Mannl.-Schönauer GK

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Meinst das treibt den Preis?
Wirklich ein echter Munch?

WaiHei
Eher weniger..

Das ist bitter, aber nützt ja nix...
Jagdwaffen habe ich zwar genug, aber den kann ich jagdlich am ehesten entbehren. Der 1950er-Stutzen bleibt natürlich erhalten. Der rostnarbige 1903er ging heute auch weg, sowie einige Ersatzteile, wie auch ein überzähliges Prospekt (war dreifach vorhanden).
Hab die Auktion gelöscht, da noch nicht beboten und zwei Interessenten aus Ö vorhanden sind, die den geforderten Preis nicht nachverhandeln.

Ich habe einen NO mit 27xxx und Beschuss von 1959.
Das Glas sieht nicht so aus, als wäre es die Erstausstattung ….
Ein Glaswechsel ist bei der Montage sehr einfach, wenn die Proportionen ident sind. Vier Schlitzschrauben lösen, mehr ist es nicht. Verklebt war da nichts. Bei meinem NO ist ein 6x-Kahles montiert, die vordere Basis-Laufring - sitzt etwas weiter vorne Richtung Mündung. Die Montage wird ziemlich sicher die Waffennummer tragen, Stempel waren im Werk immer zur Hand. Generell trugen die Montagen die Waffennummer. Mein M 1903 td von 1930 hat eine gekröpfte Wiener Schnäpper mit der eingravierten Waffennummer …...

WTO
Glas stammt höchstwahrscheinlich aus den 80ern. Man würde annehmen, dass ein 1971 beschossener Schönauer eine Seriennummer im Bereich "73xxx" tragen würde.
Ich orientiere mich da immer an meine "ehemaligen" und bestehenden:

Mod. 1950 Stutzen aus 1950 "24xx"
Mod. 1950 7x64 aus 1952 "10xxx"
Mod. GK 7x64 aus 1963 "41xxx"

Zwischen 1959 und 1963 dürfte also recht viel abgesetzt worden sein. Mir fällt zu der Zeit auch kein wirklich potentes Konkurrenzprodukt im Repetierersegment ein, mit Ausnahme von aufgearbeiteten Militär-98ern oder der Neuerscheinung Sauer Weatherby (die übrigens ein Viertel teurer war als ein Halbschaft-Schönauer).
 
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Das Thema mit den Seriennummern finde ich eine interessante Aufstellung - bei Vergleich mit meinen beiden Youngtimern:

GK Stutzen 6,5x57 aus 1965 57xxx
GK 7x64 aus 1969 59xxx

Dementsprechend müssten zwischen 1963 und 1965 fast 20 000 Gewehre hergestellt worden sein? Und zwischen 1965 und 1969 dann mengenmäßig praktisch gar nichts mehr?
 
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... Dementsprechend müssten zwischen 1963 und 1965 fast 20 000 Gewehre hergestellt worden sein? ...
Als seinerzeit in Zeltweg Bergbaumaschinen fabriziert wurden, hat die Seriennummern der Verkauf festgelegt:
Die erste verkaufte Maschine trug z.B. #10. Gelegentlich gab es auch Sprünge in der Nummernabfolge, damit es nach "mehr" aussieht.

Knapp 100 km nördlich können die Leute bei Steyr-Mannlicher dieselbe Vorgangsweise gepflogen haben, dh. die Seriennummern geben zwar eine Abfolge, nicht aber die Stückzahl an.
 
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Hallo,

carinthia hat´s ja schon gesagt. Vor Mitte der 60er gab´s kaum Alternativen bei den Repetierern (98er und die Sauer-Weatherby). Der US$-Kurs lag damals auch noch bei 4,--DM bis 4,50DM, also fielen die amerik. "Massenprodukte" von Winchester und Remington auch schon mal weg.
Um 1965 wurden dann andere Repetierbüchsenmodelle entwickelt und auf den Markt gebraucht:

- Krico 600/700 (1962/63)
- Mauser 66 (1965/66)
- Steyr Mannl. (1967)
- Heym SR10 (1968)

Ein anderer Grund für die guten Absatzzahlen in den 50ern und frühen 60ern dürfte auch die Wiedererlangung der Jagdhoheit in Dtl. gewesen sein (Rheinl.-Pfalz ab 1951, restl. BRD 1953) und die daraus resultierende Wiederbewaffnung der Jäger für von den Besatzren nach dem Krieg konfiszierte Jagdwaffen.
Auch lief die Konjunktur in der BRD zw. 1955 und 1965 an (sog. "Wirtschaftswunderjahre"). 1965/66 kam schon die erste Rezession.

Grüße
Sirius
 
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Hallo,

carinthia hat´s ja schon gesagt. Vor Mitte der 60er gab´s kaum Alternativen bei den Repetierern (98er und die Sauer-Weatherby). Der US$-Kurs lag damals auch noch bei 4,--DM bis 4,50DM, also fielen die amerik. "Massenprodukte" von Winchester und Remington auch schon mal weg.
Um 1965 wurden dann andere Repetierbüchsenmodelle entwickelt und auf den Markt gebraucht:

- Krico 600/700 (1962/63)
- Mauser 66 (1965/66)
- Steyr Mannl. (1967)
- Heym SR10 (1968)

Ein anderer Grund für die guten Absatzzahlen in den 50ern und frühen 60ern dürfte auch die Wiedererlangung der Jagdhoheit in Dtl. gewesen sein (Rheinl.-Pfalz ab 1951, restl. BRD 1953) und die daraus resultierende Wiederbewaffnung der Jäger für von den Besatzren nach dem Krieg konfiszierte Jagdwaffen.
Auch lief die Konjunktur in der BRD zw. 1955 und 1965 an (sog. "Wirtschaftswunderjahre"). 1965/66 kam schon die erste Rezession.

Grüße
Sirius
Nach meinem Stand waren die Saarländer 1948 die ersten Deutschen, die ihre Jagdhoheit wiedeerlangten. :)
 
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Scheint die meiste Zeit ein Schrankdasein geführt zu haben.
Lediglich die (nicht brünierten) Metallteile Abzug, Kammergriff, Schlossmutter sind etwas angelaufen. Vielleicht vom Handschweiß im heißen Afrika🤔

Das kann aber sicher problemlos aufpoliert werden. Das Magazin war wohl nie raus, das alte Fett kommt sicher noch vom Werk
 
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