Mit welchem Veranstalter nach Ungarn?

Anzeige
Mitglied seit
10 Jan 2016
Beiträge
22
Gefällt mir
0
#1
Liebes Forum,

nachdem ich letztes Jahr mit der Fa. Kahle in Polen zur Bockjagd war würde ich dieses Jahr gerne Ungarn erkunden. Kahle bietet jedoch leider das Land nicht an... Würde mich sehr freuen wenn es jemanden gibt der einen seriösen Veranstalter vermitteln kann.

Waidmannsheil

Mavic
 
Mitglied seit
16 Nov 2014
Beiträge
14.024
Gefällt mir
10.477
#2
Frag mal bei tommy-lee, der war dort mehrfach erfolgreich und kann dir sicher was empfehlen, wenn es um starke Trophäen geht.
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
6.567
Gefällt mir
5.642
#3
Ohne persönliche Empfehlung würde ich da nicht hinfahren, nachdem ich drei Mal abgezockt wurde. Schon interessant: Kahle ist ja m. E. eine seriöse Firma. Warum bieten die Ungarn nicht an?
 
Mitglied seit
17 Jul 2012
Beiträge
27
Gefällt mir
6
#4
Ungarn ist in meinen Augen ein Land mit relativ vielen Betrügern unter den Jagdveranstaltern und es hat einen Grund warum viele das nicht anbieten oder nur in Vertragsrevieren bzw Ihren eigenen Revieren:

1. sind die meisten Angebote nur so gespickt mit versteckten Kosten (Bearbeitungsgebühr, Jagdschein, Einzelzimmerzuschlag und Gipfel der Abzocke: 1€/km für Revierfahrten)

2. Jagden werden doppelt und dreifach verkauft.

3. Es werden oft Jagden verkauft, obwohl die Erfolgsaussichten relativ schlecht sind, aber bei 1€/km lohnt es sich ja trotzdem....

4. "Erste und einzge Drückjagd der Saison" Warum dann die ganzen Fussabdürcke im Schnee, samt Aufbruch, Schweiß, Hülsen....
 
Mitglied seit
10 Jan 2016
Beiträge
22
Gefällt mir
0
#5
Ich denke da wird es doch wohl wieder Kahle werden...
Ich war eben auf der Seite von K und K, die bieten zwei Reviere in Deutschland an. Da wäre die Anreise kürzer. War einer von Euch schonmal da oder hat Erfahrungen mit dem Anbieter?

Danke für die informativen Antworten.
 
Mitglied seit
22 Jun 2016
Beiträge
233
Gefällt mir
80
#6
Das obengeschriebene kann ich so gar nicht unterstreichen,

Ich fahre seit 25 Jahren regelmäßig nach Ungarn zur Jagd.
Abzocke, Betrügereien....wie oben geschrieben habe ich noch nicht erlebt.

Es gibt natürlich überall schwarze Schafe, welche es mit der Wahrheit usw. nicht ganz so genau sehen. Dies gibt es aber überall. Ich hatte auch schon negative Erfahrunge mit renomierten Veranstaltern in verschiedenen anderen Ländern gehabt. Aber das sind Jagdreisen, da läuft nunmal nicht alles so durchorgansiert wie bei Neckemann.

Gerade in Ungarn habe ich z.B. noch nie so korrekte Abrechnungen/Abwicklungen erfahren, wie in diversen Staatsrevieren.
Dass die Preislisten dort etwas umfangreicher sind, so what-dass weiß ich vor der Reise.
Dass Revierkilometer anfallen, so what- ich kann ja mit dem eigenen 4x4 ins Revier oder laufen.

Leider gibt es bzgl. der Jagd in Ungarn momentan einen Trend, und da bin ich ein wenig bei den o.g.Kritiken, dass viele Jagdmöglichkeiten von Revieren oder ungar,Vermittlern angeboten werden, die im Endeffekt auf Dauer nicht erfolgreich sein können. Durch die hohen Wildbestände fällt jährlich ein großer Wildschaden an, dieser muss eben irgendwie bezahlt werden. Dadurch gehen viele Jagdgenossenchafften oder ortsansässige Vermittler "auf den Markt" und versuchen über günstige Preise zahlungskräftige Kunden heranzulocken. Leider sind viele dieser Möglichkeiten nicht geeignet um nachhaltigen oder langfristigen Jagdtourismus durchzuführen.

