Militär- Erlebtes und Lustiges

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Dann mal zurück zum Thema:


Witzig wieviele „Oh Shit 😳“-Momente es im Zusammenhang mit den Werfern gibt.

 
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Guten Morgen,

ich habe noch ein paar Weltkriegsveteranen erlebt, Afrikakämpfer, Panzersoldaten, Artilleristen, sogar einen U-Boot-Fahrer und einen, der kurz auf der Tirpitz war.
Allen gemeinsam war, dass sie kaum bis gar nicht davon berichtet haben und wenn, dann nur das, "was man erzählen kann", sprich, das, was zum jeweiligen Zeitpunkt sozialverträglich war.

Vor ein paar Jahren hab ich in Colleville sur mère am Omaha Beach gestanden und auch den dortigen Friedhof besucht.

Beim Blick über Strand und Meer sowie erst recht über knapp 10.000 weiße Kreuze und Davidssterne wird es dir anders.

Fazit: Krieg ist Schei.., immer.

Die Frage ist halt nur, ob eine Welt mit homo sapens sapiens ohne Krieg überhaupt möglich ist, und, ob eine bewaffnete Intervention der Guten nicht ggf. das kleinere Übel ist, wenn es gilt, das Böse in seine Schranken zu verweisen.

Und schon sind wir bei der nächsten Frage:

Wer bestimmt, was gut und was böse ist?

Mit dem Blick auf unsere derzeitigen, über hunderte, ja tausende Jahre erarbeiteten und mit viel Blut teuer bezahlten Werte von Menschlichkeit und Freiheit scheint die Antwort klar, aber ist sie das wirklich?

Wie kann es sein, dass es immer noch menschliche Wesen gibt, die nicht so denken, denen unsere Begriffe von Freiheit und Menschlichkeit nicht nur nichts sagen, sondern nichts wert sind, sie ablehnen oder sie sogar aktiv bekämpfen?

Ich habe da keine nachvollziehbare Erklärung für.
Aber selbst das ist nur aus meinem beschränkten Horizont heraus so.
 
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Wir als Jäger wissen, was es bedeutet ein Stück Wild zu erlegen. Wie unermesslich schwerer muss es da sein, einen Menschen zu töten?!

Sicherlich gab es Befehle, Notwehr, etc. Trotzdem musste jeder, der geschossen hat, im Nachhinein damit fertig werden. Dazu dann noch die Folgen des Krieges wie Vertreibung, fehlender Ernährer/Vater/Mann, Enteignungen, Zwangsarbeiten und noch eines mehr.

Da ist es egal, welche Uniform jemand anhatte oder ob er auf der richtigen oder der falsche Seite stand. Der Sieger bestimmt die Geschichte, demnach war Deutschland auf der falschen Seite. Und ja, mir ist bewusst, das ALLE Seiten auch Kriegsverbrechen begangen haben.

Wir können wirklich von Glück reden dass die meisten von uns Kriege nicht selbst erlebt haben. Von den Erzählungen von Freunden und Bekannten, die in Mali, Afghanistan, Somalia, Femdenlegion usw. waren sowie deren Verhaltensänderungen kann ich mir in etwa ausmalen, wie belastend (physisch und psychisch) Kampfhandlungen sein müssen. Heroisch daran ist leider nichts...

Ich lebe in einem Dorf an der Grenze zu Frankreich. Hüben wie drüben kam es immer wieder zum Wechsel F/D mit allem verbundenen Schei.ße. Ich habe Achtung vor jenen, die trotzdem miteinander sprechen, kann aber auch verstehen warum manche verhärtete Fronten aufbauen. Aber durch Fronten wurden noch keine Gräben überwunden.
 
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Von richtig oder gerecht war diesbezüglich nicht die Rede, nur in Bezug auf die jeweiligen einzelnen Personen!!



Genau das ist heute in der BW ja offiziell verboten (gehorchen ohne zu denken) bzw. seit 1949 ist klar, dass das als Ausrede nicht mehr zulässig ist.
Das Problem ist nur, dass man im WK II. für Befehlsverweigerung erschossen wurde. Das macht schon einen Unterschied zur heutigen Situation.
 
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An zurück zum Thema hab ich auch gedacht, also soll es so sein.

StUffz Beuterheinländer mit seiner PzKP in Putlos zum Schießen.
Es ist Ende November, das Wetter eher bescheiden.
Ständig pfeift der Wind, meistens vom Wasser her, aber immer heftig.

Wir sind auf der Infanteriegefechtsbahn, links schießt das MG scharf an uns vorbei, wir bekämpfen die Scheiben im Vorgehen, die letzten stehen an bzw. auf einem Wall.
Der Wind fegt nun richtig über den Wall, ich schieße und treffe nix mehr, immer zu tief?
Ist der Wind so stark, dass er die Murmeln runterdrückt?
Nein, natürlich nicht, die Scheiben sind nur deutlich weiter weg, als gedacht;
ein beherzter Griff an die Dioptertrommel schafft Abhilfe, 400m-Einstellung hilft. Mittlerweile ist es auch ziemlich dunkel, SigPi wird geschossen, doch der Wind treibt die Schirme weit ins Hinterland.
Zuletzt schießen wir sie fast waagerecht in den Wind, doch außer einem fast abgebrannten Leitungsturm, auf dessen Dach einer der Leuchtschirme landet, erreichen wir nix.

Übungsende.

Völlig durchnässt geht es zu Fuß zurück ins Lager, für die Dienstgrade steht noch weiteres Programm auf dem Plan, Uffz-Abend.

Irgendwann war es mein Part, bei so eine Art vorgezogenes Krippenspiel mitzuwirken, ich war das kleine Jesuskind.
Leider lag ich nicht in einer Krippe im warmen Morgenland, sondern auf dem sehr zugigen Boden des Lehrsaales.

Zeitsprung

Der nächste Morgen, StUffz Beuterheinländer hat Scheibenkommando
und Rücken, aber wie.
Ich habe eine Viertelstunde gebraucht, um mich von der liegenden in die sitzende Stellung aufzurichten.
Danach zwei Stunden auf einem ungefederten Anhänger über den Acker gekracht, besser wurde der Rücken davon nicht.

Ergebnis war, dass ich in der Folge nicht als Ausbilder auf dem Hobel mitgefahren bin, sondern von vier Kameraden in den Tonner mit Standheizung getragen wurde und dort den gesamten Tag verbracht habe, bis nachmittags um 1700 ein Arzt kam, mir eine krampflösende Spritze und mit Cajennepfeffer gepimpte ABC-Pflaster verpasste, was mich wieder beweglich machte.

An einem anderen Abend lernte ich dann dort den norddeutschen Grünkohl nebst Zubehör kennen, satt.

Koche ich heute -bis auf den Zucker über die Bratkartoffeln- nach, nach einem Rezept von Sabine Kaack. (y)


Waidmannsheil


Beuterheinländer
 
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Das Tragen eines Baumabschnitts ist Teil der Aufnahmeprüfung beim Kommando Spezialkräfte, daher ist wohl auch das Foto, es geht selbstredend permanent bergauf.

Der Ausbilder sagt, wann er aufzunehmen und, wann er abzulegen ist. Er darf, meine ich, ein oder zwei Mal zwischendrin den Boden berühren, dann ist für beide Feierabend (Baum und Aspirant). Da gibt es diverse Dokus zu, sehr zu empfehlen.
 
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