NABU kriegt Angst vorm Wolf

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#31
Denn eins ist meines Erachtens schon klar, im Gegensatz zu den Naturschutzverbänden, zu den Forstbehörden und insbesondere zur Politik war die Jägerschaft eine der Gruppierungen die nicht bedingungslos „Hurra“ gebrüllt haben als der Wolf in Deutschland wieder heimisch (gemacht) worden ist.
Das wird niemanden die Bohne interessieren, wenn die Wölfe im Jagdrecht sind, Schaden anrichten und man die Jäger dafür verantwortlich machen kann, dass sie die Wölfe nicht komplett unter Kontrolle haben.

Wer das nicht glaubt, kann sich auf einschlägigen Seiten damit vertraut machen, dass die Jäger am Steigen der Wildschweinpopulation, an Schwinden der Niederwildbestände, kurz an allem, was in der Natur/Kulturlandschaft schief läuft, schuld sind.

Nabu und Bund werden rauschende Feste feiern, wenn sie das Problem mit den "Geistern", die sie riefen, und nicht mehr los werden, den Jägern in die Schuhe schieben können.

Ich fürchte leider, dass die Dummheit in der Jägerschaft (wie auch in der Vergangenheit) so unendlich ist, dass sie sich freiwillig den Schwarzen Peter fragt.
 
A

anonym

Guest
#32
Was bei unbeholfener Totalverweigerung herauskommt, sieht man ja u.a. am Thema "bleifrei" .
Und bezeichnenderweise sind es immer die gleichen Protagonisten bzw. oberschlauen "Strategen", die den Karren in den Dreck fahren.
Du unterstellst, es wäre anders (= besser = Karren nicht im Dreck) gekommen, wenn sich die "unbeholfenen Totalverweigerer" anders (= irgendwie kooperativer) verhalten hätten.

Ich habe nicht nur Zweifel an dieser Behauptung, ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es dann im Gegenteil noch viel schneller genauso "schlimm" gekommen wäre.

Oder hast Du (oder Stbj) ein einziges Mal das Signal aus der Politik (oder von wem auch immer) gehört, das da lautete: liebe Jäger, hättet ihr Euch kooperativer verhalten, hättet ihr jetzt nicht das Bleiverbot in x und y?

Hast Du?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein solches Signal hier einmal diskutiert worden wäre.

Ich habe es Stbj. schon gesagt: den Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung konnte noch keiner erbringen.

Also ist diese Behauptung nicht einmal spekulativ - sie ist einfach nur beleidigtes Nachtreten, einen Sündenbock unter den eigenen Leuten suchen.
 
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#33
@ HWL : So sehe ich das auch!

Man braucht sich nur vor Augen halten was als Ursache des "Schwarzwildproblems" gilt.
Nicht der Maisanbau, nicht der Mastbaumanbau der Bretterzüchter ist schuld,
sondern "die Jäger" bekommen das nicht in den Griff.
Genau so wird es auch beim Wolf tönen, wenn er denn im Jagdrecht steht.
Lieschen Müller interessiert es dann nicht, dass er ja gar keine Schußzeit hat.

Bausaujäger
 
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#34
Wenn der Wolf im Jagdrecht ist, könnten endlich auch Mittel aus der Jagdabgabe für "den Schutz" des Wolfes durch "Aufklärung" (durch die Fachleute des NABU?) verwendet werden.

Oder zum Ausgleich von Schäden (Fohlen) , bzw. der Schadenverhütung (Zäune).

Alles denkbar. :roll:

basti
 
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#35
@Steve

ich wäre sehr, sehr, sehr vorsichtig mit dem Wolf im Jagdrecht.
Sollten die Verbände eine ernsthafte Strategie zu Reintegration der Jagd im Bewusstsein der (leider völlig naturentfremdeten) Gesellschaft verfolgen, wäre eine verfrühte Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht, oder gar deren Begrüßung, taktisch der unklugste Schachzug den man machen kann.
Die öffentliche Meinung über die Jagd wird aktuell mittels Boulevard Medien geformt und beherrscht. Die Verbände haben, was Medienarbeit betrifft, gelinde gesagt, total versagt. Krude Tierschützer und Verbände mit zweifelhaften Zielen beherrschen hier eindeutig das Feld.

Aktuell sieht die Situation so aus, oder wird in der Öffentlichkeit so wahrgenommen, dass der Wolf nur durch das Engagement von NABU, etc. wieder heimisch wurde in Deutschland. Die Jägerschaft wird pauschal unter Verdacht gestellt den Wolf aufgrund von "Beuteneid" wieder ausrotten zu wollen.
Wenn wir jetzt so dumm wären, und die Aufnahme des Wolfes ins JR (mit oder ohne Schusszeit spielt gar keine Rolle. Der gemeine jagdfremde Mensch assoziiert Jagdrecht mit Jagd und diese wiederum natürlich mit töten von Tieren) begrüßen würden, dann hätten unsere Gegner 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen:
Sie könnten ihre Verantwortung für die Probleme durch Wölfe ganz leicht den Jägern zuschieben und
Sie könnten die Jäger in der Öffentlichkeit als beuteneidige, schießgeile Fanatiker hinstellen die alles totschießen wollen.