Es liegt eben an einem selber ob man die günstigsten oder "seltsamsten" Angebote annimmt oder in TOP Revieren vom Staat oder guten Privatrevieren jagd. Buchen sollte man seine Ungarnjagd bei einem hier ansässigen Vermittler. Dieser hat ja per se schon kein Interesse daran seine Kunden in leere oder ungeeignete Reviere zu schicken. So hat man auch nach der Jagd einen Ansprechpartner vor Ort um evtl. anfallende Unklarheiten zu regeln.

Dass einige Vermittler ( wie oben genannt ) zwar Polen aber nicht Ungarn im Programm haben, liegt einfach daran, dass in Polen mehr Geld gemacht werden kann. Die Provisionen in Ungarn sind recht überschaubar und lohnen sich für viele nicht. In Polen kann man jedoch "Sondervereinbarungen","Exclusivverträge" und sonstigen Filz machen, dadurch lohnen sich diese Reviere mehr - aber im Endeffekt zahlt dies ja eh der Kunde....

Alles in allem ist Ungarn, für mich, ein tolles Jagdland wo ich immer wieder gerne hinfahre und mich wohlfühle.
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
6.567
Gefällt mir
5.642
#7
Ungarn ist in meinen Augen ein Land mit relativ vielen Betrügern unter den Jagdveranstaltern und es hat einen Grund warum viele das nicht anbieten oder nur in Vertragsrevieren bzw Ihren eigenen Revieren:

1. sind die meisten Angebote nur so gespickt mit versteckten Kosten (Bearbeitungsgebühr, Jagdschein, Einzelzimmerzuschlag und Gipfel der Abzocke: 1€/km für Revierfahrten)
Richtig! Wir bekamen eine extra Rundreise durch den Landkreis, weil die Straße angeblich gesperrt war

2
. Jagden werden doppelt und dreifach verkauft.
Ein Revier macht angeblich im Jahr zwei große Drückjagden, die erste war von der Strecke her so, dass der Forstbetrieb gesagt hat, eine zweite lohnt sich nicht. Soweit so gut, das Nachbarrevier nahm uns dafür auf. Dort wurde die Strecke durch mit der Erlegung von schweren Bachen durch die ungar. Durchgeher aufgewertet, gleichzeitig mit Strafe. Angeblich wurden die Sauen von uns erlegt. Nur da hatten sie Pech: Wir hatten das schnell raus, denn ein Veterinär war mit dabei und ich habe auch etwas dazu beitragen. Eine 80kg Sau geht mit einem Halsschuss keine 250 Meter.

3. Es werden oft Jagden verkauft, obwohl die Erfolgsaussichten relativ schlecht sind, aber bei 1€/km lohnt es sich ja trotzdem....
Kutschenpirsch hatten wir gebucht, kam Wild in Anblick, wurde es sofort flüchtig. Der Kutscher erklärte mir, dass er jede Woche ein paar Mal fährt und die meisten Gäste schon von der Kutsche runter schießen. Die Stunde kostete ich denke so 25-28 Euro, der Kutscher bekam 3 Euro davon. Noch Fragen?


4. "Erste und einzge Drückjagd der Saison" Warum dann die ganzen Fussabdürcke im Schnee, samt Aufbruch, Schweiß, Hülsen....
Auch das hatten wir.

Die Pirsch erfolgte in einem Kleingatter von 30 ha. Mein Jagdfreund merkte das zuerst nicht mal. Schlafende Keiler im Straßengaben usw.
Hab dort auch nachgesucht. Die Dickungen waren übersät von alten Schweißfährten, Wundbetten.

Ein Jagdfreund war heuer mit seinem jungen Vorstehhund dort zum Einarbeiten. Das Revier war fast niederwildfrei, aber die Tagespauschale hat man gerne genommen.

