Namibia Nebenkosten (Präparation und Versand)

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Die Bearbeitung/Imitation des Nasenschwamms finde ich auch wichtig, manchmal sehen die auf den ersten Blick nach billigem Plastikzeugs aus.
 
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Es gibt in Südafrika (von den Verhältnissen in anderen Ländern habe ich keine Kenntnis) exzellente Präparatoren und die Verwendung von entsprechenden Kernen ist dort meines Wisses nach Standard.
Vorteil ist, dass die Arbeiten in vielen Fällen zu seinem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis bekommt, da die heimischen Fachkräfte die Präparatoren Meister handwerklich sehr gut unterstützen.

Ich kenne hier in meinem jagdlichen Umfeld Fälle, wo Jäger ein Full Mount Rhino in einer klimatisierten, beleuchteten Panzerglas Box im Park aufgestellt haben, weil die zu einem begehbaren Jagd-Diorama umgebaute Riesen Scheune beim herrschaftlichen Gutshof den Platz nicht mehr her gab. In der ehemaligen und für Millionen Euro in ein jagdliche Großsammlung umgebautem "Scheune" die eine Seite Europa mit in die Halle gebauter Jagdhütte, riesen Kamin und angedeuteten Berggipfeln und die andere Afrika mit Safari Bar (Schilfdach, Löwe und Kroko, Leopard reisst Kudu und Schulterpräparate von allem was es gibt an den Wänden). Dazu ein ausgeklügeltes Beleuchtungsprogramm etc...

Ein anderer Jäger hat sich zur besseren Ausstellung seiner vor Jahren schon 40 (sic!) Büffel Schultermontagen eigens ein kleines Schloss im Umland Berlins gekauft.

Das hat alles für mich eher mit sammeln denn mit jagen zu tun aber wie sagt man doch so schön: "whatever floats your boat"....

In einschläägigen Jagdzeitschriften aber auch in der "Laienpresse" machte vor einigen Jahren das Shangri La des "Großwildjägers" und ehemaligen Modeunternehmers Dr Knut Bellinger Schlagzeilen. Sicherlich ist das alles für ihn auch angesichts der damals noch komplexeren Reiseabläufe und der vielleicht auch noch anspruchsvolleren Jagden voller einzigartiger Erinnerungen - für Außenstehende und selbst für manche Jäger wirkt es in der Ballung doch eher wie ein etwas zugestelltes Museum ohne erkennbaren roten Faden. Und damit doch eher etwas befremdlich. So wie manche Bildergalerie, wo sich einzeln gesehen dekorative und wertige Bilder durch die Zusammenstellung und Massierung gegenseitig "erschlagen"...

01k-22-71-78109031-ori-jpg.jpg


https://www.express.de/koeln/mitten...-tier-museum-des-koelner-mode-fuersten-385394

Übrigens hat Bellinger sogar einen Wikipedia Eintrag und wird in diesem Jahr die 91 Lenze voll machen. Harter Knochen (y);)

https://de.wikipedia.org/wiki/Knut_Bellinger
 
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War da jetzt eine wertende Aussage deinerseits bei oder nur Info?
Im Text wie immer sachliche Fehler. 2 mal eindeutig ein Gepard erkennbar. Der wäre nicht exportierbar es sei denn derjenige macht sich strafbar(man möge mich korrigieren!)
Der wahre Kern besteht leider in der Aussage, dass man für Geld alles schießen darf inkl Nashorn und da sehe ich wirklich rot.
Die Art des "jagens" kann man doch keinem normalen Menschen für "conservation" verkaufen..
Aber jeder wie er meint. Irgendwann haben die Länder auch genug davon.

@Black Grouse danke für das Bild... so etwas grausiges meinte ich ein paar Seiten vorher.
 
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War da jetzt eine wertende Aussage deinerseits bei oder nur Info?
Im Text wie immer sachliche Fehler. 2 mal eindeutig ein Gepard erkennbar. Der wäre nicht exportierbar es sei denn derjenige macht sich strafbar(man möge mich korrigieren!)
Der wahre Kern besteht leider in der Aussage, dass man für Geld alles schießen darf inkl Nashorn und da sehe ich wirklich rot.
Die Art des "jagens" kann man doch keinem normalen Menschen für "conservation" verkaufen..
Aber jeder wie er meint. Irgendwann haben die Länder auch genug davon.

@Black Grouse danke für das Bild... so etwas grausiges meinte ich ein paar Seiten vorher.

