Landwirt beim Schafeschlachten von Jäger angeschossen und schwer verletzt

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Jeder Vorfall mit Schusswaffen und Beteiligung von Jägern ist eine Steilvorlage für die LWB- Gegner.
 
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Ich erinnere mich an eine Situation bei einer Hausschlachtung. Der Bolzenschuss ging daneben, danach saßen alle Beteiligten auf der Mauer des Hofes und warteten auf den Jäger. Arme Sau!
Hab auch schon von feststeckenden Bolzen gehört. Wobei das ja dumm zugehen muss. Die Feder zieht den Bolzen ja wieder zurück, also weiß ich nicht ob das real ist. Hat mir aber ein Schlachter erzählt, bei einer Hausschlatung dieses Jahr.
 
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Wir brauchen hier nicht groß rumzudiskutieren.
Laut Tierschutzschlachtverordnung muß eine Schlachtung durch Blutendzug nach vorheriger Betäubung erfolgen. Das heißt, ein Kugelsschuß ins Gehirn fällt automatisch weg da er nicht betäubt sondern tötet und die Tötung eben nur durch Blutentzug erfolgen darf.
Die gängigen Betäubungsmethoden sind Bolzenschuß, Elektrobetäubung oder Gasbetäubung.
Ausnahmen sind Schlachtung bei Gehegewild. Dort ist der Kugelschuß in den Kopf vorgeschrieben mit sofortigem Blutentzug durch Kehlschnitt. Der Schuß aufs Blatt ist verboten da Gehegewild eben kein Wild ist und folglich nur nach Betäubung usw.usw..
Und der immer öfter propagierte Weideschuß. Bei dem wiederum ein ganzer Rattenschwanz Vorschriften einzuhalten ist was die Praktikabilität ganz gewaltig herabsetzt.
Übrigens auch zB frischgeborene Ferkel die aus irgendeinem Grund getötet werden müssen, müssen erst betäubt werden und dann durch Blutentzug getötet werden wobei das Blut a<ufzufangen ist und über die TBA zu entsorgen ist.
Ich bin ehrlich richtig ein ganz klein wenig froh dieses Prozedere nicht erfunden zu haben.
Zur Durchführung der Betäubung mit Bolzenschuß. Der Apparat wird angesetztr auf dem Schnittpunkt zweier Linien vom Ohransatz zum gegenüberliegenden Auge. Funktioniert bei allen Schlachttierarten.
Ich habe wohl mehr als 1000 Schafe, Ziegen, Schweine, Rinder und Pferde so betäubt.

(y)
 
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26 Jul 2015
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Wir brauchen hier nicht groß rumzudiskutieren.
Laut Tierschutzschlachtverordnung muß eine Schlachtung durch Blutendzug nach vorheriger Betäubung erfolgen. Das heißt, ein Kugelsschuß ins Gehirn fällt automatisch weg da er nicht betäubt sondern tötet und die Tötung eben nur durch Blutentzug erfolgen darf.
Die gängigen Betäubungsmethoden sind Bolzenschuß, Elektrobetäubung oder Gasbetäubung.
Ausnahmen sind Schlachtung bei Gehegewild. Dort ist der Kugelschuß in den Kopf vorgeschrieben mit sofortigem Blutentzug durch Kehlschnitt. Der Schuß aufs Blatt ist verboten da Gehegewild eben kein Wild ist und folglich nur nach Betäubung usw.usw..
Und der immer öfter propagierte Weideschuß. Bei dem wiederum ein ganzer Rattenschwanz Vorschriften einzuhalten ist was die Praktikabilität ganz gewaltig herabsetzt.
Übrigens auch zB frischgeborene Ferkel die aus irgendeinem Grund getötet werden müssen, müssen erst betäubt werden und dann durch Blutentzug getötet werden wobei das Blut a<ufzufangen ist und über die TBA zu entsorgen ist.
Ich bin ehrlich richtig ein ganz klein wenig froh dieses Prozedere nicht erfunden zu haben.
Zur Durchführung der Betäubung mit Bolzenschuß. Der Apparat wird angesetztr auf dem Schnittpunkt zweier Linien vom Ohransatz zum gegenüberliegenden Auge. Funktioniert bei allen Schlachttierarten.
Ich habe wohl mehr als 1000 Schafe, Ziegen, Schweine, Rinder und Pferde so betäubt.
Alles richtig. Ich frage mich nur gerade, wo der Unterschied ist, zwischen einem Bolzen, der ins Gehirn fährt und einem Kugelschuss, der durchs Gehirn fährt.
Der Bolzen im Gehirn ist ja wohl keine Betäubung, sondern eine Tötung. Die Öffnung der Adern zum Zweck der Ausblutung funktioniert beim Bolzen so gut, wie bei der Kugel. Betäubung durch CO2 oder mit der Stromzange ist eine Betäubung, wenn die Ausblutung einsetzt, bevor der Tod eintritt. Das kann man gelten lassen. Der Bolzenschuss ist effektiv aber bleibt eine Tötung. Da lügt sich der Gesetzgeber oder wer auch immer mal kräftig in die Tasche.

