Mit Stil zur Jagd

Anzeige
Registriert
4 Jun 2019
Beiträge
711
Absolut der unterhaltsamste Thread seit Monaten!!!:ROFLMAO::LOL:
Weiter,weiter...
Satire,Ironie,Nostalgie...und knallharte Realität...alles da für Justus den HalaliWolpertinger, Alois den Schlammbespritzten, KarlAugust den betweedeten Herrenjäger und Kevin den urbancamofloirten Survivalisten und Hubertus Maria vom schlagend-besoffenen Studiker"Orden zum unverbrochenen Wundbett"

Männer/innen und Mode geht doch!

WuH at its best!!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
2 Jul 2019
Beiträge
1.022
Ich möchte unterstellen, dass die große Mehrheit der hier Postenden a) nicht in der Lage ist ein Plastron zu binden weil sie b) nur die "grüne" Jagd zu Fuß betreiben und sie c) die Jagd mit der Meute im "roten Rock" nicht ansatzweise beherrschen.

Jagdlich betrachtet also "a basket of deplorables".

Oder um des mit SEEED zu sagen: "Wahrscheinlich sind die einfach nich' zum Reiten geboren! ..."
Also ich finde, ein grünes oder auch dunkelrotes Plastron, alternativ Seidenschal durchaus angemessen. Und soo schwer ist das Binden ja nicht. Mein Großvater hat das mit mir einige Male geübt und dann war das kein Problem mehr.

Was ich immer lustig finde, das sind diese Neulinge, die in Tweed zur Jagd kommen und man weiß ganz genau, dass sie einen Kredit aufnehmen mussten, um die Flinte zu kaufen. Kann man leicht erkennen, die Lederflecken an den Ellenbögen sind nicht von Hand nach einigem Tragen des Sakkos aufgenäht, sondern mit Maschine gleich ab Werk.

Übrigens, skogman - unsere piqueure und die houndsmen jagen mit der Meute, wir reiten hinter den Hunden....... Hat was mit der Aufgabenverteilung zu tun.
 
Registriert
17 Jul 2008
Beiträge
4.393
Falls es Euch beruhigt, man kann Tweed auch schmutzig machen. Das geht.

Im Übrigen, das mit dem Aufbrechen geschieht doch a) am besten daheim, b) kann man vorher was ausziehen und c) gab es da früher mal den Brauch nicht mal das Hemd hochzukrempeln und danach zu zeigen, dass es keinen Spritzer an der Manschette hatte. Auch das geht.

Dieser Anspruch wurde selbst von dem, dem er zugesprochen wird, nie erhoben - im Gegenteil! Ein Augenzeuge berichtete mir einmal, dass der besagte Jäger selbstverständlich beim Aufbrechen eines Stückes Rotwild die Ärmel nicht aufgekrempelt habe - und ebenso selbstverständlich habe er sich die Manschetten ebenso versaut, wie dies jedem passiert, der so zu Werke geht - zumal damals das Öfnnen des Brustkorbes ebenfalls nicht üblich war.
Sehr wohl habe er sich nach der Aktion und vor dem Schüsseltreiben jedoch ein neues Hemd angezogen - soviel zum Thema Stil.
 
Registriert
21 Jan 2002
Beiträge
65.142
Kann man leicht erkennen, die Lederflecken an den Ellenbögen sind nicht von Hand nach einigem Tragen des Sakkos aufgenäht,
Tweedsakkos mit Lederflicken und Lederknöpfen sind eine stilistische Entgleisung die jedem Landlord die Schamesröte ins Gesicht steigen lässt und nur bei Sakkos zu sehen sind, die nicht in England gefertigt wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
2 Jul 2019
Beiträge
1.022
Tweedsakkos mit Lederflicken und Lederknöpfen sind eine stilistische Entgleisung die jedem Landlord die Schamesröte ins Gesicht steigen lässt und nur bei Sakkos zu sehen sind, die nicht in England gefertigt wurden.
Ich finde, du übertreibst!
Unseren Leuten ist es eine Ehre, wenn sie Weihnachten unterm Baum eines meiner Sakkos finden, das sie auftragen dürfen. Da kommen dann nach einigen Jahren des Tragens selbstverständlich Lederflecken auf die Ellenbögen. Das gute Tuch ist doch zu schade zum wegwerfen, nur weil die Ärmel durch sind.

