitglied seit
5 Dez 2013
Beiträge
80
Gefällt mir
161
#41
Die beiden Spanngurte würde ich lieber dazu nutzen, das Oberteil ans Unterteil ranzuratschen. Da du ja eh stehst, kommt so genügend Druck aufs Oberteil, du kannst dich dann sogar daran anlehnen. (Ich nutze keine Spanngurte)
Das Unterteil ist bereits am Oberteil fixiert (Paracord und Transportgurt) und hält am Baum per Hebeldruck durch das persönliche Körpergewicht. Ich verstehe dein Gedankengang, aber ich sichere das Oberteil lieber am Baum. So kann ich mich auch voll rein- / dagegenlehnen und habe eine zusätzliche Verbindung zum Baum. Denn sollte tatsächlich der Druck auf das Unterteil wegfallen, löst sich nicht die Spannung zum Oberteil, wodurch beide Teile absturzgefährdet wären:oops: Wie gesagt das System mit doppelter Sicherung leuchtet mir ein und wenn sogar die BG sowas windiges wie den Klettersitz dann sogar abnimmt :sneaky:

Alles was im Rucksack wäre, kommt bei mir in die Jackentaschen oder wird per Materialkarabiner am Sitz festgemacht.
Bein Angehen und beim Klettern trage ich häufig nur ein rotes T-Shirt, um nicht ins Schwitzen zu kommen. Die ganzen Klamotten, Sicherungszubehör (Seil, Snakeanchor), Aufbrechwerkzeug (Messer, Jagdschere, Einmalhandschuhe), Muntion in ausreichender Zahl usw. möchte ich nicht umschnallen oder in den Taschen von Hose und Jacke tragen, sonder da ist mir der Rucksack deutlich lieber. Wäre bei anders auch gar nicht möglich, aber ist natürlich auch dem persönlichen Geschmack geschuldet :giggle:

Sind mittlerweile davon weggekommen, die Kletterer vorher zu schicken. Das funktioniert nur solange, als dass alle Kletterer das Revier kennen.
Ja sie müssen die Stände ggf. selbst finden und m.M.n. machst auch nur Sinn, wenn es wenige Kletterer sind und die Beunruhigung durch deren Anstellen gering ist.
 
Mitglied seit
14 Jul 2008
Beiträge
792
Gefällt mir
270
#42
wo gibt es einen Lehrgang oder so was für die Sichere Handhabung und den Umgang mit dem Klettersitz?
 
Mitglied seit
27 Feb 2008
Beiträge
2.255
Gefällt mir
1.038
#43
wo gibt es einen Lehrgang oder so was für die Sichere Handhabung und den Umgang mit dem Klettersitz?
Der Klettersitz an sich ist erst mal nebensächlich. Du brauchst nen Spezl oder Bekannten der Dir die Grundlagen der Seilklettertechnik beibringt. Das kann ein Sportkletterer, Höhenretter, Industriekletterer, Baumpfleger etc. sein. Wichtig ist die Beherrschung der wichtigsten Knoten, der Eigensicherung, gängiger Abseiltechniken und das Wissen um Prusiks und Steigklemmen. Gruss W.

P.S. Wenn Du unbedingt ein offizielles Dokument in Händen halten willst, gibt's natürlich noch andere Wege ...
 
Mitglied seit
25 Mai 2010
Beiträge
104
Gefällt mir
212
#45
Der Vorteil von gut gemachten Kursen ist, dass man viel Erfahrung des Dozenten abgreifen kann, was eigenes Lehrgeld sparen kann.
Bei mir war es genau anders herum, wie Wisent beschreibt: Den Hintergrund im Umgang mit dem Seil hatte ich schon, ich wollte Wissen bezüglich der nebensächlichen Klettersitze. Und das hat sich auch gelohnt, weil ich im Kurs verschiedenste Modelle probeklettern konnte und so statt einem 500-Euro-Summit-Sitz einen 140-Euro-Sutter-Sitz gekauft habe.

Das Problem mit Kursen ist, dass meines Wissens nur 2-3 jährlich von den ÖJV-Landesgruppen Bayern und BaWü angeboten werden. Wenn man Interesse hat, kann man das ja mal mitteilen, dann wird vielleicht bei genügend Nachfrage auch was organisiert.
Oder man sucht sich eine Gruppe Interessierter vor Ort zusammen und lässt einen Dozenten kommen.
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben