Kosten pro Wolf

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#1
https://www.derbund.ch/contentstationimport/wenn-wieder-mehr-woelfe-heulen/story/10008960

Kleine Rechnung: Entschädigungen CHF 250'000, Herdenschutzmassnahmen CHF 3'000'000
Anzahl Wölfe: 83
Kosten pro Wolf für Steuerzahler: knapp CHF 40'000

Vielleicht zieht mal jemand die Parallelen zwischen unserem Wohlstand, der zu guten Teilen auf dem Tourismus fusst und den Einschränkungen, welche durch Herdenschutzhunde für Touristen einher gehen. Ob dann die Steuergelder noch so üppig fliessen?
Ich ziehe meinen Hut vor den Landwirten, welche unter diesen Bedingungen mit Herzblut bei der Arbeit sind und unsere Alpen vor der Wiederbewaldung schützen.
 
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#2
Ich mag ja Milchmädchenrechnungen.

Würde man die Anzahl der Wölfe verzehnfachen, käme man mit kostengünstigen CHF 4'000 davon!

Gruß

HWL
 
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#3
Moin.
Die Kosten für (pro)einen Wolf wird der Straßenverkehr regeln.
Echt traurig!
 
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#8
Sorry, ich hab Dich noch immer nicht verstanden.
Der wesentliche Punkt in dem Zeitungsartikel ist nach meiner Einschätzung, dass zwar die Entschädigungen klein gerechnet werden, die Massnahmen zur Vermeidung von Schäden aber getrennt aufgelistet werden, und die sind schon üppig.
Und das für ein Tier, was kaum einer der Steuerzahler je zu Gesicht bekommt ...
Also auf den Kostgänger kann ich gut verzichten.
 
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#10
Sorry, ich hab Dich noch immer nicht verstanden.
Der wesentliche Punkt in dem Zeitungsartikel ist nach meiner Einschätzung, dass zwar die Entschädigungen klein gerechnet werden, die Massnahmen zur Vermeidung von Schäden aber getrennt aufgelistet werden, und die sind schon üppig.
Und das für ein Tier, was kaum einer der Steuerzahler je zu Gesicht bekommt ...
Also auf den Kostgänger kann ich gut verzichten.
Ich bin da voll bei dir...

Bei mir ums Haus waren vor 4 Jahren nur ein Wolf, jetzt sind's acht.

Man überlegt sich, ob man (unbewaffnet) abends noch in den Garten zum Kompost geht.... man will ja die neue Kundschaft nicht stören.

Gruß

HWL
 
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#11
so ein Wolf hilft dabei CO2 in der Umwelt zu redzuieren.

Zum einen vernichtet er jede Menge an wiederkäuendem Schalenwild.
Zum anderen bindet er CO2 in sich selbst.
Aber vor allem hilft er durch die Reduktion des Wildes im Wald dadurch, dass..... die Jäger nicht mehr mit dem Auto in den Wald fahren müssen. Ist ja schließlich keines mehr da, den Job macht jetzt der Wolf.
 
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#12
Der Umgang mit dem Wolf steht eigentlich symptomatisch dafür, wie man hierzulande mit Problemen umgeht. Verschweigen, kleinreden, relativieren, bloß keine unpopulären Entscheidungen treffen und der Glaube das man mit Geld alle Probleme lösen zu könne ( ohne unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen) Sehr erhellend, war da das Interview mit Karl-Heinz Florenz im Jäger, wo noch einmal deutlich wurde, daß in der BRD, auf allen Ebenen mit Entscheidungsträgern, der Typus rückgratlose Molluske vorherrscht.
 
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#13
Also da wo ich derzeit wohne (in Südtirol) ist das Thema Wolf ein sehr heikles Thema.

Ich bin kein Jäger, darf aber als Mensch, der die Natur liebt und sich deshalb (bisher) gern in ihr aufgehalten hat, dazu mal äußern.

In Südtirol gibt seit ein paar Jahren vermehrt Wölfe, teils haben sich Rudel gebildet. Hinzu kommen etliche Bären. Beide waren bis vor kurzem streng geschützt.