Im Übrigen rate ich zur Vorsicht. Falls du mal Franzosen oder Belgier zur Jagd bittest - da sind Lederflecken durchaus üblich, schon aus Gründen der politischen Abgrenzung gegen das Empire. Ausserdem, handgewebtes Tuch aus den Pyrenäen braucht den Vergleich mit nordschottischer Ware sicher nicht zu scheuen. Allerdings wirst du dann Probleme mit der Weiterverarbeitung bekommen, mein Schneider weigert sich zum Beispiel, französischen Tweed zu nähen.
Macht aber nix, ich habe eine Alternative in Mailand gefunden.
 
Registriert
27 Sep 2006
Beiträge
25.037
Sehr nett, aber: Bin ich der einzige, der ab und an mal eine 50-100 KG Sau aus den Brombeeren ziehen muss? Und dann aufbrechen, dann die Sau, die vorher in der Suhle war, in die Kühlung hängen...dann alles sauber machen...mit einem 300€ Tweed?

Also ich nehme zum Saubermachen einen Feudel und kein Tweed, der saugt so schlecht auf. Aber vielleicht sollte ich das mal mit so einem Billigtweed wie Du ihn nutzt probieren?
 
Registriert
16 Mrz 2008
Beiträge
6.781
Besonders gerne habe ich meine alten Jagdmützen und -hüte an das einfache Landvolk verteilt. Wenn ich dann einen Pirschritt über meine Latifundien mache, können diese dann untertänigst den Hut ziehen ...
 
Registriert
2 Jul 2019
Beiträge
1.022
Dieser Anspruch wurde selbst von dem, dem er zugesprochen wird, nie erhoben - im Gegenteil! Ein Augenzeuge berichtete mir einmal, dass der besagte Jäger selbstverständlich beim Aufbrechen eines Stückes Rotwild die Ärmel nicht aufgekrempelt habe - und ebenso selbstverständlich habe er sich die Manschetten ebenso versaut, wie dies jedem passiert, der so zu Werke geht - zumal damals das Öfnnen des Brustkorbes ebenfalls nicht üblich war.
Sehr wohl habe er sich nach der Aktion und vor dem Schüsseltreiben jedoch ein neues Hemd angezogen - soviel zum Thema Stil.
Aufbrechen können sollte man schon. Dann klappt das auch im weißen Hemd, wobei ich niemanden kenne, der im weißen Hemd zur Jagd kommt. Ausser den ggf. herbeizitierten Rettungssanitätern und die haben ja nichts mit dem Wild zu tun.

Aber was will man erwarten, es soll ja Jäger geben, die nicht mal den Schlund finden geschweige denn, ihn verknoten können.
Letztendlich kommt es ja auf den Treffersitz an - saubere Kammerschüsse schweißen in den Brustraum und da man bekanntlich als erstes den Drosselschnitt macht, schweißen sie sauber aus, bevor man weiter aufbricht. Vorausgesetzt, man legt sie richtig.

Wild mit Waidwundschüssen geht sowieso unaufgebrochen zu den Hunden oder. falls da der Vorrat reicht, ebenso unaufgebrochen ans Gesinde. Die brauchen die Därme und den Schweiß ja für die Winterwurst.
 