Gerne - was das Rhino betrifft, hätte ich Dir vor einiger Zeit noch zugestimmt. Und noch immer käme ich weder auf die Idee eines zu schießen, geschweige es mir in den Garten oder das Haus zu stellen. Jedoch trägt die Jagd in SA und auch anderen Bereichen maßgeblich zur Erhaltung der und ganz besonders dieser Art bei. Auf Rhinos wurde und wird durch hoch professionelle Banden ausgerüstet mit Helikoptern etc gejagt. Um so etwas zu stoppen braucht es eine genauso professionelle "Armee" um die Rhinos zu schützen. Wenn man das mit dem Abschuss einiger dieser Tiere re-finanzieren kann, so ist das in der Gesamtbilanz ok und alternativlos.
Aber ein beleuchtetes Rhino im Garten offenbart in meinen Augen nicht grade ein klassischen Stiverständnis..

Die beiden gefleckten Katzen sehen zumindest für mich wie Leoparden aus. Die Körperform ist nicht die von Gerparden. Vorne meine ich ein weibliches Stück zu erkennen. Hinten rechts ein männlicher Leopard. Könnte vermutlich @Woodleigh optisch nochmal gegen checken.

Aber Bellinger hat auch in Zeiten lange vor diesen gejagt - da war das mit dem Import von Trophäen sicher etwas einfacher als heutzutage. Auf einem Bild ist er sogar mit einem Jaguar als Jagdbeute abgelichtet.

8905_13_20130917135306.jpg


https://wildundhund.de/wp-content/uploads/sites/2/old_docs/036_043_bellinger.pdf

8903_13_20130917134229.jpg


Ich kann mir auch hier kein Urteil erlauben. Habe beruflich gelegentlich mit solchen egozentrischen "Vögeln" zu tun - jagdlich sind mir die bodenständigen Jäger deutlich lieber

https://www.geartester.de/videos/djz-interview-prominenter-jager-dr-knut-bellinger
 
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Es gibt in Südafrika (von den Verhältnissen in anderen Ländern habe ich keine Kenntnis) exzellente Präparatoren und die Verwendung von entsprechenden Kernen ist dort meines Wisses nach Standard.
Vorteil ist, dass die Arbeiten in vielen Fällen zu seinem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis bekommt, da die heimischen Fachkräfte die Präparatoren Meister handwerklich sehr gut unterstützen.

Ich kenne hier in meinem jagdlichen Umfeld Fälle, wo Jäger ein Full Mount Rhino in einer klimatisierten, beleuchteten Panzerglas Box im Park aufgestellt haben, weil die zu einem begehbaren Jagd-Diorama umgebaute Riesen Scheune beim herrschaftlichen Gutshof den Platz nicht mehr her gab. In der ehemaligen und für Millionen Euro in ein jagdliche Großsammlung umgebautem "Scheune" die eine Seite Europa mit in die Halle gebauter Jagdhütte, riesen Kamin und angedeuteten Berggipfeln und die andere Afrika mit Safari Bar (Schilfdach, Löwe und Kroko, Leopard reisst Kudu und Schulterpräparate von allem was es gibt an den Wänden). Dazu ein ausgeklügeltes Beleuchtungsprogramm etc...

Ein anderer Jäger hat sich zur besseren Ausstellung seiner vor Jahren schon 40 (sic!) Büffel Schultermontagen eigens ein kleines Schloss im Umland Berlins gekauft.

Das hat alles für mich eher mit sammeln denn mit jagen zu tun aber wie sagt man doch so schön: "whatever floats your boat"....

In einschläägigen Jagdzeitschriften aber auch in der "Laienpresse" machte vor einigen Jahren das Shangri La des "Großwildjägers" und ehemaligen Modeunternehmers Dr Knut Bellinger Schlagzeilen. Sicherlich ist das alles für ihn auch angesichts der damals noch komplexeren Reiseabläufe und der vielleicht auch noch anspruchsvolleren Jagden voller einzigartiger Erinnerungen - für Außenstehende und selbst für manche Jäger wirkt es in der Ballung doch eher wie ein etwas zugestelltes Museum ohne erkennbaren roten Faden. Und damit doch eher etwas befremdlich. So wie manche Bildergalerie, wo sich einzeln gesehen dekorative und wertige Bilder durch die Zusammenstellung und Massierung gegenseitig "erschlagen"...

