Landesforsten bleifrei

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OberförsterVS schrieb:
Was genau ist an Brenneke schrottig? Das Eisen oder die Zinnsplitter?
Das "Uralt" kann es ja nicht sein, sonst würden wir doch nicht mehr mit Pulverdampf schießen?

Anyway, die FSC-Fuzzies werden dafür sorgen, dass sich bleifrei verbreitet, ob es nötig ist oder nicht.
Um nicht zu unnötiger Eile gezwungen zu werden, testen wir: Uralteisen, Messingsplitterbomben, Kupferlinger verschiedener Provinenz. Nach Ende des JJ sind wir hoffentlich schlauer.

@ Oberförster

was genau wirft die FSC, in ihrem Verantwortungs- bzw. Zertifizierungsbereich, denn den bleihaltigen Geschossen vor? Geht es schlicht um einen möglichen Schwermetalleintrag (Geschossfragmente) im Holz? Ist das nicht ein wenig weit hergeholt?

Grosso
 
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anonym

Guest
Wurden hier denn schon die Ergebnisse (vorläufig) aus Österreich veröffentlicht? Speziell „Lebensmittelhygienische Aspekte bzw. Gefährdungspotential von Resten bleifreier Geschoße in Wildfleisch“ und die daraus mögliche Intoxikation bei Menschen?

Es wurde die Frage nach der Human-Toxizität von Kupfer gestellt.

Untersuchungsergebnisse kann ich bei Bedarf gerne online stellen.

Das Ergebnis ist überraschend positiv ausgefallen: Selbst wenn große Kupfersplitter im Wildbret übersehen werden sollten und das Fleisch in eine scharfe Beize gelegt wird, nimmt der Mensch im schlimmsten Fall maximal ein Drittel der empfohlenen täglichen Aufnahmemenge an Kupfer auf!

Grüße
Klaus

 
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Klaus Maylein schrieb:
Das Ergebnis ist überraschend positiv ausgefallen: Selbst wenn große Kupfersplitter im Wildbret übersehen werden sollten und das Fleisch in eine scharfe Beize gelegt wird, nimmt der Mensch im schlimmsten Fall maximal ein Drittel der empfohlenen täglichen Aufnahmemenge an Kupfer auf!
Und höchstens dasselbe gilt für die "normale" Bleibelastung (vereinzelte größere Splitter jenseits des ausgeschnittenen und nicht verwerteten Schußkanals und des darüber hinaus gehenden - ebenfalls belasteten - Durchmessers der temporären Kavität).

Deine österreichische Studie beginnt bereits auf den ersten Seiten mit klar falschen Aussagen. Ideologische Glaubenssätze, teilweise dreist zusammengelogen und verfälscht. Und anderes, das zur Abwechslung frei erfunden ist. Natürlich sind dann die darauf aufbauenden weiteren Schlussfolgerungen auch fehlerhaft.

Carcano
 
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carcano schrieb:
Deine österreichische Studie beginnt bereits auf den ersten Seiten mit klar falschen Aussagen. Ideologische Glaubenssätze, teilweise dreist zusammengelogen und verfälscht. Und anderes, das zur Abwechslung frei erfunden ist. Natürlich sind dann die darauf aufbauenden weiteren Schlussfolgerungen auch fehlerhaft.

Carcano

Ähm, darf ich es trotzdem online stellen? :12:
"Meine" Studie ist vom ÖBf und wurde wohl von diesem auch in Auftrag gegeben. Es ist ein interner Praxistest, dessen Ergebnisse ausdrücklich veröffentlicht werden sollen.

Bleifreischießende Grüße
Klaus
 
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@ grosso
Kann ich Dir nicht sagen, was FSC Bleigeschossen vorwirft, weil ich nicht beabsichtige das forstwirtschaftiche Unternehmen, für das ich Verantwortung trage, von FSC zertifizieren zu lassen. FSC schreibt es vor, wer das Zertifikat will, muss bleifrei jagen. Ist wie beim TÜV mit manchen bestimmungen...
 
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carcano schrieb:
Deine österreichische Studie beginnt bereits auf den ersten Seiten mit klar falschen Aussagen. Ideologische Glaubenssätze, teilweise dreist zusammengelogen und verfälscht. Und anderes, das zur Abwechslung frei erfunden ist. Natürlich sind dann die darauf aufbauenden weiteren Schlussfolgerungen auch fehlerhaft.

Carcano

Jetzt haben wir den Salat, alles gelogen und getürkt von den mysteriösen Ideologen.

Wer sind nun die bösen Jungs, die von der berühmten Firma MayerlAeroWorldwideInc aus Knittelfeld gekauft wurden?
Die Fleischhygieniker der staatlichen VetMedUni Wien, wobei zumindest die beiden Co-Autoren auch die fachspezifischen Standardvortragenden beim NÖ-LJV, der zumindest so bleitreu ist wie ein Carcano, SirlordHenry, der DJV und die RUAG miteinander.

Es nutzt halt nix, die Uhr für Blei ist abgelaufen, da helfen auch die kreativsten Verschwörungstheorien nix mehr, so leid mir das für dich tut.
 
