NAM Safari im ZDF

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#16
Ein tendenziöses Machwerk, das Fakten verdreht oder absichtlich bestimmte Fakten nicht benennt. Solche undifferenzierten Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind für mich die eigentlichen Demokratiekiller in unserer Gesellschaft. Die durch den Beitrag gebrandmarkten Jäger sind wütend, weil sie mit Lügen und Verdrehungen in eine Ecke gestellt und diffamiert werden. Und die gutmeinend empörten „Tierschützer“ sind aufrichtig wütend auf die Jäger, weil sie die Lügen in dem Beitrag für bare Münze nehmen. Folge ist eine immer weiter zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft durch öffentlich-rechtliche Institutionen, die sich doch eigentlich für das Gegenteil einsetzen sollten.
 
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#17
[QUOTE="grandveneur, post: 4275587, member: 6209

Vielleicht ist es ja besser das nicht fundierter Unsinn verbreitet wird als sehr gründlich berichtet wird über nachgewiesene Tatsachen die uns am Ende mehr schaden könnten als hilfreich zu sein für das Fortbestehen der Trophäenjagd.[/QUOTE]

Darf ich fragen was du mit nachgewiesen Tatsachen in diesem Zusammenhang meinst? Ich lese aus diesem Abschnitt, dass es wohl nachgewiesene Tatsachen negativer Art gibt? Wenn ja bitte ich um Beispiele.
 
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#18
Es gibt gewisse Unsitten wie Canned Lions, das Aussetzen von Abschußwild in kleinen Gattern, die Züchtung von farblichen Variationen etc...
V.a. wird Südafrika mit den Zielkunden aus den USA mit diesen Praktiken in Verbindung gebracht.

So wie ich die Sache im südlichen Afrika (Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Mosambique..) sehe, wird dort "ehrlicher" gejagt. Sicher gibt es dort auch Großgatter, diese sind aber oftmals auch den nicht kooperationswilligen Nachbarn bzw. dem Schutz der Investitionen geschuldet.
Durch Bevölkerungswachstum und Zersiedelung wird die Jagd in Afrika wie sie in den 70er/80er Jahren möglich war nicht wieder kommen. Aber die Erfolge und auch die Akzeptanz des Wildes durch die lokale Bevölkerung (und damit meine ich auch weiße Farmer, die ihre Rinderwirtschaft runter fahren und statt dessen auf Jagdtourismus setzen) in den letzten 30 Jahren sind Beleg, daß geregelte Trophäenjagd (bzw. die Einnahmen daraus) das Überleben des Wildes sichern.

Alle "Totalschutz"-Maßnahmen (siehe Kenia) enden im Desaster.
Wie war der Spruch "Wahnsinn ist es, jedes mal das gleiche zu tun, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten".
Und genau dies praktizieren unsere "Naturschützer":
Kenia! Seit 1976 Totalschutz, aber Rückgang von fast 400.000 Elefanten auf weniger als 35.000, keine 2.000 Löwen mehr (es gibt Stimmen die sagen, es wäre sogar nur noch eine dreistellige Anzahl) usw..
 
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#19
Alle "Totalschutz"-Maßnahmen (siehe Kenia) enden im Desaster.
Wie war der Spruch "Wahnsinn ist es, jedes mal das gleiche zu tun, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten".
Und genau dies praktizieren unsere "Naturschützer":
Kenia! Seit 1976 Totalschutz, aber Rückgang von fast 400.000 Elefanten auf weniger als 35.000, keine 2.000 Löwen mehr (es gibt Stimmen die sagen, es wäre sogar nur noch eine dreistellige Anzahl) usw
Volle Zustimmung! Use it or lose it.
 
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#21
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#22
Die Canned Lions und Farbzüchtungen sind mir bekannt. Ich dachte es sind andere Gründe gemeint.
@Lüderitz hat zum größten Teil gut geantwortet.

Trotzdem darf man nicht vergessen das auch kommerzielle Interessen hinter der Jagd in Afrika stecken und das für viele Leute das Argument Artenschutz nur ein Grund ist die Aktivität Trophäenjagd aufrecht zu erhalten. Die Regelungen was die Verteilung der Einnahmen durch die Jagd angehen sind sehr unterschiedlich nach Ländern und auch Regionen im gleichen Lande. Wo die Gelder am Ende überall landen und wer auch davon profitiert was keiner von uns.

