Mehr Schrank am Hinterschaft mit Bordmitteln testen - Beretta 693 Sporter

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Folgendes Problem;

ich bezahle jede sauber geschossene Serie(Trap), aufgrund einer Vorschädigung, mit einer Schwellung am Unterkiefer. Da ich zeitweilig nur alle 4-6 Wochen die Möglichkeit hatte auf den Stand zu kommen,
hat mich das nicht allzusehr beeinträchtigt und es ging zwar langsam, aber stetig nach "oben".

Nach einem kräftigen Tritt in den Hintern und der Umstellung von Pivot auf Parallel, waren, quasi von jetzt auf gleich, einige 20+ Runden am olympischen Graben aus dem jagdlichen Anschlag drin.

Knoten geplatzt. Jetzt noch regelmäßigeres Training und die Kiste läuft, so meine Überlegung. Irrtum!

Nachdem ich die Gelegenheit hatte regelmäßig ein bis zwei Mal pro Woche ein paar Serien zu schießen, war es vorbei mit der Herrlichkeit. Offensichtlich hab ich mir aufgrund des regelmäßigen Schießens unbewusst ein paar Vermeidungsstrategien(dicke Backe) zugelegt.

1. langsames Einsetzen
2. Kopf zum Schaft
3. zuletzt, Kopf schräg über den Schaft

Beim Trap liess sich das Ganze in gewissem Rahmen kompensieren, da ich auch weite Tauben treffe(traf). Mit Skeet brauch ich gar nicht erst anfangen; bevor ich fertig bin, ist die Taube längst wech... Doubletten? Vergiss es.

Meine sonstige Technik/ Schießhaltung wird allgemein von Jagd und Sportschützen als sauber/ sehr gut beurteilt. Aber eben viel zu langsam. (Mein 80igjähriger Vater schlägt schneller an als Du... 🤣)
Dazu neuerdings die Probleme mit der Kopfhaltung.

Daraus resultiert die Überlegung, dem Hinterschaft etwas mehr Schrank zu verpassen.

Bevor ich einen Schäfter mit der Raspel auf meine geliebte Beretta loslasse, gibt es eine Möglichkeit, probehalber, mit Bordmitteln etwas mehr Schrank zu testen, ohne dabei die Passgenauigkeit Schaft - Basküle zu kompromittieren? Überlegung war, den Schaft zu lösen und einen Furnierstreifen o.ä. einseitig unterzulegen. Funzt das, oder sollte ich das lieber lassen? Geht mir um ein paar Serien zur Entscheidungsfindung.

Wen würdet ihr empfehlen um entsprechende Anpassungen letztlich durchführen zu lassen? Meine Vorstellung wäre ein zuverlässiger guter Handwerker, der mit Flintenkompetenz auch noch mal einen zweiten Blick auf die Problemstellung wirft, und auf dessen Werke man keine 2 Jahre warten muss. Idealerweise im Südwesten/ Süden der Republik. Notfalls fahr ich aber auch ein paar Kilometer.

Gruss und Weidmannsheil! Udo
 
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Die Schränkung ist aber was Anderes als Du machen willst. Du wills wohl die Seitenlage des Schaftes zur Laufseele verändern. Oder ??
 
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Nein. Geht mir nur um einen Test. Und die Frage ob das mit eigenen Mitteln möglich/ sinnvoll ist, ohne bleibende Schäden am Schaft zu verursachen.

Seitliche Auslenkung des Hinterschaftes zur Laufseele steht nicht zur Debatte. Geht mir um den Schrank, um mir nicht jedesmal den Kiefer zu verbeulen... ;)

und besser zu schießen.

Gruss und Weidmannsheil! Udo

edit: ergänzt
 
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Die Schränkung ist ja grob gesagt eine Drehung des Schaftes. Das wird nicht gehen ohne den Schaft zu ändern.
 
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Ich glaub, wir reden gerade ein bisschen aneinander vorbei. ;)
Bevor ich einen Schäfter mit der Raspel auf meine geliebte Beretta loslasse, gibt es eine Möglichkeit, probehalber, mit Bordmitteln etwas mehr Schrank zu testen, ohne dabei die Passgenauigkeit Schaft - Basküle zu kompromittieren? Überlegung war, den Schaft zu lösen und einen Furnierstreifen o.ä. einseitig unterzulegen. Funzt das, oder sollte ich das lieber lassen? Geht mir um ein paar Serien zur Entscheidungsfindung.
Das das einseitige Unterlegen zur Auslenkung führt, ist mir klar. Soll aber eben nur ein kurzfristiger Test sein, ob mehr Platz am Schaft hilft.

Falls ja, soll der Schäfter ran.

Bin mir nicht ganz sicher, meine aber, das Benelli einigen Modellen ne Art Keile beilegt, um die Schäfte auf die Bedürfnisse des Schützen einzustellen. Daher dachte ich mir, das die Methode evt. auch für einen Test geeignet wäre.

Hab nur Bedenken, das ich evt. am Schaft Schäden verursache, da Beretta solche, sicher nicht idealen Lösungen nicht vorsieht.

Gruss Udo
 
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Warum keine verstellbaren Schaftrücken einbauen lassen? Ist nicht wahnsinnig teuer....
 
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Wollte eine Waffe mit jagdlichem Äusseren. Daher hab ich mich gegen den verstellbaren Schaftrücken entschieden.

Gruss Udo
 
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Das mit dem unterlegen wird nicht funktionieren, da die Basküle ziemlich stramm sitzt und da kein Platz für seitliches verkippen ist. Die Benelli/ Beretta HA haben das System mit den Plättchen, allerdings sitzt da der Schaft nur hinten an der Basküle an einer planen Fläche, die man eben durch die Plättchen verändern kann. Bei der 693 sitzen die Basküle und die Schlösser tief im Schaft udn werden seitlich umschlossen.
 
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Ach ja, zu Deinem Anschlag und der Geschwindigkeit: Wenn Du Dir den Trap- Voranschlag angewöhnt hast, liegt es nicht unbedingt am Schaft, das Du zu langsam bist. Da hilft nur regelmäßiges (Trocken-) Training, um das Muskelgedächtnis wieder umzustellen.
"Trap macht schlapp" hat mal einer gesagt... ;-)
 
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@Model13, das hab ich befürchtet.
@awo425, stimmt. Die Waffe ist schon ein Kompromiss. Die Überlegung war halt eine für alles. Für die Stand Disziplinen machen Spezialwerkzeuge sicher den meisten Sinn.
 
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Die Waffe ist kein Kompromiss, nur der Schaft passt offensichtlich nicht für Dich perfekt, bzw.
müßte man (ein guter Schäfter) sich das eben mal anschauen und auch Deinen Anschlag. Aus der Ferne schwierig.
 
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Sportl. Voranschlag nutze ich eigentlich nur zur Fehlersuche. Sonst konsequent jagdlich. Auch auf dem großen Stand.
 
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Also besser gleich zum Schäfter. Wen würdet Ihr empfehlen? Südwesten/ Süden der Republik wär optimal.

Dank und Gruss. Udo
 
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