Das heißt, Abschuss illegal und sehr sehr sehr böse (Du verlierst aufgrund der sehr hohen Strafzahlung und des vermutlich jahrlang andauernden Strafprozesses letzlich Haus und Hof + du gehst in den Knast + du wirst öffentlich-medial hingerichtet).

Ebenso fast unmöglich war bisher das Einfangen von so genannten Problembären, d.h. Bären, die schon, sag ich mal über den Daumen gepeilt, 40-50 Schafe oder einige Kühe gerissen haben, mehrmals nahe Höfen oder in Dörfern herumgeschlichen sind, Einwohnern und Touristen in beachtlicher räumlicher Nähe "Hallo" gesagt haben etc.. Wahrscheinlich mit viel Bauchweh wurden diese dann von den Behörden als "Problembären" eingestuft. Man hat versucht, diese mit Gummigeschossen zu ermuntern, sich aus den "Problemzonen" - sprich menschliche Siedlungen - zu entfernen, mit mehr oder weniger Erfolg. Einen (oder warens 2?) hat man eingefangen, er ist aber wieder ausgebrochen (aus dem angeblich gesicherten Zwinger, wie das wohl geht, habe ich bisher nicht verstanden) und macht seitdem ein von Einheimischen und Touristen beliebtes Urlaubsgebiet unsicher.

Doch zurück zu den Wölfen: Ungefähr 15 km Luftlinie von meinem Wohnort hat ein einziger Wolf diesen Frühjahr/Sommer ich glaube ca. 40 Schafe gerissen. Die Besitzer der Schafe bekommen zwar eine finanzielle Entschädigung, jedoch liegt diese wohl nur "nahe" des realen finanziellen Verlustes. Schlimmer jedoch sind die langfristigen Folgen: Welcher Schafzüchter/Bauer mit Herz und Blut treibt noch seine Schafe auf die Berge, wenn er sie der Reihe nach halb angefressen, zerfleischt, leidend, weil häufig noch lebend, wiederfindet.

Letzthin, nach monatelangem wütendem Protest von bäuerlicher Seite - welcher den Regierungsparteien politisch zu gefährlich wurde - wurde von der Südtiroler Landesregierung gegen den Willen der römischen Zentralregierung, jedoch mit Unterstützung des obersten italienischen Gerichtshofes, ein Gesetz zum Abschuss von Problemwölfen verabschiedet.

Die Probleme im Alpenraum sind doch folgende:

- Tierherden können nicht flächendeckend genügend geschützt werden, weil man topografisch nicht alle Weiden umzäunen kann.
- Herdenschutzhunde und Herdenschutzlamas (? stimmt das?) sind eine gute Idee, in der Schweiz soll das recht gut funktionieren, aber sehr kostenaufwendig.
- Viele Einheimische und weniger Touristen (weil sie es nicht wissen, es wird ja nicht an die große Glocke gehängt, dass ums Eck der beliebten Jausenstation zerfetzte Schafe und geschlachtete Kühe ihren Kampf mit Meister Petz und Freund Isegrim verloren haben) besuchen bestimmte Gebiete einfach nicht mehr. Weil man eben Kinder hat, die man auch gerne frei spielen lassen will, ohne Angst zu haben.
- Wölfe und Bären durchqueren die Talsohlen und damit die Dörfer! So querte ein Wolf bereits die Skipisten des berühmten Skigebietes Kronplatz, angeblich ein weiterer seelenruhig eine 12.000 Einwohner-Stadt in Südtirol um ca. 06.30 Uhr morgens. Die Frühaufsteher und Schulkinder haben sich die Augen gerieben.
- Es kam bereits zu sehr brenzligen Begegnungen mit Wanderern und GOTT SEI DANK (und Lob und Ehre), dass nichts passiert ist.

Einfach mal googeln, es findet sich viele Infos zu Wolf und Bär in Südirol und im benachbarten Trentino.

Möchte mir als Nicht-Jäger und als Nicht-Experte für Wild kein Urteil erlauben, jedoch als Wanderer und Familienvater sehr wohl: In bestimmten dicht besiedelten und intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten haben Wölfe und Bären nichts zu suchen.
 
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#15
einfach leckere Hundekuchen verteilen und damit weglocken. Aber nicht zu viele, das gibt Bauchweh ...;)
 
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