01k-22-71-78109031-ori-jpg.jpg


https://www.express.de/koeln/mitten...-tier-museum-des-koelner-mode-fuersten-385394

Übrigens hat Bellinger sogar einen Wikipedia Eintrag und wird in diesem Jahr die 91 Lenze voll machen. Harter Knochen (y);)

https://de.wikipedia.org/wiki/Knut_Bellinger

Das meinte ich mit meinem Kommentar...

Der Eisbär neben dem Krokodil und vor dem Stoßzahn, der Elch neben dem Sabre ...

Meins ist es nicht, aber wenn er es gejagt hat und nicht auf Wildfarmen zusammengeschossen (das afrikanische Wild) durchaus eine Leistung. Über Geschmäcker soll man nicht streiten.

Gruß,

Mbogo
 
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@Black Grouse
Den Grundgedanken der Trophäenjagd stelle ich nicht infrage. Ich war selbst in dem Bereich tätig. Später auch hinter dem Schreibtisch.
Solange es keine gefährdeten Arten sind stimme ich zu 100 % überein.
Sobald genug Geld im Spiel ist und es um seltene Arten geht, sieht es leider in der Realität anders aus. Da ist alles eine Frage des Geldes, darauf bezog ich mich im Artikel. Das stimmt halt leider.
Ich habe da keine Patentlösung für, aber tolierern kann ich es nicht.
Das Nashorn wurde betäubt und 150km weiter auf eine andere Farm gebracht zur Fortpflanzung. Alles rein privat organisiert ohne einen Cent staatliche Hilfe. Hier in DE nicht denkbar. Die Leute setzten sich privat undglaublich dafür ein diese Art zu erhalten, auch ohne direkten Profit zu erhalten. z.t sind die Farmen gar nicht zugänglich oder die Gebiete wo die Rhinos leben.
Ich konnte mehrere solche Aktionen miterleben, auch bei Sable Roan Büffel etc.
Ich kann es eben gerade beim Rhino nicht verstehen. Ist in etwa auf dem niveau eine Kuh zu jagen oder ein Scheunentor zu treffen. Eins wurde per Heli gedartet, an das andere sind wir bis auf 15m zu Fuß herangekommen...


IMG_06851.jpg

Zu den Frachtkosten habe ich noch herausgekramt, SA bis FRA Büffel ganz Präparat kostet ca 15.000€
 
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@Black Grouse

Ich kann es eben gerade beim Rhino nicht verstehen. Ist in etwa auf dem niveau eine Kuh zu jagen oder ein Scheunentor zu treffen. Eins wurde per Heli gedartet, an das andere sind wir bis auf 15m zu Fuß herangekommen...

Aus diesem Grund habe ich es bisher abgelehnt, eine Giraffe zu schießen. Stehen auf Schrotschussentfernung vor dir mit ihren hübschen Augen und Lidern...
Die Farmer lieben sie nicht...

BTW: In zweieinhalb Wochen sollen endlich unsere Trophäen von Anfang Juli 2019 verschifft werden, hab schon nicht mehr dran geglaubt.
 
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@Black Grouse
Den Grundgedanken der Trophäenjagd stelle ich nicht infrage. Ich war selbst in dem Bereich tätig. Später auch hinter dem Schreibtisch.
Solange es keine gefährdeten Arten sind stimme ich zu 100 % überein.
Sobald genug Geld im Spiel ist und es um seltene Arten geht, sieht es leider in der Realität anders aus. Da ist alles eine Frage des Geldes, darauf bezog ich mich im Artikel. Das stimmt halt leider.
Ich habe da keine Patentlösung für, aber tolierern kann ich es nicht.
Das Nashorn wurde betäubt und 150km weiter auf eine andere Farm gebracht zur Fortpflanzung. Alles rein privat organisiert ohne einen Cent staatliche Hilfe. Hier in DE nicht denkbar. Die Leute setzten sich privat undglaublich dafür ein diese Art zu erhalten, auch ohne direkten Profit zu erhalten. z.t sind die Farmen gar nicht zugänglich oder die Gebiete wo die Rhinos leben.
Ich konnte mehrere solche Aktionen miterleben, auch bei Sable Roan Büffel etc.
Ich kann es eben gerade beim Rhino nicht verstehen. Ist in etwa auf dem niveau eine Kuh zu jagen oder ein Scheunentor zu treffen. Eins wurde per Heli gedartet, an das andere sind wir bis auf 15m zu Fuß herangekommen...


