Lauflänger/Kaliber

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Fakt ist aber auch dass, der 45cm Lauf in .308 auch tot macht und das ganze Waidgerecht und Gesetzkonform .
Da du solche Laborierungen nur durch wiederladen herstellen kannst, ist bei so mancher selbstgestrickten Mun fraglich, ob die aus einem 45cm Lauf noch gesetzeskonform ist.
Eine Fabrikslabo bspw für eine 45/70 wurde niemals vom Hersteller mit einem 47cm Lauf in der Marlin getestet.
Ob die Labo aus dem kurzen Lauf noch gesetzeskonform ist, ist da eher fraglich.
Schick deine Murmeln zur Deva.
Welche Testlauflänge verwendet die Deva? 45cm, oder doch eher 60, oder gar 65?
 
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Da du solche Laborierungen nur durch wiederladen herstellen kannst, ist bei so mancher selbstgestrickten Mun fraglich, ob die aus einem 45cm Lauf noch gesetzeskonform ist.
1. Habe ich nicht behauptet dass jede Laborierung in einem kurzem Lauf funktioniert.

2. Ob die Geschosse Gesetzkonform sind oder nicht ist ganz klar geregelt. Nicht unter 6,5mm und 2000J auf 100m. Ausnahmen Rehwild mit 1000J auf 100m.

3. Man muss die Patronen nicht zwangsläufig zu DEVA schicken. Laut meinem Wissenstand wird die V0 gemessen und die Restlichen Werte werden rechnerisch ermittelt.

Kann man auch ganz gut nachvollziehen wenn man die Fabrik Munition nimmt und die Angaben wie Gewicht, BC-Wert und V0 in einen Balistik Rechner eingibt. Die Werte decken sich mit den Angaben auf der Munitionsschachtel.
Ich würde die Patronen nur dann einschicken wenn auf 100m das Geschoss nur noch knapp an den 2000J kratzt. Wenn aber mehr als genug Reserven vorhanden sind, sehe ich da kein Bedarf.

Und selbst wenn die Werte Konform mit dem Gesetz sind aber für mich waidmännisch nicht den gewünschten Effekt haben, so setze ich diese Munition nicht ein.

4. Die DEVA verwendet 60cm Läufe, weil die Maße es verwendet. Und die meisten sich wahrscheinlich mit der Angabe "V0=x m/s aber aus einem 60cm schneller" nicht zufrieden geben würden.

Aber nochmal das sind für mich Grundsatzdiskussionen, welche nur den Tread zumüllen.
Daher werde ich versuchen mich aus der Grundsatzdiskussion rauszuhalten und weiter mit rationalen Angaben meine Erfahrungen beisteuern. Und mich weniger auf emotionale und auf den persönlichen Geschmack basierenden Diskussionen einlassen.
 
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Nicht ärgern. Hier geben User Tips zum Wiederladen, Geschosse , Pulver und noch mehr ...... Und haben in ihrem Leben noch keine 5 Patronen geladen, oder haben überhaupt keine Wiederladerausrüstung . 😂😂
Das Thema mit 308Win, Gewissen Geschossen und kurzen Läufen habe ich hinter mir. Bei schlechtem BC wird es nix mit 2000J .
Aber das wissen andere in der Theorie glatt besser.
Ich bin den anderen Weg gegangen, und habe ein anderes Kaliber gewählt. Da ich überwiegend Schwarzwild und Füchse bejagen, ist für Schweinchen die Energie ausreichend .
 
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z.B. bei bleifreien Deformatoren braucht es eine Mindestauftreffgeschwindigkeit Vz damit sie zuverlässig bzw. voll expandieren.
Je nach Laborierung und Lauflänge wird diese notwendige Vz durchaus auch schon unterhalb von 200m unterschritten.
Ja, die von absoluten Schlappladungen mit nem BC wie ein Klo (geco Zero oder Hornady ETX) bzw unsinnigen 180grainern wie dem S&B exergy (ebenfalls ein fliegendes Klo).

Wenn man nur halbwegs etwas vernünftiges kauft, wie schon das S&b Txrg blue oder Barnes VorTx oder Hornady Wild Boar etc., hat man auch auf 200m derlei Probleme, auch bei 42cm Lauflänge, nicht.

Man kann es sicherlich auch für andere herausfinden; ich weiss es grad zufällig für das RWS Hit 165gr in .308, was ja auf einem Barnes TTSX Geschoss basiert.
Die notwendige Vz ist 650m/s, was aus einem 50cm Lauf irgendwo bei 200m unterschritten wird.

