Liemke Keiler 35 Pro 2019, Pulsar Axion XM38 oder Pulsar Helion XQ38/50

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#46
Also dann scheint die einzig sinnvolle und waidgerechte Option ein WBK als Handgerät (ohne Dual use) und ein NSG Vorsatzgerät zu sein, welches bei der Jagd fest am ZF montiert bleibt.
Wenn ich also die WBK nur brauche um zu erkennen das da was ist und das NSG zum genaueren Ansprechen, sollte man das Geld eher beim NSG ausgeben und sich eine eher preiswerte WBK (so um die 2000€) zulegen.
Wäre für mich so, das der Schuss sozusagen wichtiger ist als das Ansprechen. Das ist stark verkürzt.

Es kommt aber auf Deine Jagdmöglichkeiten an. Ich meine (!!), einige preislich günstige NSG Vorsatzgeräte liegen unter €2.000 und sind für Kirrungsentfernungen absolut ausreichend. Ich habe ein Jahnke auch seit längerem und damit sehe ich je nach Situation auch 200-300m noch etwas. Schiessen würde ich aber aber nur so bis 70m im Dunkeln. Da ich öfters auf Sauen pirsche merke ich zudem das Gewicht. Ohne Zielstock geht es eigentlich nicht. Das Jahnke hatte ich deutlich vor der WBK, mittlerweile würde ich wegen der Sensibilität der Röhren nur digitale Vorsatzgeräte nehmen.

Mittlerweile glaube ich, dass sich bei Vorsatzgeräten noch mehr tun wird und auch Preise nach unten gehen werden (in der Premiumklasse), deshalb würde ich da aktuell nicht mehr Unsummen ausgeben. Bei der WBK ist es für mich anders. Da ist bei Pulsar die Qualität zum Ansprechen so gut, dass ich das Ding wohl eher 10 Jahre nutzen kann und der Nutzungsbereich auch etwas weiter ist.

In allen Fällen versenkt man ordentlich Geld, da (bei mir noch ne höhere Montage für ZF dazu kam oder man für eine weitere Waffe ein neueres ZF will). Das man in der oberen Mittelklasse auf Gesamtkosten von gut 10.000€ kommen ist absolut realistisch. Ich denke aber, dass man für 5000€ plus ein bischen mittlerweile auch sehr gute Qualität bekommt.
 

Rotmilan

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#47
Als Jäger kennt man in seinem Revier doch die Stellen wo Äste zu Problemen werden können.
:unsure: Dein Gedächtnis möchte ich haben.
Wenn man will findet man überall ein Haar in der Suppe, auch wenns das eigene ist.
Das kann man so sehen. Ich meine, allzu sorglos und ohne entsprechende vorherige Gedanken sollte man Wild damit nicht bejagen. WBK zum Finden, NSG zum Schiessen (wenn es denn wirklich notwendig sein sollte) wäre meine Empfehlung.
 
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#48
Wo gehst du jagen?
Im Dschungel, an einer zugewachsenen Kirrung oder auf einer 100jährigen Brache?
Wie macht man das mit einen "normalen ZF" bei nicht so extremer Dunkelheit??
Als Jäger kennt man in seinem Revier doch die Stellen wo Äste zu Problemen werden können. Wenn man länger dort nicht gesessen ist sollte man es sich nochmal vorher bei Tageslicht ansehen und gut ists.
Sitzt man am Stoppelacker, Waldschneise oder an einer ordentlichen Kirrung gibts doch damit überhaupt keine Probleme damit.

Ps.: Wenn man will findet man überall ein Haar in der Suppe, auch wenns das eigene ist.
Sorry, das ist in Teilen nicht korrekt . Die 25m bis zu Kirrungen sind sauber freigeschnitten,
Ein Stoppelacker oder eine freigeschnitte Schneise sind da nicht das Problem. Und früher habe ich auch nicht so jagen können, bei Dunkelheit lag ich im Bett. Und durchaus mit Ironie: mir passiert es auch im Hellen, dass ich Ansitze und mich frage, ob der Ast da schon immer war. Wenn das bei dir nie der Fall ist bewundere ich deine Botanik und Freischneidekunst.