Anhang anzeigen 152773

Zu den Frachtkosten habe ich noch herausgekramt, SA bis FRA Büffel ganz Präparat kostet ca 15.000€

Kann Dir gut folgen - aber ich bin davon überzeugt, dass ohne eine finanziell tragfähiges Nutzungskonzept afrikanisches Hochwild zumindest auf seinem Heimatkoninent keine Zukunft hat. Und das heißt Fotosafrais oder Trophäenjagd. Am Besten beides in Synergie zueinander.

SA ist Heimat von über 90% der weltweiten Rhino Population - der Krügerpark als ein lediglich touristisch genutztes und öffentlich verwaltetes Schutzgebiet ist seit langem Zentrum der Nashornwilderei. In sehr rustikal bewachten privaten Farmen und Schutzgebieten mit Jagd- oder intensiver touristischer Nutzung (analog unserer Safari Parks nur größer ....) findet offensichtlich vergleichsweise wenig Wilderei statt.

Gegen Ende 2020 habe sich die Situation aber in sofern geändert, dass durch Reduktion des internationalen Flugverkehrs das Elfenbein nicht mehr ganz so unproblematisch zu den Abnehmern in Asien transportiert werden kann und die Wilderei sich eindrucksvoll reduziert hat.

Dieser Artikel aus der NY Times datiert vom April bzw. Juni und spiegelt im Corona Jahr 2020 noch ein anderes Bild:

"In South Africa, for example, about 85 percent of 2018 funding for the country’s wildlife and public lands management authority, South Africa National Parks, came from tourism-related sources, such as park entry fees and trophy hunting permits."

https://www.nytimes.com/2020/04/08/science/coronavirus-poaching-rhinos.html

Also gilt auch hier das "use it or loose it" Umsonst wird in den meisten Ländern der Welt, und vor allem den sogenannten Schwellenlängern, lang oder auch nur mittelfristig niemand Wildtiere schützen. Und was mit den Rhinos im Norden Afrikas passiert ist, ist bekannt.

Deren Embryonen sind inzwischen "Made in Berlin" und schlafen hier in einem Stickstofftank ihrer Implantation entgegen...

http://www.izw-berlin.de/en/press-r...-created-at-christmas-now-there-are-five.html
 
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Ich bin da vollkommen bei dir! Es wird nicht ohne nachhaltige Nutzung gehen!
Aber diese muss eben in meinen Augen anders aufgestellt werden als sie jetzt ist. Ich denke du verfolgst eben auch den Ansatz zu sagen, dass es generell legitim ist (über)alterte männliche Vertreter Ihrer Spezies zu entnehmen, gerade wenn diese sich nicht mehr aktiv am Brunft geschehen beteiligen.
Bin ich bei dir! Das gilt auch für Arten wie Schaafe / Ziegen in Asien.

Nur in der Realität sieht es dann anders aus. Hier müsste man ansetzen, aber das ist eben schwer, wenn die Abschusslizenz das Jahreseinkommen mehrerer Großfamilien bedeuten. Ich kann da nur von Asien sprechen wo dann eben (viel) zu junge Steinböcke geschossen werden(oder die Lizenzen ignoriert), weil der reiche weiße sich ja eben schon den Berg hochgeschleppt hat. Ja böse ich weiß es ist überspitzt. Das habe ich eben beruflich mitbekommen, nebst einiger kritischer Artikel in der 'Jagdzeit'.
 
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dieses „man müsste“ in Bezug auf Afrika und sonstige fremde Länder: bitte erstmal innehalten.

Jagdtourismus auf Rhinos: auch hier gilt, statt dass man es Alters sterben lässt und weil es (der Nashornbulle) eh Alters sterben muss, verkauft man den Abschuss; das ist eine extrem wertvolle Einnahmequelle: mit dem Abschuss eines Nashorns ist eine Jagdfarm ein ganzes Jahr lang durchfinanziert.

Warum jemand ein solches Nashorn schießen will? aufgrund der Bedeutung des Geldes, besser: aufgrund der Bedeutung von all dem Guten und Wertvollen was und wer da dranhängt und was damit gemacht wird: verblasst die Beantwortung dieser Frage eigentlich zur bloßen Motivforschung!

Ich nenne dennoch mal ein paar Gründe: Jagdpassion im Sinne des Habenwollens, Sammlerpassion im Sinne des etwas seltenes haben wollen. Sich irgendwie in die Reihe der Großwildjäger der früheren Zeiten einreihen zu wollen.

