Langsam verzweifele ich...

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#16
Na ja rausgehen muss man halt schon... und gut wäre es auch wenn man dann noch aktuelll Revier, Bestand, Einstände, Wechsel und Äsungsangebote kennen würde. Auch dazu muss man aber halt raus gehen.

Rehwild ist standorttreu und nicht besonders schlau, da ist Jagd jetzt nicht so die ganz große Kunst. Wenn man dann 1 Jahr lang nichts erlegen kann, dann liegt es wohl nicht nur an einem Punkt.
 
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#17
Wer wenig draußen ist, hat schon eine Erklärung. Die Festplatte bekommt kein Futter über das was im Revier abgeht. Die beiden Säulen Aufwand und Jagderfolg laufen nicht unbedingt syncron. Am Anfang ist der Aufwand höher und der Jagderfolg vergleichsweise gering, erst viel später kippt das dann wenn nicht noch andere Fehler gemacht werden.
Wie geht der Spruch: Wer es nicht erfühlt, der wird es nicht erjagen!
 
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#18
Das Jagdglück hat mich verlassen, oder:

Irgendwas mache ich doch falsch!

Seit dem 22.08.2018 habe ich kein passendes Stück vor gehabt. ( und ich rede jetzt nicht von der Drückjagdsaison. Da habe ich drei mal Rehwild versaubeutelt, weil ich nicht schnell genug war bzw. falsch reagiert / angesprochen habe. )

Auf dem Sitz habe ich einfach kein Glück. Oft genug sehe ich gar nichts. Gut, im Mai habe ich vier Böcke für die Kollegen bestätigen können. Der Jährling/Knopfler/Spießer, den ich frei habe, kommt aber einfach nicht.

Gehe ich abseits der Wiesen und Sitze in den Bestand sehe ich gar nichts und dort halte ich es auch meist nicht lang genug aus. Ich bin etwas verzweifelt...

Dabei weiß ich:

1. die Reviere, wo man schon bei Tageslicht knietief im Wild steht, sind woanders
2. Nicht geschossen ist auch gejagt
3. Jungjägerjahre sind keine Herrenjahre
4. Ich bin vielleicht nicht oft genug draußen
5. Ich sitze oft nicht lang genug
6. Ich gehe vielleicht ab und an unter Nichtbeachtung des Windes zum Sitz
7. Ich hab halt noch keine Ahnung
8. Ich vergesse zu selten mein Messer
9. Ich trage sie falsche Kleidung
10. Fuchs kann immer kommen
11. Wenig Knopfler sind ein Anzeichen für einen guten Rehwildbestand

Naja, alles klagen auf hohem Niveau, aber langsam bin ich etwas genervt. Heute Abend gehe ich noch mal raus und vergesse die Kanone. Vielleicht bricht das den Bann.

Gut, der Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint, weil ich weiß, dass ich nicht der Superjäger bin, der 4 mal die Woche ne Nacht durchsitzt. Aber wenn mir einer den ein oder anderen Tipp geben könnte. Das wäre fein....
Meine Tip's.

morgends 1/2 Std vor Dämmerungsbeginn sitzen und dann ca 2.5-3 Std
Abends rechtzeitig raus (1.5Std vor der Dämmerung) und so lange bis es stockdunkel ist

Ideal:
kurz nach Regenschauern/Gewitter, kühl
Schlecht:
TRockenheit und HItze starker wind

Überleg Dir wo Wild bei welchem Wetter Schutz /Komfort sucht.
(Trockenheit = Wassernähe)
(Hitze = Schattseite, tiefe Lagen)
(Kälte = Sonnseite)
(starker Wind = windgeschützte Lagen)
(Besucherdruck/Waldarbeiter -> ruhige Ecken)

Dann mal überlegen wann welche Wildart welchen Bedarf hat.
In der Feistzeit ist z.b. wenig Bewegung.

Lerne wo die Äsungsflächen für die zu bejagende Wildart ist.
 