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Klaus Maylein schrieb:
Ähm, darf ich es trotzdem online stellen? :12:
"Meine" Studie ist vom ÖBf und wurde wohl von diesem auch in Auftrag gegeben. Es ist ein interner Praxistest, dessen Ergebnisse ausdrücklich veröffentlicht werden sollen.

Bleifreischießende Grüße
Klaus

Also ich gehe nicht davon aus, dass die ÖBf für so eine Studie auch nur einen Cent ausgeben, da dieses Thema für die ÖBf völlig irrelevant ist, da fast das ganze ÖBf-Wildbret durch die Pächter/Abschussnehmer selbst vermarktet wird und die ÖBf, daher inder Fragestellung bleifrei ja oder nein keine Einflussmöglichkeiten haben.

V. ist der Jagdtheorethiker der ÖBf, der zur Studie einige Stücke beigesteuert hat und dem diese offensichtlich deswegen auch zugeschickt wurde.
 
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Behaupten kann hier Jeder alles. Wenn aber jemand sagt, dass die Studie von den ÖBf ist, dann glaub ich dem eher, es spielt aber auch hier keine Rolle im Kontext der Problematik. Noch nicht wenigstens.
 
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DWM1915 schrieb:
Behaupten kann hier Jeder alles. Wenn aber jemand sagt, dass die Studie von den ÖBf ist, dann glaub ich dem eher, es spielt aber auch hier keine Rolle im Kontext der Problematik. Noch nicht wenigstens.

Es steht natürlich jedem frei zu glauben, was er will, ob nun mehr oder weniger faktenradiziert.

Dass nun die Studie von einer facheinschlägigen Universität und nicht von einem Forstbetrieb erstellt wurde ist allerdings unschwer ( z.B. am Logo) zu erkennen.
 
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Hürsch schrieb:
Dass nun die Studie von einer facheinschlägigen Universität ......erstellt wurde ist allerdings unschwer ( z.B. am Logo) zu erkennen.

Was rein gar nichts zu sagen hat.

carcano schrieb:
Klaus Maylein schrieb:
Das Ergebnis ist überraschend positiv ausgefallen: Selbst wenn große Kupfersplitter im Wildbret übersehen werden sollten und das Fleisch in eine scharfe Beize gelegt wird, nimmt der Mensch im schlimmsten Fall maximal ein Drittel der empfohlenen täglichen Aufnahmemenge an Kupfer auf!
Und höchstens dasselbe gilt für die "normale" Bleibelastung (vereinzelte größere Splitter jenseits des ausgeschnittenen und nicht verwerteten Schußkanals und des darüber hinaus gehenden - ebenfalls belasteten - Durchmessers der temporären Kavität).

Deine österreichische Studie beginnt bereits auf den ersten Seiten mit klar falschen Aussagen. Ideologische Glaubenssätze, teilweise dreist zusammengelogen und verfälscht. Und anderes, das zur Abwechslung frei erfunden ist. Natürlich sind dann die darauf aufbauenden weiteren Schlussfolgerungen auch fehlerhaft.Carcano
 
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DWM1915 schrieb:
Deine österreichische Studie beginnt bereits auf den ersten Seiten mit klar falschen Aussagen. Ideologische Glaubenssätze, teilweise dreist zusammengelogen und verfälscht. Und anderes, das zur Abwechslung frei erfunden ist. Natürlich sind dann die darauf aufbauenden weiteren Schlussfolgerungen auch fehlerhaft.Carcano
[/quote]

Tja, irgendwann ist auch der von mir an sich sehr geschätzte kleinkalibrige Italo-Repetierer
am Ende seiner Weisheit und muss nolens volens auf die Begründung seiner grauslichen Unterstellungen verzichten.

Aber es gibt ja noch andere Stimmen:

http://www.wildundhund.de/438,7180/

Die Burschen sind da noch stramm auf Linie, da wird jeder Ukas aus dem helvetischen Verteidigungsdepartement auf Komma und Beistrich befolgt. :mrgreen:
Dass sich die 2 Hundianer-Vereine auch gleich angeschlossen haben ist nach den zunehmenden "Marketingaktivitäten" der Fürther nicht anders zu erwarten gewesen. Nur die Hund fressen halt weiter das verbleite Schussfleisch, aber um die gehts ja nicht.
 
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Hürsch schrieb:
DWM1915 schrieb:
Behaupten kann hier Jeder alles. Wenn aber jemand sagt, dass die Studie von den ÖBf ist, dann glaub ich dem eher
Dass nun die Studie von einer facheinschlägigen Universität und nicht von einem Forstbetrieb erstellt wurde ist allerdings unschwer ( z.B. am Logo) zu erkennen.

Nein. Ist nicht. (scilicet "unschwer zu erkennen")

Ich weiß ja nicht, wie es im Lande der Stampiglientaxen, Trafiken, des Behufes und der Endesunterfertigten der Brauch sein mag (zumal der Balkan eh' am Rennweg beginnt, wenn ich mich auf einen der größten österreichischen Staatsmänner berufen darf).

