Nachsuche ohne brauchbaren Jagdhund – Jäger verliert Jagdschein

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Das ist Deine Meinung, ich habe eine andere!
Was sagt Deine Versicherung, wenn der Hund z.B. bei einer Nachsuche einen Verkehrsunfall verursacht? Ich habe das leider 3x erlebt....
Wenn es ein geringer Blechschaden ist, wird die Versicherung u.U. großzügig sein, aber wenn mehr passiert? Dann ist es mit der Großzügigkeit vorbei und Du wirst dicke Backen machen!
Auch die Nachsuche mit Hund ohne Prüfung kann sehr schnell zu viel rechtlichem Ärger führen!
 
G

Gelöschtes Mitglied 14751

Guest
Hier davon zu sprechen, dass der Jagdschein lediglich aufgrund der Nicht-Brauchbarkeit des zur Nachsuche eingesetzten Hundes erfolgt ist, ist wohl zu kurz gegriffen.

Vielmehr ist die Summe von Nachlässigkeiten und Pflichtverletzungen, die sich der Jagdleiter zu Schulden kommen hat lassen, als Grund für den Entzug des Jagdscheines heranzuziehen. Immerhin ein Verstoß gegen das Bundesjagdgesetzt sowie zwei Verstöße gegen das Landesjagdgesetz.

Da darf man nicht übermäßig überrascht sein, die Eignung abgesprochen zu bekommen.
 
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Das ist Deine Meinung, ich habe eine andere!
Was sagt Deine Versicherung, wenn der Hund z.B. bei einer Nachsuche einen Verkehrsunfall verursacht? Ich habe das leider 3x erlebt....
Wenn es ein geringer Blechschaden ist, wird die Versicherung u.U. großzügig sein, aber wenn mehr passiert? Dann ist es mit der Großzügigkeit vorbei und Du wirst dicke Backen machen!
Auch die Nachsuche mit Hund ohne Prüfung kann sehr schnell zu viel rechtlichem Ärger führen!
Ich hatte extra in meinem Bsp. eine Erläuterung des Vorganges vorgenommen.NOCHMAL: Es wurden bereits 2(!) Nachsuchen auf die Sau mit einem GEPRÜFTEN BGS als bestätigtes Nachsuchengespann und dem geprüften RHT des Erlegers durchgeführt.Beide ohne Erfolg! Hätte mein alter ungeprüfter Mix die Sau nicht gefunden,wär sie zu 100% mitten auf dem Feld verludert !Da ich den Hund grundsätzlich bei einer Nachsuche in dem relativ dichtbesiedelten Gebiet niemals schnalle,kann es auch zu keinem Blechschaden kommen .
 
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Ob man von regulären Nachsuchen sprechen kann, wenn man schon im Vorfeld sich im Klaren ist, nicht zu schnallen!
 
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Ich hatte extra in meinem Bsp. eine Erläuterung des Vorganges vorgenommen.NOCHMAL: Es wurden bereits 2(!) Nachsuchen auf die Sau mit einem GEPRÜFTEN BGS als bestätigtes Nachsuchengespann und dem geprüften RHT des Erlegers durchgeführt.Beide ohne Erfolg! Hätte mein alter ungeprüfter Mix die Sau nicht gefunden,wär sie zu 100% mitten auf dem Feld verludert !Da ich den Hund grundsätzlich bei einer Nachsuche in dem relativ dichtbesiedelten Gebiet niemals schnalle,kann es auch zu keinem Blechschaden kommen .

Aua!
 
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Ob man von regulären Nachsuchen sprechen kann, wenn man schon im Vorfeld sich im Klaren ist, nicht zu schnallen!

Ich bin ja grundsätzlich thematisch bei Dir. Schnallen auszuschließen ist sicher der falsche Weg und dann muss man die Intention hinterfragen.

Allerdings gibt es natürlich Situationen, wo die Gefahr für den Hund, z.B. Straßen- Verkehrssituation zu hoch ist. Leider haben wir in unserer Ecke häufiger solche Probleme. Vor allem bei Wildunfällen, die ja nun mal auf den Straßen stattfinden gibt es diesbezüglich immer wieder Probleme.

wipi
 
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Ich war eigentlich auch nach den Unfällen nie ohne Hund, einmal musste zumindest für einen Herbst/Winter der Pensionär wieder aktiviert werden!
 
