Krähenjagd 2020/2021

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Wo es neute (noch) viel Niederwild gibt, haben die Nebelkrähen sicher den geringsten Einfluss auf die Bestände.
Wo sich einige in einigen Gegenden wundern, fällt einigen gelegentlich auf:cool:
Wo es heute noch Niederwild gibt, haben die Krähen kein "Hausrecht" und werden konsequent bejagt, was durchaus mitunter ein Grund ist, wieso es dort noch Niederwild gibt. Glaub mir.
 
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zu Standortkrähen:
Wo ich wohne, gab es vor ein paar Jahren viele Elstern und neben vielen Tauben auch eine alte Rabenkrähe, die sich nur schlecht in der Luft halten konnte, weil nur noch wenig Federn an den Flügeln. Offensichtlich hatte sich diese auf Elsternnester spezialisiert und diese gründlich ausgeräumt. Aktuell wenig Krähen hier, auf den Feldern des "Knoblauslandes" schon mehr. Oft mit Dohlen vergesellschaftet.

Natürlich, die arme alte Krähe hat sich auf Elsternester spezialisiert, aber nur an Ostern. Dann bunkert sie die Elsterneneier zusammen mit den dem Osterhasen in kleinen kühlen Höhlen und ernährt sich da das ganze Jahr von, rührt nichts anderes an. Deshalb hat sie auch so wenig Federn weil sie sich die immer abschrubbelt wenn Sie in die unterirdischenElsternEierOsterKaninchenHöhlen einschlieft.
 
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Wenn ich von zu Hause weg nach Cz fahre, dann geht mein Weg durch ehemals vergleichsweise gute Niederwildreviere. Sie liegen niedriger, der Schnee wird nach CZ immer weniger. Ich sehe dort nie einen Hasen über eine Länge von 15 km durch die Pampa. Dafür bei Neuschnee Fuchsspur neben Fuchsspur. Alle 200 m sitzt auf den Alleebäumen jetzt ein Standkrähenpaar. Man kann Bodenbrüter, Niederwild und ihre Feinde schützen: Aber nicht auf derselben Fläche. Wir haben eine Kulturlandschaft mit eigenen Gesetzen.
Bei uns im Revier gibt es kein Standkrähenpaar, allenfalls ein oder zwei Paare die "Grenzgänger" sind. Dazu kommt manchmal ein Junggesellentrupp vorbei, aber auch der weiß was hier gespielt wird.
Gestern war ich bei einem Foristi und wollte ein wenig filmen. Im ganzen Revier keine Krähe. Es gibt sicher welche aber bestimmt nicht viele und nicht ständig.
Der Naturschutz legt dort als Ausgleichsmaßnahmen für Industriebauten feuchte Wiesen für Kiebitz, Brachvogel und Bekassine an. Das ist einfach für die Katz wenn man nicht regelnd eingreift.
Beim Rehwild werden Glaubenskriege um den Verbiss geführt, beim Niederwild regelt sich alles von selbst weil oft der innere Schweinehund anderer Meinung ist.
 
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Alles richtig, aber solange wir Bussarde hegen müssen die standorttreu sind, greifen die einen ganz erheblichen Teil des Niederwildes bis zum Junghasen ab.
Nachdem aber der DJV und die LJV ihren Mitglieder misstrauen, Bussarde nicht von Habichten unterscheiden zu können, hat das zu deren Vollschong geführt
Im Winter haben wir Bussarde wie auch Krähen als Wintergäste hier, die bevor hier das Kleinzeug Nachwuchs hat, wieder wegziehen.
Aber es gibt in Bundesländern Schonzeiten für Rabenvögel in der Zeit, wo hier das meiste Niederwild hochkommt.
Krähenschwärme in der Nähe von Schuttplätzen oder Kläranlagen oder Schlafbäumen können örtlich durchaus auf das Niederwild einwirken.
Niederwildhabitat ist heute ausschließlich die Kulturlandschaft und deren Bedingungen haben den größten Einfluss auf die Bestände. Große Waldungen sind ohnehin an Niederwild ärmer und die Möglichkeiten Krähen einem freundlichen Lockbild zu gejagen, sind ungleich geringer als im Feld.
Früher - ich meine da vor 40/50 Jahren - gab es große Niederwildstrecken, ohne dass sich Jäger groß um die Krähen kümmerten, dafür war der Bussard noch frei, der übrigens auch im Wald jagt, was ein Feldjäger gar nicht beobachten kann.

Nochwas: Ob mich einer der geschätzten User ignored oder nicht, geht mir echt am Spiegel vorbei.

Was mir auffällt: Die Krähenjäger sind alles ausgezeichnete Schrotschützen, die sich in der Schussweite beschränken und so keine beschossene Krähe krank absteicht. Allen Respekt.
Wissen sie doch, dass eine mit Blei beschossene irgendwann eingeht, von einem Bussard gefunden und gefressen wird und der sich am Blei vergiftet.
Die Kugelschützen die ohne aufzulegen nix treffen, brauchen sich da gar nicht einmischen.
Aber ich jage da doch lieber dort, wo es neben offenen Leitern auch Totschusskisten gibt. Auf 100m ist das dann ja auch leichter eine Krähe zu treffen als auf 20m mit Schrot, zumindest nach Ansicht der Krähenjäger-Community.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Im Winter haben wir Bussarde wie auch Krähen als Wintergäste hier, die bevor hier das Kleinzeug Nachwuchs hat, wieder wegziehen.

