Nachruf auf einen besonderen Hund

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#33
Oh man . . . :no:

ich weiß was du durch machst. Vor 7 Jahren musste mein Dad unsere Dackeldame einschläfern lassen. Sie durfte wenigstens alt werden.
Aber ich konnte mich nicht von ihr verabschieden. War zur Jagd.

Der jetzige Dackel meiner Eltern ist auch so eine Nervensäge. Aber so sollen sie ja auch sein. Wie du schreibst, ihren eigenen Dackelkopf entwickeln. :sad:

Wenn ich mir vorstelle, dass Rollo oder einer meiner beiden Hunde an AK erkranken würde, und man einfach nur da steht und nichts machen kann . . . um Gottes Willen . . . ich würde wohl Tage nicht mehr das Haus verlassen und an Verzweifelung verrecken.


Als mein Jagdherr seinen Dackel verlor, fuhren seine Kinder und seine Frau mit ihm los einen Ausflug machen. Spazieren gehen. Letztendlich steuerte der Schwiegersohn einen Züchter an. Die hatten noch ein oder zwei Welpen zu vergeben. An dem Tag wo die kleine Dackeldame wieder bei ihm einzog, ging es wieder bergauf. Alles war wieder fast so wie vorher. Zumindest hatte er wieder Lust zu jagen und jemanden um den er sich kümmern musste und lieben lernte. Die beiden wurden ein richtig gutes Team.


Ich wünsche Dir alles Gute Max.
Irgendwann werdet ihr wieder gemeinsam jagen . . .
 
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#34
Auch von mir alles gute.

Ich finde es wichtig das der Nachfolger einzieht bevor der "Alte Herr" geht.
Nur so hat er die Chance vom alten zu lernen und als eigenständiger Hund gesehen zu werden.
Kommt er erst Nach dem Tod des alten geht soviel verloren und er wird immer nur verglichen werden.

Kopf hoch, jeder Hundehalter kann wohl nachempfinden wie es dir gerade geht.
 
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#35
Ja, ein sehr trauriger Tag. Ich erinnere mich noch gut, als wir unsere Onny gehen lassen mussten, ein wirklich besonderer Hund, DD, aus einem Tierheim im Elsaß geholt, damals schon 7 und mit Arthrose in einem Lauf (eine nicht operierte Gelenkmaus). Eine Seele von Hund, lieb und beschützend zu den Kindern, jagdlich passioniert, mit Stöberlaune, raubwildscharf und gehorsam. Wir hatten uns, so wie Du ja auch schon eine Nachfolgerin geholt, das war gut so.
Ich wünsche Dir, dass Du über den Schmerz hinwegkommst und bald wieder ebenbürtige Gefährten hast.

Gruß, OVS
 
A

anonym

Guest
#36
Die Generation X ist bereits am Start, aber leider war seine gemeinsame Zeit mit den aktuell 5-11 Monate alten Totalchaoten nicht sehr lange.
Wenigstens das Joghurtgesicht dürfte ein bißchen was von ihm gelernt haben, sie haben wenigstens ein paar Jagden zusammen gemacht und ein paar Borstentiere zusammen
gestellt.
 
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#37
Einen herzlichen Dank an @ Skogman, der die Gedanken so treffend formuliert hat und mir aus der Seele gesprochen hat. Ich hadere immer wieder mit mir, wenn ich solche Themen hier lese und den Schmerz hautnah nachvollziehen kann. Die Ratio sagt mir: es war ein Tier, kein Mensch; zudem noch ein Tier, dass Du gar nicht kanntest. Man muss das wohl schon selbst erlebt haben, um es nachvollziehen und empfinden zu können.

Ich musste schon einige Hunde gehen lassen und extrem schmerzhaft war es jedes mal. Erschreckend finde ich, dass es bei den größten Chaoten und Rabauken am schlimmsten war. Der Verlust derer, die 'stromlinienförmig' waren und immer ohne Widerspruch gedient haben, hat geschmerzt. Bei den Rabauken, die immer einen eigenen Kopf hatten, deren Passion permanent unter der Schädeldecke dampfte und die teilweise - trotz anderer 'Befehle' - ihr Ding durchgezogen haben, hat es mich fast zerrissen. Die wirklichen Hundepersönlichkeiten, die für mich eine dauerhaft spürbare Lücke hinterlassen haben, waren Letztere.

@ Max, geh los und suche nach einem passionierten Querkopf und Rabauken, nach einer potenziellen Hundepersönlichkeit. Der neue Hund wird den Alten nicht ersetzen, er wird aber deine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und die Gedanken in eine neue, positive Richtung lenken.


Ho Rüd Ho
Grosso
 
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#38
Danke für die Bilder - ich hätte gern welche gesehen, hab mich aber nicht getraut danach zu fragen. :)
 
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#39
Hallo Max,

mein tiefes Mitgefühl. Auf jeder Jagd ist die Angst dabei.
Dieses Bild habe ich mal irgendwo gefunden, sagt aber mehr als tausend Worte.