Ansitzjagd im Wald mit 3 oder 4 Fenstern... ich kenne da nicht jeden Ast und Strauch. Auch auf der Wiese sind immer mal hoher Gräser die ich nicht alle kenne. Und wenn ich Pirsche, weiß ich nun wirklich nicht, wo genau ein Stück steht.

Seit ca. 3 Jahren jage ich mit WBK und NSG und wegen Sauen durchaus intensiv. Und ich kümmere mich auch um die jagdlichen Einrichtungen und die sind alle tiptop. Dennoch hatte ich gefühlt 3 Dutzend Situationen, wo ich bspw. eine Sau mit der WBK komplett gesehen habe und dachte das Stück steht frei und mit dem NSG ich dann am Suchen war, weil das Stück hinter Sträuchern stand. Seit ich diese Technik einsetze, habe ich nachts kein Stück mehr krankgeschossen oder eine schlechte Trefferlage gehabt.
 
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#50
Da ich den markt nicht so kenne:
welche alternativen und vorallem auch liefebaren, gibt es denn zu den Pulsargeräten?
Das JSA TA435 soll aktuell wohl noch besser als die Pulsar Geräte sein. Kostenpunkt gute 2000€ für das Handgerät (also Vergleichbar mit Liemke) und 3400€ für das Vorsatzgerät.

Was mich noch interessiert;
Welche digitalen NSG (Vorsatzgeräte), die auch lieferbar sind, könnt ihr empfehlen?
 
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#51
Das JSA TA435 soll aktuell wohl noch besser als die Pulsar Geräte sein. Kostenpunkt gute 2000€ für das Handgerät (also Vergleichbar mit Liemke) und 3400€ für das Vorsatzgerät.

Was mich noch interessiert;
Welche digitalen NSG (Vorsatzgeräte), die auch lieferbar sind, könnt ihr empfehlen?
Meine Frage zielte ebenso auf digitale Nachtsichttechnik ab ;)

Als Wärmebild hab ich Guide TA435/JSA TA435, Liemke Merlin42, Nitehog Chamelon und Pulsar Core auf dem Schirm.
Werde mal versuchen die JSA Geräte in die Hand zu bekommen, was ich bis jetzt aber so gehört/gelesen habe, wird es auf zwei Geräte rauslaufen.
 
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#52
Das Angebot an digitalen Nachtsicht Vorsatzgeräten ist nicht so riesig im Moment.
- Pulsar FN 135 u. 155, bald neu FN455
- Nivex Digital NVD 156
- Dipol D400 DNS, noch sehr neu keine tests gefunden
- Nightspotter D, auch nochen keinen Bericht gefunden
 
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#53
Im Moment läuft der WBK Hype und der blendet die Nachteile aus. Statt dessen wird so getan, als ob WBK mit viel geringerer Auflösung und viel weniger Farb/Graustufen trotzdem bessere Bilder als NSG liefern würden.

WBK entdecken besser weil das Objekt überdurchschnittlich farblich hervor gehoben wird und den Betrachter so regelrecht anspringt. Das konnte man schon vor Jahren nachlesen und das hat sich nicht geändert. NSG haben aber immer noch deutlich bessere und viel detailiertere Bilder und das hat sich auch nicht geändert.

Na gut, jetzt kommt bestimmt gleich wieder einer und beweisst, daß das für die Paarung Aldi Nachtsichtgerät für 99€ und Nithog Wärmebild für 8000€ aber nicht stimmt. Ja, du hast Recht.
 