Ist wie bei der Hausschlachtung von Geflügel. Da muss ich erst den Schädel einschlagen, bevor ich ihn abhacken darf. Ist ok, hab mich immer dran gehalten. Tot ist tot.
 
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mmmh - tatsächlich glaube ich, das Aufschneiden der Kehle, sprich der Schlagadern zum Hirn, ist nicht nur die pfleglichste, sondern auch zuverlässigste Methode zu töten. Ein einfacher Schnitt. Mit einem scharfen Messer fast ungespürt - wer's nicht glaubt, warum tragen wohl Schlachter so gern Kettenhandschuhe? Bei einem scharfen Messer merkt man nämlich erst nicht, dass man sich den Finger abgeschnitten hat ... Der Blutdruck fällt nach dem Schnitt rapide ab, wer mal auf'm Zahnarztstuhl eine blöde Betäubungsspritze bekommen hat kennt das vielleicht. Man fühlt sich völlig kraftlos, sinkt in sich zusammen. Ein schockähnlicher Zustand. Beim Kehlschnitt folgt, wegen mangelnder Blutversorgung für das Hirn die Ohnmacht, anschließend der Tod. Man kann philosophisch fragen, ob das Tier den Tod ahnt - ich glaube nicht, das Stück kennt den Tod nicht und kann ihn also auch nicht ahnen. Böses, dass ihm wiederfahren soll, das mag es ahnen können. Die Athmosphäre eines Schlachthofes wird soetwas sicher ahnen lassen.
Zugegeben, ich habe das, den Kehlschnitt, selbst so nie gemacht, aber das Abfangen mit Saufeder oder Messer, das schon, jeweils mit Ziel Herz oder eben Zusammenfallen der Lungenflügel - Ergebnis: Mindestens 2min Todeskampf des Stückes, egal, was ich gemacht habe. Kein Anblick für umstehende, das sollte man vermeiden. Jeder, der hier behauptet, nach dem Schnitt oder Stich würde das Stück unmittelbar verenden hat das wohl noch nicht selbst gemacht. Auch anatomisch, denn ich fragte tatsächlich bei einem Professor nach, ist das der logische Ablauf. Nicht die Verletzung des Herzens führt unmittelbar zum Tod, sondern die Unterversorgung des Hirns mit Sauerstoff oder, liegt auf der Hand, eine unmittelbare Hirnzerstörung. Warum töten wir nicht das kranke Wild mit Kehlschnitt, sondern muten dem Stück die Verletzung des Herzens - was vermutlich viel schmerzhafter ist - zu? Weil unsere traditionellen Waffen dafür nicht geeignet sind, da der Schnitt durch Haar und ähnliches auch gute Klingen erfordert und - vermutlich wesentlicher, der Kehlschnitt viel mehr Nähe zum Stück erfordert, die sich als durchaus gefährlich darstellen könnte.
Das trägt vielleich nicht so viel zu dem Thema hier bei, aber eine so kategorische Verdammung des Schächtens - ja, dem möchte ich mich nicht anschließen.
Und deswegen, wer die Hausschlachtung denn nun vorzieht, vielleicht doch den Kehlschnitt empfehlen - nicht unbedingt bei wehrhaftem Vieh, wie den Schweinen, denn das könnte gefährlich werden, aber durchaus bei Schafen und Ziegen - das dumme ist nur, dank zahlreichen "Fachleute" haben wir eine Gesetzgebung, die das eigentlich nicht zulässt - richtig?
Und deswegen kommt ein sparsammer Schäfer auf die Idee, sich Hilfe zu holen und kriegt dabei selbst eine Kugel ab.
Hätten wir Fachleute aus den Schlachthöfen gefragt, so hätten wir diese Gesetzgebung nicht und der Schäfer würde sich nicht einer Narbe im Schulterbereich erfreuen müssen. Falsch gesetzte Bolzenschussgeräte vermeiden nicht Schmerzen, sie verursachen sie unmittelbar. Mit dem Kehlschnitt würde das vermutlich nicht passieren. Der wäre final.
Übrigens, Schlachthöfe freuen sich ganz sicher über die aktuelle Regelung, es macht Hausschlachtungen schwierig und garantiert einen reibungslosen Ablauf im Schlachthof, denn das fragwürdig betäubte Tier ist ohne Reaktion - beim Schächten könnte das anders sein und das kostet dann Zeit.
Übrigens, der Jäger hat, wenn es denn genehmigt war, mit der Waffe vielleicht alles richtig gemacht, aber die Umleitung der Kugel durch Knochen usw. nicht vorhergesehen - wer würde das können?
Ja, ich glaube doch, nicht alles, was in unseren Gesetzen steht, ist wirklich richtig. Auf Verleitfährten fallen auch Politiker herein, vor allem, wenn es Stimmen bringt, bzw. Stimmen nicht abtrünnig macht. Aber die Mehrheit hat nicht immer Recht, höchstens die Macht.
Nicht umsonst gilt beim Einsatz der roten Hunde - und aller anderen Hunde ja auch - den Fangschuss trägt nur der Hundeführer an. Für den Fall der Fälle war er es dann selbst.
Folgt man dieser Argumentation ist am Ende nicht der Schäfer, oder der Jäger schuld, sondern eine fragwürdige Gesetzgebung die den Hilferuf des Schäfers nötig machte ?!
Insofern hoffe ich, der Jäger hatte die erforderliche Genehmigung und ihm wird, trotz allem vorauseilenden Aktionismuss unserer Verwaltungen, sein Jagdschein nicht entzogen.
Ich mag eine Einzelmeinung vertreten, aber ich könnte mir das Schächten für Hausschlachtung durchaus als tierschutzgerecht vorstellen - es ersparrt dem Tier die Reise und vor allem die Athmosphäre eines Schlachthofes.
Und zu dem Vorsprecher, der Bolzen im Hirn beschädigt nur, er tötet im Regelfall nicht. Auch eine Kugel durch's Hirn tötet nicht zuverlässig.
 