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#19
Wenn der mit der Jagd wieder anfängt, dann läufts. Bin ich überzeugt von.
Hatte ein ähnliches Erlebnis, als ich auf den "Grey Ghost of Africa" ging. Es war einfach wie verhext.
Jagd ist Metaphysik.
Hab meinen auch beim letzten Pirschgang erlegt :) und nicht mehr dran geglaubt.
 
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#20
Ich bin ja ehrlich gesagt davon ausgegangen, daß das heutzutage zur Ausbildung gehört. Stattdessen wird über Knopfler als Bestandsqualitätsindikator räsoniert. Da fällt einem nichts mehr ein.
Zu meiner Ausbildung wurde in dieser Richtung erwähnt, dass Rehwild gut äugt und Bewegungsseher ist. Ich wüsste jetzt nicht, dass sonst noch mehr in diese Richtung gesagt worden wäre.

Aber ich kenne solche Zustände auch. Dieses Jahr hatte ich Mitte/Ende März morgens bei bestem Büchsenlicht 4 Böcke vor, wo ich auch bei dreien sofort geschossen hätte, wäre es zehn Tage später gewesen.
Anfang Mai gleiche Kanzel - NIX! Entweder, es zog mit dem Licht dicker Nebel auf oder es fing an, zu stürmen oder das einzige, was da war, waren Ricken und Kitze.
Ach ja, einer dieser Abschussböcke stand einmal dann doch direkt unter der Kanzel, als ich aufbaumen wollte und noch 20m weg war. Er warf auf und sicherte in meine Richtung, sprang aber nicht ab, sondern zog langsam weiter. Schiessen ging nicht, weil kein Kugelfang vorhanden war.
Bewegen ging auch nicht, weil er noch etwas misstrauisch war. Als ich Kugelfang gehabt hätte, war ich aber auch in seinem Wind und er sprang ab.
Manchmal schlägt Murphy´s Law halt voll zu.
 
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#21
Ich kannte einen Jäger, der, egal wo er stand, Wildschweine schoss. Selbst da, wo seit Monaten kein Schwein war, kamen sie als er dort ansaß. Gegen den Wind, mit dem Wind, morgens , abends -alles egal ! Der hat dann den anderen erklärt, wie es geht (völlig sinnlos). Das muss man einfach akzeptieren und gönnen können.
Das ist Jagd wie ich sie liebe. Irrational ³.
 
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#22
Aber gerade Jährlinge sind doch alles andere als vorsichtig, die reagieren doch fast auf nichts. Ich hab schon Jährlinge gehabt, die sich einen Meter unter meinen Stiefeln an der offenen Leiter geschubbert haben.

Meine wichtigsten Regeln:
1. so wenig wie möglich bewegen, darum habe ich immer ein Kissen dabei, damit ich bequen sitze.
2. den Wind beachten.
3. vorher abklären wo das Wild regelmäßig austritt und diese Stellen nicht mit Leitern oder Kanzeln zupflastern.
Üblicherweise stehen dort wo Wild regelmäßig austritt die meisten Kanzeln.
Wo Wild selten kommt, muss oder braucht keine stehen.
Ob ein JJ groß mit Leitern rumpflastern kann, dürfte ohnehin nicht der Fall sein.

Nachdem nicht bekannt ist, welche Wahlmöglichkeiten der TS hat und auch nicht wie das Revier aussieht, lassen schlecht Ratschläge geben.
Wenn sein ihm eingeräumter Wirkungsbereich und dessen Ansitze im Wind stehen, wird er sich schwer tun, aber zu oft wird das mit dem Wind überschätzt.
 
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#23
Punkte 1 bis 11 sind schon mal gut, nur weiss nach deinem post niemand wo nun bei dir wirklich die Säge klemmt. Deshalb wirst du wohl auch nicht mehr als Punkte 12 bis XX zu deiner Liste dazu bekommen.

