Möglichst leicht und warm zugleich, geht das?

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Ja ok, da hatte ich deinen Beitrag etwas überspitzt verstanden.

Ich hab bis in die tieferen Minusgrade in der Regel eine leicht gefütterte Deerhunter Hose, einen normalen grünen Wollpulli, Merino Unterwäsche und normale Stiefel an und nutze dann halt dabei den Ansitzsack mit nem Taschenofen. (Ne Jacke hab ich bis zum Sitz auch dabei aber die zieh ich in der Regel auch aus)
So hab ich bisher auch jede Sau oder ähnliches aus dem Gestrüpp gezogen und hab Bewegungsfreiheit.

Für kurze Ansitze bei denen ich den Ansitzsack nicht mitschleppen will erhöhe ich die Zahl der Lagen, zieh meine Usselige Fuchsweste an in der mich nieeeemals jemand sehen darf und hab noch einen Mardermuff dabei.
Kein Problem, dient ja zur Klärung des Themas.
Da ja die These mit Ski- Kleidung auf den Ansitz zur Sprache kam, wollte ich vor allem auf eine gewisse "Widerstandsfähigkeit" der Außenhaut hinweisen. Ich besitze eine sehr leichte und gleichzeitig sehr warme Daunenjacke, aber ich bin mit ihr (im Garten) an einem Kletterrosenzweig hängengeblieben und hatte da schon einen ordentlichen Riss im Material. Mit so einer Jacke auch nur 10 Meter in die Dickung, und man kann sie wegwerfen.
 
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Carinthia produziert Jacken und Hosen aus dünnem Loden mit innen Daunen drin. Sehr warm und ziemlich leicht. Die Hose hat an beiden Beinen außen von oben bis unten je einen Reißverschluss sodass man die Hose auch in den Rucksack stecken kann und sie erst auf dem Hochsitz drüberziehen kann, sodass man beim Angehen nicht nassschwitzt.

alternativ kannst Du auch von Allerwelts Outdoor Anbietern eine Daunen Hose und Daunen Jacke kaufen und unter Deine normale Jagdbekleidungs Oberlage (Windschutzscheibe) drunterziehen. Diese Hosen sollte es auch mit RV an der Seite geben.

Beim Angehen des Hochsitzes Jacke aufmachen, halt das Übliche.
Zur Info
Carinthia produziert keine Loden Daunen Kombi mehr.
Es wir jetzt nur mehr mit G-Loft gefüllt.
 
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Im Handel gibts die noch mit Daune, Lodenparka und Lodenhose, aber bei Carinthia auf der hp ist in der Tat nichts zu finden
 
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Im Handel gibts die noch mit Daune, Lodenparka und Lodenhose, aber bei Carinthia auf der hp ist in der Tat nichts zu finden
Diese Info hab ich in deren Shop bekommen letztes Jahr. Angeblich wurden nur für 1-2 Kunden noch welche produziert und das war’s. Hab in www geschaut bei einigen Händlern die es auf der HP haben steht aber nicht verfügbar dabei ……
Also wird schon stimmen.
Ist mit den Schlafsäcken das gleiche.

Fahre nächsten Monat wieder mal vorbei dann frage ich nochmal nach wie das jetzt genau ist.

Alpine Daunenjacken … sieht man auf deren Homepage schon lange nur mehr im sale Bereich (Restposten)
 
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Ich habe mir die vor 3 Jahren gekauft und finde die super, Parka und Hose In Lodendaune, plus Kapuze. Ein Ansitzsack ist sicher warm, aber mE ungeeignet für Leitern/offene Sitze, und darin fühle ich mich eingewickelt und nicht handlungsfähig. Gerade für kalte DJ ist es gut, Schuhe und Hose ne Nummer wärmer zu haben, dann kann man sich am Rumpf etwas leichter anziehen und schießt besser.
 
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Für die jetzige Jahreszeit nutze ich das einfache Meraklon Strickgewebe.
Wenn es Winter wird, habe ich die Arctic (Polypropylen Netz mit Merinowolle drüber Langarm).

Die ist mir aber im Winter eigentlich auch zu warm - stickich. Da muß es schon unter minus 10 Grad sein.
Ansonsten nutze ich daher die uralte, erste Arctic mit vielen Löchern im Merino... Modell "Landstreicher" . ist mir aber ziemlich schnurzpiepe, wie ich aussehe...
Ist das Zeug besser als Woolpower?