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11 Aug 2013
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Saufeder hat in vielen Punkten Recht.

Weshalb ich meist Hirnschüsse bei verletztem Wild mit dem Repetierer anbringe. Und wenn‘s nur mit dem Messer geht: abnicke, wie früher. Und Kammerstiche in furchtbare Schnitte längs der Rippen erweitere, wenn Nicken nicht möglich ist. Und als allerletztes ( grobe Sau etc.) einfach heftig längs drauf schieße …
Der Ziegenmilchkäseproduzent meines Vertrauens verkauft mir gelegentlich Zicklein. Er mag nur einen Metzger …aber der hat oft keine Zeit. Letztes Mal wieder. Also geht er selbst in die Stallungen, sucht sich ein erstes männliches Zicklein raus, hält es hinter der nächsten Mauer streichlnd fest und schmuggelt sich einen Bolzenschussapparat in die Hand, betäubt das Tier, legt es sofort in seine mit etwas Stroh belegte Schubkarre und setzt den Kehlschnitt darin. Meine vier Zicklein waren alle stressfei ruckzuck tot, keines hatte Stress. Ob das legal war so…hat mich nicht interessiert: Mr. Slowhand at work, fair, absolut tierschützerisch.

Der Punkt aber ist: ein Revolver hätte da nicht reingepasst. Und ich in meiner Rolle als Jäger auch nicht.
Wir haben bei Schlachtungen explizit nix verloren mit unserem Handwerkszeug. Wir töten mit unseren Waffen im Nahkampf NOTFALLMÄSSIG, draußen , möglichst ohne gefährdete Zuschauer oder Helfer und nur dann, wenn diese ( oder Hunde) sich partout nicht wegschicken lassen halt mal unter ausschließlichem Einsatz der kalten Waffen. Unter dann grausigem Risiko, dass dies nicht sofort problemlos klappt, dass wir uns dabei verletzten lasse oder selbst verletzen.
Aber die Priorität hat dann - vor Selbstschutz und sogar dem Tierschutz- die Ungefährlichkeit dieses Aktes für andere Menschen oder unsere/ deren Hunde!

