Kurzlauftaugliches BUM UM Kaliber gesucht.

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Ohne mir die fast 20 Seiten vermutliches Geschwurbel antun zu wollen.
Zur Ausgangsfrage:
... Nun habe ich die Idee in diesem Revierabschnitt einfach mit einem potenteren Kaliber jagen zu gehen, und so die Chance zu erhöhen das Wild an den Anschuss zu bannen. Ich hoffe daher darauf das ihr mir ein wenig Input geben könntet!

Ich möchte die zukünftige Waffe gerne auch zum Riegeln nutzen können. Daher ist es mir wichtig eine Lauflänge von 550mm nicht wesentlich zu überschreiten.
Weiters soll sie ein Mündungsgewinde zwecks Schalldämpfer bekommen.
Schussdistanz 250-300m

Waffen die in Frage kommen wären eine Sako 85 / Mauser von Velser / der Momentane Favorit Heym SR30
Munitionsverfügbarkeit ist mir nicht so wichtig, da ich Wiederlade.

Momentan hätte ich mich auf eine Heym SR30 im Kaliber 8,5x63reb fixiert.
...
IMHO hat @Totto den Nagel auf den Kopf getroffen.
Die blasereigene 8,5x55 ist für deinen Zweck quasi entwickelt worden.
Ob eine der genannten Wunschwaffen in dem Kaliber zu kriegen ist entzieht sich meiner Kenntnis.
Ggf. muss man halt doch zur Blaser-Waffe greifen.
Die Reb-Patrone geht sicher auch, aber die gewünschte Lauflänge wird die Sache eher obsolet machen.

Allgemein sei noch gesagt: Gäbe es die eine Patrone mit der alles am Platz liegt, dann würden wir alle schon seit deren Vorstellung nichts anderes mehr schießen. :rolleyes:
Insofern wird ein Kaliberwechsel allein nicht reichen. Es müssen auch Lösungen gesucht werden um die Bergung aus der schwierigen Ecke zu vereinfachen.
 
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Es ist im Grunde immer das Selbe. Sofortwirkung gibt es nur, wenn das ZNS/Stammhirn ausgeschaltet ist.....
Genau so ist es.

....Dies ist wiederum jagdlich kein empfehlenswerter Schuss.....
Stimmt auch.

Aber einen Schuss hochblatt, der nahe des Schlüsselbeins den Übergang von Hals- zu Brustwirbelsäule erfasst, wirkt auch "bum-um" und den kann man empfehlen, ganz besonders bei Sauen.

....Diese Dilemma ist leider nicht auflösbar.
Doch, durch Erfahrung, Training und präzises Treffen.
Vielleicht nicht für Jedermann, aber es ist möglich.

Wie man die Jagd mit der Schusswaffe auch betrachtet, es läuft immer wieder auf präzises Treffen hinaus, das ist nicht mit Jagdmunition kompensierbar.
 
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Wenn es eine Lösung geben würde, dann ein Schneller Teilzerleger wie KJG oder vielleicht sogar Evo-Green!
Also, wir reden ja immer noch über Distanzen von 250-300 Metern, was bedeutet, dass ich ein guter Schütze mit gutem set-up sein muss, um reproduzierbar ein Partytellergroßen (max) Bereich zu treffen. Ich denke nicht, dass man sich dann über Wildbretentwertung, Hoch-Tiefblatt, handbreit...blabla Gedanken machen muss. Zerlegungsgeschoße sind gut, wenn es um Kammertreffer und möglichst viel Zerstörung der Vitalorgane geht, aber geringe bis mittlere Fluchten sind dabei nie auszuschließen, das sind sie ohnehin nie. Wollte ich also, was ich niemals machen würde, ein Stück Rotwild auf 300 Meter beschießen, dann würde ich versuchen die Mobilität schlagartig, mittels Fahrwerkszerstörung (Blattschuß) zu stoppen. Das wird am besten mit formstabilen Konstruktionen erreicht, die zuverlässig und schnell den Querschnitt verdoppeln und somit möglichst viel Energie freisetzen, Geschoßgeschwindigkeit spielt dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle. Bleifreie Kupfergeschosse sind dafür durchaus geeignet, Verbundkerngeschosse sollte ähnlich wirken, Fedral Fusion z.B. und was es sonst noch alles gibt...
Ich bejage hier gelegentlich Damwild (max 150 Meter)mit dem Geco Zero, funktioniert gut bei Kammertreffern, wobei der Restkörper oft noch im Stück zu finden ist, aufs Blatt würde ich damit niemals schießen, viel Entwertung und lange Fluchten wären so wohl vorprogrammiert...
 
