Militär- Erlebtes und Lustiges

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jmb - ich erinnere mich an eine solche Schaukelei: Im März 1960 mußten wir in der Biskaya, nachdem wir einen Kranz an der Untergangstelle der Bismarck dem Meer überantwortet hatten, dem Wirbelsturm "Cindy" ausweichen. War ein schönes Stück Arbeit. Als wir durch waren hörten wir einen SOS-Ruf eines französischen Kutters aus der Biskaya. Wir drehten also um. Ehrensache. So einen Scheißseegang habe ich niemals wieder erlebt. Ging aber gut. Wir haben einen Schwerverletzten geborgen und nach Brest gebracht. An Land durften wir nicht (Erinnerung der Franzosen an die Besatzungszeit bis 1945 und die deutschen U-Boote!). Wir drehten als wieder bei und dampften in Richtung Madeira ab. Aber die" Schaukelei" werde ich mein Lebtag nicht vergessen! Madeira war 'ne Wucht!:love:
 
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Nochmal etwas, vielleicht ein bißchen OT: Ich habe in den 50er und 60er Jahren oft die "Deutschen Kolonien" im Ausland kennengelernt. Das sind die Deutschen, die im Ausland leben und sich "tierisch" freuen, wenn "Besuch" aus Deutschland kommt. Wir, die wir mit deutschen Kriegsschiffen ab 1959 ins Ausland fuhren, haben immer wieder die Freude in den Augen der Deutschen, die im Ausland lebten, gesehen, wenn wir ankamen und "Bordfeste" durchführten. Sie waren begierig, endlich mal etwas aus Deutschland zu hören, was nicht durch zensierte Kanäle lief. Und sie fühlten sich wohl! Baummarder hätte seine Freude daran gehabt!:ROFLMAO: Klar, das dabei auch Beziehungen entstanden. Ich misse sie!
Einfach der Kontakt von Mensch zu Mensch. Leute - da geht euch das Herz auf. Bestimmt haben andere Waffengattungen auch ähnliches erlebt. Würde mich freuen, mal davon zu hören! oder zu lesen!
 
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Das sind die Deutschen, die im Ausland leben und sich "tierisch" freuen, wenn "Besuch" aus Deutschland kommt.
Ja, alte Tradition:
Die freuten sich damals im späteren "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren" und Polen auch, als "Besuch" aus Deutschland kam - sogar "auf Ketten".
Und später wunderten die sich, dass "der Spieß jetzt umgedreht wird" ...
SCNR


WaiHei
 
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Das kann ich Dir jetzt eigentlich gar nicht beantworten. Tradition hin oder her - ich kenne das aus der Geschichte - ich aber habe das, was ich geschrieben habe, wirklich erlebt. Da ist nichts an Falsch oder Heimtücke dran. An Rachsucht sowieso nicht! Ich bin eben ein einfältiger Tropf! Vergiß einfach meine schriftlichen Ergüsse und lebe Dein eigenes Leben! Tut mir leid, wenn ich Dich in Deinen Gefühlen oder geschichtsträchtigem Hintergrund belästigt oder beeinträchtigt habe! Das Gefühl, daß ich für meine Nation habe, kannst Du selbstverständlich nach eigenem Gusto in jedwede Richtung strecken - es wäre mir zwar nicht egal, aber ändern kann und will ich es nicht. Ich wünsche Dir einen angenehmen Abend.
 
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Das Gefühl, daß ich für meine Nation habe, kannst Du selbstverständlich nach eigenem Gusto in jedwede Richtung strecken - es wäre mir zwar nicht egal, aber ändern kann und will ich es nicht.
Das komische ist doch, dass die meisten es ganz toll finden, dass Deutsche im Ausland ihre "Traditionen" hochhalten, tun Ausländer, die in D leben dasselbe, dann ist das plötzlich ganz schlimm und "die sollen doch 'zu Hause' bleiben, wenn sie es da so toll finden!"


WaiHei
 
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Das komische ist doch, dass die meisten es ganz toll finden, dass Deutsche im Ausland ihre "Traditionen" hochhalten, tun Ausländer, die in D leben dasselbe, dann ist das plötzlich ganz schlimm und "die sollen doch 'zu Hause' bleiben, wenn sie es da so toll finden!"


WaiHei
der unterschied liegt darin das deutsche im ausland gewöhnlich nicht von sozialhilfe leben?
 
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Das komische ist doch, dass die meisten es ganz toll finden, dass Deutsche im Ausland ihre "Traditionen" hochhalten, tun Ausländer, die in D leben dasselbe, dann ist das plötzlich ganz schlimm und "die sollen doch 'zu Hause' bleiben, wenn sie es da so toll finden!"


WaiHei
Also ich finde es immer peinlich, wenn quasi-deutsche (also zumeist bayrische) Tradition im Ausland präsentiert wird. Auf das Fischbrötchen-Festival in New Brunswick warte ich schon länger...ich war mal als Teilnehmer auf der Steuben-Parade in New York, wo quasi jede Randgruppe alle fünf Tage eine Parade abhält. Ein Passant fasste es gut hörbar zusammen, als ich vom Bordstein aus fotografierte: "creepy German parade". Die deutschen Teilnehmer waren lustigerweise dezent (Bundeswehr, Shanty-Chor und so), die Karnevalswagen, die SEHR aufdringlich waren und auch die "bayerischen" Teilnehmer waren allesamt AMERIKANER, wenn auch in der dritten bis fünften Generation deutscher Provenienz.
 

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