Aber im Rest der zivilisierten Welt stehen die Verfasser eines wissenschaftlichen Artikels über oder unter der Überschrift, wo sie hingehören. Nicht am Anfang des Literaturverzeichnisses, nicht in Fußnote 666, und auch nicht unter dem Schluss des Haupttextes, als ob es ein persönliches billet doux wäre.

Carcano
 
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carcano schrieb:
Aber im Rest der zivilisierten Welt stehen die Verfasser eines wissenschaftlichen Artikels über oder unter der Überschrift, wo sie hingehören. Nicht am Anfang des Literaturverzeichnisses, nicht in Fußnote 666, und auch nicht unter dem Schluss des Haupttextes, als ob es ein persönliches billet doux wäre.

Carcano

Ja, vielleicht haben wir hier am Blakan andere akademischen Untugenden als ihr im Land
der Plagiateure. Aber ob in einem als Bericht titulierten Werk die Autoren schon vor der Überschrift unterschreiben müssen oder wie durchaus üblich am End der Gschicht wird ja wohl nicht so ein Drama sein, es sei denn du unterschreibst auch jeden Geschäftsbrief noch bevor er begonnen hat.
 
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Hürsch schrieb:
Jetzt haben wir den Salat, alles gelogen und getürkt von den mysteriösen Ideologen.
Wer sind nun die bösen Jungs
Ich sag' Dir mal, wer sie meiner unbescheidentlichen aber um so maßgeblicheren Meinung nach :24: nicht sind. Nämlich nicht Irschik und nicht Sager.
Der gute Sager ist zwar im Text reichlich überzitiert, aber er hat halt die eigentlich analytische Arbeit für die beiden anderen Möchtegernwissenschaftler gemacht, und wo er schon nicht in die Autorenliste aufgenommen wurde (wäre ja noch schöner, wenn derjenige, der nichts zusammenschreibt und nichts zusammenlügt, sondern nur die eigentlichen Inhalte beisteuert, dann dreisterweise auch noch in die Urheberstammrolle sollte), dann kriegt er wenigstens eine ehrende Abspeisungserwähnung im letzten Satz und eben seine Zitate.

Carcano, der die Arbeit tatsächlich gelesen und analysiert hat (hach, man denke...)
 
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Jungs ich schiess auch (noch) Blei - gebondete Geschosse, und ich werde wohl auf ein Bleifreies Geschoss umsteigen. Warum? Die Kontamination des Wildkörpers mit Bleistäuben oder Bleiaerosolen ist nicht zu vernachlässigen, es sind nicht die Splitter oder Bleifetzen, die tun keinem Erwachsenen was, Kindern schon, sondern eben das was man nicht sieht, aber sehr wohl nachweisen kann. Das Problem ergibt sich im Großen und Ganzen erst mit Einführung von NC Pulvern und der damit einhergehenden hohen Geschwindigkeit von Projektilen. Würden wir noch mit unseren bummeligen Vorderladern schiessen, was teilweise eher einem "erschlagen" gleichkommt, hätten wir dieses Problem nicht, da bei den Geschwindigkeiten im Zielmedium nur seltenst die Kugel oder Miniergeschoss fragmentiert und Blei auf Molekularebene freigibt. Unsere modernen bleihaltigen Büchsengeschosse tun das aber ohne Zweifel. Es wird beim BfR dazu in kürze eine weitere sinnvolle Untersuchung geben, die auch die natürliche Bleikontamination (welche besonders beim Rehwild sehr hoch ist) des Wildfleisches durch Äsung vom sekundären Bleigehalt durch Geschosse unterscheiden soll.
Solide Bleisplitter und selsbt molekulares Blei sind für Erwachsene in Maßen nicht so dramatisch, da diese meist im Fettgewebe eingelagert werden. (Und da wir keine Ätzmägen wie bestimmte Adlerarten haben, können wir Blei auch nicht chemisch zersetzen wenn es denn als Solid im Magen landet.) Bei (Klein-) Kindern und Föten ist jedoch der Anteil von Fettgewebe am Gesamtkörpergewebe nur sehr gering, so dass Blei vor allem im fettreichen Hirngewebe und Organgewebe eingelagert wird, was blöd ist und vor allem blöd macht. Da wir viel Wildfleisch essen, und meine Kinder nun mal schon meine Kinder sind (also quasi vorbelastet :18: ) müssen die auch nicht noch der Gefahr ausgesetzt werden noch blöder zu werden.

Meines Erachtens sollten bleifreie Geschosse stets Deformationsgeschosse sein, welche durch eine tiefe Bohrung stark aufpilzen und keine Splitter abgeben und somit einen Restbolzen ausschiessen lassen. Besser ein Pilz der durch die schnelle Oberflächenerweiterung nach Eintritt ins Zielmedium an Geschwindigkeit verliert. Die Probleme mit den Abprallern sind dann auch nicht mehr ganz so hoch. Kalibergroße Restbolzen oder nichtdeformierende Geschosse würde ich aus Sicherheitsgründen nicht schiessen.

Meine Wahl wird zu Barnes oder GMX tendieren. Beide bereits selber erprobt und damit zufrieden.
 
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