Das Hauptargument für den Erhalt der Trophäenjagd in Afrika , bleibt vor allem die Kontrolle über die Gebiete mit der Vorbeugung und den Kampf gegen die Wilderei die immer noch einer der ersten Gründen ist für den Rückgang und Gefährdung vieler Arten. Das wird nach meiner Meinung nicht genug betont , im Gegenteil zum Argument das das alles zugute der lokalen Bevölkerung kommt , was uns das Publikum , zum Teil mit recht , nicht so richtig abnimmt. Es ist immer noch besser und auch sinnvoller motivierte zahlende Gäste dauern in einem Gebiet zu haben , mit dazu die notwendige Infrastruktur , als nur mehr oder weniger motivierte und nicht immer zuverlässige Wildhüter , die man noch dazu zahlen muss , und das unter der alleinige Obhut von lokalen auch manchmal unsichere Behörden. Kenia und seine Problemen wurde schon zitiert. Sicher muss man diese zahlenden Gäste nach Afrika locken , und das geht halt besser mit Trophäenjagd als mit einer sterilen Durchführung eines Abschußplanes zur Artengulierung und Bekämpfung des Wildschaden.

Sicher kommt das Argument nicht so gut bei Tierschützer an und nimmt den ihre Emotionen nicht da weiterhin im Name der Artenerhaltung einige Tiere , wenn auch im Verhältnis wenig , erlegt werden. Die Tierschützer haben aber kein effizientes Konzept zur Artenerhaltung ohne Jagd vorzulegen.

Ob man aber den Wildschaden den die Elefanten verursachen mit Trophäenjagd bekämpfen kann ist ein Thema für sich.

Ebenfalls , von welchem realen Nutzen zur Artenerhaltung sind Jagdfarmen , größere Wildgatter oder sehr intensiv gehegte und gepflegte Gebiete zwecks Trophäenjagd , weiß ich nicht.
 
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#23
Ein ganz erheblicher Nutzen. Besser als Zoos, viel höhere Populations, Leben in Ihrem annähernd natürlichen Habitat und: Sie überleben. Genetisch sterben Tiere, wenn diese nur noch in Zoos gehalten werden, über kurz oder lang aus.
Das die Bevölkerung sich von nicht invasiven Arten ernähren kann (indirekt durch die Abschussprämie, etc. oder direkt durch das Fleisch), anstatt Kühe etc. zu halten oder kommt der gesamten Flora und Fauna zu gute.
 
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#24
Ein ganz erheblicher Nutzen. Besser als Zoos, viel höhere Populations, Leben in Ihrem annähernd natürlichen Habitat und: Sie überleben. Genetisch sterben Tiere, wenn diese nur noch in Zoos gehalten werden, über kurz oder lang aus.
Das die Bevölkerung sich von nicht invasiven Arten ernähren kann (indirekt durch die Abschussprämie, etc. oder direkt durch das Fleisch), anstatt Kühe etc. zu halten oder kommt der gesamten Flora und Fauna zu gute.
Sicher sind Jagdfarmen eine bessere Alternative als Zoos. Vor allem sind das aber kommerzielle Einrichtungen und keine wissenschaftlich kontrollierte Zuchtstellen oder Ökosysteme zum Erhalt von bedrohten Tierarten.

In manchen Gebieten profitiert die Bevölkerung von den Abschussprämien und manchmal sogar von dem Fleisch , aber das auch nicht überall in Afrika. Viele Regierungen möchten eher das die Bevölkerung so wenig wie möglich zum Genuss von Wildfleisch kommt im Glaube damit nicht die Wilderei zu fördern. Rinder zu halten ist für die Einheimische in Afrika ein Luxus das sich wenig leisten können aber sehr begehrt ist , von weitem mehr als eine intakte Tierwelt im Bush.
 
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#25
Wo ist das Problem mit kommerziell? In Bezug auf Zuchtstellen und Ökosystemen widerspreche ich.
Zum einen ist Zucht kein Arterhalt, sonder will typischerweise ein Merkmal fördern. Das ist nicht natürliche Selektion und Evolution. Insofern dem Arterhalt nicht dienlich.
Zum Ökosystem: da diese Farmen fast immer im natürlichen Habitat oder geeigneten Habitaten existieren, ist das für den Erhalt und die Entwicklung der Tiere, aber auch der Flora besser. Meist sind sogar Ihre natürlichen Feinde anwesend, was dem natürlichen Selektionsdruck entspricht. Eine kontrollierte Zucht hat mit natürlichem Erhalt aber meines Erachtens nichts zu tun. Ich sehe nicht ansatzweise einen Sinn in sowas, solange solche Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Das einige Länder es ggf. nicht optimal regeln, hat nichts damit zu tun, dass dies meines Erachtens dennoch besser ist, als in solchen Gegenden moderne Viehwirtschaft/Landwirtschaft zu betreiben, welche mit der natürlichen Flora und Fauna nur sehr wenig zu tun hat. Im Gegenteil, diese meist zerstört. Was wäre denn die Alternative hierzu, welche deutlich besser in Einklang mit den lokalen Bedürfnissen von Mensch und Umwelt zu bringen wäre und real funktioniert?
 
