Laufreinigung Langwaffen

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18 Feb 2018
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Frage an die Runde:

Was haltet Ihr von der Idee hier:


Der Herr im Video empfiehlt letztlich Pinselreiniger bzw. Universalverdünner als Reinigungsmittel. Ich finde das recht interessant und zwar nicht aus preislichen Gesichtspunkten, sondern weil es kaum in der Breite echte Powder-Solvents bei uns zu geben scheint. Also solche, die wirklich nur die Pulverreste herausholen, aber nicht das Kupfer.
Wozu sollte sowas gut sein? Ganz einfach: Wenn ich jedes mal den Geschossabrieb entferne, brauche ich auch ein paar "fouling shots", bis die Plempe wieder dort hin schießt, wo sie hin schießen soll.
Früher gab es das einzigartige Hoppe's No9, das wirklich unglaublich viel Dreck rausgeholt hat, wo andere Mittelchen einen sauberen Lauf vorgegaukelt haben.
Aus einem nicht ersichtlichen Grund gibt es Hoppe's nicht mehr in Deutschland zu kaufen. Der gute Mann in diesem Video sagt, dass "Mineral Spirits" und Hoppe's prinzipiell das selbe sind. Die Frage wäre dann natürlich noch, ob "Mineral Spirits" wirklich das selbe ist wie Baumarkt-üblicher Verdünner. Eine kurze Internetrecherche legt diesen Verdacht nahe.

Wer kennt sich aus und kann das ganze einmal chemisch von seiner Sinnhaftigkeit her beurteilen (und natürlich auch, ob die "Mineral Spirits" und Universalverdünner/Pinselreiniger wirklich das selbe sind).
 
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Hey

Ich bekomme meine Waffe demnächst vom Beschussamt wieder. Nach Laufkürzung und Gewinde schneiden. Muss ich die Waffe extra chemisch reinigen?
Meine im Hinterkopf zu haben, mal irgendwo gelesen zu haben, das die Beschussamtbeamten die Läufe nach dem Beschuss mit irgendwas behandeln. Irgendein Fett oder so.

Gruß Sv85
 
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Mal am Rande:

Was haltet Ihr eigentlich von der Aussage in diesem Video: https://youtu.be/T-xgQIHgV3k?t=143

Nach Aussage des Fachmanns liegt der Präzisionsverlust eines verschmierten Laufs darin begründet, dass die Geschossablagerungen verhindern, dass das Geschoss in Rotation versetzt wird.
Ich finde diese Aussage recht fragwürdig und würde A) erwarten, dass sich ein nicht rotierendes Geschoss sofort überschlagen würde (selbst der "Bummelzug" 9,3x62 fliegt mit ca. doppelter Schallgeschwindigkeit) und B) der Gasdruck immens sein müsste. Nach meiner Vorstellung liegt der Präzisionsverlust eher an geänderten Reibungsverhältnissen, dadurch geänderten Mündungsgeschwindigkeiten und einem geänderten Schwingungsverhalten des Laufs.
 
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Mal am Rande:

Was haltet Ihr eigentlich von der Aussage in diesem Video: https://youtu.be/T-xgQIHgV3k?t=143

Nach Aussage des Fachmanns liegt der Präzisionsverlust eines verschmierten Laufs darin begründet, dass die Geschossablagerungen verhindern, dass das Geschoss in Rotation versetzt wird.
Ich finde diese Aussage recht fragwürdig und würde A) erwarten, dass sich ein nicht rotierendes Geschoss sofort überschlagen würde (selbst der "Bummelzug" 9,3x62 fliegt mit ca. doppelter Schallgeschwindigkeit) und B) der Gasdruck immens sein müsste. Nach meiner Vorstellung liegt der Präzisionsverlust eher an geänderten Reibungsverhältnissen, dadurch geänderten Mündungsgeschwindigkeiten und einem geänderten Schwingungsverhalten des Laufs.
Vor allem müssten dazu die Felder und Züge komplett zugeschmiert sein . .
 
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Vor allem müssten dazu die Felder und Züge komplett zugeschmiert sein . .
eher brennt die kanone ab eh das passiert,von daher halte ich die aussage für bullshit.

 
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Nachdem ich meine Waffen im letzten Jagdjahr etwas unterpflegt habe, musste mal wieder eine gründliche Reinigung her. Da hat sich schon Flugrost in den Zügen breit gemacht.

Soweit meine Erfahrungen mit den Mittelchen:
  • Schmeißer Bore Cleaner: Unkomplizierte Anwendung, wirkt gut kupferlösend
  • Robla Solo: Ebenfalls sehr gute Wirkung.
  • J.-P. Bore Paste: Perfekt gegen festgebackene Pulverreste
Ich habe mit dem Teslong Endoskop kontrolliert.
Zuerst hab ich den Bore Cleaner probiert und den Rest mit Robla rausgeputzt. Könnte auch gut sein, dass ich mit dem Schaum die Reste ebenfalls rausbekommen hätte. Im Wesentlichen hängt es davon ab, wie man das Robla im Lauf verteilt. Ich nutze VFG-Filze, weil die sich besser mit dem Mittelchen vollsaugen können. Das reicht zum Einwirken völlig aus.

