Kormoranjagd 2018/2019

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#1
Ja ist denn schon wieder Weihnachten?
Nein, soweit ist es noch nicht, aber Kormoransaison ist sehr wohl schon und das ist ja fast genauso schön :biggrin:. Vor wenigen Tagen wurde die Allgemeinverfügung Kormoran für Oberfranken veröffentlicht. Zwar geht es wie sonst auch in den veröffentlichten Gebieten am 01.09.2018 (einige kleine Bereiche sogar 16.08.!) los, allerdings gibt es eine Erweiterung für den Abschuss von juvenilen Kormoranen im Umkreis von 200 Metern um erwerbswirtschaftlich genutzte Teichanlagen. Dort darf jetzt auch schon in der Zeit vom 01. April bis 15.Juli geschossen werden. Diese Teiche müssen allerdings außerhalb von Naturschutzgebieten nach §23 BNatSchG und außerhalb europäischer Vogelschutzgebiete nach der bayerischen Natura 2000-Verordnung liegen, dort heißt es weiterhin "Hahn in Ruh". Ich habe jedenfalls schon mal für meine Reviere, in denen ich begehen darf geschaut und habe einen schönen Teich gefunden, der alle Kriterien erfüllt und der auch im Moment schon von Kormoranen angenommen ist. Ende Mai habe ich Urlaub und dann schauen wir mal, wie die Meeresraben da auf mein Lockbild reagieren. Viel besser als letzte Saison, als ich 80 Stück strecken konnte wird es kaum werden, versuchen werde ich es aber trotzdem mal :twisted:

WMH an alle wünscht

der maahunter
 
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#2
In BW müssen wir leider bis zum 16. August warten.

Die Vorfreude ist aber eigentlich größer als sie es auf den 1. Mai war :biggrin:

Waidmannsheil zu der beachtlichen Strecke!
 
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#4
Man spricht von einem täglichen Bedarf an Fisch des ausgewachsenen Kormorans von 500 Gramm.
Nicht hinzugezählt sind hierbei die Fische, die nur "angehackt" werden..

Macht übers Jahr 14,6 Tonnen glückliche Fische dank maahunter ;-)
 
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#5
In Hessen ist es noch schlimmer :no: keine Jagdzeit bzw. keine Verordnung, aber Wahnsinnsbestand :cool:

Die Angler haben eventuell eine Möglichkeit.
Hier haben mehrere Angelvereine sich zusammengeschloßen ( Frag mich nicht wie ) und eine Abschußgenehmigung erwirkt.

Das ging über mehrere Jahre, es war festgelgt an welchen Gewässern von wo bis wo, die Zeit und Menge.
 
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#7
Weiß jemand was aktuelles zur geplanten(?) Kormoranverordnung in nrw? eine schnelle Google-suche brachte mir keine Hilfe.
Es wäre wirklich langsam an der Zeit. An unseren Teichen mehren sie sich seit sie die vor ein zwei Jahren für sich entdeckt haben.
 
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#8
So, am 16.08. war zumindest in einem meiner Reviere an einem gewerblich genutzten Weiher endlich Saisonauftakt, ab 01.09. geht es dann überall los. Mal schauen, was das Jahr so bringen wird, perspektivisch sieht es nicht schlecht aus. Anfang Oktober werden in Bayern die ersten Kormoranberater geschult, freue mich sehr, dass ich da auch dabei sein darf. Bleibt zu hoffen, dass Teichbesitzer, Angelvereine und interessierte Jäger die Berater auch nutzen, um die Problematik anzugehen.
WMH wünscht

der maahunter

Schnäbel.jpg
 
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#10
So, am 16.08. war zumindest in einem meiner Reviere an einem gewerblich genutzten Weiher endlich Saisonauftakt, ab 01.09. geht es dann überall los. Mal schauen, was das Jahr so bringen wird, perspektivisch sieht es nicht schlecht aus. Anfang Oktober werden in Bayern die ersten Kormoranberater geschult, freue mich sehr, dass ich da auch dabei sein darf. Bleibt zu hoffen, dass Teichbesitzer, Angelvereine und interessierte Jäger die Berater auch nutzen, um die Problematik anzugehen.
WMH wünscht

der maahunter

Anhang anzeigen 54425
Es gibt bereits seit über vier Jahren zwei hauptamtliche Kormoranberater in Bayern.
Einer für die Teichwirtschaft, ist in Höchstadt /Aisch "stationiert" der andere ist für offene Gewässer zuständig und sitzt am LfU in Wielenbach/Obb.