Das wird bei vielen anderen Werksladungen mit bleifreien Deformatoren ähnlich sein. Auch wenn es ja viele andere Laborierungen gibt, die sich anders verhalten, ist es also kein exotischer Sonderfall, dass bei ca. 200m Schluss ist mit der sinnvollen Nutzung.


Aus meinem pösen Stützenlauf kommt mein 130grain Ttsx in .308 auf 740m/s und etwa 2300J. Auf 200m!

Dabei ist das bei Weitem keine Ladung am Limit.

Schön für Dich, und jetzt?
Nicht alle sind Wiederlader. Nicht alle brauchen 300m Reichweite. Nicht alle verwenden Deine Munition :)
Trotzdem sollte jeder wissen, welche Möglichkeiten und Grenzen das von ihm eingesetzte Material hat.
Bei der Munitionswahl ist es durchaus angebracht seine grauen Zellen zu benutzen und seine bewiesene Sachkenntnis zu pflegen.

Genau.

Und daher sind pauschale Aussagen wie "50cm (oder 42cm oder 60cm) gehen immer bis 300m" ziemlicher Quark.
Man kann sich aus gutem Grund für eine solche Laborierung und/oder einen kurzen Lauf entscheiden, man muss sich nur bewusst sein, was das Ergebnis ist und damit korrekt umgehen.
 
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Was ich mich mittlerweile frage... Ist eine Laufkürzung der Führigkeit halber überhaupt so enorm von Vorteil, wenn man z.B. von 57 auf 51 cm kürzt. Sind diese 6 Zentimeter es wert, wenn man einen 10 cm verlängernden Dämpfer benutzt? (dann 67cm Lauflänge)

Oder redet man sich das mit der Führigkeit zum Teil ein?hmmm

Zugegeben Lüderitz brachte mich auf diese Frage, denn er hat vielen seiner Waffen nachträglich ein Gewinde geschnitten, ohne sie kürzen und führt sie munter mit über 60cm Lauflänge plus Schalldämpferlänge.
 
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Mein 98er kommt mit Sd auf eine Gesamtlänge von 121,5cm. Geht bei unseren Kanzeln bis auf bei 2 noch recht gut. Die ersten Male war es ungewohnt und ich bin ein paar mal angeeckt, ist aber alles Übungssache.
 
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8,5x63 . Mit 50cm Lauflänge. Aber 9,3x62 geht auch. Beide auch kürzer als 50cm.
Muss aber für mich nicht sein .
Verwende das HDB Drückjagdgeschoss in der 8,5.
Für Schwarzwildentfernungen zur Nacht eine sehr gute Wahl.
Ist auch relativ leicht zum Fliegen zu bringen.
Da es ein gedrehtes Geschoss ist, sehr konstant in Gewicht und Abmessungen .
 
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Was ich mich mittlerweile frage... Ist eine Laufkürzung der Führigkeit halber überhaupt so enorm von Vorteil, wenn man z.B. von 57 auf 51 cm kürzt. Sind diese 6 Zentimeter es wert, wenn man einen 10 cm verlängernden Dämpfer benutzt? (dann 67cm Lauflänge)

Oder redet man sich das mit der Führigkeit zum Teil ein?hmmm

Zugegeben Lüderitz brachte mich auf diese Frage, denn er hat vielen seiner Waffen nachträglich ein Gewinde geschnitten, ohne sie kürzen und führt sie munter mit über 60cm Lauflänge plus Schalldämpferlänge.
Gewohnheit. Die Wonderby mit 24" und langem System ( zusammen 112 cm) juckte mich noch nie, die Sako hat 51er Lauf plus 11 cm SD und ist exakt genauso lang, also alles beim alten. Passt.
Lüderitz führt v.Hofe Kaliber, du eine 308.
Da gibts gewisse Unterschiede in dem was so an Lauflänge opportun ist.
 
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Das die Länge bei der Pirsch egal ist, empfinde ich nicht so.
Meine kurze 8,5 hat einen 22mm Lauf. War nicht als Pirschbüchse gedacht. Ist mir in der Nacht eigentlich zu schwer, um sie zu schleppen und hantieren. Muss ich mehr aufpassen das ich keinen Krach mache, wenn ich sie auf den Pirschstock lege.
Die nächste 8,5 wird leichter. Hätte da ja nochbeine Heym. Muss sie wohl doch mal zum kürzen und Gewinde schneiden ins Werk schicken.
 
