Mauser 66 (S) Fan-Club

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Mal wieder ein Beispiel, daß viele M66 die angeboten werden, sich nicht mehr im Originalzustand befinden (selbst wenn von Schrankwaffe gesprochen wird):
https://www.egun.de/market/item.php?id=8697054
Schaft (mit verschlossener Bohrung für Riemenbügel im Schaft) Anfang der 70er Jahre
Verschuß mit Druckknopf ganz sicher BJ 70-72
Lauf mit Beschußjahr HH = 77 und Williams-Visier paßt nicht dazu
Außerdem erscheint mir die vordere Schraube ein wenig zu tief versenkt zu sein...

PS: ändert nichts daran, daß es sich um eine gute Waffe handelt
 
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Die Kornsättel der Williamsvisierung haben auch anderst ausgesehen. Der hier gezeigte gehört noch zur ursprüngl. Mauservisierung. Kimme und Korn also: zwei Paar Schuh.
 
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Sorry vielleicht OT aber eben bei obiger Büchse mal wieder gesehen:
gibt es die Möglichkeit die Basen einer SEM sauber zu entfernen ?
Das wäre ja auch bei dieser Büchse doch nicht schlecht gewesen.
Gruss
Werdenfelser
 
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Sorry vielleicht OT aber eben bei obiger Büchse mal wieder gesehen:
gibt es die Möglichkeit die Basen einer SEM sauber zu entfernen ?
Das wäre ja auch bei dieser Büchse doch nicht schlecht gewesen.
Gruss
Werdenfelser
Eigentlich war es so vorgesehen, dass - auch bei der SEM - Basen verwendet werden, die auf die Schiene aufgeschoben und nur von oben verschraubt werden. Deren Entfernung hinterlässt nur zwei Bohrlöcher.

Wurde die vordere Base aber - wie bei der verlinkten Büchse - eingeschwalbt, wird es schon anspruchsvoller. Es gibt bei der Umrüstung auf Schwenkmontage drei gangbare Wege. Man sollte auf Basis der Lage der alten Montage und der Länge und der Form des zu montierenden Glases entscheiden, welchen man beschreitet.
1. Liegt das zu schließende Loch weit vorne und ist das zu montierende Glas kurz, schiebt man einfach die offene Visierung über das Loch und befestigt die "Offene" mit einer längeren Schraube.
2. liegt das Loch unter dem Objektiv des zu montierenden Glases, schwalbst man statt der SEM-Basis eine Schwenkmontagebasis ein und montiert das Glas mit Objektivring
3. liegt das Loch unter dem Konus oder dem Mittelrohr des zu montierenden Glases, nimmt man eine relativ lange Schwenkmontagebasis und schraubt die genau über dem Loch fest. Es gibt solche langen Basen, bei denen die Bohrlöcher weiter auseinander liegen als das SEM-Loch breit ist. Letztere Varinate wäre bei der verlnkten Büchse das Mittel der Wahl gewesen.
 
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3 Jan 2016
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recht herzlichen Dank für Deine Antwort Boris !
Das hilft mir grade echt viel, weil ich an einer älteren Büchse dran bin.
Die soll auf Schwenkmontage umgerüstet werden und wenn möglich die SEM komplett weg.
Gruss
Werdenfelser
 
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20 Nov 2017
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Ich habe zu diesem Thema vor einiger Zeit mit Herrn Repa und mit meinem hiesigen Büchsenmacher gesprochen, da ging es um eine M66 von mir mit einer obskuren SWM die runtersollte. Die war eingeschwalbt und wir haben sie dann dringelassen.

ich versuche das mal zusammenzufassen:

Die eine Aussage ist, dass man einen SWM-Fuß auch bündig und kraftschlüssig an einen bestehenden Montagesockel dranbauen (dran, nicht drauf) kann, wenn es maßlich passt. Das kann die SWM stabiler machen, weil es eine zusätzliche Abstützung erzeugt. Das Entfernen eines vorhandenen Montagesockels kann auch die Prismenschiene schwächen, man weiß nicht was sich darunter verbirgt. Allerdings ist das optisch nichtz so schön, abhängend von der Größe des Alt-Sockels.

Wenn man es optisch schön haben will, ist es auch möglich, den Sockel zu entfernen und die Bohrungen in der Prismenschiene zu verschließen, mit Lötzinn o.ä., und dann das Ganze optisch/oberflächenmäßig hübsch zu machen. Statt die Kimme drüberzuschieben.

Die Kimme gehört bei der M66 mE auf der Prismenschiene ganz nach vorne Richtung Mündung, denn das erleichtert das Akkommodieren zwischen Ziel, Korn und Kimme deutlich, verglichen dazu dass man die Kimme cirka mittig oder Richtung Schütze anbringt, so ist jedenfalls meine Erfahrung für mich, ich habe das mal durchprobiert. Eine Waffe ohne gute Metall-Visierung halte ich für praxisuntauglich. Für Nachsuchen sind Rotpunktvisiere viel zu empfindlich, die Dinger sind wie ein Brillenglas, und ZFR ist auch zu empfindlich.

