Nachteile / Vorteile von Zielfernrohren mit Rohrkörper aus Stahl

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#1
Hallo zusammen,
ich habe unlängst bei egun ein Kahles Helia CB 3-12x56 ersteigert. Diese ZF wurden etwa von 2000 bis 2005 gebaut. Zu meiner Überraschung hat es einen Rohrkörper aus Stahl, der offensichtlich brüniert ist. Das Glas wiegt etwa 200g mehr als ein entsprechendes Glas mit Leichtmetallkörper. Gibt es noch weitere Unterschiede? Offensichtlich haben die beiden Vormontagen weniger Spuren hinterlassen als das üblicherweise bei ZF aus Leichtmetall der Fall ist. Wie sieht es mit der Stabilität aus? Warum gibt es zumindest im jagdlichen Bereich keine relevanten ZF mit Stahlkörper mehr?
WH, Bo
 
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#2
Warum gibt es zumindest im jagdlichen Bereich keine relevanten ZF mit Stahlkörper mehr?
...Gewichtsersparniss...?:unsure:

Stahl ist weniger Korrosionsbeständig und die benötigte strukturelle Stärke erreicht man bei den Alu-Röhren durch etwas mehr Materialstärke. Die Montagespuren sind doch meinst oberflächlich
 
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#3
Hallo zusammen,
...
Warum gibt es zumindest im jagdlichen Bereich keine relevanten ZF mit Stahlkörper mehr?
WH, Bo
Hallo auch.
Meine Vermutung:
viel viel früher wurde so manche Montage auf dem Stahltubus verlötet.
Mit Aufkommen von "besseren" Montagemöglichkeiten brauchts keine Stahlröhren mehr.
Zudem ist Aluminium leicher zu bearbeiten. Die Standzeiten von Werkzeugen verlängern und die Maschinenlaufzeiten verkürzen sich dadurch.
Insgesamt dürften also Kostengründe dafür verantwortlich sein.
 
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#4
Vorteile des Alu-ZF: geringeres Gewicht und Du bekommst sie mit Schiene. Stahl-ZF habe ich noch nie mit Schiene gesehen.
 
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#5
Ich habe ein Kahles Helia Stahl 3-12x56 ohne LP. Es ist mit Abstand leichter als das Zeiss Variopoint und das Meopta Meostar mit gleicher Grösse. Bei Alufelgen am Auto sind auch oft die Alufelgen schwerer wie die Stahl, da das Material deutlich dicker ist. Das es an der nicht machbaren Innenschiene liegen könnte glaub ich auch nicht. Technisch kein Problem.
 
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#6
Hallo auch.
Meine Vermutung:
viel viel früher wurde so manche Montage auf dem Stahltubus verlötet.
Mit Aufkommen von "besseren" Montagemöglichkeiten brauchts keine Stahlröhren mehr.
Zudem ist Aluminium leicher zu bearbeiten. Die Standzeiten von Werkzeugen verlängern und die Maschinenlaufzeiten verkürzen sich dadurch.
Insgesamt dürften also Kostengründe dafür verantwortlich sein.
Alu kann man genauso löten... der Vorteil vom Löten, man kann unterschiedliche Materialien mit einander Verlöten. Schweißen kann man nur das gleiche Grundmaterial. Bei unterschiedlichen Qualitäten davon, braucht es schon wissen was man macht. Sonst reißt die Naht.

Alu ist nicht zwangsläufig leichter zu bearbeiten. Es kommst sehr auf die Legierung an. Jeder Zerspanner kennt das Problem der Aufbauschneiden und des Schmierens. Ein 42Cr lässt sich um längen besser bearbeiten.
 
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#7
...Gewichtsersparniss...?:unsure:

Stahl ist weniger Korrosionsbeständig und die benötigte strukturelle Stärke erreicht man bei den Alu-Röhren durch etwas mehr Materialstärke. Die Montagespuren sind doch meinst oberflächlich
Korrosionsbeständigkeit sollte bei einem Zielfernrohr keinerlei Rolle spielen.
Innen muss es dicht sein.von Außen ist es brüniert oder Lackiert und verbringt 99% seines Lebens im Trockenen.
 
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#9
Ich habe ein Kahles Helia Stahl 3-12x56 ohne LP. Es ist mit Abstand leichter als das Zeiss Variopoint und das Meopta Meostar mit gleicher Grösse. Bei Alufelgen am Auto sind auch oft die Alufelgen schwerer wie die Stahl, da das Material deutlich dicker ist. Das es an der nicht machbaren Innenschiene liegen könnte glaub ich auch nicht. Technisch kein Problem.
Alufelgen müssen dicker sein als vergleichbare aus Stahl, da Alu weniger fest pro mm2 ist.
Allerdings ist bei den Alufelgen viel Optik, wenn man wollte könnten sie etwas leichter werden als die aus Stahl.
Alu hat eine Dichte von ca. 1/3 gegenüber Stahl.
 
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#10
Ich habe ein Kahles Helia Stahl 3-12x56 ohne LP. Es ist mit Abstand leichter als das Zeiss Variopoint und das Meopta Meostar mit gleicher Grösse. Bei Alufelgen am Auto sind auch oft die Alufelgen schwerer wie die Stahl, da das Material deutlich dicker ist. Das es an der nicht machbaren Innenschiene liegen könnte glaub ich auch nicht. Technisch kein Problem.
Man müsste jetzt wissen, wie viele Linsen in welchem der Gläser verbaut sind.
Vermutlich ist das die Erklärung dafür.
 
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#11
Hallo zusammen,
ich habe unlängst bei egun ein Kahles Helia CB 3-12x56 ersteigert. Diese ZF wurden etwa von 2000 bis 2005 gebaut. Zu meiner Überraschung hat es einen Rohrkörper aus Stahl, der offensichtlich brüniert ist. Das Glas wiegt etwa 200g mehr als ein entsprechendes Glas mit Leichtmetallkörper. Gibt es noch weitere Unterschiede? Offensichtlich haben die beiden Vormontagen weniger Spuren hinterlassen als das üblicherweise bei ZF aus Leichtmetall der Fall ist. Wie sieht es mit der Stabilität aus? Warum gibt es zumindest im jagdlichen Bereich keine relevanten ZF mit Stahlkörper mehr?
WH, Bo
Hallo was noch als Vorteil anzusehen ist wäre die bessere Verwindungssteifigkeit, könnte interessant sein mit der Benutzung von Vorsatzgeräten.
Sonst sehe ich auch die Zf`s mit Leichtmetalltubus im Vorteil!
Bei der Produktion des Tubus ist natürlich Aluminium auf Grund der Bearbeitungsmöglichkeit das Mittel der Wahl.
 
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#12
Ein wesentlicher Vorteil der Stahlgläser, was aber heute im Zeitalter der Picantinny- und Brückenschwenkmontagen und anderer Abscheulichkeiten leider keine Rolle mehr spielt, ist die unübertroffene Eleganz bei flachester Bauweise einer SEM mit (Halb-)Ringen unter einem Stahlglas. PB012932.JPG oder noch flacher auf einer Bockbüchse:
2. Nickel 1-4x(20) ES (1).JPG
 
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