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Also, wir reden ja immer noch über Distanzen von 250-300 Metern, was bedeutet, dass ich ein guter Schütze mit gutem set-up sein muss, um reproduzierbar ein Partytellergroßen (max) Bereich zu treffen. Ich denke nicht, dass man sich dann über Wildbretentwertung, Hoch-Tiefblatt, handbreit...blabla Gedanken machen muss. Zerlegungsgeschoße sind gut, wenn es um Kammertreffer und möglichst viel Zerstörung der Vitalorgane geht, aber geringe bis mittlere Fluchten sind dabei nie auszuschließen, das sind sie ohnehin nie. Wollte ich also, was ich niemals machen würde, ein Stück Rotwild auf 300 Meter beschießen, dann würde ich versuchen die Mobilität schlagartig, mittels Fahrwerkszerstörung (Blattschuß) zu stoppen. Das wird am besten mit formstabilen Konstruktionen erreicht, die zuverlässig und schnell den Querschnitt verdoppeln und somit möglichst viel Energie freisetzen, Geschoßgeschwindigkeit spielt dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle. Bleifreie Kupfergeschosse sind dafür durchaus geeignet, Verbundkerngeschosse sollte ähnlich wirken, Fedral Fusion z.B. und was es sonst noch alles gibt...
Ich bejage hier gelegentlich Damwild (max 150 Meter)mit dem Geco Zero, funktioniert gut bei Kammertreffern, wobei der Restkörper oft noch im Stück zu finden ist, aufs Blatt würde ich damit niemals schießen, viel Entwertung und lange Fluchten wären so wohl vorprogrammiert...
Ich habe nun wirklich sehr, sehr viele bleifreie Geschosse ( und vor bleifrei diverse konventionelle) ausprobiert, aber selbst bei Zerstörung beider Blätter sowie starker Zerstörung des Herzens kam es oft zu meist unkontrollierten Fluchten(Rotwild ist schon eine andere Hausnummer als Damwild!) - oft genug sitzen die Schüsse auch nicht dort, wo die Experten hier empfehlen - schließlich schießen wir auf lebende Kreaturen und wir selbst sind auch „nur“ Menschen!
 
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Ich habe nun wirklich sehr, sehr viele bleifreie Geschosse ( und vor bleifrei diverse konventionelle) ausprobiert, aber selbst bei Zerstörung beider Blätter sowie starker Zerstörung des Herzens kam es oft zu meist unkontrollierten Fluchten(Rotwild ist schon eine andere Hausnummer als Damwild!) - oft genug sitzen die Schüsse auch nicht dort, wo die Experten hier empfehlen - schließlich schießen wir auf lebende Kreaturen und wir selbst sind auch „nur“ Menschen!
Eben deshalb schrieb ich ja "würde ich niemals machen" Soll der Nachbar sich meinetwegen freuen, wenns für mich zu weit ist...
 
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Also wenn ein Jäger einen Hochblattschuss auf ("scheunentorgroßes") Rotwild oder ("containergroße") Sauen als "sniper-like" empfindet, sollte er vielleicht besser Angeln oder Briefmarken als Hobby auswählen. ;)
Bin ja gerade im Urlaub - aber kriege trotzdem Anrufe von Jägern, die auch glauben, Sniper zu sein - aber es wohl doch nicht sind!
Wenn mal alle den relativ großen Kammerbereich von Rot - und Schwarzwild treffen würden, egal ob hoch - oder tiefblatt, hätten meine Hunde deutlich weniger zu tun!
 
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Ich habe nun wirklich sehr, sehr viele bleifreie Geschosse ( und vor bleifrei diverse konventionelle) ausprobiert, aber selbst bei Zerstörung beider Blätter sowie starker Zerstörung des Herzens kam es oft zu meist unkontrollierten Fluchten.....
Das ist normal.
Auch Rehe laufen mit schlenkerndem Vorderlauf nach Blattschuss oft noch éin ganzes Stück weit. Das hatte ich bei bleihaltigen Geschossen ebenso. Ganz besonders bei Herztreffern ist das bekannt.
Es fallen aber auch einige Stücke bei reinen Kammerschüssen einfach um, ohne dass man es allein durch den Treffersitz erklären könnte. Solche starken Schock-Reizungen sind nicht prognostizierbar. Nur der ZNS-Treffer garantiert wirklich bum-um. Deshalb ist er die einzige Chance, annehmendes starkes Wild tatsächlich zu STOPPEN, bevor es einen erreicht. Das wissen wir beide aber schon lange und wenn es z. B. Mark Sullivan nicht wüsste, wäre er längst Geschichte. ;)
 
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