Krähenbejagung mit der Büchse

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Sirvival schrieb:
och dann müsste ich ja das schwere teil immer bei mir aus dem keller raus ins revier schleppen nene dann nicht... :lol:

Sieht das etwa schwer aus??

moerser_120mm.jpg


Oder hier mit Fahrgestell...

750208.jpg
 
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Jetzt wirste aber albern! :evil: Ich kann die Situation aber mal aufklären: Mir ist sehr wohl bewußt, das ein Büchsenschuß immer eines sicheren Kugelfangs bedarf. Als mir kürzlich aber ein Waidmann( kein Jungjäger!) erklären wollte, wie toll doch die .17hmr ist, und man damit in Schlafbäume schießen könne, wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen. Übrigens macht die .17hmr meines Wissen nach um die 700m, also 2-fache Schallgeschwindigkeit. Aber vom Prinzip ist die Warnung schon korrekt, wenn ich hier lese, aus Autos schießen und so.....
 
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OK, dann mal wieder ernst...
Das mit dem Mörser war eh nicht auf dich bezogen.

Außerdem macht die .17 HMR fast 800 m/s und das und dann schon deutlich über 2 Mach, aber darum geht es nicht.
Es geht schlicht um die einfachsten Sicherheitsregeln. Umso schlimmer, daß ein erfahrener Weidmann mal wieder glaubt, er sei aufgrund seiner Erfahrung berechtigt, so einen Quatsch an junge, unerfahrene Leute weiterzugeben...

Im übrigen soll die .17 HMR ja auch ganz gut auf Krähen zu verwenden sein, aber eben dann, wenn sie auf dem Boden sitzen.
 
A

anonym

Guest
Sidolin schrieb:
Aber vom Prinzip ist die Warnung schon korrekt, wenn ich hier lese, aus Autos schießen und so.....

Wo???


:evil: :evil:

brille erleichtert das lesen spreche da aus erfahrung... :wink:

Ne im ernst da steht ganz klar das nicht aus dem auto oder vom auto aus geschossen wird...

:!:

nur weil deine idee mit der kugel in schlafbäume zu schiessen der letzte schwachsinn ist, du es aber nicht insehen willst brauchst du noch lange nix dazu dichten was nicht im thread steht!!
ausserdem ist der schuss aus dem auto zwar verboten aber :!: tausend mal sicherer als deine taktik :evil: also auch wenns keiner tut immer noch sicherer :!:

@sir lendelot...
da brauch ich aber noch den führerschein F für kette..da ich den nicht habe werde ich die schubkarre nehmen... :lol:
 
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Dann nimm lieber die Handversion...

Interessante Informationen zur echten Wipfeljagd - inklusive der verwendeten Kaliber - gibt es hier :shock:
 
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Sirvival: Dich meinte ich doch nicht! Hab schon richtig gelesen. Das war in einem anderen Thread. Da schauderts einem! :cry:
 
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Tja also mal zurück zum Thema, auch wenn der thread schon etwas älter ist.

1.) Warum mit der Büchse?
Also um wirklich Strecke zu machen (bzgl. Rabenvögel) stellt die Büchse keine echte Alternative zur Jagd mit der Flinte dar. Aber es gibt natürlich Gründe dies trotzdem zu betreiben. Ich z.B. jage in einem stadtnahen Gebiet, d.h. dort sind ständig Leute unterwegs (Spaziergänger, Hunde etc.). So ist kaum ein weg weiter als 500m im günstigsten Fall, d.h. bei der Jagd mit der Flinte müsste ich erst gucken ob hier irgendwo jemand in meiner Nähe ist, dann anschlagen, mitschwingen, treffen. Etwas illusorisch, von der Lärmbelästigung mal ganz zu schweigen.
Das ganze hat auch den Vorteil, dass man gerade zu Beginn der Jagdzeit selektiv die Jungvögel (erkennt man am Verhalten und der noch schmalen Körpergestalt relativ sicher) erlegen kann, d.h. die in Dauerehe lebenden Rabenvögelpaare werden nicht getrennt und können ihr Revier weiterhin besetzt halten und sich gegenüber anderen Artgenossen durchsetzen.

