Nachsuche bei 31 Grad im Schatten

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#46
Bei meinen Hund heisst es bei Hitze,Wasser Marsch,es wird tÀglich im Teich gebadet,gearbeitet.
30 Liter Trinkwasser habe ich immer permanent im Amarok👍👍😉
 
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#47
Schon lustig, welche Kommentare da zu hören sind!
Ich musste dieser Tage bei um 30Grad nach 4km Riemenarbeit durch riesige GetreideschlĂ€ge an der Grenze eines TruppenĂŒbungsplatzes abbrechen, da dort zu dieser Zeit mit dickeren Kalibern geschossen wurde!
Mein Hund war noch relativ "gut drauf" - ich selbst war ziemlich kaputt! Als ich dann wieder am Auto ankam und alle Klamotten verstaut hatte, Hund Wasser bekommen hatte, ich selbst einen halben Liter Apfelschorle in mich schĂŒttete, den SchĂŒtzen nebst Begleiter verabschiedet hatte, merkte ich, dass ich mein Handy wohl bei der Suche verloren hatte! Ich wusste aber ziemlich genau, wo ich an einer Straße noch telefoniert hatte - also dort hin, den Hund wieder an den Riemen genommen und die letzten 1,6km nochmals gearbeitet, in der Hoffnung, das Handy zu finden! Der Hund fand diese Tour nicht besonders lustig und wurde zunehmend lustloser !Nix!
Anschließend fuhr ich zu einem befreundeten Kollegen, um mir dort ein Handy auszuleihen, in der Hoffnung, ĂŒber den Klingelton mein I-Phone zu finden! Probeanruf im Auto - tatsĂ€chlich hörte ich sofort einen schwachen Klingelton! Auto ausgerĂ€umt (wer weiß, wieviel Klimmbimm im Auto eines NachsuchenfĂŒhrers liegt, weiß, was das bedeutet:cool:) - nix! Aber der Klingelton war schwach zu hören! Plötzlich guckte ich aufs Dach meines Octavias: dort klebte das Handy dank seiner Gummierung und der hohen Temperaturen fest! Es klebte dort ĂŒber eine Strecke von 15km fest - obwohl die Fahrt zum Teil ĂŒber Kopfsteinpflaser ging!
Auch ein Ergebnis der hohen Temperaturen!
 
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#49
Wie rĂŒstet Ihr Vollprofis Euch eigtl. wenns diese Temperaturen hat - die klass. NS-Jacke geht doch dann kaum, oder ? T-shirt nat. auch nicht....hmmm. Schwierig !
 
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#50
Die meisten haben sicher keine HĂŒhnerjagden im September erlebt.
Da hat mehr als ein Hund einen Kreislaufkollaps bekommen.
Dann war wichtig so schnell wie möglich einen Eimer Wasser zur AbkĂŒhlung zu bekommen, gut trainierten Hunden hat das nichts gemacht.
 
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#51
Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr den Hund. Nachsuchenarbeit ist immer auch RisikoabwĂ€gung. Manche Risiken lassen sich nicht vermeiden, andere schon.

Ich trage auch die Verantwortung fĂŒr das Leben meines Hundes und entscheide mich im Zweifelsfall fĂŒr diesen.
Kein SchweißhundefĂŒhrer wird den durch aufwĂ€ndigstes Training, unzĂ€hiche ÜbungsfĂ€hrten, VP und ggf HP ans Herz gewachsenen Hund leichfertig opfern. Niemals !

Dennoch haben sich ernsthafte NachsuchefĂŒhrer dem Prinzip "Geht-nicht-gibts-nicht" verschrieben, mit dem Ziel eine beschossene Kreatur von ihren Qualen zu erlösen. Und das fast um jeden noch so selbstlosen Preis.

Ist das Überzeugung ? Helfersyndrom ? Ehrgeiz ? Vielleicht Tradition ?