Herr Repa kann die Prismenschiene auch komplett durch eine Neue ersetzen.
 
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Ich habe zu diesem Thema vor einiger Zeit mit Herrn Repa und mit meinem hiesigen Büchsenmacher gesprochen, da ging es um eine M66 von mir mit einer obskuren SWM die runtersollte. Die war eingeschwalbt und wir haben sie dann dringelassen.

ich versuche das mal zusammenzufassen:

Die eine Aussage ist, dass man einen SWM-Fuß auch bündig und kraftschlüssig an einen bestehenden Montagesockel dranbauen (dran, nicht drauf) kann, wenn es maßlich passt. Das kann die SWM stabiler machen, weil es eine zusätzliche Abstützung erzeugt. Das Entfernen eines vorhandenen Montagesockels kann auch die Prismenschiene schwächen, man weiß nicht was sich darunter verbirgt. Allerdings ist das optisch nichtz so schön, abhängend von der Größe des Alt-Sockels.

Wenn man es optisch schön haben will, ist es auch möglich, den Sockel zu entfernen und die Bohrungen in der Prismenschiene zu verschließen, mit Lötzinn o.ä., und dann das Ganze optisch/oberflächenmäßig hübsch zu machen. Statt die Kimme drüberzuschieben.

Die Kimme gehört bei der M66 mE auf der Prismenschiene ganz nach vorne Richtung Mündung, denn das erleichtert das Akkommodieren zwischen Ziel, Korn und Kimme deutlich, verglichen dazu dass man die Kimme cirka mittig oder Richtung Schütze anbringt, so ist jedenfalls meine Erfahrung für mich, ich habe das mal durchprobiert. Eine Waffe ohne gute Metall-Visierung halte ich für praxisuntauglich. Für Nachsuchen sind Rotpunktvisiere viel zu empfindlich, die Dinger sind wie ein Brillenglas, und ZFR ist auch zu empfindlich.

Herr Repa kann die Prismenschiene auch komplett durch eine Neue ersetzen.
Moderne Rotpunktvisiere wie Aimpoint sind sehr robust und für Nachsuchen sehr geeignet!
 
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Ja, Du hast völlig recht, Aimpoint und auch die Trijicon, klares Ja. Die Dinger sind im militärischen Einsatz bewährt.

Ich hatte irgendwie nur das Doctersight und ähnlich im Kopf🤨🤨
Man sollte zu dieser Uhrzeit besser nicht posten...
 
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ja, je nach Länge von ZFR und Schaft kann das passieren. Ich habe das Z8i in 42 und 56, das 42er passt perfekt dahinter, das 56er musste leider etwas höher gebaut werden weil ich unbedingt die Kimme vorne will. Für meine Augen macht der Standort der Kimme wirklich einen Unterschied und ich will bei ner Nachsuche nicht Akkommodierungsprobleme lösen.

Übrigens ist auch das extrem niedrig Montieren was man teils sieht, oft gar nicht möglich, wenn man ein ZFR mit dickem Okulartubus hat. Wenn man da ans Maximum des niedrig Montierens geht, ist der kritische Punkt eher der Abstand zwischen Okulartubus und geöffnetem Kammerstengel beim Repetieren: dort muss ja genug Platz für die Finger sein, damit man frei und kraftvoll repetieren kann. In solchen Fällen ist ein Einschwalben des Vordersockels in die Prismenschiene dann oft nicht nötig. zB bei meinem Z8i 42 komme ich an diese Grenze fast ran, das ist eine EAW SWM mit Objektivring und den Vordersockel ganz normal direkt auf die Prismenschiene draufgeschraubt+geklebt, also vorne nix Schickes.
 
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Ja, Du hast völlig recht, Aimpoint und auch die Trijicon, klares Ja. Die Dinger sind im militärischen Einsatz bewährt.

Ich hatte irgendwie nur das Doctersight und ähnlich im Kopf🤨🤨
Man sollte zu dieser Uhrzeit besser nicht posten...
Ok,👍, ich habe das Aimplint Micro seit 4 Jahren im Dauereinsatz und bin immer wieder erstaunt, wie präzise auf 100m+ man damit treffen kann!
 
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Beim Aimpoint Micro liegt das mE auch an dem schön kleinen Rotpunkt, der hat nur 2 MOA. Im Vergleich dazu das Doctersight III für Langwaffen hat 3,5 MOA.

Bei den Doctersight-ähnlichen liegt das Problem nicht nur in der Empfindlichkeit dieses "Brillenglases", sondern auch darin, dass es kein geschlossenes System ist. Deshalb kann sich darin Schnee und Schmutz fangen und damit die LED abblenden, und schwups ist man ganz ohne Rotpunkt.

In dieser Größenklasse gibt es aber von Steiner das MRS, das ist gekapselt, da kann das nicht passieren. Jedoch verdeckt das Gehäuse für meinen Geschmack zuviel vom Bild, als das ich es auf ner DJ will. Ich selbst mag das Doctersight sehr, aber eben nur für DJ, für diverse Schießübungen oder als Notnagel auf der Jagd - nicht für den harten Einsatz.
 
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