2.) Jagdmethode mit der Büchse
Also erstmal muss man die Gewohnheiten der Tiere kennen, d.h. haben sie bestimmte Plätze die sie besonders oft anfliegen. Gerade das kaum berechenbare Verhalten in Verbindung mit der Intelligenz dieser Vögel stellen hier eine Schwierigkeit dar. Oft kann man beobachten, wo eine ist, fallen die anderen auch ein. Wo aber die erste einfliegt ist oft Zufall bzw. von uns nicht zu erklären. Gerade wenn z.B. Felder gemäht werden (diese scheinen offenbar besonders attraktive Stellen zu sein). Oft habe ich aber schon erlebt, dass Krähen morgens! zuerst immer auf einer bestimmte Wiese einfallen. Man kann sich also entweder die Gewohnheit mancher Tiere zu nutze machen oder den Zufall entscheiden lassen. Oft ist die erste Wiese bzw. das erste gemähte Feld ein Anflugpunkt (am nächsten morgen). Ich persönlich nutze beide Methoden, später dann locke ich sie an, mit Lockkrähen. Hier stellt sich dem Jäger ein erstes Problem, die Plastiklockkrähen reichen zwar aus, um Krähen zum Anflug zu bewegen. Sie aber auch landen zu lassen ist sehr viel schwieriger. Ich greife zu folgendem Trick. Ich benutze Plastikkrähen, welche ich mit echten Krähenfedern beklebt habe (Doppelklebeband) weiterhin besitze ich inzwischen 2-3 Lockkrähen mit einer stoffartigen Oberfläche. Zusätzlich lege ich 1-2 Eierschalen zwischen die Lockkrähen. Ich bilde mir ein, dass das ganz gut funktioniert. Allerdings gibt es auch bei der Aufstellung der Krähen einige Dinge die man beherzigen muss (würde jetzt zu weit führen). Nun kommt ein zweites Problem. Man schießt irgendwann und die Krähen fliegen davon (selten kommen sie ganz alleine; oft sind auch noch Wachposten in der Nähe), dann ist erstmal Ruhe. Ganz wichtig, man muss extrem gut getarnt sein, wenn die Vögel wissen woher der Schuss kam, kann man einpacken und nach dem Schuss in Deckung bleiben und warten. Auch hier sind es oft die Jungvögel die man erlegt. Man sollte auch oft die Standorte wechseln! Man muss morgens (zu beginn der Jagdzeit schon gegen 4:00 ) sitzen. Ansonsten heißt es erstmal selbst Erfahrung sammeln. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, die tote Krähe entsprechend präparieren und dann als zusätzlich Lockkrähe nutzen. Und nicht zu vergessen, Fuchs kann immer kommen!

3.) Welches Kaliber
Ach ja, die berühmte Kaliberfrage. Ich selbst halte die bereits angesprochen .17HMR wirklich für das Optimum. Warum?

a.) Bis etwa 130m ist die Präzision unübertroffen (ich weiß ich weiß ne 222 kann das auch) aber
b.) sie ist sehr leise (ist mir immer wichtig) und stellt keine Hinterlandgefährdung (nicht in die Schlafbäume!) dar (was noch wichtiger ist, da die Schusswinkel oft sehr flach sind, wir sitzen ja nicht auf dem Hochsitz).
c.) Nun die Munition ist sehr günstig (etwa 30 cent/ Schuss), was vergleichbar ist mit einer guten Schrotpatrone. Selbst Wiederlader kommen bei guten Komponenten hier an die Grenze der Wirtschaftlichkeit.
d.) Man kann einen Winterbalg vom Fuchs verwerten, ist Abhängig vom Teffer. Dies ist bei anderen Kalibern nicht immer gegeben.

Was die Präzision anbelangt kann eine 22 l.r.; 22 Hornet und eine 22 WinMag nicht mithalten. Eine .222 Rem oder größer macht keinen Sinn, da eine Krähe doch immer ein kleines Ziel darstellt und wenn man den sportlichen Aspekt nicht beachtet (wir jagen ja hier auf lebende Kreaturen) wird eine Krähe auf 150-180m zu einem sehr kleinen Ziel, welches entsprechend schwer zu treffen ist, auch wenn die Büchse und Munition es hergeben würden, wären die meisten Jäger dieser Anforderung nicht ausreichend gewachsen (wir sind ja keine Sportschützen und man bedenke die schwierige Situation (Jagdfieber; Auflage etc.).

Eines möchte ich noch zum Geschoss bemerken. Natürlich benutzen viele bei der .17HMR das 17gr. V-Max Geschoss. jedoch möchte ich dringend davon abraten einen auf 100m schnürenden Winterfuch damit zu ärgern. Eine tödliche Wirkung kann nicht ausreichend garantiert werden. Solche Schüsse sind aus Gründen der Weidgerechtigkeit sogar verboten. Ich rate hier zu dem TNT-Geschoss von CCI oder den 20gr. (1,3g) Geschoss von Hornady (XTP). Das ist keine Spinnerei, sondern gesammelte Erfahrung. Die Unterschiede in der Zielwirkung sind ganz enorm.
 
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Wir machen hier viel jagd auf die krähe und grau/nil ganse mit der Büchse.

Viele schiessen mit der 223 ( Hornady Vmax 55 grain)

Die Büchse hat ein zweibein und Zeiss ZF mit ASV,

Sehr gutte erfolg und abstanden rund und uber die 200 meter.

Grusse aus Holland

Doublet
 
A

anonym

Guest
6 schrieb:
.. geht gut.. 17hmr wär mir zu teuer.da kein wiederlader..... n bisschen luder aufn acker an 2-3 stellen und schon fallen sie ein..am besten wartet man kurz bis 2-3krähen in einer reihe sitzen. dann hat man 3mit einem pätsch :wink:
1. du verwechselst die .17 HMR mit der .17 Rem.
dazwischen liegen Welten
2. hast du das mit dem Anludern selbst probiert ?
3. Der Gefährdungs bereich eienr .22 l.r. mit Blei-Rundkopfgeschoß, V° 400 m/s. liegt schon bei 1,5-1,8 km
die .17 HMR hat ein Teilmantel-Spitzgeschoß und über 650 m/s V°.
Da würde ich den Gefährdungsbereich NICHT UNTER 2,5 km schätzen.
P.
 
