Mit Stil zur Jagd

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Na endlich. Das hat gedauert....
Voriges Jahr in der Tür zur Bank. Ich hielt offen für eine nachfolgende " Dame" und bekam zu hören: " glauben sie ich könne die Tür nicht selber öffnen" Als ich daraufhin ganz gentlemanaunmässig die Tür einfach los liess war ein wildes Gezeter als sie mit der Nase voraus in das Türblatt reinlief.
 
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Voriges Jahr in der Tür zur Bank. Ich hielt offen für eine nachfolgende " Dame" und bekam zu hören: " glauben sie ich könne die Tür nicht selber öffnen" Als ich daraufhin ganz gentlemanaunmässig die Tür einfach los liess war ein wildes Gezeter als sie mit der Nase voraus in das Türblatt reinlief.
DAS kann ich wieder mal toppen:

Ich war zwischen Studium und Festanstellung eine kurze Zeit als Freiberufler unterwegs. Just zu dieser Zeit schlug im Forstamt eine Refrendarin auf, der ich vorgestellt wurde und mit der ich arbeiten sollte. Dabei kam es zu der einen oder anderen "Irritation"

Vor dem Betreten des Chef Büros - Nach Ihnen - gesagt
- Sie möchten mich wohl auch noch von hinten sehen -

Nach der Besprechung die Jacke angereicht
- Was fällt Ihnen ein, lassen Sie sofort meine Jacke los

Schwergängige Tür zur Maschinenhalle aufgemacht
- Sie glauben wohl, ich sei als Frau zu dämlich, eine Tür aufzumachen -

Als sie bei mir im Auto mitfahren sollte, die Beifahrertür aufgemacht
- Was soll das Machogehabe? -
Das nahm sie dann auch noch zum Anlass, sich beim Chef über mich zu beschweren, sie fühle sich von mir sexuell belästigt.

Damit reichte es mir, ich lehnte die weitere Zusammenarbeit ab.

Am 23.12. abends beschoß sie einen Rothirsch, der nicht sofort zur Strecke kam und von mir am 24.12. nachgesucht wurde. Der Hirsch bekam von mir gegen 15:00 den Fangschuß und blieb mehrere Kilometer vom nächsten PKW - fahrbaren Weg entfernt in stark hängigem Gelände liegen.
Als sie neben mir am Stück stand, habe ich mich rumgedreht, gesagt - Den Rest möchte Frau ja sicher auch wieder alleine machen - und bin weg gegangen.
 
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DAS kann ich wieder mal toppen:

Ich war zwischen Studium und Festanstellung eine kurze Zeit als Freiberufler unterwegs. Just zu dieser Zeit schlug im Forstamt eine Refrendarin auf, der ich vorgestellt wurde und mit der ich arbeiten sollte. Dabei kam es zu der einen oder anderen "Irritation"

Vor dem Betreten des Chef Büros - Nach Ihnen - gesagt
- Sie möchten mich wohl auch noch von hinten sehen -

Nach der Besprechung die Jacke angereicht
- Was fällt Ihnen ein, lassen Sie sofort meine Jacke los

Schwergängige Tür zur Maschinenhalle aufgemacht
- Sie glauben wohl, ich sei als Frau zu dämlich, eine Tür aufzumachen -

Als sie bei mir im Auto mitfahren sollte, die Beifahrertür aufgemacht
- Was soll das Machogehabe? -
Das nahm sie dann auch noch zum Anlass, sich beim Chef über mich zu beschweren, sie fühle sich von mir sexuell belästigt.

Damit reichte es mir, ich lehnte die weitere Zusammenarbeit ab.

Am 23.12. abends beschoß sie einen Rothirsch, der nicht sofort zur Strecke kam und von mir am 24.12. nachgesucht wurde. Der Hirsch bekam von mir gegen 15:00 den Fangschuß und blieb mehrere Kilometer vom nächsten PKW - fahrbaren Weg entfernt in stark hängigem Gelände liegen.
Als sie neben mir am Stück stand, habe ich mich rumgedreht, gesagt - Den Rest möchte Frau ja sicher auch wieder alleine machen - und bin weg gegangen.

Well done - Old Pudlich (y)

So hat die Gutste dann mal das soziale Prinzip "Ursache und Wirkung" in nicht durch Gentleman-Verhalten oder Kameradschaft abgepufferter Konsequenz kennengelernt und man sollte ihr noch viele weitere derartige Erlebnisse wünschen.