Am alten JÀgerhof wurden die HS den BerufsjÀgern als "Arbeitswerkzeuge" zugeteilt - verblieben aber im Staatsbesitz so wie heute Diensthunde das auch sind.

In gewisser Weise schwingt diese Gedanke, dass der mĂŒhevoll ausgebildete Hund und auch sein FĂŒhrer im Dienst einer höheren, ethischen Sache stehen - Auffinden und Erlösen von krankem Wild - und damit sehr viele völlig berechtigte egoistische, menschliche und tierische BedĂŒrftnisse zurĂŒck stehen mĂŒssen (sic!), noch immer mit

Gripdoo hat hier mal frĂŒher von einer geplanten Wochenend-Bauaktion berichtet, teure Technik war ausgeliehen und bezahlt Aber die Sache ging wegen einer komplexen Nachsuche dann ohne eine Minute Einsatz an den Maschinenpark zurĂŒck. Geld natĂŒrlich futsch.
.
Nachsuche als Dienst an der Kreatur und im Zweifelsfall, ohne hier leichtfertig etwas aus Abenteuerlust oder krankhaftem Ehrgeiz aufs Spiel zu setzen, stehen Dein Hund, Deine Familie und Freunde und Du selber zurĂŒck ! Das umfasst neben sehr viel Zeit auch Gesundheit und im schlimmsten Fall auch das Leben des Hundes.

Ich kenne kaum einen SH-FĂŒhrer im VH oder KBGS der nicht Hunde bei Nachschen verloren hat und selber teilweise schwere Blessuren erlitten hat.
Wenn Du Dir mal eine Pfostenschau beim VH anschaust (die vom KBGS werden Ă€hnlich sein) und dort viele der alten Hundeveteranen mit zerschundener, narbiger Decke, lĂ€dierten BehĂ€ngen - aber in unendlicher Vertrautheit und Treue an der Seite ihrer FĂŒhrer - eine Runde durch den Rund der Zuschauer humpeln siehst, ist das sicher noch etwas besser nachvollziehbar.

Vielleicht noch mehr als man das als Jagdhundebesitzer ohnehin macht, muss der SchweihundefĂŒhrer daran denken, dass der Lebensfaden einer solchen kleinen Schlabberbacke durchaus sehr kurz sein kann....man aber den Hund aber genau zu diesem Zwecke zum Dienst an der Sache bekam und der Hund sein Ziel nur dann erreicht, wenn er aufgabenspezifisch eingesetzt wird und nicht nur "besessen" wird.

In diesem Sinne - ein Ho RĂŒd Ho in die Runde !

Biene 1.jpg
 
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#52
Die meisten haben sicher keine HĂŒhnerjagden im September erlebt.
Da hat mehr als ein Hund einen Kreislaufkollaps bekommen.
Dann war wichtig so schnell wie möglich einen Eimer Wasser zur AbkĂŒhlung zu bekommen, gut trainierten Hunden hat das nichts gemacht.
Ein "HĂŒhnerhund" (wie FSK sagen wĂŒrde) hat einen völlig anderen Köperbau als ein HS oder BGS ! Die sind vielfach und bei gutem Training muskelbepackt wie kein anderer JGH. Kannst Du null vergleichen ! Habe selber KLM, DK, HS.

Der HS ist trotz allerbestem Training sehr hitzeanfÀllig.
Der DK HĂŒndin hĂ€ngt auch der Lecker, aber durch ihre im Vergleich zur Körpermasse (DK 19 kg vs HS 33kg, beide etwa gleich groß) grĂ¶ĂŸere OberflĂ€che und kĂŒrzer und feineren behaarten Decke hat sie eine deutlich grĂ¶ĂŸere relative KörperoberflĂ€che.
 
