Kurzer u/o gekürzter Lauf + Schalldämpfer + Bleifrei auf übliches Schalenwild

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Servus,

also, ich weiß da beim besten Willen nicht auf was du raus willst.

Das die Verluste der V0 bei 15cm Laufkürzung kleiner 10% liegen ist nun doch erklärt und belegt. Somit spielt da das Kaliber keine Rolle mehr.

Nun noch zum Mündungsgasdruck. Deine 308 hat einen zulässigen Gasdruck von 4150bar, die 30-06 hat aber nur 4050bar. Was nun? Den Rest erklärt Dir Quick Load.
Ich bin da jetzt zu faul das auch noch raus zu rechnen, da mich das Gefühl beschleicht, dass wir Deine Meinung mit Fakten nicht ändern können.

Gruß Krucknwig

Ich leider auch nicht!
Was hat der Mündungsgasdruck mit dem zulässigen Maximalgasdruck zu tun?

Nimm einfach mal Quickload und rechne das Sierra MK 2200 in beiden Kalibern (.308 und .30-06) - das habe ich vorletzte Wochen nämlich zufällig gemacht. Ist jetzt kein Jagdgeschoss, aber für den Vergleich wird es reichen. Vermutlich wird es mit anderen Geschossen ähnliche Ergebnisse geben.
Aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen - gleiche Kalibergruppe und gleiches Geschoss(gewicht). Wenn ich alle möglichen Parameter variiere, dann komm ich irgendwie immer auf das von mir gewünschte Ergebnis...

Pulver N140 und N150 mit jeweils 100% Ladedichte - dann bist Du bei beiden Waffen schön in der Mitte des violetten Bereichs (3913 zu 3726)

Dann wirst Du feststellen, dass Du für die 30.06 um 22% mehr Pulver (44 zu 54) brauchst für einen Leistungsgewinn E0 (51er Lauf) von 5% (3382 zu 3522)

Bei beiden Beispielen verbrennt das Pulver auch im 51er Lauf vollständig - trotzdem ist die .30-06 um einiges lauter da der Mündungsdruck um 24% (!) höher liegt (578 zu 716 bar)

die 51 cm kurze .308 ist sogar leiser als die 60 cm lange .30-06 (578 bar zur 585 bar)

die 60cm lange .308 hätte sogar mehr Leistung als die 51cm lange .30-06 (3605 zu 3522) - das nur nebenbei, weil manche die .308 immer etwas abschätzig als Damenkaliber belächeln und selbst die 30-06 mit 51er Lauf haben.

Aber egal - jeder wie er will!
(ich komme nämlich aus Bayern und da herrscht die "Liberalitas Bavariae")

Ich bin nur der Meinung, des es wenig Sinn macht ein gutes Kaliber mit großem Potenzial mit einem kurzen Lauf zu kastrieren und mir neben der geringeren Leistung (verschmerzbar) Nachteile, die überproportional zunehmen, einzuhandeln.

Wenn ich eine kurze, führige Waffe mit SD will, dann ist der Haupteinsatzzweck mit Sicherheit nicht der Hirsch in 350m Entfernung...
 
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Prozentualer Vo-Verlust eines 45cm-Laufes im Vergleich zu 60 cm Lauflänge.
[...]


Habe die Daten mal erweitert (Energie proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit):

KaliberV0E0
.308 Win-6,3%-12,2%
30-06-8,0%-15,4%



Auf Basis einer Werksmunition (RWS Hit *) entspricht das in absoluten Zahlen:

KaliberE0E0 (kurzer Lauf)
.308 Win3606 J3166 J
30-063874 J3277 J
Diff (Vorteil 30-06)+7,4%+3,5%


So, und was lernt man daraus? :what:


1)
Jagdlich sollten die Unterschiede zwischen .308 und 30-06 nicht wirklich relevant sein.

2)
Jagdlich sollten die Unterschiede zwischen langem und kurzem Lauf meistens nicht wirklich relevant sein, außer evtl. über sehr große Distanzen.

3)
Wenn sich jemand bewusst für die 30-06 entschieden hat, um eben dieses Quäntchen mehr an Reserve gegenüber der .308 zu haben, dann sollte er sich sehr gut überlegen, ob er den Lauf wirklich kürzen will.