Registriert
2 Jul 2019
Beiträge
1.022
Besonders gerne habe ich meine alten Jagdmützen und -hüte an das einfache Landvolk verteilt. Wenn ich dann einen Pirschritt über meine Latifundien mache, können diese dann untertänigst den Hut ziehen ...
:rolleyes:
Bei mir undenkbar!
Die hätten viel zu viel Angst, sich eine Kugel von dem komischen Nachbarn zu fangen, der sich immer beschwert, weil wir seine paar Fasananremisen mitnehmen....
 
Registriert
22 Sep 2015
Beiträge
454
Also ich nehme zum Saubermachen einen Feudel und kein Tweed, der saugt so schlecht auf. Aber vielleicht sollte ich das mal mit so einem Billigtweed wie Du ihn nutzt probieren?
Erwischt...ich habe von Tweed keine Ahnung und habe auch keinen. Gefällt mir, aber zur Jagd würde ihn nie verwenden. Trotzdem laufe ich auch nicht wie ein Penner oder ein SEK durch den Wald.
Und in unserer Wildkammer benutze ich Schrubber und Gummiabzieher.😉
Wie verträgt denn so ein 1000€ (?)Tweed das Brombeergebüsch?
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
25 Dez 2018
Beiträge
7.682
Ich jage gern Füchse. Sobald der erste Schnee da ist vermehrt, erleichtert die weiße Pracht doch ungemein.

Und so kommt es denn, dass eine meiner Haupt-Jagdhosen jene ist, die für den winterlichen Ansitz sich als besonders praktikabel erwiesen hat.
Im Carinthia-Ansitzmantel gibts nix Besseres als eine schnöde Jogginghose. :devilish: :evil:

Freilich, man könnte Carinthia gewisse Versäumnisse vorwerfen, es kann ja wohl nicht angehen, dass man nur als gemeine Lodenmade optisch in Erscheinung tritt. Der Tweed-Ansitzmantel ist absolut überfällig.
Nach erfolgreicher Transformation von optischem Loden-Michelinmännchen hin zur Tweed-Made dürfte aber dann hoffentlich auch den kritischsten Betrachtern (die komischerweise eh noch nie den Weg dahin gefunden haben wo ich jage) ein klein wenig Genüge getan worden sein.

Schauen wir mal wann Carinthia das Modell "British Foxing" ins Programm nimmt.
 
Registriert
2 Jul 2019
Beiträge
1.022
Wir sind ja hier unter uns, da darf man sagen:
Also richtig gut ist ein Ansitzmantel aus schottischem Tweed mit einem Futter aus Winterwolf.
Die Idee, die Lunten so einzunähen, dass man mit ihnen den Mantel innen über den Knien beim Sitzen sichern kann, fand ich brilliant.
 
Registriert
21 Jan 2002
Beiträge
65.142
Wie verträgt denn so ein 1000€ (?)Tweed das Brombeergebüsch?

Ein traditioneller Tweed, wie ihn der Lord in kalten, zugigen Landhäusern vorallem im Winter mit Weste zu tragen pflegt hat die Konsistenz einer Teppichmatte.
Der verträgt auch Brombeerhecken.
Was heutzutage dem Plebs so angeboten wird ist eher für beheizte Räumlichkeiten gedacht und für den amerikanischen Literaturprofessor, oder den City Banker am Wochenende.
 
Registriert
31 Mrz 2009
Beiträge
8.396
Da ich gerne mit Lederhosen und Barbour-Tweedjacke zur Jagd gehe: wenn die Klamotten dreckig werden, dann hätten sie halt keine Jagdklamotten werden sollen...

Ansonsten ein paar Links:
guten Tweed habe ich hier gekauft: https://harristweedhebrides.myshopify.com/
Strümpfe: https://www.webury.com/shooting/shooting-stockings-garters?cat=333
irgendwann gibt´s auch eine Jacke von Cordings: https://www.cordings.co.uk/menswear/field-clothing/field-coats
und für @Schlumpschütz : https://www.lockhatters.com/collections/men-hats/products/tweed-deerstalker-hat
 
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
108
Zurzeit aktive Gäste
422
Besucher gesamt
530
Oben