Nachsuche ohne brauchbaren Jagdhund – Jäger verliert Jagdschein

Anzeige
Registriert
5 Jul 2012
Beiträge
1.305
Vergleich‘ das meinethalben mit der „Meister“ Diskussion im Handwerk.
Zum ersten Teil hätte ich einfach „ja“ gesagt. Aber das hier ist ein falsches Beispiel. Haare schneiden oder schlechte Fotografien erzeugen keine Gefahr von Leib und Leben.

Vielleicht reagiere ich bei der Diskussion so dünnfellig, weil die Diskussion immer auf die Rassenfrage zugespitzt wird.

Das ist aber mMn nicht das eigentliche Problem. Das sind die fehlenden Vorschriften/Regelungen zur erlaubten grenzüberschreitenden Nachsuche.

Letztere wird häufig vordergründig mit dem Totschlagargument „dann kann ja irgendein Köter in meinem Revier rumrennen“ unterbunden. Cui bono ?
 

z/7

Registriert
10 Jul 2011
Beiträge
12.145
Niemandem.

Das ist einfach ein Auswuchs der völligen Unkenntnis vieler Bayerischer Jäger was die Führung von Bracken angeht.

Sie wissen nicht, wie man die Hunde ausbildet, sie wissen nicht, wie diese sich auf der Jagd verhalten und wie sich das auf das Wild auswirkt, sie wissen nichts vom Thema Laute Jagd und sie wissen nichts vom Thema erschwerte Nachsuche und Hetze.

Warum muß der Hund spurlaut sein, warum jagt er mit tiefer Nase, warum jagt er spurtreu, und warum ist das auch für das Wild wichtig?

Angesichts der Zunahme von Schwarzwild und Bewegungsjagden sollte das alles DRINGEND schon bei der Ausbildung zum Jagdschein behandelt werden.

Man hört immer wieder die unglaublichsten Vorstellungen, was ein Hund so alles kann und tut. Hanebüchen. Und leider bei den älteren Semestern oft komplett beratungsresistent.
 
Registriert
2 Apr 2001
Beiträge
5.979
Zum ersten Teil hätte ich einfach „ja“ gesagt. Aber das hier ist ein falsches Beispiel. Haare schneiden oder schlechte Fotografien erzeugen keine Gefahr von Leib und Leben.

Vielleicht reagiere ich bei der Diskussion so dünnfellig, weil die Diskussion immer auf die Rassenfrage zugespitzt wird.

Das ist aber mMn nicht das eigentliche Problem. Das sind die fehlenden Vorschriften/Regelungen zur erlaubten grenzüberschreitenden Nachsuche.

Letztere wird häufig vordergründig mit dem Totschlagargument „dann kann ja irgendein Köter in meinem Revier rumrennen“ unterbunden. Cui bono ?

Beim Elektriker, Mechatroniker oder Dachdecker

ist das alles schon geringfügig systemrelevanter, als ein verkorkster Haarschnitt.

Dünnfellig reagierst Du, weil Du ohne Sachkenntnis Recht haben willst. Die notwendige Sachkenntnis haben eben die erfahrenen Nachsuchenführer. Nicht ohne Grund wurde deshalb das Prüfungswesen ihnen überantwortet. Das schließt die Auswahl der Hunde ein, die teilweise seit mehreren 100 Jahren auf eben diese Aufgaben hin gezüchtet wurden.

Und dann kommt ein selbsternannter Spezialist mit seinem Boerbol-Ridgeback Mix und meint, weil er gehört habe, dass just diese Hunde in Afrika nicht nur Löwen aufspüren und würgen, sondern auch noch apportieren, seien die prädestiniert für Nachsuchen aller Art.

Die Kunst bestand darin, den Richter vom Erlaß eines Urteils zu bewegen, das keinerlei sachdienliche Begründungen enthielt.

Ja so soans,

Mbogo
 
Registriert
5 Jul 2012
Beiträge
1.305
Dünnfellig reagierst Du, weil Du ohne Sachkenntnis Recht haben willst. Die notwendige Sachkenntnis haben eben die erfahrenen Nachsuchenführer.
Nein Mbogo, lies bitte meinen Beitrag genau. Mir geht es um den revierübergreifenden Einsatz, und dass ein Nachsuchenwesen wie in NRW mit Schweißhundestationen, die revierübergreifend Nachsuchen dürfen, hier in Bayern leider nicht erwünscht ist.

Im übrigen, mWn bist Du von der Regelung doch gar nicht betroffen ? Was engagierst Du Dich so stark ? Kann es sein, dass Dich das Thema brauchbare Hunde aus anderen Gründen so stark beschäftigt? Stichwort HT ?
 

z/7

Registriert
10 Jul 2011
Beiträge
12.145
Naja, der BJV ist ja nicht nur gegen revierübergreifende Nachsuchen, sondern auch gegen papierlose Hunde. Das kann man schon mal verwechseln.
 