Karsten
 
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#40
Mein tiefes Mitgefühl Max.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Deinem Filou wünsche ich allzeit gute Jagd jenseits der Regenbogenbrücke.
 
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#41
Ich will auch mein Mitleid noch zutragen. Und auch die Ohnmacht und die Wut gerade bei aujezski nicht unerwähnt lassen: habe relativ guten Kontakt zu einer großen (veterinär-)Pharma-Firma. Es ist wie in der hunanmedizin: die absoluten infektionszahlen und der wirtschaftliche Aspekt sind einfach zu gering. Es "lohnt" halt nicht für "die paar Jagdhunde" einen Impfstoff oder ein Medikament zu entwickeln.
 
A

anonym

Guest
#42
@ Dierwes:Das ist richtig, es "lohnt" sich einfach nicht. Allerdings ist auch das Virus selbst ein Problem, da es relativ häufig mutiert, der Impfstoff also ebenso häufig angepasst werden müsste, hat man mir erklärt.
Unter anderem das und die Tatsache, dass es -nicht zuletzt wegen uns Jägern- kein echtes Monitoring gibt, machen die Entwicklung einer wirksamen Impfung nicht wirklich leichter.

@ Baffi 2003: Gerne, ich habe eigentlich ganz gute Bilder von ihm. Aber ich habe natürlich bis vorhin wieder mal nicht kapiert, wie man hier Bilder hochlädt...
 
A

anonym

Guest
#43
Müssen jetzt in der Gegend alle Sauen untersucht werden?

Was machen deine befreundeten Jäger oder Du in Zukunft, Hund noch frei laufen lassen? Denke mal der Hund würde es dir übel nehmen, wenn er am Riemen bleibt. Ich will mir aber gar nicht ausmahlen, wie viel andere Hunde sich anstecken könnten :sad:
 
A

anonym

Guest
#44
"Müssen jetzt in der Gegend alle Sauen untersucht werden?"
Nein, komischerweise hat das VA kaum was zum Ansteckungsgebiet und überhaupt nichts zum Verbleib der Sau gefragt, das hat mich auch gewundert.
Es wäre sehr wünschenswert, wenn man mehr Untersuchungen bekommen würde, hier sind auch wir Jäger in der Pflicht: Jedes Veterinäramt muss 60 Schwarzwild-Proben im Jahr machen. Diese gelten zwar dem Schweinepest-Monitoring, regelmäßig wird aber AK quasi mitgeprobt.
Leider haben die Ämter nur sehr schlechte Rückläufe aus der Jägerschaft, was bedeutet, dass man weder ein flächendeckendes noch ein aussagekräftiges Zahlenmaterial zur Verfügung hat.
Die Hegeringe/Kreisgruppen/Vereine täten gut daran, hier aktiver zu werden, um die Verseuchung etwas transparenter zu machen. Es scheint derzeit deutlich vermehrt Ak-Opfer zu geben, in meiner Umgebeung vor allem im MKK-Kreis, Großraum Odenwald/Spessart.
Bei Wertheim testet ein TA seine Saustrecken regelmäßig. Das Ergebnis bei den älteren Sauen: 100% (!!!) AK-Träger. Zwar sind nur virulente Sauen (hoch-)infektiös, aber die Ausschüttung erfolgt durch Stress, also mit Pech zB durch eine Drückjagd.

"Was machen deine befreundeten Jäger oder Du in Zukunft, Hund noch frei laufen lassen? Denke mal der Hund würde es dir übel nehmen, wenn er am Riemen bleibt."
Meine Hunde und ich würden verrückt werden, würden wir nicht mehr jagen. Es ist immer noch so, dass ein Hund auf der Jagd statistisch gesehen weit eher verloren gehen, geschlagen, erschossen oder überfahren werden kann, aber das Virus ist da - und gefährlich. Er kann an der freien Luft bis zu 40 Tagen überleben, theoretisch reicht das Ablecken einer (alt-)schweißbefleckten Hose oder das Ausarbeiten einer Wundfährte. Selbst das Schnüffeln an Losung kann reichen, also kann auch eine Leine bei viel Pech nichts helfen.

Es ist ein ewiger Zwiespalt: Ist ein Hund an Sauen oder einfach nur "da draußen", kann er sich infizieren. Gewöhne ich ihm jeden Sau-Kontakt rigeros ab, kann ich Drückjagden und Nachsuchen komplett vergessen.
Sinnvoll ist wohl nur der Mittelweg: Unnötige Kontakte, das Füttern rohen Saufleisches, den Kontakt mit Aufbrüchen, das Genossenmachen mit Innereien/Schweiß usw. unbedingt unterbinden, Sauschweiß von Kleidern und aus Kofferäumen usw entfernen, Vorsicht beim Zerwirken und Ludern von Abfällen. Alles andere ist eben Pech, so wie ich es hatte.
Rein theoretisch sind auch meine 3 anderen Hunde noch nicht ganz aus der Gefahrenzone, da ich eine der Sauen bei uns zerwirkt und außerdem Schweiß an meinen Klamotten hatte.
 
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