Mit ner Schusswaffe beim Schlachten zu helfen: ist uns praktisch immer verboten, ist saugefährlich für alle Beteiligten, ist dumm.
Und das kann man angesichts derselben ventilierten Falles auch ohne Beweissicherungsverfahren und Instanzen auf alle Fälle schon mal festhalten.

Gruß ,
M.
 
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19 Aug 2005
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Hab auch schon von feststeckenden Bolzen gehört. Wobei das ja dumm zugehen muss. Die Feder zieht den Bolzen ja wieder zurück, also weiß ich nicht ob das real ist. Hat mir aber ein Schlachter erzählt, bei einer Hausschlatung dieses Jahr.
habe mal für einen schlachter ein bolzenschußgerät gereinigt, vermutlich das erste mal nach jahrzehnten. da ist dann schon dreck drin der bestimmt auch zum klemmen des bolzen führen könnte.
 
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1 Nov 2013
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mmmh - tatsächlich glaube ich, das Aufschneiden der Kehle, sprich der Schlagadern zum Hirn, ist nicht nur die pfleglichste, sondern auch zuverlässigste Methode zu töten. Ein einfacher Schnitt. Mit einem scharfen Messer fast ungespürt - wer's nicht glaubt, warum tragen wohl Schlachter so gern Kettenhandschuhe? Bei einem scharfen Messer merkt man nämlich erst nicht, dass man sich den Finger abgeschnitten hat ... Der Blutdruck fällt nach dem Schnitt rapide ab, wer mal auf'm Zahnarztstuhl eine blöde Betäubungsspritze bekommen hat kennt das vielleicht. Man fühlt sich völlig kraftlos, sinkt in sich zusammen. Ein schockähnlicher Zustand. Beim Kehlschnitt folgt, wegen mangelnder Blutversorgung für das Hirn die Ohnmacht, anschließend der Tod. Man kann philosophisch fragen, ob das Tier den Tod ahnt - ich glaube nicht, das Stück kennt den Tod nicht und kann ihn also auch nicht ahnen. Böses, dass ihm wiederfahren soll, das mag es ahnen können. Die Athmosphäre eines Schlachthofes wird soetwas sicher ahnen lassen.
Zugegeben, ich habe das, den Kehlschnitt, selbst so nie gemacht, aber das Abfangen mit Saufeder oder Messer, das schon, jeweils mit Ziel Herz oder eben Zusammenfallen der Lungenflügel - Ergebnis: Mindestens 2min Todeskampf des Stückes, egal, was ich gemacht habe. Kein Anblick für umstehende, das sollte man vermeiden. Jeder, der hier behauptet, nach dem Schnitt oder Stich würde das Stück unmittelbar verenden hat das wohl noch nicht selbst gemacht. Auch anatomisch, denn ich fragte tatsächlich bei einem Professor nach, ist das der logische Ablauf. Nicht die Verletzung des Herzens führt unmittelbar zum Tod, sondern die Unterversorgung des Hirns mit Sauerstoff oder, liegt auf der Hand, eine unmittelbare Hirnzerstörung. Warum töten wir nicht das kranke Wild mit Kehlschnitt, sondern muten dem Stück die Verletzung des Herzens - was vermutlich viel schmerzhafter ist - zu? Weil unsere traditionellen Waffen dafür nicht geeignet sind, da der Schnitt durch Haar und ähnliches auch gute Klingen erfordert und - vermutlich wesentlicher, der Kehlschnitt viel mehr Nähe zum Stück erfordert, die sich als durchaus gefährlich darstellen könnte.
Das trägt vielleich nicht so viel zu dem Thema hier bei, aber eine so kategorische Verdammung des Schächtens - ja, dem möchte ich mich nicht anschließen.
Und deswegen, wer die Hausschlachtung denn nun vorzieht, vielleicht doch den Kehlschnitt empfehlen - nicht unbedingt bei wehrhaftem Vieh, wie den Schweinen, denn das könnte gefährlich werden, aber durchaus bei Schafen und Ziegen - das dumme ist nur, dank zahlreichen "Fachleute" haben wir eine Gesetzgebung, die das eigentlich nicht zulässt - richtig?
Und deswegen kommt ein sparsammer Schäfer auf die Idee, sich Hilfe zu holen und kriegt dabei selbst eine Kugel ab.
Hätten wir Fachleute aus den Schlachthöfen gefragt, so hätten wir diese Gesetzgebung nicht und der Schäfer würde sich nicht einer Narbe im Schulterbereich erfreuen müssen. Falsch gesetzte Bolzenschussgeräte vermeiden nicht Schmerzen, sie verursachen sie unmittelbar. Mit dem Kehlschnitt würde das vermutlich nicht passieren. Der wäre final.
Übrigens, Schlachthöfe freuen sich ganz sicher über die aktuelle Regelung, es macht Hausschlachtungen schwierig und garantiert einen reibungslosen Ablauf im Schlachthof, denn das fragwürdig betäubte Tier ist ohne Reaktion - beim Schächten könnte das anders sein und das kostet dann Zeit.
Übrigens, der Jäger hat, wenn es denn genehmigt war, mit der Waffe vielleicht alles richtig gemacht, aber die Umleitung der Kugel durch Knochen usw. nicht vorhergesehen - wer würde das können?
Ja, ich glaube doch, nicht alles, was in unseren Gesetzen steht, ist wirklich richtig. Auf Verleitfährten fallen auch Politiker herein, vor allem, wenn es Stimmen bringt, bzw. Stimmen nicht abtrünnig macht. Aber die Mehrheit hat nicht immer Recht, höchstens die Macht.
Nicht umsonst gilt beim Einsatz der roten Hunde - und aller anderen Hunde ja auch - den Fangschuss trägt nur der Hundeführer an. Für den Fall der Fälle war er es dann selbst.
Folgt man dieser Argumentation ist am Ende nicht der Schäfer, oder der Jäger schuld, sondern eine fragwürdige Gesetzgebung die den Hilferuf des Schäfers nötig machte ?!
Insofern hoffe ich, der Jäger hatte die erforderliche Genehmigung und ihm wird, trotz allem vorauseilenden Aktionismuss unserer Verwaltungen, sein Jagdschein nicht entzogen.
Ich mag eine Einzelmeinung vertreten, aber ich könnte mir das Schächten für Hausschlachtung durchaus als tierschutzgerecht vorstellen - es ersparrt dem Tier die Reise und vor allem die Athmosphäre eines Schlachthofes.
Und zu dem Vorsprecher, der Bolzen im Hirn beschädigt nur, er tötet im Regelfall nicht. Auch eine Kugel durch's Hirn tötet nicht zuverlässig.