Weiß nicht ob dir das bekannt ist, aber Feldhasen haben zb. Häufig schon im Jänner den ersten Nachwuchs, da sind die Wintergäste durchaus auch ein Problem. Und gerade weil einem beim Bussard die Hände gebunden sind, gilt es um so mehr die Krähen zu bejagen.
Es würde in Bsp. einem Waldrevier doch auch keiner mit der Bejagung von Rehwild aufhören wenn bei ihm Rotwild plötzlich keine Schusszeit mehr haben sollte.
 
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16 Jan 2003
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Vielen Dank für deine Aufklärung, wenngleich dein Vergleich auf allen 4 Läufen hinkt.
Hier mal freundliche Lockbilder mit Rehen und Schwarzwild, die meist aus Totschießkisten bejagt werdenWK4 KW51 (11).JPGWK4  (8).JPG
 
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14 Jul 2019
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Alles richtig, aber solange wir Bussarde hegen müssen die standorttreu sind, greifen die einen ganz erheblichen Teil des Niederwildes bis zum Junghasen ab.
Nachdem aber der DJV und die LJV ihren Mitglieder misstrauen, Bussarde nicht von Habichten unterscheiden zu können, hat das zu deren Vollschong geführt
chaft und deren Bedingungen haben den
Mit Bussard meinst du wahrscheinlich den Mäusebussard.
Nun, da muß ich dir widersprechen. Der Mäusebussard heißt so weil er überwiegend Mäuse jagt.
Beim Habicht sieht das natürlich schon wieder anders aus.
Schön, daß du das Foto mit dem Schwarzwild gepostet hast. Auch Schwarzwild ist zu einem nicht unerheblichem Anteil Schuld, daß es weniger Niederwild gibt. Die fressen gerne Gelege und Hasen.
 
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26 Okt 2017
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Mit Bussard meinst du wahrscheinlich den Mäusebussard.
Nun, da muß ich dir widersprechen. Der Mäusebussard heißt so weil er überwiegend Mäuse jagt.
Die werden schon einen ordentlichen Einfluss auf die Hasen haben. Bei mir holen sich die Mäusebussarde die Junghasen beim Gras mähen weg... Sitzen in den Bäumen und packen sich die Junghasen wenn die in die Blühstreifen oder Hecken flüchten wollen...
Das gleiche hat ein Bekannter beim Zwischenfrucht einarbeiten beobachtet...
 
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Um zum Thema Krähen zurück zu kommen:
Meine Strecke auf 100ha um die 70... Dazu noch eine handvoll in 2 anderen Revieren.
Habe das Gefühl, dass es bei uns ein paar Leute gibt, die es nicht ganz so genau nehmen mit der Tarnung und dem Lockbild und so die Krähen schlau schießen. Ab September waren die schon verdammt skeptisch. Auch gegen Ende der Jagdzeit (wo es sonst immer recht gut noch geklappt hat) lief es sehr schleppend...
 

K2

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@Sir Henry : Volle Zustimmung und Bestätigung zum Thema Bussard und eine bei uns oft beobachtete Ergänzung. Schlägt das stärkste Habichtweib unsere Freilandhühner, der Bussard nimmt es in Besitz ! Also muß der Habicht wieder Beute machen zum satt werden. Das Selbe mit den Weihen, die hier mittlerweile in jedem 3. Getreideschlag brüten. Die Weihe schlägt im kniehohen Weizen den Junghasen und der Bussard übernimmt. Vom Naturschutz ignoriert und oft sogar geleugnet.
 
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Mit Bussard meinst du wahrscheinlich den Mäusebussard.
Na sicher doch
Aber als Wintergast sind auch Raufußbussarde hier
Warum heißt der Graureihrer nicht mehr Fischreiher?? Frisst der keine Fische mehr??
Nun, da muß ich dir widersprechen. Der Mäusebussard heißt so weil er überwiegend Mäuse jagt.
aha - ganz neu, falls du das nicht weißt, der frisst alles was kleiner als ein Hase ist.
#458 sieht das realistischer
Ich konnte schon beobachten, wie ein Mäusebussard bei der Taubenjagd die auslegten Plastikhalbschalen der Locktauben angeflogen hat.
Beim Habicht sieht das natürlich schon wieder anders aus.
Schön, daß du das Foto mit dem Schwarzwild gepostet hast. Auch Schwarzwild ist zu einem nicht unerheblichem Anteil Schuld, daß es weniger Niederwild gibt. Die fressen gerne Gelege und Hasen.
Der Habicht spielt in vielen Revieren und Gegenden kaum eine Rolle
 
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16 Jan 2003
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Um zum Thema Krähen zurück zu kommen:
Meine Strecke auf 100ha um die 70... Dazu noch eine handvoll in 2 anderen Revieren.
Habe das Gefühl, dass es bei uns ein paar Leute gibt, die es nicht ganz so genau nehmen mit der Tarnung und dem Lockbild und so die Krähen schlau schießen. Ab September waren die schon verdammt skeptisch. Auch gegen Ende der Jagdzeit (wo es sonst immer recht gut noch geklappt hat) lief es sehr schleppend...
Die Toten stehen nicht mehr auf und die toten Krähen natürlich auch nicht.
100ha - 70 Krähen
was issn das für ein Hotspot??
 
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22 Nov 2006
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Mit Bussard meinst du wahrscheinlich den Mäusebussard.
Nun, da muß ich dir widersprechen. Der Mäusebussard heißt so weil er überwiegend Mäuse jagt.
Beim Habicht sieht das natürlich schon wieder anders aus.
Schön, daß du das Foto mit dem Schwarzwild gepostet hast. Auch Schwarzwild ist zu einem nicht unerheblichem Anteil Schuld, daß es weniger Niederwild gibt. Die fressen gerne Gelege und Hasen.

Und der Steinadler heißt vermutlich so, weil er sich hauptsächlich von Steinen ernährt?
 
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