Das einmalige Durchdrücken und wiederholtes Aufschrauben von Bürsten und Filzen Richtung Lauf mache ich nicht. Die Ablagerungen kriegt man mit wechselseitiger Anwendung auch gut raus. Den Rest regeln dann die Patches, wenn alles gelöst ist.

Mit Hoppes No 9/ trockenen Patches hab ich die Läufe im Anschluss nochmal durchgezogen.
Was mich interessieren würde ist die Reinigungsfunktion der Bore Snakes.
Weil ich faul bei der Laufreinigung bin, spiele ich derzeit mit dem Gedanken eine Bore Snake mit einem Solvent zu benetzen und eine Weitere zum Trocken durchziehen. So gammeln der Lauf immerhin nicht vor sich hin und der grobe Schmutz ist draußen. Ich müsste das aber dann mal mit dem Endoskop kontrollieren.

Was habt ihr für Methoden?

Mich stört es halt, wenn ich nach jeder Schussabgabe die Schaftbacke runterdrücken, Verschluss entfernen, Falsches Schloss einsetzen muss. Gibt es da kein Seil o.ä. , mit welchem man Patches oder Filze durch den Lauf von der Mündung her rausziehen kann? Dann spart man sich das Rausnehmen des Verschlusses. Dann hängt aber unter Umständen Solvent im Patronenlager.

Grüße busker
 
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Nachdem ich meine Waffen im letzten Jagdjahr etwas unterpflegt habe, musste mal wieder eine gründliche Reinigung her. Da hat sich schon Flugrost in den Zügen breit gemacht.

Soweit meine Erfahrungen mit den Mittelchen:
  • Schmeißer Bore Cleaner: Unkomplizierte Anwendung, wirkt gut kupferlösend
  • Robla Solo: Ebenfalls sehr gute Wirkung.
  • J.-P. Bore Paste: Perfekt gegen festgebackene Pulverreste
Ich habe mit dem Teslong Endoskop kontrolliert.
Zuerst hab ich den Bore Cleaner probiert und den Rest mit Robla rausgeputzt. Könnte auch gut sein, dass ich mit dem Schaum die Reste ebenfalls rausbekommen hätte. Im Wesentlichen hängt es davon ab, wie man das Robla im Lauf verteilt. Ich nutze VFG-Filze, weil die sich besser mit dem Mittelchen vollsaugen können. Das reicht zum Einwirken völlig aus.

Das einmalige Durchdrücken und wiederholtes Aufschrauben von Bürsten und Filzen Richtung Lauf mache ich nicht. Die Ablagerungen kriegt man mit wechselseitiger Anwendung auch gut raus. Den Rest regeln dann die Patches, wenn alles gelöst ist.

Mit Hoppes No 9/ trockenen Patches hab ich die Läufe im Anschluss nochmal durchgezogen.
Was mich interessieren würde ist die Reinigungsfunktion der Bore Snakes.
Weil ich faul bei der Laufreinigung bin, spiele ich derzeit mit dem Gedanken eine Bore Snake mit einem Solvent zu benetzen und eine Weitere zum Trocken durchziehen. So gammeln der Lauf immerhin nicht vor sich hin und der grobe Schmutz ist draußen. Ich müsste das aber dann mal mit dem Endoskop kontrollieren.

Was habt ihr für Methoden?

Mich stört es halt, wenn ich nach jeder Schussabgabe die Schaftbacke runterdrücken, Verschluss entfernen, Falsches Schloss einsetzen muss. Gibt es da kein Seil o.ä. , mit welchem man Patches oder Filze durch den Lauf von der Mündung her rausziehen kann? Dann spart man sich das Rausnehmen des Verschlusses. Dann hängt aber unter Umständen Solvent im Patronenlager.

Grüße busker
Klar gibt es sowas:


Ballistol bietet glaube ich auch so eins an.
 
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Nachdem ich meine Waffen im letzten Jagdjahr etwas unterpflegt habe, musste mal wieder eine gründliche Reinigung her. Da hat sich schon Flugrost in den Zügen breit gemacht.

Soweit meine Erfahrungen mit den Mittelchen:
  • Schmeißer Bore Cleaner: Unkomplizierte Anwendung, wirkt gut kupferlösend
  • Robla Solo: Ebenfalls sehr gute Wirkung.
  • J.-P. Bore Paste: Perfekt gegen festgebackene Pulverreste
Ich habe mit dem Teslong Endoskop kontrolliert.
Zuerst hab ich den Bore Cleaner probiert und den Rest mit Robla rausgeputzt. Könnte auch gut sein, dass ich mit dem Schaum die Reste ebenfalls rausbekommen hätte. Im Wesentlichen hängt es davon ab, wie man das Robla im Lauf verteilt. Ich nutze VFG-Filze, weil die sich besser mit dem Mittelchen vollsaugen können. Das reicht zum Einwirken völlig aus.

