Mauser 66 (S) Fan-Club

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Gelöschtes Mitglied 8792

Guest
Mir ist ein aktueller Fall bekannt, in dem ein von Blaser werksmäßig mit Gewinde ausgerüsteter Lauf mit in .308 ohne Dämpfer hervorragend schoss und mit Dämper mit den gleichen Laborierungen nicht zufriedenstellend. Dies sowohl mit einem Recknagel-Dämpfer als auch mit einem Blaser-Dämpfer. Der Lauf ging daher zurück zum Händler.

Deshalb schrieb ich ja auch, das es in der riesigen Menge mit Mündungsgewinden auch Einzelfälle geben kann .
Das sind aber in der Anzahl der Läufe mit Mündungsgewinde doch Fehler im Promille Bereich .

Wenn die Laufbohrung aber nicht 100% ist , und es wird nachträglich ein Gewinde geschnitten mit der richtigen Führung im Lauf ( ich entschuldige mich, wenn es nicht die genauen Fachbegriffe sind ), dann macht sich dieser Fehler nicht bemerkbar.
Wird eine Büchse aufgeschrumpft , dann sieht das doch anders aus.
Oder wird das Gewinde erst nach dem Aufschrumpfen geschnitten ?
 
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Es hängt viel davon ab wie viele Läufe in welchem Prozess gefertigt werden.
Bei einer hohen Menge (mit ausreichendem Durchmesser) ist es bei eingeschwungener Fertigung am wirtschaftlichen gleich das Gewinde zu schneiden.
Werden nur selten Läufe auf Wunschmass gedreht (oder nachträglich das Gewinde geschnitten) ist die Lösung mit der Hülse eine präzise und robuste Lösung. Mit der Hülse hat der Dämpfer auch bei dünnen Läufen eine saubere Anlage.
 
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.... ich bin kein BüMa - ich habe nur in meinem früheren Leben eine Art von Schlosser gelernt.
Rein konstruktiv - ohne auf die Materialstruktur eines Laufes einzugehen - gibt es bei einem
Gewinde für einen Schalldämpfer die Challenge, dass der Laufdurchmesser evtl. zu gering ist,
um dort ein sauberes Gewinde mit entsprechendem Anschlag zu schneiden.
Das betrifft i.d.R. ältere Bestandswaffen.
Hier ist der Umweg über eine Hülse die zu bevorzugende Herangehensweise.
So ergibt sich genügend Material für ein entsprechendes Gewinde mit 'nutzbarem' Anschlag.
-
Bei neuen Läufen ist der Laufdurchmesser entsprechend zielführend gewählt.
-
Bei vielen nachträglich angebrachten Gewinden wird sich die Qualität der Arbeit erst in ein
paar Jahren herausstellen - wie viele haben dieses Detail nicht im Fokus?
-
Bei mir bekommt eine Browning BLR eine Hülse, damit ich sie auch mit SD nutzen kann.
Andere Donnerstöcke haben ihr Gewinde konventionell bekommen.
Wieder andere Donnerstöcke werden nie ein Gewinde bekommen.
Damit wäre die ganze Ästhetik ruiniert ... .
-
Nur mal laut nachgedacht ;)
 
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Wenn alles gut läuft, und ein Werkslauf mit Gewinde nix taugt respektive es im Werk eine Qualitätskontrolle gibt(kann ich mir bei Billigknarren kaum vorstellen), dann wird der aussortiert und nicht ausgeliefert. Dass es oft genug klappt, ist ja schön und gut, hat man ne Gurke erwischt und hat selber weder Ahung noch möglichkeiten den Fehler einzugrenzen, bleibt einem nur der Weg zum Händler und das kann dauern. Schiefgehen kann da viel, außermittig gebohrt(öfter, als man denkt), beim Thermischen Entspannen was schiefgegangen, schlecht zentriert etc.
In Summe sind die Prozesse wohl einigermaßen sicher, aber wenn mal ein paar Gurken druch ruschen, hat man viel "Spass" mit denen.

Die Lösung mit der Hülse ist von daher OK, man tastet den Originallauf nicht an, bringt das Gewinde erst auf, wenn die Hülse drauf ist, zentriert dann schön über einen Messing-Pilot und alles fluchtet.
Klar gibts auch Bixner mit 5Achsern, die das so einzentrieren können(oder auch nicht), aber die alte Methode mit dem Messing-Pilot ist idiotensicher und funktioniert auch in der ältesten Bank.
So kann man eben auch nen vernünftige Anschlagsfläche herstellen, die bei nem Bleistiftlauf nicht gegeben wäre oder man auf ein aberwitzig dünnes Gewinde gehen müsste.
Was da manchmal verbrochen wird, stellt einem die Federn auf!

Alte, spanend gezogene Läufe reagieren da eher gelassen. Wenn aber ein gehämmerter Lauf nicht wirklich gut entspannt ist, dann kann das recht eigenwillige Ergebnisse geben.
 
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Guten Tag,
ich habe zwei M66S (Kal. 7x64 und .308). Bei beiden habe ich gelegentlich das Problem, dass sich beim Repetieren die neu zuzuführende Patrone verhakt. Das ist beim schnellen Nachrepetieren manchmal echt ungut. Ist das ein Anwendungsfehler oder kann man da was optimieren?
Viele Grüße,
Florian
 
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Der Magazinkasten ist nicht speziell für ein einziges Kaliber gebaut und die Feder des Bodenteils hat eine Z-Form, so dass das Bodenteil keine Zwangsführung in der Waagerechten hat. Manche Waffen von heute haben kaliberspezifisch ausgebildete Magazine. Die Möglichkeit des Kaliberwechsels verlangt aber ein universelles Magazin, anders ginge das nur, indem man auch für das Magazin kaliberspezifische Module hätte. Soviel generell zur Konstruktion unserer Mauser 66.