Insofern ist die Aussage, dass sich die .308 besser für kurze Läufe eignet als die 30-06, in gewisser Weise nachvollziehbar.
Die umgekehrte Schlussfolgerung, dass eine 30-06 für kurze Läufe ungeeignet sei, lässt sich hiermit aber nicht belegen.

(Blitz und Donner mal ganz außen vor gelassen)

Nur meine zwo Pfennige...


*) E0 mit langem Lauf von der RWS Homepage. Die Werte sind möglicherweise nicht in einem 60cm Lauf ermittelt und passen daher nicht exakt zu den Werten aus JMBs Tabelle - sie sind aber realistisch und repräsentativ für eine mögliche E0 einer Werksmunition in 308 bzw. 30-06 und somit für den Zweck dieser Betrachtung geeignet, denke ich...
 
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A

anonym

Guest
Hmm, meine kurze "für alles im Dreck und Gebüsch" Peng
eine - FN-Polite, 8X57IS mit 42cm Lauflänge-
hat noch kein Bleifrei gesehen (soweit ich weis) und nen Schalli kommt da auch nicht drauf
, weil da brauchte ich K+K

mittlerweile steht die Peng auf der Liste, "kann verkauft werden"
Nachsuche mache ich keine mehr Aktiv
Durchgehen ist auch selten geworden
und ich habe genug anderes Werkzeug, falls ich doch nochmal mit durch gehe, oder auf Nachsuche begleite
 
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hallo, rainbow hat völlig recht und alles gesagt,
Leistung ist nicht das Thema, außer bei 300Winni und Lapua Mag., übrigens würde ich schon von praktikablen Lauflängen ausgehen, also 650 und 690mm für die beiden, alles andere zeigt nur eine geschönte Liste! Wer schon einige rel. starke Patronen noch dazu mit einem großen Volumen/Bohrungsverhältnis auf Kurzlauf lademässig abgestimmt hat, weiß worum es geht und was ein kurzer gegenüber einem langen Lauf bewirkt:cool:!
 
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@JMB, meine frage war unglücklich formuliert, es hätte heissen wieviel leistung verloren geht?

dher danke für die liste, was ich interessant finde obwohl der lauf um 25% gekürzt wurde gehen unter 10% leistung verloren.
 

JMB

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*) E0 mit langem Lauf von der RWS Homepage.
...
- sie sind aber realistisch und repräsentativ ...
..., denke ich...
Ich fürchte Du denkst falsch.
Die Angaben auf den Munitionsschachteln werden nicht umsonst als "Lügenzettel" bezeichnet.
Und ob dann in allen Fällen "gleich viel" oder "repräsentativ" geschummelt wird ... :roll:


WaiHei
 

JBB

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Schieße das Jaguar aus meinem 98er - aber ohne Schalli ;)

52cm Lauf in 8x57IS - Waffe findest du irgendwo im 98er Umbau Thread ;) Gebaut vom Niedermeier, aber ziemlich schwer wegen dickem Lauf - als Sonderwunsch geht sicher auch ein dünnerer Lauf (NDR98 - siehe HP von ihm).

Mehr wie 200m lang ich ned hin und für den Bereich passt es leistungsmässig ;)

Zu dem Rest sag ich nix - Kaliber und Lauflängen hat jeder ne eigene Meinung... Achja, den NDR98 gibt es bei ihm "werksmässig" auch in 308 gleich mir 42cm ;) Geht sicher auch mit der alten 8x57IS wenn man es will ;)
 
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Habe meinen 52er Semi Weight in .308 auf 46cm bei Peterssen in Münster kürzen lassen
Stalon W110 Dämpfer
Swaro 2,5-15x56 mit Blaser Ringmontage
China Zweibein mit Montage durch eine Riemenbügelöse
Gesamtlänge mit Schalli 104cm
Schieße 150er Barnes TTSX auf ein cent Stück

Anhang anzeigen 41057

Ich hatte Bedenken, daß sie nach der Laufkürzung nicht mehr so präzise wäre, aber das Ding schießt immer noch wie der Teufel. Problemlos ohne Gehörschutz zu schießen, kein Mündungsfeuer. Rückstoß gefühlt 50% reduziert.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 8792

Guest
Konstant mit 5 Schuss einen umschlossen Streukreis von 16mm. Top. Ich bin immer wieder erstaunt wie manch Büchsen schiessen und manche Schützen treffen.
 