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Ob man von regulären Nachsuchen sprechen kann, wenn man schon im Vorfeld sich im Klaren ist, nicht zu schnallen!
Also,egal mit welchem Hund,sollte man schon die Bedingungen zum Schnallen beachten. Wer das nicht tut,handelt m.E. grob fahrlässig. Insofern kann ich solche Aussagen überhaupt nicht verstehen.Soll der HF seinen Hund etwa 200m vor einer stark befahrenen Straße schnallen,wenn vor ihm das kranke Stück abgeht ? Wer sowas macht,nimmt eventuelle Schäden jeglicher Art inkauf.Als Pächter eines Revieres,wo eine Hauptverkehrsstraße mit einst den höchsten Wildunfallaufkommen im Landkreis,weiß ich sehr gut,wozu Straßenüberquerungen von Wild führen kann. Wir hatten hier schon von Totalschäden über schweren Verletzungen bis hin zum Tod einer jungen Frau schon alles erlebt.
In meinem Revier stehen z.Z. 3 geprüfte Hunde(DK,Kopov,DJT zur Verfügung).
 
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Also,egal mit welchem Hund,sollte man schon die Bedingungen zum Schnallen beachten. Wer das nicht tut,handelt m.E. grob fahrlässig. Insofern kann ich solche Aussagen überhaupt nicht verstehen.Soll der HF seinen Hund etwa 200m vor einer stark befahrenen Straße schnallen,wenn vor ihm das kranke Stück abgeht ? Wer sowas macht,nimmt eventuelle Schäden jeglicher Art inkauf.Als Pächter eines Revieres,wo eine Hauptverkehrsstraße mit einst den höchsten Wildunfallaufkommen im Landkreis,weiß ich sehr gut,wozu Straßenüberquerungen von Wild führen kann. Wir hatten hier schon von Totalschäden über schweren Verletzungen bis hin zum Tod einer jungen Frau schon alles erlebt.
In meinem Revier stehen z.Z. 3 geprüfte Hunde(DK,Kopov,DJT zur Verfügung).

Beispiel: Rehwild - Laufschuss - mit welcher Intention beginnt man eine "Nachsuche", wenn man a) weiß, dass man das Stück nicht ohne Hetze bekommen wird,
aber
b) ebenso weiß, dass man den Hund aufgrund der verkehrstechnischen Umstände nicht schnallen wird können/wollen?
 
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Gute Frage, im Zweifelsfall muss man das kranke Stück „ im Kreislauf der Natur belassen“!
 
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Ja, der Schiessbetrieb auf den Plätzen setzt oft Grenzen! Ich habe mal ein Kalb mit Laufschuss gesucht, dass der Hund nach langer Hetze ( dieSuche begann jenseits desSicjerheitsbereiches) im Sicherheitsbereich in einem Fliessgewässer mehrere Stunden (!) stellte und ich konnte erst nach Ende des Schießens hin! Der Hund musste abends wegen Unterkühlung noch in die Klinik!
 
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Das ist Deine Meinung, ich habe eine andere!
Was sagt Deine Versicherung, wenn der Hund z.B. bei einer Nachsuche einen Verkehrsunfall verursacht? Ich habe das leider 3x erlebt....
Wenn es ein geringer Blechschaden ist, wird die Versicherung u.U. großzügig sein, aber wenn mehr passiert? Dann ist es mit der Großzügigkeit vorbei und Du wirst dicke Backen machen!
Auch die Nachsuche mit Hund ohne Prüfung kann sehr schnell zu viel rechtlichem Ärger führen!
Also meine Versicherung zahlt bei Hunden ohne Papier und BP. Zumindest hat mich niemand danach gefragt als einer meiner Hunde mit einem französischen Kleinwagen kollidiert ist. Schaden am Wagen von mehreren tausend € und leider eine ernsthafte Verletzung des Beifahrers wurden kommentarlos beglichen. Kommt drauf an bei wem man die Versicherung abgeschlossen hat.

Nachtrag: Der Unfall war in Bayern, ggf. hat es deswegen keine Diskussionen gegeben.
 
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