Als Beispiel kann ich dir Bruno den lieben Problembären nennen.
In Österreich sind ja Bären schon immer im Jagdrecht. Ganzjährig geschont. Natürlich ist man nicht wildschadenspflichtig. ABER im Extremfall, wie bei Bruno, kann die Behörde einen Abschuss durch Jäger anordnen.
So ist es auch geschehen. Unser Glück (in AUT) war, das der Bär bereits in Bayern war als die Freigabe kam. ABER, selbst die Jäger, die zu der Zeit in dem Gebiet in dem Bruno umging als solche zu erkennen waren, wurden beschimpft und bedroht.
Die Kronezeitung (Bild auf österreichisch) hetzte gegen die Jäger als gebe es kein Morgen mehr. Die Jagd wurde als Artenschutz-feindlich hingestellt die nur ihre eigenen Interessen und das töten von unschuldigen lieben kuscheligen Bären im Sinn hätte!
DABEI WURDE DER BÄR NOCH GAR NICHT ERSCHOSSEN!!!!!!!!!!!!
Wie das Lied sein Ende fand, weiß ja eh jeder, und der Jäger, der den Abschuss tätigte, vollkommen rechtskonform und behördlich gewünscht, hätte ich nicht sein wollen.

Also, wenn ins Jagdrecht, dann nur NACH einem öffentlichen Meinungsumschwung zum Thema Wolf!
Würde man das Ganze vorher begrüßen, wäre das ein weiterer Nagel im Sarg der Jagd so wie wir sie heute kennen.
 
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anonym

Guest
#37
Was bei unbeholfener Totalverweigerung herauskommt, sieht man ja u.a. am Thema "bleifrei" .
Und bezeichnenderweise sind es immer die gleichen Protagonisten bzw. oberschlauen "Strategen", die den Karren in den Dreck fahren.
Ach ja klar Totalverweigerung. Selbstverständlich sind die meisten nicht der Meinung es ist egal ob jemand Bleifrei haben möchte oder nicht? Nein nach Dir man muß nicht nur tolerieren sondern akzeptieren.... Einfach weil's besser ist oder weil es sich ein Rückgrat sowieso nicht mehr lohnt?
 
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#38
Und GENAUS DAS habe ich in seitenlangen Emails meiner KJS, dem LJV und dem DJV geschrieben: Macht öffentlich, dass "die Jäger" warnen, macht öffentlich, dass "die Jäger" sich raushalten und lehnt euch zurück. (sinngemäß).

Aber diese hoheitlichen Würdenträger haben sich nicht mal zu einer einzigen Antwortzeile herabgelassen.
Hat sich nichts geändert: "was stört´s die deutsche Eiche, wenn sich eine Sau dran scheuert?" ;-)
 
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#39
Schadenersatz wäre das mit Abstand kleinste Übel, das man sich unnötig ans Bein heften würde.

....

Ich denke, das wäre ein ganz großes Übel. Der Schaden durch SW ist teilweise schon erheblich. Aber der Schaden durch Wölfe könnte exorbitant ausarten - siehe Fohlen/Wolfsfaden und für Beständer existenziell werden.
 
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#40
Nach der Aktion des NABU "Rotkäppchen lügt!" jetzt Vollbremsung und rückwärts rudern: NABU fordert Notfallplan Wolf

"Der Naturschutzbund (Nabu) Sachsen-Anhalt schlägt Alarm: Weil der Wolf sich schneller ausbreite als erwartet, fehle ein Notfallplan zum Umgang mit Tieren, die ihre Scheu vor Menschen verlieren. Es bestehe dringender Handlungsbedarf durch das Land, sagte Nabu-Geschäftsführerin Annette Leipelt am Dienstag."

http://www.volksstimme.de/nachricht...4_Nabu-fordert-Notfallplan-fuer-den-Wolf.html

Jo. Die haben's voll drauf, die Experten beim NABU.
Ganz schön schlau diese NABU-Wolfsstreichler. Mit einem kleinen regionalen Bericht weisen sie heute schon darauf hin, dass es mit dem Wolf möglicherweise doch eines Tages Probleme geben könnte.

Wenn es dann soweit ist, holen sie diesen Bericht vor und schlachten ihn entsprechend aus.

"Wir vom NABU haben auf ein mögliches Wolfsproblem schon im Mai 2015 hingewiesen,
aber die zustängien Stellen haben es nicht ernst genommen"!

TH
 
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#41
Ich denke, das wäre ein ganz großes Übel. Der Schaden durch SW ist teilweise schon erheblich. Aber der Schaden durch Wölfe könnte exorbitant ausarten - siehe Fohlen/Wolfsfaden und für Beständer existenziell werden.
Moin, Karnickel und Tauben sind auch im Jagdrecht,Wildschadensersatzpflicht ????? Munter bleiben
 
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#42
Das ging schnell : :)

"Der Wolf kehrt zurück - Bund richtet Beratungsstelle ein
Der Wolf ist zurück in Deutschland - Angst muss die Bevölkerung aber laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nicht haben. ... "

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/P...rueck---bund-richtet-beratungsstelle-ein.html



Warum fragt sich eigentlich niemand, wie es möglich ist, dass sich Naturverschlimmbesserungsverbände in dieser Weise mit einer Art profilieren können, die dem Jagdrecht unterliegt ?
Und warum die Jagdverbände sich (auch) bei dem Thema nicht offensiv öffentlich erkennbar engagiert haben ?

Auf Dauer ist wird man in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mit Jammern, sndern nur mit Leistung und medienwirksam präsentierten Erfolgen punkten können.

Wenn die Jagdverbände weiter so unfähig agieren, wird es mit Luchs und Wolf genauso laufen wie jetzt mit der Wildkatze.
http://forum.wildundhund.de/showthread.php?95538-Tausende-Wildkatzen-in-Deutschland 05.08.2014, 12:11 #9




 
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