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#54
Also wer etwas anderes Behauptet hat entweder keine Ahnung und/oder noch nie selbst mit der Technik gearbeitet.
Wärmebildgeräte sind zur Detektion von Wild jedem Nachtsichtgerät überlegen, die Wildart funktioniert auch noch, korrektes Ansprechen ist wiederum kaum möglich. Mit der Keiler 35 erkenne ich auf etwa 25-30m das Gehörn eines Rehbocks, das klappte beim meinem 0815 Diginachtsichtgerät für 300 € noch gut auf 100m. Dafür war Wild im Bestand kaum zu erkennen, mit der WBK schon.

Funktioniert auch sehr gut nach dem Schuss, meist genügt ein kurzer Blick vom Anschuss in Fluchtrichtung und schon sieht man das Stück.
 
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#55
Nachtsicht ist immer gut, wenn man Zeit und freie Fläche hat.....

Die WBK ist aber im Vorteil, wenn man das Ziel schneller erfassen muss und ein wenig Gebüsch dazwischen ist... (klar kann einem ein Ast oder Blatt auch mal einen Strich durch die Rechnung ähm den Schuss machen. Es gilt dann die Lücke zu finden.) Aber von der Zielerfassung her ist man um Welten schneller.
 
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Gelöschtes Mitglied 24216

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#57
Nachtsicht ist immer gut, wenn man Zeit und freie Fläche hat.....

Die WBK ist aber im Vorteil, wenn man das Ziel schneller erfassen muss und ein wenig Gebüsch dazwischen ist... (klar kann einem ein Ast oder Blatt auch mal einen Strich durch die Rechnung ähm den Schuss machen. Es gilt dann die Lücke zu finden.) Aber von der Zielerfassung her ist man um Welten schneller.
Zwischen Zielerfassung und 100% sicher ansprechen und die Lücke finden besteht ein Unterschied.

Ist ja erst ein paar Monate her, da hat ein Jagdgast, der schnell was erlegen wollte, in Schweden mit einem Wärmebild-ZF einen Jogger im Busch angeschossen und das dank Videofunktion auch noch gefilmt. Das war das hier vielgepriesene Erkennen per Bewegungsmuster. Richtig sehen tue ich es nicht, aber es läuft wie ein Reh. Na dann...

Ich nutze verschiedene WBK schon einige Jahre und bin begeistert, aber es gibt fast keinen Tag, sn dem die WBK nicht versucht mich zu narren. Da wird der warme Stein zum niedergetanen Wild, der Baumstumpf zum Hasen, teilweise verdecktes Wild verändert die Wildart, Alter und Geschlecht.
 
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#58
Auf Schussdistanz sollte eine gute WBK keine Fragen offen lassen. Bei einigen reduzuert das dann eben die Reichweite. Das ist aus meiner Sicht sowieso unser grundsätzliches Problem.
Der Grundsatz bleibt doch immer gleich. Nur schießen, wenn eindeutig identifiziert und Sicherheit gegeben ist.
.............................................
Ich habe nun doch wirklich viele Modelle getestet und kann so manche Bedenken hier im Faden nicht nachvollziehen.
DIe Kombi Spotter/WBK, Shooter Nachtsicht ist jedoch der Klassiker.
 
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#59
Wo finde ich einen Pressebericht zum Schwedenjogger? Würde mich interessieren. - Idioten gibt es überall, aber sowas allgemein der WBK-Benutzung unterzuschieben, finde ich sportlich.

Ich benutze WBKs ebenfalls schon länger, aber die Unterscheidung zwischen Baumstumpf, Stein und Wild hat mich noch nie genarrt oder verwirrt. - Solche Probleme hatte ich früher in der Dämmerung eher mit dem Glas...

Von den genannten Geräten kann ich nur das Keiler empfehlen. Das getestete Axion mit der grossen Grundvergrösserung und Bildqualität ist für mich nicht brauchbar und das Helion hat mich von der Bildqualität und Menüführung ebenfalls nicht überzeugt.
 
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