JMB

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die 51 cm kurze .308 ist sogar leiser als die 60 cm lange .30-06 (578 bar zur 585 bar)
WOW!
Ganze 7 bar Unterschied - ob das wirklich hörbar oder auch "nur" regelmäßig (z.B. je 10x) messbar ist?
Wie verhalten sich Mündungsgasdruck und Mündungsknall zueinander?
Linear wird es wohl nicht sein (zumal Dezibel ja eine logarithmische Skala hat).


WaiHei
 
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obwohl der lauf um 25% gekürzt wurde gehen unter 10% leistung verloren.

Es geht unter 10% V0 verloren, was aber schon über 10% Verlust bei E0 entspricht.
Was siehst Du als die "Leistung" an?

Davon ab, das Wild fällt nicht durch Prozent sondern durch Joule (ums mal so auszudrücken), daher habe ich oben versucht, das mal in konkrete und einigermaßen realitätsnahe* Werte zu übertragen.


* Ja, JMB, ich weiß... ;-)
 
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Als kurze Einleitung noch mal ein Auszug meines Anliegens in anderem Beitrag:

Hallo Weidgenossen!

Ich möchte einen Standard-Lauf (LL 560 mm, Mündung 17 mm, offene Visierung) meiner Merkel RX Helix im Kaliber .308Win auf 450 mm kürzen lassen und M15x1 Gewinden anbringen lassen. Hintergrund ist, dass sich auch in Sachsen die Legitimierung zum Erweb eines Schalldämpfers zeitnah anzukündigen scheint.

Nun habe ich viel gelesen und die kontroversen Diskussionen zum Thema Lauflänge in .308 Win verfolgt. Ich bin verunsichert und möchte um Entscheidungshilfe bitten! Herr Peterssen wird mir im Januar den Lauf kürzen und das Gewinden schneiden.

Die Gesamtlauflänge des Helix-Laufes beträgt 560 mm. Mit dem Putzstock gemessen, Laufmündung bis Stoßboden ~540 mm.
Die Waffe wird ausschließlich jagdlich geführt, auf Ansitz-, Pirsch- und Drückjagden mit Schussentfernungen i.d.R. bis 130 m (selten auch bis max. 200), auf Raub-, Reh- und Schwarzwild - mehr oder weniger "die Eine für Alles".
Zur Zeit verschieße ich zu meiner Zufriedenheit die Geco Plus. Die Option auf bleifreie Geschosse sollte allerdings gegeben bleiben. Ich bin kein Wiederlader und somit auf Werksmunition angewiesen.

Vielleicht hat der ein oder andere in der Zwischenzeit ein paar mehr Erfahrungen mit kurzen Läufen und Schalldämpfer sammeln können?!

Unter Berücksichtigung der Führigkeit der Waffe, des nicht Wiederladens und der oben genannten Jagdmöglichkeiten, wie weit würdet ihr den Lauf kürzen lassen? Gesamtlänge 450 mm (Mündung -> Stoßboden 430 mm) oder doch lieber nicht unter 500 mm?

Vielen Dank für eure Unterstützung. Ich hoffe ihr könnt mir die Entscheidung etwas vereinfachen. :)
 
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23 Mai 2012
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Ich habe eine Tikka T3x lite in .308 mit 51cm Lauf. Mit dem STALON W110 verlängert sich das Gewehr um 11cm. Das ist auf engen Kanzeln schon etwas lang, aber durchaus "beherrschbar".
Mit selbstgeladener Munition mit 150grs TTSX erziele ich Ergebnisse die jagdlich absolut brauchbar sind, da liegt der streukreisproduzierende Faktor hnter der Waffe.
 
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Irgendwie ist man bei Sako/Tikka der Meinung, daß 51cm mit Mündungsgewinde kurz genug ist.....;-)
 

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