Von Tommy-lee weiß ich, dass es Ausnahmen gibt, aber die muss man erst finden.
 
Mitglied seit
8 Mrz 2008
Beiträge
61
Gefällt mir
5
#8
Hallo
War mit Sepp Stessl von Erlebnisjagd.info in Ungarn.
Hat alles Super geklappt und ich kenne auch Sepp persönlich,
Kann ihn nur entpfehlen.
Wmh
 
Mitglied seit
30 Dez 2004
Beiträge
17.430
Gefällt mir
317
#10
michel mirth ist eine gute adresse. extrem fair und sehr gute preise.

ist forstunternehmer und hat jetzt auch eine jagdreisevermittlung angemeldet, erfahrung mit ungarnjagd hat er genügend.
 
Mitglied seit
10 Jan 2016
Beiträge
22
Gefällt mir
0
#11
Schonmal vielen Dank. Die vielen negativen Erfahrungen trüben schon etwas das Bild Gast in Ungarn zu werden....
 
Mitglied seit
14 Feb 2006
Beiträge
6.567
Gefällt mir
5.642
#12
Selbstverständlich könnte man theoretisch auch mit dem eigenen Allrad-PKW fahren. Aber das macht man nur einmal. Meist sind es alte Militärfahrzeuge und wo die hinfahren, dass lässt man doch schnell sein. Ohne Referenzen würde ich da nicht hinfahren. Und es sind ja auch ein paar gute dabei.
 
Mitglied seit
9 Mai 2016
Beiträge
1.086
Gefällt mir
1.500
#13
Liebes Forum,

nachdem ich letztes Jahr mit der Fa. Kahle in Polen zur Bockjagd war würde ich dieses Jahr gerne Ungarn erkunden. Kahle bietet jedoch leider das Land nicht an... Würde mich sehr freuen wenn es jemanden gibt der einen seriösen Veranstalter vermitteln kann.

Waidmannsheil

Mavic
Was in Ungarn schwebt Dir vor? Ich habe ein Jahr in Ungarn gelebt und gearbeitet und viel gejagt. Seitdem fahre ich öfters hin und bin noch nie beschissen worden! Ungarn hat unendlich viele jagdliche Möglichkeiten. Immer mit dem Igel in der Tasche oder dem Zwiebellederportemonaie kalkulieren ist aber schlecht. You get what you pay for! Also, was hast Du vor, ich helfe Dir gerne, auch per PN. Und lass' Dir Ungarn nicht schlechtreden. Es ist schlicht "das" Jagdland und immer wieder eine Reise wert!
 
Mitglied seit
22 Jun 2016
Beiträge
233
Gefällt mir
80
#14
Selbstverständlich könnte man theoretisch auch mit dem eigenen Allrad-PKW fahren. Aber das macht man nur einmal. Meist sind es alte Militärfahrzeuge und wo die hinfahren, dass lässt man doch schnell sein.
ja, vor 15-20 Jahren fuhr man in Ungarn mit dem alten Militärfahrzeug. Heute jedoch sieht man moderne asiatische oder europäische Pick-Ups oder 4x4.
 
Mitglied seit
16 Nov 2008
Beiträge
108
Gefällt mir
1
#15
Ich war 7 mal in Ungarn zur Jagd. Ich konnte mich nie beschweren.
Der Wildbestand war immer gut bis sehr gut.
Wir würden immer fair und korrekt behandelt.

Gebucht hatte ich einmal über Sevako und den Rest bei Frau Nemeth (früher bei Forst.hu angestellt nun mit GoHunting selbstständig)

Mit den Revierkilometern ist es allerdings wirklich so eine Sache. Da kommt schon was zusammen. Wir legen immer alle Kilometer der Gruppe zusammen und teilen dann durch die Jagdteilnehmer. Das ist fair und es wird dann nicht mehr als 200€ für jeden einzelnen.
Soviel sollte man allerdings kalkulieren.

Gruß eland
 
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige
Oben