Maximal ethische Schussentfernung auf Wild?

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3 Jan 2006
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Bei uns darf Munition nur in Originalverpackungen gewerblich in den Verkehr gebracht
werden. Bulk pack ist ein Fachbegriff aus der Verpackungsindustrie, der fĂŒr Munition relativ selten zum Einsatz kommt. HĂ€ufiger schon die Kopf-, Fußlagensortierung.
Vulgo werden diese aber als SchĂŒttpackung bei Gewehrpatronen bezeichnet.
Identisch dazu ist z.B. eine 25er Box mit Schrotpatronen, die aber nicht als SchĂŒttpackung gesehen wird. Bekannt ist ein Dose mit 300 StĂŒck .22lr als echte lose SchĂŒttung.
Und du meinst, wenn die Patronen lose in einer 50er Packung liegen, ist das keine Originalverpackung?
 
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16 Dez 2000
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  • Ich schieße meine Waffen immer auf GEE ein. Drilling hat Haupt-Kugel-Kal. .30R Blaser und Einstecklauf .22 Hornet. Repetierer hat .308 Win.
  • Auf beiden Waffen habe ich ein Zeiss V8 2,8-20x56 und stelle es bei Beginn des Ansitzes auf ca. 6-fach und schalte den Leuchtpunkt ein. Der LP schaltet sich aus, wenn ich die Waffen hinstelle oder hinlege. Wenn ich das Wild im ZF habe, versuche ich Richtung grĂ¶ĂŸte VergrĂ¶ĂŸerung einzustellen, um mein Ansprechen mir dem Fernglas abzusichern.
  • Ich habe immer einen Entfernungsmesser dabei und messe im fremden Revier mehrere markante Punkte bei Beginn des Ansitzes. Erscheint Wild, versuche ich vor dem Schuß noch eine Messung.
  • Wild in Bewegung bis Trott schieße ich nur bis ca. 60m.
  • Ich ziele nur auf quer stehendes Wild aufs Blatt, weil fehlerhafte SchĂŒsse das Ziel noch tötlich treffen und es die grĂ¶ĂŸte Ausbeute an Wildbret ergibt.
  • Ich schiesse bis ca. 200m, bei der Hornet bis ca. 130m. Bis zu diesen Entfernungen brauche ich ĂŒber die Flugkurve nicht nachdenken. Das Geschoss muss in kĂŒrzester Zeit auf das Wild treffen, weil das Wild irgend wann weiterziehen wird.
  • Ich schieße nur, wenn ich mich auf dem Sitz förmlich einklemme und meine Atembewegung und den Puls nicht im ZF erkenne.
  • Bei starkem (Seiten-)Wind schieße ich nur auf kurze Entfernung - ca.80m.
  • Bei starken Regen schiesse ich nicht.
 
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15 Mrz 2005
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16 Jan 2003
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Wenn es dir wirklich nur um den Winddrift geht, sollten auch 150 Meter diesbzgl (!) kein relevantes Problem sein.
kommt auf die ZielgrĂ¶ĂŸe an, denn auf 150m verblĂ€st ein Wind mit 20 km/h das 9,7g-Geschoss einer 308 mit V°870 m/s um 5cm
Weil Du dann nass wirst oder warum? Meine ich ernst, ich verstehe nicht, warum Du bei starkem Regen grundsĂ€tzlich (!) nicht schießt.
Starker Regen ist wie starker Nebel oder starker Schneefall. Also wie stark ist stark
S.H.
 
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11 Jan 2006
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Das Geco Plus, 11g, BC 0.274, v0 810 verweht es bei 150m - allerdings 90° - bereits um mehr als 10cm. Ich halte den Wind eher fĂŒr eine leicht unterschĂ€tzte GrĂ¶ĂŸe.
Windlesen beherrschen JĂ€ger in Deutschland kaum. Auf den vorhandenen 100m JagdschießstĂ€nden mit WĂ€llen usw. gibt es praktisch keinen Windeinfluß.
Erfahrung kann man nur sammeln, wenn windige Bedingungen herrschen und man dies wiederholt beim gezielten Schießen berĂŒcksichtig. SportschĂŒtzen mit .22lr Gewehr benutzen z.B. Windfahnen.
 

