Luchskrimi

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#16
In der JiB war ja schon ein ausführlicher Artikel zu dem kürzlichen Fall. Denke auch, da kommt noch mehr.

Vom ÖJV wird man mit Sicherheit keine Stellungnahme erwarten können.
ÖJV ist voll auf der Beutegreifer-regeln Beutebestände-Schiene. Von Forstseiten kommt da nix anderes, als ob die nen Maulkorberlaß hätten. Mir völlig unverständlich, wer nur ein bissl aufgepaßt hat in den Wildökologie-Vorlesungen, sollte wissen, daß es umgekehrt ist.
 
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#17
Ja aber da ging es nur um den Fall selbst, nicht um die Hindergründe die dabei ans Tageslicht gekommen sind. Es ging nur um das "Kopfgeld" vom WWF und dem BR.
 
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#20
Ja, er ist eine Recherche über das was so während der Verhandlung ans Tageslicht gekommen ist.

Das sind schon schillernde Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit gekommen. Nicht nur der depperte Jäger.

Genetiker die keinerlei Ausbildung haben und staatliche Aufträge abkassieren im Wohlfühlbereich der Beutegreiferheiligsprechung. Das in Sachen Luchs so etwas in Bayern möglich ist, hätte ich nicht gedacht.

Wie mag es beim Wolf da zu gehen? Aber der Krug geht solange zum Brunnen....
Ich wünsche mir auch in anderen Bundesländern solche Richter.

Es stellt sich die Frage in Bayern: Wie geht das LfU weiter mit diesem korrupten System vor? Wer macht künftig die genetischen Untersuchungen? Tut man weiter so als wäre nichts gewesen?

Der Öffentlichkeit ist das alles schnurzegal, aber die Jäger, Tierhalter werden wohl noch etwas mehr ein wachsames Auge auf das ganze Geschehen richten. Vom BJV wird sicher noch was kommen. Vom ÖJV wird man mit Sicherheit keine Stellungnahme erwarten können.
 
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#22
Eben. Mit dem kleinen Unterschied, daß der Luchs sich bisher ausschließlich an die wilde Fauna hält, während die Wölfe das vielerorts nicht so eng sehen. Was ich hier und andernorts in Forstkreisen erlebe ist ein relativ kritikloses Willkommen Wolf. Völlig an der Realität vorbei. Bei denen im Wolfserwartungsland mag das noch verständlich sein. Da, wo er schon lange etabliert ist, ist mir das nicht ganz erklärlich. Ich erwarte keine fanatischen Ausrottungssprüche, aber so ein bisserl Anerkenntnis der Kehrseiten für die Viehhalter und der nicht wirklich durchschlagenden Wildregulierung fänd ich schon angebracht.
 
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#24
ja mei, warum sollte sich der forst mit einer wie auch immer gelagerten öffentlichen äußerung bei einer gruppe, mit der er zu tun hat in die nesseln setzen? die viehhalter sind nicht kernklientel der forstwirtschaft und die landwirtschaftlichen interessenvertreter haben sich schon begrüßend zur erleichterung von abschüssen geäußert. der öjv spuckte gift und galle. also alles im grünen bereich. :p
 
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#25
Da hast Du natürlich aus dieser Sicht der Dinge Recht. Es geht aber bei der ganzen Sache nicht um den Luchs ansich. Ich habe bisher mit dem Luchs noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aktzeptiere aber auch andere Meinungen aus anderen Gegenden. Lang haben sie sich ja auch nicht gehalten bei uns in den 90er Jahren. Hatten nichts anderes zu tun, als den Aussetzungsort im Bayerischen Wald schnellstmöglich zu verlassen und woanders sich anzusiedeln. Schon damals deutete vieles darauf hin, dass hier etwas nicht mit rechen Dingen zugegangen ist.
Aber hier verkommt der Luchs zum Geschäftsmodell und mit alternativen Fakten hilft man nach dass das System am Laufen gehalten wird.
1. Illegale Ansiedlung mit nicht wildbahntauglichen Luchsen im Steinwald. Wer hat dafür die Möglichkeiten?
2. Keine Möglichkeit auslassen, der Jägerschaft illegale Luchstötungen unterzujubeln - auch mit zweifelhaften Methoden - um Schutzprojekte anzuleiern.
Die Luchsszene spielt nicht mit offenen Karten und hat ihr Vertrauen verspielt.
Ich hatte eine hohe Meinung vom bayerischen Großprädatorenmanagement. Die ist jetzt dahin. Wie mag das mit dem Wolf laufen, wenn es mal Ernst wird?
 
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#26
Solche kenne ich nur aus der Zeitung. Ich frage jetzt nicht ständig jeden was er vom Wolf hält, mir fällt aber grad kein Förster ein der sich über den Wolf freut.
Angefangen mit dem ÖJV, der bekanntlich viele Mitglieder in Forstkreisen hat. Inwieweit das identisch ist mit denen, die ich spontan mit Namen nennen könnte, weiß ich nicht, ich frag nicht jeden, ob er ÖJV-Mitglied ist.
Illegale Ansiedlung mit nicht wildbahntauglichen Luchsen im Steinwald. Wer hat dafür die Möglichkeiten?
Da fiele mir spontan ein größerer Grundbesitzer daselbst mit Tierparkambitionen ein.
 