Das einmalige Durchdrücken und wiederholtes Aufschrauben von Bürsten und Filzen Richtung Lauf mache ich nicht. Die Ablagerungen kriegt man mit wechselseitiger Anwendung auch gut raus. Den Rest regeln dann die Patches, wenn alles gelöst ist.

Mit Hoppes No 9/ trockenen Patches hab ich die Läufe im Anschluss nochmal durchgezogen.
Was mich interessieren würde ist die Reinigungsfunktion der Bore Snakes.
Weil ich faul bei der Laufreinigung bin, spiele ich derzeit mit dem Gedanken eine Bore Snake mit einem Solvent zu benetzen und eine Weitere zum Trocken durchziehen. So gammeln der Lauf immerhin nicht vor sich hin und der grobe Schmutz ist draußen. Ich müsste das aber dann mal mit dem Endoskop kontrollieren.

Was habt ihr für Methoden?

Mich stört es halt, wenn ich nach jeder Schussabgabe die Schaftbacke runterdrücken, Verschluss entfernen, Falsches Schloss einsetzen muss. Gibt es da kein Seil o.ä. , mit welchem man Patches oder Filze durch den Lauf von der Mündung her rausziehen kann? Dann spart man sich das Rausnehmen des Verschlusses. Dann hängt aber unter Umständen Solvent im Patronenlager.

Grüße busker
Hab irgendwo hier im Forum eine Empfehlung für Dewey gelesen:


Alerdings keine eigene Erfahrung.
Und dann gäbe es noch Bore Blitz.
 

KHH

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Diese Dinger sind doch aber mehr was für unterwegs, oder? Bevor ich daheim einen Filz oder Patch damit durch den Lauf ziehe, nehm ich doch einfacher gleich den Putzstock.

Edit: eben nochmal gelesen, die Schaftbacke ist das Problem. Ok, sowas hab ich bei der Ultimate und die hat Memoryfunktion. Würde aber glaube dennoch lieber schnell die Backe einfahren.
 
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Nachdem ich meine Waffen im letzten Jagdjahr etwas unterpflegt habe, musste mal wieder eine gründliche Reinigung her. Da hat sich schon Flugrost in den Zügen breit gemacht.

Soweit meine Erfahrungen mit den Mittelchen:
  • Schmeißer Bore Cleaner: Unkomplizierte Anwendung, wirkt gut kupferlösend
  • Robla Solo: Ebenfalls sehr gute Wirkung.
  • J.-P. Bore Paste: Perfekt gegen festgebackene Pulverreste
Ich habe mit dem Teslong Endoskop kontrolliert.
Zuerst hab ich den Bore Cleaner probiert und den Rest mit Robla rausgeputzt. Könnte auch gut sein, dass ich mit dem Schaum die Reste ebenfalls rausbekommen hätte. Im Wesentlichen hängt es davon ab, wie man das Robla im Lauf verteilt. Ich nutze VFG-Filze, weil die sich besser mit dem Mittelchen vollsaugen können. Das reicht zum Einwirken völlig aus.

Das einmalige Durchdrücken und wiederholtes Aufschrauben von Bürsten und Filzen Richtung Lauf mache ich nicht. Die Ablagerungen kriegt man mit wechselseitiger Anwendung auch gut raus. Den Rest regeln dann die Patches, wenn alles gelöst ist.

Mit Hoppes No 9/ trockenen Patches hab ich die Läufe im Anschluss nochmal durchgezogen.
Was mich interessieren würde ist die Reinigungsfunktion der Bore Snakes.
Weil ich faul bei der Laufreinigung bin, spiele ich derzeit mit dem Gedanken eine Bore Snake mit einem Solvent zu benetzen und eine Weitere zum Trocken durchziehen. So gammeln der Lauf immerhin nicht vor sich hin und der grobe Schmutz ist draußen. Ich müsste das aber dann mal mit dem Endoskop kontrollieren.

Was habt ihr für Methoden?

Mich stört es halt, wenn ich nach jeder Schussabgabe die Schaftbacke runterdrücken, Verschluss entfernen, Falsches Schloss einsetzen muss. Gibt es da kein Seil o.ä. , mit welchem man Patches oder Filze durch den Lauf von der Mündung her rausziehen kann? Dann spart man sich das Rausnehmen des Verschlusses. Dann hängt aber unter Umständen Solvent im Patronenlager.

Grüße busker
flugrost :LOL: kauf dir den rostschutz https://www.frankonia.de/p/korrosionsschutz-k-pac/13531 und normale snakes die du nach dem schuss öl/trocken durchziehst.das sollte reichen.aber keine billigen,mir ist erst eine abgerisseno_O.

werde nicht müde den rostschutz zu bewerben.mein keller ist so nass,da schimmeln die bierflaschen von außen nach einer woche am papier,aber an den kanonen null rost.
 
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