Westwood

Moderator
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4 Apr 2016
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2.053
stimmt auch mal wieder.....auf jeden Fall habe ich bei SchĂŒttlosen (zum "auf dem Stand"verbraten ) jede Menge Aussreisser dabei .....dies wird allerdings noch potenziert wenn ein Muck-/Zuck-/Zitter-/ oder AngstschĂŒtze am ungefĂ€hrlichen Ende der Krachlatte , welche vom BĂŒma eingeschossen wurde , steht/ liegt / sitzt !
Neulich auf unserem Stand ein JungjĂ€ger mit niegelnagelneuer Mauserkombi aus dem Angebot von Big F .....Kunststoffschaft , extraleicht , in 3006 ....das Kerlchen keine 60 Kilo hat so viel Angst/Muck dass er es nach halbstĂŒndigem Zielen , nicht schafft, die Murmel auf 50m auch nur in die NĂ€he der 9 zu bringen.....😖......verschiesst auf Empfehlung seines PĂ€chters S&B , und erzĂ€hlt die sei ja gut , die Waffe auch .....!
Und er geht auf Jagd 😳😖......labert aber fleißig ĂŒber weite SchĂŒsse im Feld und des Nachts ..........
tztztztzzzzz 😕
GrĂŒĂŸe +WMH Olli

Bei der Beschreibung kann ich mir beinahe vorstellen auf welcher DJ der in deiner Ecke dies Jahr auftaucht :cautious:
Da gibt es immer eine Interessante DJ Richtung Kusel bei der jeder einfach aufm Streckenplatz auftauchen kann.

Ich hab mir ĂŒber die ThemenĂŒberschrift nochmal meine Gedanken gemacht.
FĂŒr mich ist die maximal vertretbare Entfernung auf Wild die, die ich auch regelmĂ€ĂŸig auf dem Stand trainieren kann.
Davon nehme ich fĂŒr mich pers. HegeabschĂŒsse aus da es (zumindest fĂŒr mich) dabei um die Vermeidung unnötigen Leides geht und ich in diesem Zuge auch meinen Frieden damit habe ein StĂŒck so krank zu bekommen das ein Hund eine Chance hat.
Das hört sich zwar vielleicht ein bisschen komisch an aber ich weiß nicht wie ich es treffender formulieren soll.
 
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16 Jan 2003
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32.686
Windlesen beherrschen JĂ€ger in Deutschland kaum. Auf den vorhandenen 100m JagdschießstĂ€nden mit WĂ€llen usw. gibt es praktisch keinen Windeinfluß.
Große Worte gelassen ausgesprochen.
Weil so viele JĂ€ger betreffend des Sinnspruchs "wenn der Wind jagt, soll der JĂ€ger nicht jagen", bei Wind zuhause bleiben, werden die schon deshalb kaum Erfahrungen sammeln. Außerdem fĂ€llt, im Gegensatz zu "WeitschĂŒssen", bei den ĂŒblichen 80m-SchĂŒssen vielleicht noch bei der 22 Magnum der Wind ins Gewicht

Erfahrung kann man nur sammeln, wenn windige Bedingungen herrschen und man dies wiederholt beim gezielten Schießen berĂŒcksichtig. SportschĂŒtzen mit .22lr Gewehr benutzen z.B. Windfahnen.
Geeenau - aber welche SportschĂŒtzen, vom Biathlon abgesehen, schießen denn "Freiluft".
Die KK-Patrone ist 3 mal langsamer als ne potente Jagdpatrone..
Windfahnen zeigen nur den Wind genau dort an wo sie stehen.
Jagdlich nur am Ansitzplatz "messbar", aber auf ganzer Flugbahn kaum oder gar nicht.
Allenfalls noch im freien flachen Feld.
Außerdem wirkt sich der Wind auch auf den JĂ€ger aus, der auf einem im Wind schwankenden Ansitz hockt. Je nach StĂ€rke kann das Absehen ĂŒber den ganzen Wildkörper streichen.
Den Biathleten beutelt es im Wind stehend auch ganz schön rum.
 
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3 Jan 2006
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An zwei Erlebnisse, die am Ende gut ausgegangen sind (aber mich bezĂŒglich Wind viel aufmerksamer gemacht haben) erinnere ich mich.
Gamsjagd, Der schwache Jahrling steht nach links oberhalb der Latschen vor einer Wand. Entfernung 200m.
Treffer volle Kanne weich! Das Gamserl mach eine kurze Flucht und kommt fast wieder an den Fleck des Ersttreffers - nur schaut er diesmal nach rechts.
Der zweite Schuss fĂ€llt und der Gams auch. Treffer tiefer TrĂ€ger. Beide male bin ich gut abgekommen, nur der Wind, der von meiner Position nicht fest zu stellen war, hat das KĂŒgerl jeweils um eine gute Handspanne mitgenommen.
Namibia. Ich durfte noch einen Springbock fĂŒr die KĂŒche erlegen. ein passendes StĂŒck findet sich bald. Es steht auch auf gute 200m. Der Schuss lĂ€ĂŸt den Staub vor dem StĂŒck aufstauben.
Richtig, der Wind. FĂŒr den zweiten Schuss hab ich dann an den Keulen angehalten und den Springbock mit einem guten Blattschuss erbeutet.
Unken, 250m Stand. Man hat vor den Scheiben den Sand wehen sehen und mußte gut in der 8 Anhalten um in der zehn zu landen.
 
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