Registriert
2 Apr 2001
Beiträge
5.979
Nein Mbogo, lies bitte meinen Beitrag genau. Mir geht es um den revierübergreifenden Einsatz, und dass ein Nachsuchenwesen wie in NRW mit Schweißhundestationen, die revierübergreifend Nachsuchen dürfen, hier in Bayern leider nicht erwünscht ist.

Im übrigen, mWn bist Du von der Regelung doch gar nicht betroffen ? Was engagierst Du Dich so stark ? Kann es sein, dass Dich das Thema brauchbare Hunde aus anderen Gründen so stark beschäftigt? Stichwort HT ?

Nein,

ich bin da nicht befangen. Jeder Hund, der den Nachweis erbringt, brauchbar zu sein, sollte meiner Meinung nach auch verwendet werden dürfen. Es ist deshalb noch keine Jagdhundrasse.

Was hier mehr oder minder gefordert wurde, ist Prüfungen gleich ganz abzuschaffen und jeden Jäger und seinen Hund im eigenen Revier vor sich hin wursteln zu lassen, und das ist ein Bärendienst, der dem Wild erwiesen wird.

Was mich beschäftigt sind Jäger, die nach grüner Manier bewährte Regelungen abschaffen wollen, deren Sinn und Zweck sie nicht verstanden haben, ohne zuerst bessere Regeln zu erstellen, die die alten dann ersetzen sollen. Die Rasse des Hundes sollte zur Jagdart passen, bei den meisten dürfte das ein Vollgebrauchshund mit den Schwerpunkten Niederwild oder Hochwild sein.

Wenn er stöbern soll (für Drückjagdnomaden) solle spurlaut sein und an Sauen eingearbeitet. Wenn er nicht laut ist, ist er zum Stöbern nicht geeignet. Damit fallen mindestens 50% der HT aus. Wer sich trotzdem einen an den Strick bindet, muss damit leben.

Wenn er wasserscheu ist, ist er halt für die Jagd auf Wassergeflügel ungeeignet.

Wenn er nicht in den Bau passt, nicht wildscharf ist, ist er für die Bodenjagd ungeeignet.

Usw.

Die Hunde wissen das, das Wild auch, nur zunehmend viele Jäger wissen es offensichtlich nicht. Besser keinen Hund, als einen nicht geeigneten.

Gruß,

Mbogo
 
Registriert
5 Jul 2012
Beiträge
1.305
Nein,

ich bin da nicht befangen. Jeder Hund, der den Nachweis erbringt, brauchbar zu sein, sollte meiner Meinung nach auch verwendet werden dürfen. Es ist deshalb noch keine Jagdhundrasse.

Was hier mehr oder minder gefordert wurde, ist Prüfungen gleich ganz abzuschaffen und jeden Jäger und seinen Hund im eigenen Revier vor sich hin wursteln zu lassen, und das ist ein Bärendienst, der dem Wild erwiesen wird.

Was mich beschäftigt sind Jäger, die nach grüner Manier bewährte Regelungen abschaffen wollen, deren Sinn und Zweck sie nicht verstanden haben, ohne zuerst bessere Regeln zu erstellen, die die alten dann ersetzen sollen. Die Rasse des Hundes sollte zur Jagdart passen, bei den meisten dürfte das ein Vollgebrauchshund mit den Schwerpunkten Niederwild oder Hochwild sein.

Wenn er stöbern soll (für Drückjagdnomaden) solle spurlaut sein und an Sauen eingearbeitet. Wenn er nicht laut ist, ist er zum Stöbern nicht geeignet. Damit fallen mindestens 50% der HT aus. Wer sich trotzdem einen an den Strick bindet, muss damit leben.

Wenn er wasserscheu ist, ist er halt für die Jagd auf Wassergeflügel ungeeignet.

Wenn er nicht in den Bau passt, nicht wildscharf ist, ist er für die Bodenjagd ungeeignet.

Usw.

Die Hunde wissen das, das Wild auch, nur zunehmend viele Jäger wissen es offensichtlich nicht. Besser keinen Hund, als einen nicht geeigneten.

Gruß,

Mbogo
Du, da stimme ich Dir vollumfänglich zu.
 
Registriert
10 Nov 2010
Beiträge
3.710
Nein Mbogo, lies bitte meinen Beitrag genau. Mir geht es um den revierübergreifenden Einsatz, und dass ein Nachsuchenwesen wie in NRW mit Schweißhundestationen, die revierübergreifend Nachsuchen dürfen, hier in Bayern leider nicht erwünscht ist.
...
Es gibt in Bayern bestellte Nachsuchenführer, die auch revierübergreifend tätig sind.
 
Registriert
5 Jul 2012
Beiträge
1.305
Es gibt in Bayern bestellte Nachsuchenführer, die auch revierübergreifend tätig sind.

Wo, außerhalb von (privatrechtlichen) Nachsucheringen ?

Ich kenne in Bayern keinen Rahmen wie in anderen Bundesländern, wo sie per Gesetz/VO auf der Nachsuche unbeschränkt revierübergreifend tätig werden dürfen, lasse mich aber gerne belehren.
 
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
101
Zurzeit aktive Gäste
999
Besucher gesamt
1.100
Oben