Markstammkohlsaat ausbringen,aber wie gehts richtig?

Anzeige
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
Hallo zusammen,

da es an der Zeit ist die Wildäcker zu erneuern, habe ich mir überlegt dieses mal unter anderem Markstammkohl (Inka) und westfälischen Furchenkohl zu sähen.
Die Wildäcker sind vor einigen Wochen teils mit Glyfos,teils mit Starane XL behandelt worden,sie wurden gefräst,gepflügt und anschliessend mit der Kreiselegge bearbeitet.
Nun stellt sich mir aber die Frage,ist eine breitwürfige Aussaat ausreichend um zu keimen oder sollte der Samen maschinell in den Boden gebracht werden?
Die bisher ausgebrachten Saaten wurden breitwürfig von Hand oder mit der Kleegeige ausgebracht,der Erfolg war allerdings eher überschaubar. Ich hoffe der ein oder andere kann mir hierzu ein paar nützliche Tipps geben oder seine eingenen Erfahrungen mitteilen.

Waidmannsheil

Ferkeskopp
 
Registriert
29 Sep 2013
Beiträge
4.409
bei mir reicht breitwürfig und dann eingeharkt. Bei dichter Saat läuft auch kein Unkraut auf. Biologisch verträgliches Schneckenkorn erhöht den Aufgang der kleinen Pflänzchen. die Dichte Aussaat bei mir ist aber zum späteren Verpflanzen gedacht. für den Endstandort Wahrscheinlich zu dicht. die Landwirte bei uns haben ihn früher bei uns auch breitflächig gesät, um ihn über den Winter mit der Sense für die Rinder zu mähen. wenn er nur in eine weitere Wildackermischung dazu gesät werden soll, würde ich Jungpflanzen Vorziehen und dann dazwischen pflanzen.
 
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
Der Wildacker ist für hiesige Verhältnisse recht groß, meine Vorstellung ist das ich dort 3 verschiedene Äsungsstreifen anlege. Ein Streifen Markstammkohl/Furchenkohl mit Klee als Zwischenfrucht, ein Streifen Hafer/Waldstaudenroggen und dann noch Futterraps/Kleemischung. Das Saatgut habe ich schon hier vor Ort,somit fallen Jungpflanzen raus. Ich wüsste allerdings auch nicht woher ich hier sowas bekommen könnte...sonst wäre es sicherlich eine gute Alternitive gewesen.
 
Registriert
16 Mrz 2008
Beiträge
6.659
Ich habe mir - im edlen Wettstreit mit Perdixeinbürgerer - von einem Gartenbetrieb ausrangierte Pflanztöpfe (bestehen jeweils aus 3x5 Vertiefungen) besorgt und ziehe da den Furchenkohl vor.

Der Hinweis mit den Schnecken ist wichtig, bei mir haben die schon ganz ordentlich abgeräumt, so dass ich jetzt wieder von vorne anfangen kann.

Auspflanzen kann man dann, wenn die Pflanzen ca. 20cm hoch sind. Verbund 40 x 50 cm ist angedacht.
 
Registriert
29 Sep 2013
Beiträge
4.409
Ich habe mir - im edlen Wettstreit mit Perdixeinbürgerer - ....

Dann werde ich im edlen Wettstreit diesen wohl gewinnen ;)

:p


Im vorderen Teil kommen ein paar Grashalme durch, die werde ich die Tage aber noch manuell entfernen. Das Flächenstück wurde vorher nicht mit Herbizid behandelt, sonst wären die auch nicht da.


18658781jr.jpg


Also, wenn dein Wildacker fürs Schalenwild und als reine Winteräsung fürs Niederwild dienen soll, dann kann der Kohl ja auch dicht gesät werden. Den Klee gesondert daneben, so würde ich es machen. Gut, bei weniger dichter Aussaat oder Vereinzelung geht der Kohl wahrscheinlich besser in die Höhe , und bietet so auch bei Schneedecke Nahrung , die herausschaut.

Soll der Kohl allerdings auch als Winterdeckung und Frühjahresbrutdeckung und Blütenlieferant fürs Niederwild dienen, dann würde ich weniger dicht aussäen, denn die einzelnen Pflanzen sollen ja hoch werden und die Tierchen dazwischen rumlaufen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
29 Sep 2013
Beiträge
4.409
wautzebautz: Das ist noch nicht der ganze Kohl, habe noch ein paar kleine Reihen mit ein paar zusätzlichen Pflänzchen woanders stehen...;)
 
Registriert
29 Sep 2013
Beiträge
4.409
Mich wundert die enorme Regenerationskraft des Westfälischen Furchenkohls:

Die Pflanze unten ist 3 Jahre alt. Im Frühjahr 2012 gepflanzt. Dieses Jahr hat sie reichhaltig geblüht. An den grünen Stängeln kommen diese Gebilde hervor, daraus entstehen neue große Blätter !