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#26
Es gibt kein Problem mit kommerziell , man kann auch Geld mit der Jagd verdienen.

Eigentlich gibt es für den Erhalt der Arten die National Parks. Sicher sind da auch einige Problemen damit verbunden.

Was die Jagdfarmen betrifft , ich fürchte das die Einheimische eher an diesen Landflächen für ihre Viehzucht interessiert sind als das diese für das Jagd Vergnügen von Fremden benutzt werden. Der Afrikaner sieht die Sache oft anders als der Europäer wenn es um Naturschutz und Artenerhalt geht.

Wild und Jagd Management ist nicht einfach in Afrika. Ich bin pessimistisch was die Zukunft betrifft. Es sind viel zu viele Parteien mit sehr unterschiedlichen Interessen in der Sache involviert.
 
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#27
Das was Touris mit oder ohne Gewehr an afrikanischem Großwild sehen, kennen
die meisten Afrikaner nicht selbst aus eigener Anschauung. In den wenigen Parks gibt es kaum
einheimische Gäste sonder meist weiße , alte Besucher und neuerdings Chinesen. Die sind ja in Afrika ziemlich aktiv.
 
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#28
Das wichtige ist doch, daß Wild außerhalb der Nationalparks lebt. Und das geht nur indem man das Wild kontrolliert nutzt. Aber auf den Gedanken kommen unsere Gutmenschen auch nicht, denen reicht es, einmal im Leben mit dem Pickup durch einen großen Freiluftzoo zu fahren.
 
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#29
Das was Touris mit oder ohne Gewehr an afrikanischem Großwild sehen, kennen
die meisten Afrikaner nicht selbst aus eigener Anschauung. In den wenigen Parks gibt es kaum
einheimische Gäste sonder meist weiße , alte Besucher und neuerdings Chinesen. Die sind ja in Afrika ziemlich aktiv.
Da liegt ja ein großer Teil des Problems. Zahlende Gäste braucht man in Masse , sonst wie willst du die NP finanzieren. Die Parks die sehr abgelegen und schwer erreichbar sind haben ein Problem.

Was die "Touris" mit Gewehr betrifft , die große Sprüche vom Stil "Trophäenjagd ist Artenschutz" kommen von dieser Seite und werden aber zeitweise von einflussreichen Einheimischen in führender Position aufgegriffen um irgendeine Maßnahme die irgendjemand profitieren wird zu rechtfertigen. Interessieren tut aber die afrikanische Öffentlichkeit das alles wenig. Die Welt in den Millionen Städten von Afrika interessiert sich nicht für den Bush , den sie effektiv oft gar nicht kennt , und die die im Bush leben hätten lieber mehr Agrar- und Weideflächen als NP's oder diverse Jagdgebiete von den nur einige wenige profitieren. Dazu kommt das beide Gruppen oft sich nicht so besonders lieben und die Konflikte vorprogrammiert sind. Das hat nur indirekt mit der Jagd was zu tun , aber indem der Bush unsicher wird verliert man die Kontrolle über die Jagdgebiete.

Es wird nur noch herum diskutiert und große Sprüche um sich geworfen , Sprüche die , auch wenn sie zum Teil fundiert sind , uns die Laie so oder so nicht abnehmen. Tiere töten soll Arten erhalten , das glaubt doch niemand und schon gar nicht nach solchen ZDF-Sendungen , egal wie du das begründest.

Und fast jedes Jahr gehen Jagdgebieten in Afrika verloren.
 
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#30
das thema ist vielschichtig, aber zu dem, was im zdf kürzlich zu sehen war, kann man nur eins sagen: es war widerlich! da geilte sich einer aus nächster nähe am abschuss einer giraffe auf.
bei der nächsten sequenz wurde ein raubtier (ich glaube, es war ein löwe) mehrmals beschossen, bis er halbtot aus dem baum viel. widerlich, erbärmlich, abstoßend, ...

menschen, die so etwas sehen, wollen keine erklärung. sie wollen, dass das aufhört!

artenschutz lässt sich erfolgreich anders organisieren, soweit es keine korruption gibt. aus nachhaltigem tourismus ohne büchse könnte man viel geld generieren, um artenschutz zu betreiben, aber sicher nicht in ländern, in denen angefangen von der regierung bis runter zu den regionalen verwaltungen mehr korruption als rechtsstaatlichkeit herrscht.

das argument "artenschutz" durch trophäenjagd wurde bisher von keiner unabhängigen organisation in seiner relevanz bestätigt und wie hoch der anteil an jedem im jagdtourismus umgesetzten dollar ist, der in den artenschutz fließt, bleibt auch nicht nachvollziehbar. diese branche hat viel zu viele intransaparente wege, die das geld nimmt.
 
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