Mit der Angabe
„Material:Super Thermo“
kann ich nichts anfangen. Was ist das denn?
Über Aufklärung würde ich mich freuen!
WMH
 
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Die alte Bezeichnung bei Brynje war Meraklon, weil es eine abgewandelte, flauschige Polypropylenfaser ist. Meines Erachtens weit überlegen jedem Woll- oder MIsch- oder eng gestricktem Gewebe, alles, was ich in der Richtung - und was hochgepriesen war - ausprobiert habe, fand ich eklig, Feuchtigkeit aufnehmend UND haltend, am Körper.
Aber das ist Glaubenssache hier im Forum...
Da ich mehr oder weniger täglich steile Hänge raufkraxele, ist es tägliche Erfahrung...
Dieses lockere MAschengewebe, in das die feinen Härchen der Super Thermo Faser hineinragen, haben einen doppelten Effekt:
1) Die aufsteigenden Wolken von Körperschweiß gehen fast ungehindert durch und nach außen - oder in die nächste Schicht über - die Haut ist TROCKEN - oder gleich wieder trocken.
2) In Ruhe halten die in die Netzmaschen ragenden Fäserchen die Körperwärme, das Gewebe hält (ohne Wind - der pustet durch) schön warm.......

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Ausprobieren geht über Studieren...
Mancher mag den Preis von um die 30 EUR scheuen, ABER das Zeug hält wirklich fast ewig, wenn man es schnell per Hand durchwäscht. Alle 10-16 Tage gewaschen riecht es überhaupt nicht....
 
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Herzlichen Dank für die ausführliche Erläuterung!
Ich werd‘s einfach mal probieren.
Meine bisherige Erfahrung mit kunststoffunterwäsche ist, dass sie im Gegensatz zu den Wool-Power-Sachen verschwitzt bestialisch stinkt, während die Wollsachen wirklich mehrfach durchschwitzt/benutzt werden können, ohne zu stinken.
 
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Polypropylen stinkt nicht ganz so wie die Unterwäsche aus Polyester.
Woolpower ist eine warme Unterwäsche, das Netzhemd von Brynje sorgt ausschließlich für einen zügigen Schweißtransport von der Haut weg. Darüber kommt dann die warme Schicht.
Wenn ich weiß, daß ich weit laufen muss und man ordentlich schwitzt kommt die reine Plastikwäsche drunter. Die wird schneller als Wolle trocken.
Wenn ich nicht weit zur Kanzel habe kann man sich das Ding sparen und lieber zwei Schichten Unterwäsche die wärmt.
Auch wenn man dann etwas schwitzt, die Wolle puffert die Feuchtigkeit und bleibt warm und trocknet auch, wenn auch nicht so schnell.
 
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Also ich kombiniere meine Kleidungsstücke nach Bedarf und versuche wenig Kunstfasern zu nutzen.
Drunter trage ich immer die Brynje Arctic Double, die find ich einfach Klasse.
Darüber dann die Ansitzhose und dieses Jahr neu, die Uller von unserem @ElCaracho.
Wenn es richtig kalt ist kommt der Ansitzmantel von Carinthia zum Einsatz.
Bei dem habe ich mir Gurte einnähen lassen, sodass ich ihn wie einen Rucksack tragen kann.
In dem Ansitzmantel darf man aber nicht zu viel auftragen, da sonst die Wärmeleistung nachlässt.
 
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Jungjäger ohne winter-jagdliches Daueransitz-Kompetenzsyndrom hat folgende- Kältekompetenz:
Nord-Sibirien, Winter, Dezember bis Februar
Erfahrungsspektrum: -10 - -41°, aber in der Spitze auch -46°+ Wind... Kinners, das war richtig scheisse kalt

Zugegeben: trockene Winter in Sibirien sind nicht zu vergleichen mit der (unerträglichen) Winter-Härte, die man hier erleben kann... -35° in Surgut sind m.E. deutlich erträglicher als -21° in Moskau oder -10° in Berlin

Aber wir wollten ja über Kleidung reden... und das wird kein Veggie-Day -))
Und die bereits genannten Kunststofffasern sind ja auch kein Grrrreeeeeen-Day...

Meiner Erfahrung nach geht nichts über Naturfasern...
Daune gehört dazu, aber auch Kaschmir und Pelz... Das ist die heilige Dreifaltigkeit gegen Kälte.

Wie gesagt, die besten cold-killer sind:
Daune: Feuchtigkeit, Empfindlichkeit der Träger/Packmaterialien
Kaschmir: ich spreche nicht von der billigen C&A 'Sale'-Ware, sondern von dem richtig guten Zeug, darum ist das Minus der Preis, das Beste, dass ich bisher fand, war ein 5gg mit eingenähtem Innenfutter als Windschutz von enem kleinen, privaten hersteller.. leider teuer, leider Obacht beim Waschen... und empfindlich... und Motten lieben es
Pelz: Raschelt nicht, ist heutzutage günstig gebraucht verfügbar (mit Improvisation), aber halt 'comme il faut'... ich übernehme keine Verantwortung für das Tragen solcher Produkte

Die genannte Dreifaltigkeit kann kommerziell niemals anstinken gegen den ganzen 'Funktionskram', denn wenn nur annähernd vergleichbar, dann ist es viel teurer.... und die Pflege ist niemals so simpel wie die der anderen Produkte.