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Ich glaube er meint, dass er mit der 22WinMag 2-3 erlegen kann, wenn die günstig sitzen.
Und das mit dem Gefährdungsbereich muss man bei der .17HMR anders auffassen. Die kommt mit etwa 777 m/s aus dem Lauf. Da das Geschoss aber leichter ist und sehr schnell an Energie verliert, ist der Gefährdungsbereich bei einem entsprechenden Abschusswinkel (25°-30° nach oben) ähnlich einzustufen wie der einer .22l.r.. Aber so schießt ja niemand (hoffe ich). Vielmehr stellt das Geschoss der .17 HMR V-Max durch seine extrem hohe Zerlegungbereitschaft nach einem Treffer oder eventuellen Fehlschuss eine deutlich geringere Gefährdung des Hinterlandes dar. Man stelle sich z.B. einen gefrorenen Acker vor oder ähnliches.
 
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Wer das freundliche Lockbild oder schlechter das feindliche Lockbild öfters einsätz erzielt höhere Strecken als mit der Büchse, ich spreche da aus jahrelanger Erfahrung.

Wer mit der Büchse knallt und die Kräehen ziehen Rückschlüsse auf den Verursacher, der riskiert deutlich schlechtere Ergebnisse beim freundlichen Lockbild da Knall - Jäger bei den Krähen Argwohn verursacht. Hier stimme ich mit Steve, Alex, Agrarler usw. überein und habe mir das, schweren Herzens auch abgewöhnt.
Ich habe mir das aber nur abgewöhnt weil meine Flintenstrecke im freundlichen Lockbild deutlich über den Vorjahresergebnissen mit der Kugel lagen.

Aber:
All diejenigen die aus Zeitgründen oder wie auch immer ihr Revier überhaupt nicht mit der Flinte beharken, die sollten auf jeden Fall mit der Büchse hinlangen. Es sind nur einige wenige Jäger die intensiv mit dem Lockbild jagen. Diesen Leuten zu Liebe oder besser wegen deren Streckenaussichten sollte im direkten Umfeld nach Möglichkeit auf Kugeljagd verzichtet werden.

Ich habe aber einen Jagdkollegen den ich nach langem Zureden endlich dazu bewegen konnte bei seinen fast täglichen Revierfahrten die 222 mitzunehmen. Heute packt der jährlich wenigtstens 30 Stück. Er hat an verschiedenen Stellen Luder ausgebracht und kommt mit dem Auto auf 100 Meter oder näher oftmals ran. Natürlich steigt er erst aus, holt seine Waffe ausdem ordnungsgemäß verschlossenen Futeral das natürlich auch mit Vorgängeschloss gesichert war, legt auf dem Autodach auf, da sich die Krähe fürchterlich aufregen würde wenn er womöglich aus dem Auto heraus auf eine Krähe schießen würde.....

Also, wer auf die Flinte ohnehin verzichtet sollte alles mit der Kugel beharken was möglich ist, dann ist das Revier zumindet schnell krähenärmer. Feldlerche und Co. werden es ihm danken.
 
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Aber ich hab doch nur die 8x57 dabei :wink:
Vorteile: -Ausreichend Schweiß und Schnittfedern am Anschuss
-relativ windunabhängig :lol:

an alle die jetzt mosern wollen....nen Kugelfang der die 222 sicher bindet, bindet auch die 8x57!!!

WH
 
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Sidolin schrieb:
Die Antworten sind wieder sehr gewinnbringend heute..... :(
Ich hab nicht gesagt, das in meinem Umfeld in die Luft geschossen wird, habs lediglich gehört, alles klar?
Und ich habe gehört, das in der Türkei wo diese Sitte auch herscht jährlich ca. 400 Leute dabei umkommen.
Für den Schuss in Schlafbäume reicht auch Schrot.
Davon abgesehen: Wie ist der Haltepunkt bei einem Fast senkrechten Schuss zu wählen?
 
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baikal schrieb:
Davon abgesehen: Wie ist der Haltepunkt bei einem Fast senkrechten Schuss zu wählen?
Um die Höhe des Abstandes ZF Mittelsachse/Laufzentrum muss "überschossen" werden :wink:
Bei senkrechten Schüssen greift die Schwerkraft nur die Geschwindigkeit des Projektils an, es gibt keine ballistische Flugkurve, sondern nur "RAUF-RUNTER" :p Da ist auch der Kugelfang kein Problem, da die Kugel wieder in den Lauf zurückkehrt, wenn man exakt gerade hinauf hält und Windstille herrscht...

Für "fast senkrechte Schüsse" gilt der gleiche Abstand zum Drüberhalten, zumal die Bäume selten 25m überragen.
 
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