18658879ot.jpg
 
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
Der Kohl soll dem Wild als Winteräsung dienen. Der Klee wächst wohl etwas zügiger als Markstammkohl und sollte ihn somit vor übermäßigen, vorzeitigem Verbiss bewahren. So war zumindest mein Gedankengang[emoji28].
Die Fläche auf dem Bild schaut übrigens hervorragend aus!!
Wenns bei mir nur halb so gut wird bin ich schon sehr zufrieden!
a3esarub.jpg

Das ist übrigens der Streifen auf dem anschließend Markstammkohl wachsen soll.
 
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
@Persixeinbürgerer
Mich würde noch interessieren ob du Dünger und/oder Kalkammonsalpeter ausgebracht hast?
 
Registriert
5 Okt 2006
Beiträge
1.280
So wie ich deinen ersten Beitrag gelesen habe, hast du doch einen Landwirt an der Hand. Gib ihm das Saatgut und er soll es dir anbauen, ist die einfachste Lösung. Eine Einzelpflanzung würde ich im Garten machen, ist für einen Wildacker aber viel zu aufwendig.
Wenn du das Saatgut mit der Hand ausbringst musst du es nachher einrechen. Funktioniert aber nur bei kleinen Samen wie Markstammkohl, Klee,... Für Hafer/Waldstaudenroggen brauchst eine Sämaschine.

Weiters stell ich mir die Frage wie du dir
1) Markstammkohl mit Klee als Zwischenfrucht
2) Futterraps Kleemischung vorstellst?

Da der Acker schmal ist, würde ich nur 2 Streifen machen.
1. Streifen Markstammkohl, den du evt. auch ein 2. Jahr stehen lassen kannst und jährlich wechseln mit Hafer/Waldstaudenroggen
2. Streifen Klee/Luzerne, der ist mehrjährig.

Dünger schadet nicht, ist aber, wenn´s vorher bereits ein Acker oder Wiese war, nicht notwendig.

Viel Erfolg
 
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
Der Streifen ist ca 260 m lang und 40 m breit, daraus 3 Parzellen zu machen sollte durchaus möglich sein. Mein Vorhaben ist es den Kohl nicht zu dicht zu sähen, damit er auch eine gewisse Höhe erreicht. Klee soll quasi nur als Verbissschutz dienen, ob es funktioniert weiß ich nicht. Ich meine ich hätte in der der Wildackerfiebel von Wolmersdorfer mal was davon gelesen...

Wmh
 
Registriert
5 Okt 2006
Beiträge
1.280
Natürlich kannst du 3 Streifen daraus machen, du kannst auch 10 Streifen daraus machen, die Frage ist nur ob es sinnvoll ist und sich der Aufwand dafür steht.

Du möchtest den Klee also nicht als Zwischenfrucht sondern als Untersaat verwenden, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe. Der Klee wird dir aber im 1. Jahr noch nicht soviel Masse bringen, dass er als Verbisschutz für den Markstammkohl dient. Du gibst hier also Geld für Saatgut aus und kannst es nicht nutzen. Ich würde daher einen Streifen Klee/Luzerne in Reinsaat anlegen. Dann hast du mehrer Jahre was davon und ist auch ein Wildmagnet.
Der Markstammkohl kommt auch so hoch. Wichtig ist nur, dass er genügend Wasser zum anwachsen hat, da er sonst schlecht keimt und auch das Unkraut ihn überwuchert. Saatstärke ca. 2,5 - 3 kg/ha.

Für welches Wild sollen die Streifen angelegt werden?
 
Registriert
27 Apr 2011
Beiträge
572
Danke für den Tipp! Der Wildacker soll Reh-, Rot-, und Damwild zur Äsung dienen. Es gibt natürlich nicht nur einen Wildacker, sondern mehrere von dieser Größe und auch einige kleinere. Dein Argument leuchtet mir durchaus ein und ich werde deinen Ratschlag auch befolgen. Geplant war, das pro Wildacker ein ein/zwei Streifen einjährige Saat und ein Streifen mehrjährige Saat ausgebracht wird. Allerdings fällt Klee als Zwischenfrucht jetzt weg.
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
28
Zurzeit aktive Gäste
444
Besucher gesamt
472
Oben