Aber letztlich hat jeder dieser Jäger seinen eigenen Zugang dazu, das Ganze ist höchst individuell und verdient eine gewisse Zurückhaltung in der Bewertung durch Dritte. Dieses in der Öffentlichkeit immer mehr verbreitete Herum-Moralisieren ist ein billiger Trick, um sich selbst zu überhöhen, auf Kosten anderer. Wenn man es nicht versteht: dann versteht man es nicht! Das ist aber kein Grund, diese Jäger abzuwerten, anzugreifen, nach Verboten zu schreien und kein Grund sich selbst etwas auszudenken was man selbst und für sich besser findet und es den anderen aufzwingen zu wollen. Fakt ist, wer einen Nashornabschuss für 100.000 $ bezahlt, steckt 100.000 € $ in Conservation. Und bitte, wer von diesen sog. Aktivisten steckt 100.000$ in Conservation? In CONSERVATION! Nicht in Agenturen und PR und online-Hetze.
 
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Ich bin da vollkommen bei dir! Es wird nicht ohne nachhaltige Nutzung gehen!
Aber diese muss eben in meinen Augen anders aufgestellt werden als sie jetzt ist. Ich denke du verfolgst eben auch den Ansatz zu sagen, dass es generell legitim ist (über)alterte männliche Vertreter Ihrer Spezies zu entnehmen, gerade wenn diese sich nicht mehr aktiv am Brunft geschehen beteiligen.
Bin ich bei dir! Das gilt auch für Arten wie Schaafe / Ziegen in Asien.

Nur in der Realität sieht es dann anders aus. Hier müsste man ansetzen, aber das ist eben schwer, wenn die Abschusslizenz das Jahreseinkommen mehrerer Großfamilien bedeuten. Ich kann da nur von Asien sprechen wo dann eben (viel) zu junge Steinböcke geschossen werden(oder die Lizenzen ignoriert), weil der reiche weiße sich ja eben schon den Berg hochgeschleppt hat. Ja böse ich weiß es ist überspitzt. Das habe ich eben beruflich mitbekommen, nebst einiger kritischer Artikel in der 'Jagdzeit'.

Zwischen den Rhinos in SA und den Wildschafen in Asien gibt es einen gewichtigen Unterschied:

Es gibt in SA, jenseits der offensichtlich sehr Wilderei-gefärdeten staatlichen Reservate, keine wilden Rhinos. Wer also hier seinen privaten Bestand jagdlich (oder sonstwie) fehl-nutzt wird sich selber der nachhaltigen, wirtschaftlichen Grundlage berauben.
Das ist bei den Wildschafen und -Steinböcke anders - diese gehören dem "Staat" und gegen entsprechende Gratifikationen schließen entsprechende Schutzfunktionsträger wie überall auf der Welt auch hier die Augen. Das solche Über- oder Fehlnutzung Wild-Bestände erschöpft ist klar.
Und inwieweit der Abschuss eines Farm-Rhinos große Jagd ist, will ich hier auch nicht hinterfragen. Aber vergleichen kann man die Situation von Gatter-Rhino und Himalaja Wildschaf meines Erachtens nicht.

Anbei noch ein weiterer Beitrag zum effizienten, privatwirtschaftlich getragenen Zuchtprogramm von Rhinos (John Hume hat mehr als 1800 Rhinos gezüchtet - das haben ziemlich sicher alle NGO Selbstbedienungsaktivist*innen in Afrika zusammen nicht geschafft).
Kommuniziertes Geschäftsmodell wären bei Hume die abgesägten Hörner (was gleichzeitig auch das Interesse der Wilderer an den "wertlosen" Rhinos deutlich mindern wird) - wenn man ihm denn erlauben würde, diese kommerziell zu nutzen. So steht das Projekt aktuell auf der Kippe.

https://rhinoreview.org/ngos-remain-skeptical-of-john-humes-conservation-intentions/

https://www.slow-journalism.com/del...e/is-farming-rhinos-the-only-way-to-save-them

https://jww.de/suedafrika-erfolg-fuer-die-tierrechtsbewegung/

Aber am Ende gilt auch hier, in leichter Abwandlung, die Weisheit "no money - no Rhino".

https://rhinoreview.org/ngos-remain-skeptical-of-john-humes-conservation-intentions/
 
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