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#27
Da hast Du natürlich aus dieser Sicht der Dinge Recht. Es geht aber bei der ganzen Sache nicht um den Luchs ansich. Ich habe bisher mit dem Luchs noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aktzeptiere aber auch andere Meinungen aus anderen Gegenden. Lang haben sie sich ja auch nicht gehalten bei uns in den 90er Jahren. Hatten nichts anderes zu tun, als den Aussetzungsort im Bayerischen Wald schnellstmöglich zu verlassen und woanders sich anzusiedeln. Schon damals deutete vieles darauf hin, dass hier etwas nicht mit rechen Dingen zugegangen ist.
Aber hier verkommt der Luchs zum Geschäftsmodell und mit alternativen Fakten hilft man nach dass das System am Laufen gehalten wird.
1. Illegale Ansiedlung mit nicht wildbahntauglichen Luchsen im Steinwald. Wer hat dafür die Möglichkeiten?
2. Keine Möglichkeit auslassen, der Jägerschaft illegale Luchstötungen unterzujubeln - auch mit zweifelhaften Methoden - um Schutzprojekte anzuleiern.
Die Luchsszene spielt nicht mit offenen Karten und hat ihr Vertrauen verspielt.
Ich hatte eine hohe Meinung vom bayerischen Großprädatorenmanagement. Die ist jetzt dahin. Wie mag das mit dem Wolf laufen, wenn es mal Ernst wird?
ich finde, dass in dem ganzen thema viel zu viel emotion und idiologie steckt. wie du selber schreibst, werden irgendwelche kofferraumluchsn nicht sonderlich überlebensfähig sein und vor einer invasion hab ich wirklich keine angst. sie können nur in ganz großen wäldern überleben und wer im bayer.wald, böhmerwald, spessart oder fichtelgebirge jagd, der kriegt zumindest seinen eigenen gefrierschrank auch noch voll.....

bei der verbreitung von wölfen siehts vielleicht anders aus, aber das sehe ich jagdlich noch viel entspannter, wenn man liest, was seriöse experten darüber geschrieben haben. zb der verstorbene u.w.. und dort, wo wider erwarten ein einzelnes tier oder ein rudel massiv zu schaden gehen, besteht die möglichkeit, sogar ein ganzes rudel zu entnehmen. im gegensatz zu dir sehe ich bayern aktuell nicht so pessimistisch. in jedem fall ist es ein politikum aber egal wo und wie die gesetze sind. es ist immer ein politikum. das sehen wir doch auch in schweden, wo entahmen schon lang praktiziert werden. die verantwortlichen brauchen immer ein breites kreuz. irgendwelche vorwürfe gegen "die" jäger gibts in der breiten gesellschaft nicht. was einzelne aktivisten plärren oder nicht, ist ohne belang, solang die öffentliche meinung ebenso gespalten ist. das wird so bleiben.
 
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#28
Angefangen mit dem ÖJV, der bekanntlich viele Mitglieder in Forstkreisen hat. Inwieweit das identisch ist mit denen, die ich spontan mit Namen nennen könnte, weiß ich nicht, ich frag nicht jeden, ob er ÖJV-Mitglied ist.
ÖJV Mitgliedschaft bedeutet nicht das man Wolfskuschler ist. Ist ja im BJV nicht anders, da ist auch nicht jeder gegen Nachtsichttechnik.

ÖJV ist voll auf der Beutegreifer-regeln Beutebestände-Schiene. Mir völlig unverständlich, wer nur ein bissl aufgepaßt hat in den Wildökologie-Vorlesungen, sollte wissen, daß es umgekehrt ist.

Bin jetzt nicht der ÖJV Profi und kenne alle Positionspapiere der letzten 30 Jahre. Lese aber neben einigen anderen Jagdzeitschriften auch die Ökojagd. Und gerade in diesem Blatt wird in den Fachartikeln ganz deutlich das der Wolf bei uns nicht groß reguliert. Deine Behauptung halte ich daher jetzt mal für falsch. Ansonsten sind Räuber Beute Beziehungen nicht so Simpel wie von dir gemeint. Das wird dir hier jeder Niederwildheger im Forum bestätigen. Sicher wird der Fuchs mehr durch die Maus reguliert wie anders herum. Beim Feldhasen paßt es aber schon wieder nicht mehr.
 
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#29
2. Keine Möglichkeit auslassen, der Jägerschaft illegale Luchstötungen unterzujubeln - auch mit zweifelhaften Methoden - um Schutzprojekte anzuleiern.
Die Luchsszene spielt nicht mit offenen Karten und hat ihr Vertrauen verspielt.
Ich hatte eine hohe Meinung vom bayerischen Großprädatorenmanagement. Die ist jetzt dahin. Wie mag das mit dem Wolf laufen, wenn es mal Ernst wird?
Der Schaden für die Wiederansiedlung vom Luchs ist schon beachtlich. Die "Jäger" glauben jetzt garnichts mehr. Es ist schockierend das so etwas möglich war und ist.
Da der Wolf doch eine viel höhere Aufmerksamkeit bekommt glaube ich nicht das dort soviel getrickst werden könnte. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Warum ist ein ehrlicher Umgang mit Wildtieren so schwer. Ich kann es nicht verstehen.
 
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