Dissoziales Verhalten macht auf die Dauer sehr einsam....

feminisminanutshell.jpg
 
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Mit Stil ZUR JAGD VON BLASIUS MARX mit Erlaubnis der Autors ins Forum kopiert.

Ein gesellschaftlicher Anlass bietet die Gelegenheit, mit Muße und Vorfreude die passende Garderobe herauszusuchen. Hier können lieb-
gewonnene Stücke aufgetragen oder eine neue Anschaffung getätigt werden. Ein besonderer Rahmen erfordert eine stilvolle Bekleidung und
das Gefühl, passend angezogen zu sein. Das gilt auch für die Jagdbekleidung. Was für den einen der Wiener Opernball ist, oder die Festspiele in
Bayreuth und Salzburg, ist für den anderen die Einladung zu einer Gesellschaftsjagd. Wie in allen Lebenslagen ist auch bei der Jagd die
richtige Vorbereitung die Voraussetzung für Glück, Freude und Erfolg. Um den perfekten Tag zu gestalten, muss alles passen. Dann können
wir uns selbstbewusst der Jagd widmen, den Tag genießen und erfolgreich sein!


Bei der Jagdbekleidung erleben wir derzeit einen Mix aus dem Stil der britischen Inseln und der Alpenregion. Für den wahren Kenner und Genießer wird ein
Jagdtag erst in einem dreiteiligen Tweed-Anzug oder Kostüm so richtig perfekt.

Das Jagdsakko hat dabei besondere jagdliche Ausstattungsmerkmale. So ermöglichen die Bewegungsfalten im Rücken im Bedarfsfall, mit der Flinte in Anschlag zu gehen, ohne den Bewegungsablauf zu behindern; der Jäger fühlt sich trotz guter Passform nicht beengt. Das Innenleben verfügt über viele Taschen und ist idealerweise mit einer sogenannten Vogel- oder Hasentasche ausgestattet, in die sich kleine Beutetiere verstauen lassen. Die Weste war schon immer wichtiger Bestandteil der gehobenen Garderobe und ist darüber hinaus äußerst praktisch, um diverse Utensilien wie Munition, Messer, Telefon, Taschenlampe, Uhr etc. unterzubringen. Die Blasebalgtaschen falten sich horizontal auf, um ausreichend Munition aufzunehmen. Die Öffnung dieser Taschen ist sehr großzügig geschnitten, um ein schnelles Hineingreifen und damit ein rasches Nachladen der Waffe zu ermöglichen. Die Weste kann im Schulterbereich mit einem Polster versehen werden. Dadurch wird der Rückschlag, den das Gewehr beim Schuss erzeugt, gemildert und blaue Flecken vermieden.

Der Rock, die Hose oder Knickerbocker hat tiefe Taschen, so wird der Tascheninhalt beim Ansitzen oder beim Pirschen auch in schwierigem Gelände sicher bewahrt. Um beim Pirschen nichts zu verlieren, werden die Taschen mit Patten und Knöpfen gesichert. Besonders aufwändig gearbeitete Teile zeichnen sich dadurch aus, dass Polster, Patten und Knöpfe sich farblich absetzen, hier gern auch in warmen Kontrastfarben.

Abgerundet wird der Look mit Hut oder Mütze und bei Bedarf mit abgestimmtem Lodenmantel. Denn zum echten Hingucker wird das Kostüm oder der
Anzug, wenn die Mütze oder der Holmes im gleichen Stoff gearbeitet ist. Jahreszeitabhängig werden Tücher in Tweed, Loden, Wollflanell, Baumwollgabardi-
ne, Leinen und Leder verarbeitet. Diese Materialien sind von Natur aus geräuscharm ‒ die Jägerin und der Jäger müssen im Wald sehr leise unterwegs sein.

