Nachsuche - Reicht mein Equipment

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#1
Ich hatte vor kurzem das zweifelhafte Vergnügen, eine Sau in einem dichten Maisfeld nachzusuchen. Lag zwar nach 20m mit gutem Treffer, aber wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte das auch sehr hässlich werden können.
Im Moment habe ich eine Pistole in 9 Para, die für den Fall der Fälle immer am Mann ist. Allerdings bezweifle ich, dass die ein annehmendes Schwein über 60 kg (dank Maismast haben das hier teilweise die Überläufer...) zuverlässig stoppt.

Mein Equipment bietet folgende Alternativen:
- reptierer .308 mit 52ger Lauf, kurz und führig aber da muss der erste Treffer halt sitzen sonst wirds unschön
- bockflinte 12/76, Brenneke rein dann hat man zwei Versuche und die gehen durch Bewuchs
- SLB .223, hat hohe Magazinkapazität und mehr Power als eine Kurzwaffe

Nun meine Frage, reicht eine der Alternativen als zweiter Mann (ich habe keinen Hund) oder sollte ich tatsächlich über irgendeine Taschenbazooka in .44 Mag aufwärts nachdenken?

Danke für die Hilfe
 
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#8
Wenn du mit der Pistole in den Mais gehst um nachzusuchen, tu dir und anderen den Gefallen und lass den zweiten Mann im Auto warten.
Die Nachsuche machst du mit Hund, Büchse und Jagdmesser.
CdB
(y)(y)(y)
Also erst mal werden wir die Revolverhelden provozieren: ;) Lass das Ding zu Hause!
Ich war 21 Jahre Schweißhundführer und ich habe 10 Jahre den Nachsuchenring geleitet. Ich verfügte über Nachsuchendetails im vierstelligen Bereich. Unser harter Kern bestand aus 4 Schweißführern. Warum hatte keiner von uns eine Kurzwaffe dabei? Dafür einen robusten Repetierer und ein gescheites Messer?
Auch Kipplaufwaffen sind ungeeignet, hab das nach der Wende immer abgelehnt wenn da einer mit der Doppelflinte hinter mir herkriechen wollte.
Sicher war die Langwaffe oft schwerer zu händeln als eine kurze. Du weißt nie in welcher Situation der Fangschuss angetragen werden muss. Mal sind es 30 m (Kurzwaffe :LOL::ROFLMAO::LOL:) und dann wieder nur 3 m. Die Langwaffe ist immer im Vorteil und kann beides.
Ohne Kurzwaffe scheinen nur die fangschussgebenden jagdpraktischen Kleingärtner nicht auskommen zu können.
 
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#9
SLB .223, hat hohe Magazinkapazität
Legal hast du 3 Schuss und 28 leer.
Da würde ich lieber ne SLF mit nehmen als n Ar15 oder Mini14. Theoretisch....

Lass das die Profis machen, und schaue bitte nochmal ins Lehrbuch.

Schon mal drüber nach gedacht wie weit du im Mais schauen kannst bzw Platz zum Zielen oder Ausweichen hast. Schon mal ein Video von einer annehmenden Sau gesehen?

Vor allem fehlt die als wichtigstes Utensil ne vernünftige Hose bei Abenteuern mit SW.
Im dichten Bewuchs kannst du ohne Hund auch eine .500SW vergessen.
 
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#11
6 Antworten - kein Inhalt.
Das kann hier schon mal lästig werden Freunde...

.308 im kurzen Repetierer ist gut - wenn das Geschoss richtig gewählt ist. Viele Erfahrene Nachsuchenführer bevorzugen Repetierbüchsen. Besonders das 98èr System wegen der hohen Zuverlässigkeit und der Schlagstücksicherung.

12/76 stopt die Sau und lässt sich auch von etwas Grün nicht vom Weg abbringen. Allerdings ist damit die Hinterlandgefährung groß und die lässt sich im Mais oft schwer beurteilen!

.223 ist auf Hochwild verboten und die Magazinkapazität durch das Gesetz auf der Jagd auf 3 begrenzt...

Wenn Du eine Kurzwaffe bevorzugst, dann nimm Dir etwas Zeit und versuche ein paar Modelle in versch Kalibern zu schiessen. Du musst das Kaliber gut handhaben können und für Dich heraus finden, wo Deine Grenze liegt.
So stark wie möglich ist das Motto.
Es bringt Dir aber nichts eine .44 Mag zu führen, wenn Du nach dem ersten Schuss aus der Bahn geworfen bist und ein ggf. benötigter zweiter Schuss nicht möglich ist.
Die .357 Mag ist für die meisten ein beherrschbares Kaliber
und bietet reichlich Feuer (auch hier auf das richtige GEschoss achten!).
Die KW kann sehr nützlich sein und im gegensatz zur 12/76 oder dem Kurzen Karabiner ist sie leicht bei jedem 08/15 Ansitz mit zu führen.
 
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#13
Die .357 Mag ist für die meisten ein beherschbares Kaliber
Bitte verzeih, die allermeisten sind mit einer 9mm schon heillos überfordert. Eine Kurzwaffe benötigt mit Abstand das meiste Training. Dann noch in einer Stresssituation mit einer evtl. annehmenden Sau. Das kannst du beim üblichen Trainingsstand vergessen.
 
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#14
Das soll jetzt nicht anmaßend klingen, aber dein Post sagt ja aus, dass du damit keinerlei Erfahrung hast.

Bevor du überhaupt über irgendwelche Ausrüstungsoptimierung, Kaliber, Waffenarten nachdenkst:

- Nimm bei sowas zunächst immer einen erfahrenen Jäger mit bzw. ruf einen dazu, einen der u.a. einschätzen kann wann Totsuche wahrscheinlich oder das Stück schnell zu stellen ist und wie dann abgefangen wird oder wann man direkt den Nachsuchenführer holt. Wenn du schneller lernen willst bitte darum, dass du bei sowas hospitieren darfst. Dir wird garantiert auch keiner mit Erfahrung sagen er kommt nicht weil du keine .44er, .500er, Nachsuchenbüchse oder was auch immer hast, wahrscheinlich sogar das Gegenteil, dass du als zweiter Mann deine Schusswaffen im Auto lassen kannst.

Komplett ohne Erfahrung in Nachsuchen stürzen, egal mit welcher Waffe, ist m.E. kreuzgefährlich, für dich selbst und andere. Wenn du einige Male Jägern mit Erfahrung über die Schulter geschaut hast, dann kannst du über Ausrüstung nachdenken.
 
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