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#53
Hann. Schweißhunde sind in der tat sehr hitzeanfĂ€llig. Meiner HĂŒndin wird von den Zuchtrichtern immer das Adjektiv "Futterzustand knapp" beigefĂŒgt, obwohl ich stĂ€ndig hochwertigstes Futter in sie reinschaufle. Ihr Konditionszustand war und ist immer auf höchstniveau, trotzdem fĂŒhren auch kurze hetzen im Sommer schnell Richtung Überhitzung. WĂ€hrenddessen haben meine kopovs im Sommer bei maisjagden auch nach drei Stunden noch nicht genug. Wenn ich jedoch bei der pfostenschau von hirschmanns die vielen leicht verfetteten Hunde mit teilweise mehr als 45 kg sehe, die trotzdem laut leistungsbericht auf mehr als 70 erschwerte Suchen mit 50 hetzen kommen, fange ich an minimal skeptisch zu werden!
 
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#54
Wenn ich jedoch bei der pfostenschau von hirschmanns die vielen leicht verfetteten Hunde mit teilweise mehr als 45 kg sehe, die trotzdem laut leistungsbericht auf mehr als 70 erschwerte Suchen mit 50 hetzen kommen, fange ich an minimal skeptisch zu werden!
Vor allem wenn Du den HundefĂŒtterer- Ă€hm, will sagen HundefĂŒhrer, daneben siehst. FĂŒr mich wĂ€re das ein medizinisches Wunder wenn dort noch eine erschwerte Arbeit cardio-pulmologisch ĂŒberlebt wĂŒrde und so ein wenig verstehe ich was davon.... :geek:

Das geht nĂ€mlich wenn dann i.d.R. beiden so, Herr und Hund, dass gepflegtes Plauzenfett und HĂŒftgold eher Nachsuchen vom Sofa zum KĂŒhlschrank vermuten lassen. Aber ist ja eher eine Randerscheinung.

Hier (m)eine schlanke aber völlig erledigte Protagonistin in in ihrem aktuell 10. Monat beim aktiven RunterkĂŒhlen vor einigen Tagen.
Ein Bild vom zweibeinigen Anteil des Gespannes erspare ich Euch mal...:p

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#55
Sicherlich sind die HS auf Grund ihres Körperbaues nicht die "Hochsommerhunde", aber ich glaube, dass es zumindest auch teilweise damit zusammenhÀngt, dass die Schweisshunde jetzt nicht gerade Hochsaison haben und ihre Kondition deshalb etwas weniger gut ist!
Ich handhabe es z.Zt. so, dass ich an Tagen, wo keine Nachsuche zu machen ist, ich meinen RĂŒden am Fahrrad bewege - dank eines sehr gut ausgebauten Radwegenetzes habe ich da 2 Strecken: einmal 16km, die der Hund im Trab bei Tempo 13km/Std. und einmal 6km mit Tempo 18km/std im leichten Galopp! Wie bei Pferden ist der Trab die beste Gangart zur Verbesserung der Kondition!

Übrigens verbessern solche Radtouren nicht nur die Kondition des Hundes!;)
 
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#57
Sicherlich sind die HS auf Grund ihres Körperbaues nicht die "Hochsommerhunde", aber ich glaube, dass es zumindest auch teilweise damit zusammenhÀngt, dass die Schweisshunde jetzt nicht gerade Hochsaison haben und ihre Kondition deshalb etwas weniger gut ist!
Ich handhabe es z.Zt. so, dass ich an Tagen, wo keine Nachsuche zu machen ist, ich meinen RĂŒden am Fahrrad bewege - dank eines sehr gut ausgebauten Radwegenetzes habe ich da 2 Strecken: einmal 16km, die der Hund im Trab bei Tempo 13km/Std. und einmal 6km mit Tempo 18km/std im leichten Galopp! Wie bei Pferden ist der Trab die beste Gangart zur Verbesserung der Kondition!

Übrigens verbessern solche Radtouren nicht nur die Kondition des Hundes!;)
DU nutzt doch sowieso ein E-Bike...
 
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#59
Das hat nichts mit alter Schule zu tun - einen HS fĂŒhrt man am aufgedockten Schweissriemen und nicht an der Flexileine mit WĂŒrgehalsung!
 
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