[Niedersachsen] Koalitionsvertrag Niedersachsen '22

z/7

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Ich gebe dir ja Recht, ich bezweifle nur, dass ein verschwörerischer Masterplan dahinter steht.
Nein. Es ist schlicht die Unfähigkeit vieler Menschen, sich vorstellen zu können, daß anderen Menschen andere Dinge wichtig sind als einem selber.

Nachdem ich zur Interforst ne Mitfahrgelegenheit verpennt hatte, spendierte mir das Büro ein 9€- Ticket. Wer mir allen Ernstes nicht geglaubt hat, daß ich mit dem Teil den Rest des Monats nix anfangen konnte?

a) Mein Kollege. Lebt wie ich einen großen Teil des Jahres in irgend einem Kaff auf dem Land, wo dreimal am Tag ein Bus vorbeikommt. Die Fahrt in die nächste Kreisstadt Stunden dauert. Selber 100% aufs Auto angewiesen.

b) Die Kartographieabteilung. S-Bahnanbindung in die nächste Metropole im 20 Min-Takt. Bis zum Zentrum 40 Mins gewöhnt (Auto dauert genauso lang).

Fakt ist, ich leb auf dem Land jwd, weil mir städtische Dinge am Allerwertesten vorbeigehen. Hab das lang genug zwangsgenossen, bin froh, daß ich da raus bin. Mein Lebenswandel ist darauf abgestimmt. Wg. nem Gratisticket werd ich kein anderer Mensch, egal, wieviel das kostet. Das Auto ist da, weil ich es für bestimmte Dinge brauch, nicht zuletzt beruflich, also wird es auch dann genutzt, wenn man mit viel Verrenkungen auch Öffis nutzen könnte. Das hat u.a. auch was mit Effizienz zu tun. Geistiger. Bis ich ungewohnterweise nen Fahrplan ausgetüftelt hab, bin ich ins Auto gestiegen und hingefahren. Samt Köters. Auch so ein Punkt bei den Öffis, der immer unterschlagen wird. Wie praktikabel die Benutzung unter bestimmten Umständen ist. Mit Waffe bspw. Rad! Ja, ganz toll, bis man es ausprobieren möchte. Ich weiß, wovon ich rede, bin die erste Hälfte meines Lebens nur mit Öffis unterwegs gewesen, sogar zum Bergsteigen. Geht alles, wenn es in bestimmtem Rahmen stattfindet, aber der ist verdammt eng zugeschnitten.
 
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Ein anderes Jagdmagazin welches wie eine Jagdart heißt, hat SPD und Grüne zu ihren Plänen für die Jagd anhand des Koalitionsvertrages befragt.

Da wird einiges relativiert war aber natürlich nichts heißen muss, wenn es um Ideologie geht.

Zusammenfassend haben sie die Parteien wie folgt geäußert:

Liste bejagbarer Arten:

Im Prinzip nichts wirklich Handfestes. Man will sich an der Bestandsentwicklung /-gefährdung, naturschutzfachliche Grundsätze???, und Verwechselungsgefahr konzentrieren.
Ich vermute hier wird es vor allem und Tauben und Krähen gehen.

Prädatorenbejagung, Baujagd, Hundeausbildung:
Tatsächlich geben die Grünen hier zumindest vordergründig an, dass sie die Prädatorenbejagung als wichtigen Baustein zur Niederwildhege anerkennen.
Man will aber die Baujagd und die Hundeausbildung am lebenden Wild beenden.

Nachtsichttechnik:
Hier versucht man zu beschwichtigen und gibt an, dass ein generelles Verbot von Nachtsichttechnik nicht zu Debatte stehen würde.
Es ginge und eine "Ergebnisoffene Evaluierung" bzgl. der zusätlichen nächtlichen Beunruhigung und welche Rolle eine Rot-Grün-Schwäche spielt.

Wald vor Wild:
Hier sagen die Grünen sie würden sich zu "Wald und Wild" bekennen, was natürlich wesentlich besser klingt. Beides sollte nebeneinander seine Berechtigung haben, schöne Worte.

Mal schauen was da auf uns zu kommt und wieviel die Grünen wirklich durchdrücken wollen.
Die Grünen sind sich da je nach Verbandsebene ja selbst nicht einige was ihnen denn nun wirklich wichtig ist.

Aus dem Bauch heraus glaube ich, dass man versuchen wird medienwirksame Themen wie Baujagd und Hundeausbildung am lebenden Wild einzuschränken.
Ob man tatsächlich an die Liste der bejagbaren Arten geht, wird auch eine interesse Frage sein.
 
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Sollen sie die Nachtzieltechnik ruhig wieder verbieten. Jetzt wo es fast jeder nutzt, hat es den Reiz verloren.
Früher als das nur Holländer und ein paar Outlaws hatten war das iwie cooler🤣
 
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......wer als Lobbyverband oder Fachzeitschrift glaubt, wenn er die üblichen Verdächtigen ein läd, dass diese ihm dann klar auf den Tisch legen was sie für Pläne haben, der glaubt auch an den Osterhasen. So doof stellen sich Politiker dann doch nicht an.
Heute erst im Radio. Die Grün/Rote Stadtregierung hier in München wollte eine Bettensteuer einführen. Wir erinnern uns, wer betroffen ist, als Hotelier, erlebt so echte Demokratie. Denn auch wie anderswo. Grüne und SPD wurden nicht gewählt um Hotels mehr zu besteuern. Nein. Man will ein grünes München,mit billigen, sozialen Wohnraum für alle. Da man vor allem letztes nicht schaffen wird, hat man sich jetzt das ausgedacht. Blendgranate oder Geldbeschaffung. Egal. Nur, anders als z.B. beim Waffengesetz oder Jagdrecht, hat die Lobby der Hotelbesitzer sofort interveniert. Und schon ist es von Tisch. Erst mal.
 

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