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Man kann es sicherlich auch für andere herausfinden; ich weiss es grad zufällig für das RWS Hit 165gr in .308, was ja auf einem Barnes TTSX Geschoss basiert.
Die notwendige Vz ist 650m/s, was aus einem 50cm Lauf irgendwo bei 200m unterschritten wird.

Das wird bei vielen anderen Werksladungen mit bleifreien Deformatoren ähnlich sein. Auch wenn es ja viele andere Laborierungen gibt, die sich anders verhalten, ist es also kein exotischer Sonderfall, dass bei ca. 200m Schluss ist mit der sinnvollen Nutzung.





Schön für Dich, und jetzt?
Nicht alle sind Wiederlader. Nicht alle brauchen 300m Reichweite. Nicht alle verwenden Deine Munition :)
Trotzdem sollte jeder wissen, welche Möglichkeiten und Grenzen das von ihm eingesetzte Material hat.



Genau.

Und daher sind pauschale Aussagen wie "50cm (oder 42cm oder 60cm) gehen immer bis 300m" ziemlicher Quark.
Man kann sich aus gutem Grund für eine solche Laborierung und/oder einen kurzen Lauf entscheiden, man muss sich nur bewusst sein, was das Ergebnis ist und damit korrekt umgehen.
Jetzt hast du mich aber schön aus dem Kontext heraus zitiert, nicht die feine Art.
Ich habe nicht in einem Satz die Jagd auf 300m propagiert und auch nicht behauptet dass es immer passt. Sogar ganz im Gegenteil. Vielleicht liest Du nochmal nach.

Weiter halte ich 165grain in bleifreien Deformatoren auch für total überflüssig aus ner .308win und dem heimischen Wild. Bei Geschossen die beim Auftreffen 50% ihrer Masse verlieren braucht man das Gewicht um Ausschuss zu generieren. Sogar ein Nosler Partition verliert 30-40% an Masse. Bei den bleifreien kann und sollte man, wie von den Herstellern empfohlen, ne Nummer leichter wählen, denn die brauchen keine "Reservemasse", sondern Speed. Beschusstest gibt es zu Hauf bei YouTube, da wird das deutlich.

So. Pauschalisiert habe ich weiter auch nicht. Ich schrieb ja jede sinnvolle Ladung.
Vielleicht bin ich irrtümlich davon ausgegangen dass jeder weiß was sinnvoll aus einer kurzläufigen Büchse ist.
Ich beschäftige mich aber wirklich intensiver mit dem Thema als der Durchschnittsjäger. Mein Fehler. Es stimmt dass vielen 165grain Geschossen bei 200m die Geschwindigkeit aus einem 42 Zoll Lauf nicht mehr optimal ist (wohl eher ein theoretisches Problem. Siehe meinen Beitrag oben) Aber! Barnes gibt an dass das Ttsx bis 2000 ft/s funktioniert. Das sind 610m/s. Hat die 165grain Rws Hit bei etwa 250m aus 50cm. Also bei 200m ist (theoretisch) alles easy.

Also sinnvoll in bleifrei aus einer .308 win ist meiner Meinung nach ein 125-150 grain Spitzer. Je schneller, desto besser.
Mittlerweile hat es RWS auch schon mitbekommen, bzw Barnes gibt ihnen die Murmeln....
Es dauert aber tatsächlich scheinbar etwas den Kunden von seinen alten Gewohnheiten bzw Geschossgewichten weg zu bringen. Ein Monolitisches Deformationsgeschoss ist halt etwas Anderes als ein Teilmantel.

So, um das nochmal zusammenzufassen wie ich eigentlich zu dem Thema stehe, was du leider unglücklich zusammenzitiert hast:

Mit einer flotten Ladung mit einem bleifreien Deformationsgeschoss zw 125 und 150grain und einem vernünftigen BC hat man, auch aus einem 42 Lauf, auf 200m weder einen Energiemangel für unser heimisches Wild, noch muss man sich über ein Geschossversagen große Gedanken machen.
Der limitierende Faktor ist bei dieser Distanz der Schütze und jeder sollte dringend in sich gehen ob er das überhaupt kann.
Der berühmte Schuss auf 300m ist wohl der feuchte Traum von vielen, ihn waidgerecht ausführen können ihn wohl nur wenige. Ich kenne 1-2 Schützen die das hin bekämen und auch eine für diese Distanzen gebaute Büchse haben. Selbst die machen das nicht.

Oh und man kann die 130ttsx auch als Fabrikmun kaufen.

Grüße und viel Spaß
 
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