Ich kenne diese Probleme aus eigener Erfahrung aber nur von den Patronen mit Gürtelhülse, also 300 Win, 300 Wby, 375HH und das auch nur wenn man das Magazin auf Quetsch vollädt, und eher bei Pufferpatronen aus Alu mit Riefen und rauhen Stellen im Gürtelbereich als bei scharfer Mun mit Messinghülsen. Bei den Gürtelhülsen ist ja das Problem, dass der Gürtel der einen Patrone an der darunterliegenden Patrone festhaken kann, und zwar an deren Gürtel bzw. an deren Patronenrand.

Um das wegzubekommen hat Herr Repa bei meiner 300 Win (= Magnumsystem, länger) ein Magazinkasten-Unterteil des Standardsystems (= kürzer) eingebaut, so dass die Gürtelbereiche "frei" sind, also nicht auf dem Magazinkasten-Unterteil aufliegen und etwas mehr Platz haben. Und er hat die Federspannung gesenkt (mglw. die Feder des Standardsystems eingebaut?) . Seitdem ist Ruhe, selbst mit den verschlissensten Alu-Pufferpatronen kann ich beim Trockenüben mit dem Mantis X "ganze Magazine verschießen".

Zu 308 und 7x64: die 308 ist eine recht kurze Patrone, so dass der Magazinkasten samt Feder uU aus der Waagerechten rauskommt, wenn man die Patronen so einlegt, dass man sie ganz nach hinten andrückt, wie wir es ja beim 98er gelernt haben. Die 7x64 ist länger, da verstehe ich es weniger, dort ist der Hülsenbereich der den gleichen Durchmesser hat wie der Stoßboden (bei CIP ist das L2) länger als bei der 308, die hat ca. 43 mm, die 7x64 hat ca. 55mm.

Möglicherweise ist bei Deinen beiden M66S die Federspannung ungleich, also vorne am Magazinkasten abweichend gegenüber hinten, so dass das Ding "einseitig absackt"?

Beim Repetieren ist auch etwas Gefühl gefragt, vor allem das Einrepetieren darf mit Gefühl gemacht werden, nicht ruckartig nach vorne reinrammen. Ich empfehle Trockenübungen mit dem Mantis X, damit bekommt man insgesamt nen Zugang zum 2. und 3. Schuss

Prüf das doch mal und berichte uns.
 
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Vielen Dank für die Antworten.
Die Waffe in .308 ist von Otto Repa. Ich habe sie aus zweiter Hand aber ich gehe davon aus, dass werksseitig alles in Ordnung war.
Ich werde mal darauf achten, dass ich die kurzen .308 Patronen eher nach vorne im Magazinkasten schiebe.
Wie du schon schreibst verschleißen die Alupufferpatronen sehr schnell. Bei meiner 7x64 gibt es scharfe Kanten in der M66s, die die Pufferpatronen beim Repetieren stark verkratzen. Daher habe ich es bei der .308 gar nicht erst versucht.

Das Mantis X System kannte ich gar nicht. Das werde ich mir mal ansehen.
 
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Bei egon gibt's einen Wechsellauf, offensichtlich 66, nicht "S" in 9,3x64.

Ich hab eine "S" mit Läufen 6,5x68 und 8x68S.

Ist der Einbau machbar, empfehlenswert, eher nicht?


Gruß

HWL
 
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Ist der Einbau machbar, empfehlenswert, eher nicht?
Der Einbau ist machbar. Ab zu OR, der soll die Rückstoßplatte abdrehen (<100€) und gut ist.
Wenn der Lauf tatsächlich neu ist, dann ist das ein Schnäppchen.

Du solltest nochmal den Verschluß nachmessen, ob der max. 13,1mm hat, dann wird auch die 9,3x64 noch sicher ausgezogen.
 
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Bei egon gibt's einen Wechsellauf, offensichtlich 66, nicht "S" in 9,3x64.

Ich hab eine "S" mit Läufen 6,5x68 und 8x68S.

Ist der Einbau machbar, empfehlenswert, eher nicht?

Wenn ich das richtig sehe, ist das ein Lauf mit dem starken Profil. Für 6,5x68 und 8x68 wurde normalerweise das schlanke Laufprofil verwendet. Wenn Du einen dicken Lauf in eine Büchse einlegen willst, die für den schlanken Lauf eingerichtet ist, dann muss der Schaft nachgearbeitet werden. Legt man dann einen dünnen Lauf ein, ist zwischen Lauf und Schaft ein deutlicher hässlicher Spalt. Sprich: Du brauchst einen zusätzlichen Schaft, wenns schön werden soll.
 
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Wenn ich das richtig sehe, ist das ein Lauf mit dem starken Profil. Für 6,5x68 und 8x68 wurde normalerweise das schlanke Laufprofil verwendet. Wenn Du einen dicken Lauf in eine Büchse einlegen willst, die für den schlanken Lauf eingerichtet ist, dann muss der Schaft nachgearbeitet werden. Legt man dann einen dünnen Lauf ein, ist zwischen Lauf und Schaft ein deutlicher hässlicher Spalt. Sprich: Du brauchst einen zusätzlichen Schaft, wenns schön werden soll.

Sehe ich auch so, ich habe mal spaßeshalber in meine 375 den 300er Schaft eingelegt und „es sieht nicht aus“.
 
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Danke für die Beratung!

Ich werde jetzt erst mal messen, wie stark meine vorhandenen Läufe sind.

Die werden an der Mündung gemessen?

Verschluss nachmessen nach # 6792 ist der Stoßbodendurchmesser?


Gruß

HWL
 

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