Nicht missverstehen:
Highend-Produkte sind weder billiger noch schlechter, sie sind anders.
Aber m.E. wird die Kombi von warm&leise der 3 genannten Materialien (gerade auch in Kombination) nicht übertroffen... und ich rede auch nur von guten Produkten

Herzlich
 
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Zugegeben: trockene Winter in Sibirien sind nicht zu vergleichen mit der (unerträglichen) Winter-Härte, die man hier erleben kann... -35° in Surgut sind m.E. deutlich erträglicher als -21° in Moskau oder -10° in Berlin
Ja, ist wirklich absolut nicht zu vergleichen. (y)
Ich bin bei einer der kältesten Ecken des Landes zuhause. Ehe dieser "Wetter-Showmaster" seinen Funtensee aus dem Hut gezaubert hat war bei uns oft der jährliche Minus-Rekord.

In einem "normalen" Winter mit Schnee sind auch immer wieder "halb" sibirische Verhältnisse drin. Die sind mir lieber als das Wischi-Waschi in den Wintern wo wieder alle vom Beweis für den Klimawandel reden.

Wenn der Schnee ordentlich liegt und die Feuchtigkeit aus der Luft nimmt sind -20° weniger schlimm als -10° in schneeloser "Regenzeit-Region". Sonnige Tage und klirrende Nächte in verschneiter Landschaft, da kommt bei mir Fuchs-Fieber. :sneaky: Entsprechend viel sitze ich dann auch.

Nur wenns richtig zapfig wird pack ich dafür meine Fuchspelz Uschanka aus. Sonst ist sie mir oft schlicht zu warm.
Leider muss man für die Pelzklamotten ordentlich Geld in die Hand nehmen, selbst wenn man die Felle dafür selber schießt.
Eine umgearbeitete alte Pelzjacke (hast Du ja auch angedeutet) hab ich auch als improvisiertes Innenfutter für eine selbstgeschneiderte Lodenjacke. In dem Pelz ist mein Vater schon in Winternächten draußen gehockt. Leider war er einen Kopf kleiner als ich und so blieb nur der "Umbau" auf ein improvisiertes Innenfutter oder das Entsorgen.

Es haut schon hin - mit geduldiger Schneiderin - sowas umzuarbeiten. Die sollte man aber an der Hand haben. Wennst damit "normal" zum Kürschner gehst wirds bestimmt teuer.
Der Schwachpunkt, so genial Pelz auch ist, bleiben dann für den jagdlichen Ansitz die Füße. Deswegen bin ich auch zum Ansitz-Mantel von Carinthia gewechselt. Genau diesen Schwachpunkt hat man damit dann nicht mehr.;)

Woolpower unten, drüber eine Schicht Fleece oder eine dünne Primaloft (ich hab eine von Patagonia), das langt für die paar Meter zum Ansitz. Dann in den Ansitzmantel. Und on top die Mütze von der Verwandtschaft, von denen die dann hoffentlich kommen. :giggle:
 
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Langes Unterhemd, drüber ein beliebiges Hemd, eine Woolpower 400 oder 600 Jacke und wenn es richtig kalt wird habe ich die LIG Jacke von Carinthia drüber die sowieso fast immer im Rucksack ist.
Hallo Cast,
würdest Du sagen die LIG ist ausreichend geräuscharm um sie im Ansitzmantel an der 40m Sauenkirrung einzusetzen? Sehr hellhöriges, windgeschützes Terrain...
 
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Im Sack stört die nicht, der dicke Ansitzsack mit Loden und Faserpelz dämpft jegliches Geräusch auf Null.
Auch sonst ist die nicht besonders laut.
 
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Die kalte Jahreszeit rückt immer näher und wie der Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.
Die Wege zu den/unseren Kanzeln sind teilweise lang oder beschwerlich. Zu dick bzw. schwer angezogen, dazu noch Büchse und Rucksach auf dem Rücken kommt man ins schwitzen. Zu leicht bekleidet fängts nach einer Weile ruhig sitzend an zu frösteln...
Von unten angefangen trage ich Kälteschutzstiefel von Fox, die gefütterte Winter-Hose von Leo Köhler, oben dann diverse Fleece Westen und den guten alten BW-Parka... Darunter meist lange Ski-Thermounterwäsche.
Dazu gelegentlich Heitzsohlen und eine Heitzweste.
Alles umständlich, unbeweglich und sackschwer!

Versuchsweise bin ich dann mal in voller Ski-Montur auf den Ansitz (Skiunterwäsche, Ski-Latzhose und Skijacke).
Ich war absolut begeistert!
Die Klamotten sind im Vergleich Ultra-Leicht und selbst ohne Heitzweste hätte ich die ganze Nacht durchsitzen können!
Einziger Nachteil: zu laut und vieleicht auch etwas zu bunt 😄

Jetz meine Frage:
Gibts sowas auch in ,,jagdlich,,?
Alternativen?
Wie gesagt, möglichst leicht und trotzden den minusgraden gewachsen.

Gruß. Zupfi

Was hast du denn als Skibekleidung getragen? Ich würde es in meiner Skibekleidung keine 2 Stunden auf dem Ansitz aushalten?!
 
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