Um den perfekten Tragekomfort zu erreichen, werden das Kostüm oder der Anzug von einem Schneider handgenäht. Für ein Jagdsakko benötigt ein er-
fahrener Schneider 70 Arbeitsstunden. Für einen Rock, eine Hose oder Weste 25 bis 30. Das Vermessen des Kunden verlangt vom Schneider viel Erfahrung,
Können und Geschick. Der Zuschnitt aller Teile aus Oberstoff, dem Futter und der Einlagen erfolgt von Hand. Das ist sehr zeitaufwändig, aber wesentlich
und für einen Connaisseur unerlässlich. Die verschiedenen Einlagen aus Canvas, Rosshaar, Kamelhaar oder ähnlichen Naturmaterialien werden von Hand
mit dem Oberstoff unsichtbar vernäht. Pikieren nennen es die Schneider. Diese Einlagen aus Ross- und Kamelhaar sorgen für ausgezeichneten Wärme- und
Feuchtigkeitsaustausch, was einen Hitzestau vermeidet. Das Wohlbefinden ist garantiert. Ob ein Schulterteil pikiert ist oder nicht, ist der entscheidende Quali-
tätsunterschied. So darf die Jagdbekleidung mit Stil gern so wertvoll sein wie ein Alltagsoutfit.

Besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang der neapolitanische Schneider Cesare Attolini mit seinen Söhnen Massimiliano und Giu-
seppe. Die Schneiderarbeit aus dem Hause Attolini hebt sich hervor durch ihre spezielle und einzigartige Linienführung. Feine, aber wichtige Details füh-
ren zu Alleinstellungsmerkmalen und sorgen für die Wiedererkennung. So wird die Leistenbrusttasche beim Sakko bewusst geschwungen ausgearbeitet und
ähnelt einem Bootsrumpf. Attolini nennt das „tasca barccetta“. Auch die Schulter ist sehr auffällig von Hand Stich für Stich genäht. Diese gewollte Unru-
he ist deutlich zu sehen. Attolini nennt es die reiche Hemdenschulter, „spalla camicia arriccio“. Derlei ausgezeichnete Jagdbekleidung führen zum Beispiel
Michael Jondral in Hannover, Conrad Hasselbach in Hamburg, Dschulnigg in Salzburg sowie Tesan in Schwabach, Jesper Ploug in Stuttgart und auch Nie-
dersüß und Knize in Wien.

Jagdbekleidung mit Stil ist auffällig unauffällig – hochwertig, schön und funktionell zugleich.
Dieser Stil kommt einem jagdlichen Dresscode gleich und gehört zum guten Ton. Jeanshosen oder Bekleidung aus Plastikfasern oder mit Camouflagemuster passt nicht zur Jagd mit Stil.
Oder haben Sie schon einmal einen Ferrari mit
Winterreifen gesehen?

Eigentlich ist hierzu bereits vor über hundert Jahren alles gesagt - wer mag, kann das in Kraut & Lot vom alten Löns nachlesen...
Technisch mag sich inzwischen einiges verbessert haben - einen "Schlitz" benötigt die moderne Jagdhose sicher nicht mehr zum Ableiten der "Ausdünstungen" - aber ansonsten ist da immer noch viel Wahrheit drin.

Und mit leichtem Schaudern denke ich schon jetzt an die ganzen aufgestylten "Karierten" (die möchte-gerne-englischen-Lords in ihren Fasanjäger Kostümen die sich im nasskalten Brandenburger Herbstwald den zarten Gesäßmuskel abfrieren) oder die bunten Gockel mit blitzsauberer Lochschaft-Plastik-Ratschen in ihrer grellen Funktions (ab besten noch Pseudo-Nachsuchenführer) Kleidung an den Streckenplätzen ... werde diesem Volk in der für mich am Wochenende beginnenden DJ-Nachsuchesaison die nächsten drei Monate lang vermutlich wieder kaum ausweichen können...

:rolleyes:

https://www.projekt-gutenberg.org/loens/krautlot/chap22.html
 
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@mogelmaus
Das nennt man Erziehung, nicht Stil.

... eben, eine Lady wird vorausgesetzt. Trifft ja auch nicht auf jede Frau zu ...
Er lebt in Schweden, da ticken die Uhren mittlerweile recht merkwürdig...
Hier gibt's keine Damen mehr, nur noch Frauen.
Wenn das noch etwas dauert übernehmen hier die Frauen den Part dir die Tür aufzuhalten, allerdings befürchte ich, daß das hier auf dem Land völlig unbekannte Höflichkeiten sind, da es an Erziehung in diesem Sinn erheblich mangelt.
 
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Ob Erziehung oder Stil?
Ja, es ist die Kinderstube, die bei vielen das Fundament legt. Nicht alle schaffen es, mehr raus zu holen.
Die verirrten weiblichen Gefühle muss man(n) einfach mit Gelassenheit hinnehmen ...
 