Wenn du aber nur DEN Spießer unter Lauscherhoch mit der Blesse am Stich, der kahlen Stelle am linken Hinterlauf und der Kerbe am rechten Ohr frei hast, dann such dir ein anderes Revier.
Wenn Du zu den ernsthaft gemeinten Punkte nichts dazu schreibst, also wie es denn nun wirklich ist, dann wird es schwer.
Kann Freischütz nur zustimmen.

Obwohl es mir dieses Jahr vielen hier so geht, es gibt kaum Anblick. Ich sitze wenn es auf Rehwild geht aktuell von ca. 20 Uhr bis ca. 22:00 Uhr, je nach Licht auch bis 22:15, aber dann ist bei mir im Waldrevier eh nichts mehr zu sehen. Ich saß dieses Jahr schon ca. 15 mal an und davon ca. 11 mal ohne Anblick, aktuell liegen 2 Schmalrehe und ein Jährling. Also noch alles im Rahmen ;-)
 
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#25
Genau - und vor allem näher darf es einfach nicht nicht kommen ???
nicht nur für einen JJ sind 100 m schon weit und 200m erst recht.
Dann sind die Bilder wohl Fakes - oder wie???
Auf dem Kanzelchen sitze ich gere an, muss aber damit rechnen dass Wild sehr nahe kommt.
An einer im Blickfeld angelegten Salzlecke kommt häufig Wild in Anblick.
Gibt es beim TS SL??
 

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#27
Ist doch klar, jemand der Dir Böses will, hat Dir einen Waidbann gesetzt - ist so etwas ähnliches wie ein Fluch.

Den kannst Du nur lösen, wenn Du bei Vollmond im tiefsten Wald auf einen Kreuzweg gehst und dort ein schwarz-weiß gefleckte Katze vergräbst. Dabei musst Du murmeln "Waidbann geh' hinter der Katze her, Katze geh' hinterm Teufel her", das insgesamt siebenmal.

Du wirst sehen, dann klappt es wieder.
 
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#28
Punkte 1 bis 11 sind schon mal gut, nur weiss nach deinem post niemand wo nun bei dir wirklich die Säge klemmt. Deshalb wirst du wohl auch nicht mehr als Punkte 12 bis XX zu deiner Liste dazu bekommen.

Wenn du aber nur DEN Spießer unter Lauscherhoch mit der Blesse am Stich, der kahlen Stelle am linken Hinterlauf und der Kerbe am rechten Ohr frei hast, dann such dir ein anderes Revier.
das währe auch mein Rat
 
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#29
Ich habe seit 7 Wochen den Jagdschein und konnte sofort in einem nahegelegenem Revier tätig werden.
Hab auch ein paar Mal über zig Stunden im Dunkeln angesessen und gemerkt, das ist nichts für mich.
Habe mich dann letzte Woche an den Rand eines Weizenfeldes gesetzt und siehe da, nach gut 900m Pirsch um das Feld rum um geeigneten Kugelfang zu haben konnte ich mein erstes Stück erlegen (Frischling ~22kg)
Fand ich spannender als an einer Kirrung zu warten
 
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#30
Ich habe seit 7 Wochen den Jagdschein und konnte sofort in einem nahegelegenem Revier tätig werden.
Hab auch ein paar Mal über zig Stunden im Dunkeln angesessen und gemerkt, das ist nichts für mich.
Habe mich dann letzte Woche an den Rand eines Weizenfeldes gesetzt und siehe da, nach gut 900m Pirsch um das Feld rum um geeigneten Kugelfang zu haben konnte ich mein erstes Stück erlegen (Frischling ~22kg)
Fand ich spannender als an einer Kirrung zu warten
Klappt schon - gelegentlich.
Und siehe da, was machst du denn ohne Weizen, Mais oder sonst was.
Zig Stunden? - nun übertreib mal nicht nicht.
Freu dich, dass es geklappt, aber denke nicht, dass das so weiter geht.

Jedenfalls stehen meine Ansitze dort wo Wild kommt.
Wenn nix da ist, was soll auch kommen??
 
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