Das was du meinst sind ehrenamtliche Hilfs-Sheriffs welche der Basis beratend zur Seite stehen sollen.
Wenn das so ähnlich läuft wie beim Biber sind das wieder viele Wichtigtuer mit Profilneurose und bringt leidet gar nichts.
(Ich meine nicht dich im speziellen, und will dich nicht angreifen.Gibt auch welche die es gut machen)

Die hauptberuflichen Kormoranberatet sind Top und haben schon viel erreicht(Und noch mehr geschossen)
 
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#11
Der Teufel liegt im Detail. Jetzt werden regional die Kormoran-Berater ausgebildet. Der Unterschied zu den Bibern liegt wahrscheinlich darin, dass diese Berater "pro" Biber sind und die Kormoranberater hingegen "pro" Fisch. Recht hast du sicher damit, dass es solche und solche gibt und man erst im Laufe der Zeit sehen wird, ob und wenn ja was es bringt.
 
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#12
Vllt. eine blöde Frage, aber was genau macht man nach dem Abschuss mit den Viechern?

Entsorgen, oder gibt es eine sinnvolle Verwendung?
 
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#13
Angeblich soll man die essen können, aber riech mal daran bzw an deinen Fingern, wenn du nen Kormoran angefasst hast und der Appetit dürfte vergangen sein! Ähnlich wie beim Dachs, den ich zwar fertig schonmal als Schinken probieren durfte und echt lecker sein kann, aber so übel gerochen hat das ich vom weiteren aufbrechen abgesehen habe und ihn nicht mehr essen mag! Abgesehen davon fliege ich Zuhause spätestens am nächsten Morgen raus, wenn es aus dem Fleischkühlschrank in der Küche so riechen würde...............
 
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#14
Ist nur das Federkleid, das so derbe stinkt. Das Fleisch riecht absolut nicht unangenehm. Habe einige Leute, die mir sehr gerne die Brüste abnehmen und ich selbst esse sie auch, wie bei anderem Federwild auch werden junge Vögel bevorzugt. Die alten haben einen deutlichen Lebergeschmack.

@busebaer: Habe meine Lockvögel von einer Anglergemeinschaft bezahlen lassen, da sind die Schnäbel zum jeweiligen jährlichen Saisonende ein besserer Tätigkeitsnachweis als bunte Worte. Ein Verein gibt in deren Hütte eine Maß pro Schnabel, es hat bei uns auch schon Schrotpatronen für Schnäbel gegeben. In manchen Gegenden gibt es sogar ganz offiziell Schnabelprämien vom Landratsamt oder der Fischerzunft. Und bevor ich selbst Jäger wurde habe ich lecker Zanderfilet für Schnäbel eingetauscht. Es schadet also nicht die Schnäbel vorzuhalten.
 
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#15
https://www.br.de/mediathek/video/n...denbock-kormorane-av:5b460fc30807350017f18f54

Hier ein sehr interessantes und topaktuelles Link zu einem aus meiner Sicht leider ziemlich subjektiven Bericht zum Kormoran. Die Angler und Jäger kommen mal wieder schlecht weg, auf die Probleme der hiesigen Teichwirte wird nur oberflächlich eingegangen. Mein Fazit:
1. Um Fischbestände erfolgreich zu schützen muss man so oft wie möglich während der gesamten Zugperioden draußen sein, um die Vögel zum schnellstmöglichen Weiterziehen zu "motivieren".
2. Mit jedem erlegten Vogel tut man etwas für die Fischbestände von der Ostsee bis zum Mittelmeer.
3. Man muss sich gut auf die Argumentation den Kormoranbefürwortern einstellen, dass zum größten Teil "minderwertige" Fische wie Barsch und Rotauge gefressen werden. In den meisten Gewässern kommen auf eine Äsche mehrere hundert Barsche, Rotaugen und Lauben, etc. Wenn dann im Winter die letzten paar verbliebenen Äschen aufgerieben werden, weil sie sich etwas dusselig als nicht flüchtender Schwarm im Mittelwasser wie auf dem Präsentierteller den Kormoran zum Fraß vorwerfen ist das prozentual natürlich verschwindend gering. Trotzdem sind sie dann weg , während von den Barschen etc. immer noch viele da sind. Dass mit Barschen, Rotaugen und Lauben auch ein wichtiger Teil aus der bisher verfügbaren Nahrungspyramiden der Gewässer durch den Kormoran entnommen wird schädigt natürlich auch die Futtergrundlage für die Raubfische. Diese Tatsache wird leider gerne unter den Tisch fallen gelassen.
Die Argumentation der Vogelschützer mit den angeblich nicht relevanten Futterfischen nervt mich sowieso. Die Barsche etc. sind zwar zahlreich, aber nicht weniger wichtig. Ich möchte mal den Vogelschützer hören, wenn man ähnlich argumentieren würde, so nach dem Motto "Jaja, der Uhu ist wichtig und die Uferseeschwalbe sowieso, aber Feld- und Haussperling sind nicht wertvoll, die können ruhig von irgendjemanden gefressen werden."
 
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