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Zumindest habe ich, wenn ich darauf achte anderen nicht die Tür vor die Stirn zu knallen mittlerweile das Gefühl der einzige zu sein. So gesehen scheint Stil Mangelware...
Nicht nur auf der Jagd.
 
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@mogelmaus
Das nennt man Erziehung, nicht Stil.


Er lebt in Schweden, da ticken die Uhren mittlerweile recht merkwürdig...
Hier gibt's keine Damen mehr, nur noch Frauen.
Wenn das noch etwas dauert übernehmen hier die Frauen den Part dir die Tür aufzuhalten, allerdings befürchte ich, daß das hier auf dem Land völlig unbekannte Höflichkeiten sind, da es an Erziehung in diesem Sinn erheblich mangelt.
Aber die Genderidiotie von DE haben wir " noch" nicht. Wird hoffentlich auch nicht kommen. Das stilloseste, das ich jeden Tag sehen muss und mich wahnsinnig ärgert, sind Alle, die mit Mützen aller Art sogar in einem Gasthof beim essen sitzen. Ich meine nicht die Hüte der Bauern im Gasthof beim Kartenspielen. Das ist ländliche Tradition.
 
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Die deutsche Sprache ist etwas Tolles!

Kinderstube: Der Raum, in dem Unordnung herrschen darf, damit man Ordnung lernen kann
Erziehen: Das Gegenteil von ziehen ist drücken. Erziehen oder Erdrücken, das ist die Frage?
Tradition, aus dem lat. tradere = etwas übergeben, weitergeben, Was man weitergeben möchte, muß man sich zunächst mal selber zu eigen machen. Weiter geben tut man nur, was für einen selbst wertvoll/sinnvoll ist

Wer also in der guten Kinderstube gelernt hat, wie man sein Umfeld und sich selbst werterhaltend ordnet und
auf Grund seiner Erziehung weiß, dass diese Ordnung sinnvoll und somit etwas Positives und nicht etwa Druck ist und
wer die Tradition nach ihrem weit über die jeweils aktuelle Situation hinaus Wertvolles betrachtet, der
entwickelt irgendwann seinen ganz persönlichen Stil. Den er in jeder Situation pflegt. Das Gegenteil wäre Kostümierung.
Und wenn der wirklich seiner Person, seinem Wesen entspricht, ist es völlig egal, wie er im Ergebnis aussieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich gebe zu, dass mir die Bekleidung anderer ziemlich egal ist.
Auf einem Schüsseltreiben habe ich mal jemanden beobachtet, der
sich permanent über die Bekleidung anderer aufgeregt hat.

Essen konnte er aber scheinbar nur, wenn eine Hand den Kopf stützt und
die Löffel führende Hand brauchte ebenso Ellenbogenunterstützung vom
Tisch.

Als Kind konnte ich es nicht verstehen wenn es einen Anschiß für solche
manieren gab. Heute wird mir förmlich schlecht wenn ich so jemanden "fressen"
sehe.
 
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ich hab noch gelernt für alte Mitmenschen aufzustehn im Bus und meinen Sitzplatz anzubieten. Das ist scheinbar auch nicht mehr modern.
Die Schulkinder sind alle sitzen geblieben, ein ca 30 jähriger Inder ist aufgestanden und hat der alten Dame seinen Platz angeboten. Das fand ich irgendwie beschämend.
 
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28 Mrz 2020
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ich hab noch gelernt für alte Mitmenschen aufzustehn im Bus und meinen Sitzplatz anzubieten. Das ist scheinbar auch nicht mehr modern.
Die Schulkinder sind alle sitzen geblieben, ein ca 30 jähriger Inder ist aufgestanden und hat der alten Dame seinen Platz angeboten. Das fand ich irgendwie beschämend.
Dazu müsste man erst mal das Handy aus der Hand legen und etwas um sich herum mitbekommen. Ich bin Kampfsport-Trainer für Kinder ab 3. Ich behaupte, dass die heutige Erziehung bei den meisten weit von dem abweicht, was ich noch erfahren durfte, und ich bin erst 36. Ich habe ein Kind im Kurs, das ist fast 4 und macht nur worauf es Lust hat. Ansagen werden ignoriert. Die Mutter hat mir gesagt, dass sie die Betreuer in der Kita so weit hat, dass sie sie sogar füttern... Das hätte es bei mir damals nicht gegeben :)
 
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