Jetzt mal mit etwas mehr Fakten und keine gefühlten Einzelansichten!

Die Stellungnahme der Landestierschutzbeauftragten Hessen:

 
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Leider disqualifiziert sich der Kommentator etwas mit der Bemerkung:

"Die Tiere (...) erleiden bereits vor dem Schächtschnitt Todesangst"
 
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habe mal für einen schlachter ein bolzenschußgerät gereinigt, vermutlich das erste mal nach jahrzehnten. da ist dann schon dreck drin der bestimmt auch zum klemmen des bolzen führen könnte.
Das wäre denkbar, anders könnte ich mir das auch nicht erklären.
 
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23 Mai 2009
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Oder du dich, da du dein "Zitat" bewusst verkürzt!
Ob verkürzt oder nicht:
Kannst du mir "Todesangst" bei einem Tier erklãren?
Und nochmals: 1.)Schächten ist ohne vorherige Betäubung abzulehnen.
2.) war koscheres Schächten nach den strengen Regeln VOR der Erfindung des Schlachtschussapparates zumindest bei Schafen die wohl humanste Tötungsart. Die "Betäubung" mit dem Beilrücken war allzuoft eine üble Stümperei.
 
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26 Jul 2015
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Die Schächtung kann ebenfalls stümperhaft durchgeführt werden und ist dann eine üble Tortur. Ich musste das als Jugendlicher mal miterleben. Das wahr sehr heilsam für mich. Der Bolzenschuss, ordentlich ausgeführt, zerstört unumkehrbar das Gehirn, die Schaltzentrale, den Empfindungsapparat. Seht es wir Ihr wollt, für mich ist das eine Tötung und keine Betäubung. Sehr effizient, und das soll es ja auch sein.
 
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11 Aug 2011
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habe mal für einen schlachter ein bolzenschußgerät gereinigt, vermutlich das erste mal nach jahrzehnten. da ist dann schon dreck drin der bestimmt auch zum klemmen des bolzen führen könnte.
Das Ding von Kerner ist dermaßen schnell zerlegt und gereinigt, da frage ich mich dann doch, warum man das nicht schnell nebenher selber macht.
 
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