Natursteinfugen

Anzeige
Mitglied seit
27 Aug 2003
Beiträge
877
Gefällt mir
10
#1
Situation: Aussenbereich, nicht überdacht. Fläche wird selten befahren. Unterbau mit Frostschutz etc. ist gegeben. Porphyr, Polygonalplatten, vor ca. 20 Jahren in Trasszement gelegt und mit Trasszement gefugt. Fugen bröseln nun teilweise raus. Fläche wird selten befahren. Unterbau mit Frostschutz etc. ist gegeben.

Plan: mit Hochdruck Fugen säubern bzw. Rest rausblasen und dann neu fugen.

Frage: fugen wieder mit Trasszement? Geht auch Portland? Oder was anderes nehmen?

Danke Euch.
 
Mitglied seit
13 Sep 2012
Beiträge
4.413
Gefällt mir
8
#2
Mach mal ein Foto. Wie breit sind die Fugen ?

Dann evt abstimmen ob Elastischer Fugenfüller aus dem Fielsenbereich eine Lösung währe; wen im Belastungsbreich ab Zuschlagstoffe wie z.B Epoxidharze Zielführend sind.


TM
 
Mitglied seit
27 Aug 2003
Beiträge
877
Gefällt mir
10
#3
Fugen sind ca. 1-3 cm breit und genauso tief. Die Frage ob reine Zementbasis oder mit Fertigprodukt mit Polymeren stelle ich mir ja gerade...
 
Mitglied seit
17 Jan 2013
Beiträge
170
Gefällt mir
34
#4
Also ich würde diesen Mörtel anmischen: 1 Schaufel Portland-Zement und 4 Schaufeln Sand, ansonsten Trasszement. Bei der kleinen Fugenbreite ginge auch elastischer Fugenmörtel für Außenbereich…) Meine polnischen Freunde, die Spezialisten mit Naturstein sind, bezeichen diese Mischung als „Hitler-Beton“ und nehmen es immer. In der Anlage ein Bild eines im erdfeuchten Betonbett auf Steindrainage verlegten und dann so verfugten Natursteinbodens, seit fünf Jahren ohne Probleme bei strengen Bergwintern. Die Steine habe ich aus dem Wildbach gefischt…
Kreuz und Hände schmerzen jetzt noch, wenn ich dran denke – aber es hat sich gelohnt.
Der angemischte Mörtel ist mit gelbem Pigment versehen, damit es hinterher schön dezent aussieht (wie der vor 100 Jahren und älter hergestellte Mörtel. Sonst werden die Fugen zu hell.)
 
Mitglied seit
17 Jan 2013
Beiträge
170
Gefällt mir
34
#6
Tja, wenn man sich nicht traut, die Mischung herzustellen, wäre fertiger Trasszement die Alternative.........
 
Mitglied seit
27 Aug 2003
Beiträge
877
Gefällt mir
10
#7
Tja, wenn man sich nicht traut, die Mischung herzustellen, wäre fertiger Trasszement die Alternative.........
mit "fertigem Trasszement" meinst Du sicherlich eine fertige Beton-/Estrichmischung mit Trasszusatz...
Also: wenn weder "Speismaschine" noch Ahnung noch Geschick noch Platz etc. vorhanden sind, kann ich Dir tatsächlich nur zu solchen Fertigmischungen raten. Ich habe sicherlich viele Tonnen Beton/Estrich/Mörtel/... selbst gemischt; wenn ich heute was brauche, kaufe ich auch die Fertigsäcke. Vor allem spart es Sauerei.

Zum eigentlichen Thema: bin inzwischen in der Entscheidungsfindung weitergekommen. Es wird tatsächlich Richtung hydraulisch bindender Beton mit Trass- und weiteren Zusätzen gehen.
 
Mitglied seit
17 Jan 2013
Beiträge
170
Gefällt mir
34
#10
Wichtig ist die sorgfältige Verarbeitung der Fertigmischung oder selbst angerührten Mischung. Meine Natursteinspezialisten haben ca. 2 h nach dem Verfugen mit Pinsel und sparsam Wasser die Fugen schön geglättet und so auch die Ränder satt am Stein anliegend gemacht.
Das ist das A und O für haltbaren Mörtel.


Probleme treten auf, wenn Wasser im Winter (Schmelzwasser) in Mikrorisse einsickert und dann gefriert. Das sprengt alles.


(So zermörsern wir auch Felsen: Mit der Hilti Löcher in den Fels bohren. Diese im Herbst mit konzentriertem Salzwasser füllen, im Winter gefriert das trotz Salz und sprengt den soliden Fels. Das Salz zieht auch immer wieder Feuchtigkeit an, so daß die Sprengwirkung bei Frost erfolgt. Im Frühjahr ist der Fels mürbe und kann abgeschlagen werden...)


Das obige Bild des Natursteinbodens - mit meist breiten Fugen -ist auf 1.550 m Höhe . da sind schon starke Winter-Einwirkungen - aber immer noch bestens nach 12 Jahren.
In den Rockies habe ich Vergleichbares ums Schwimmbad auf 2.900 m Höhe, auch 11 Jahre alt und immer noch intakt. Fast regelmäßig gibt es barbarische Winter mit minus 20 Grad und kälter, dazwischen heiße Sonne, große Temperaturschwankungen, welche dann feine Risse kracken lassen.
 
Mitglied seit
2 Apr 2001
Beiträge
4.092
Gefällt mir
124
#11
Tipp zur Felssprengung mit Wasser:

entscheidend für's Zermürben des Felsens ist die Zahl der Frostdurchgänge, nicht die absolute Minustemperatur. Je öfter das Wasser gefriert und sich dabei ausdehnt, desto eher bricht der Fels. Auch die Anzahl der Bohrungen ist wichtig, mehr kleine und feine sind effektiver, als eine große. Salzwasser entmischt sich beim gefrieren, die Salzlake ist unten und oben gefriert's. Daher taut es auch nicht unbedingt schneller auf, als normales Süßwasser.

Gruß,

Mbogo

PS: schon mal daran gedacht, über einem Durchwurzelungsschutz einfach nur eng verlegtes Pflaster mit einer feinkörnigen Sandmischung zu verlegen / verfugen? Wenn das Gefälle nicht zu stark ist, funktioniert das gut und ohne das Problem der Frostsprengung.
 
Mitglied seit
23 Mai 2018
Beiträge
27
Gefällt mir
5
#12
Servus Heckenjäger,

Weis nicht ob du immer noch einen Rat brauchst oder ob es schon erledigt ist. Mach die Fugen richtig sauber Moos schmutz und Öle müssen weg weg sein. Auch wenn z.B. ein Fleckstop oder Farbvertiefer drauf ist..... Runter damit das zeug bringt leider nur die zeit weg.
Dann würde ich mit Quarzsand wenn einen 0/4er bekommst den oder eben endsprechende Sackware mischen kein einkorn verwenden. Und das im Verhältnis 1/2 bis 1/3 mit Portlandpuzzulanzement (Trasszement) mischen, einen gut gängigen Mörtel einarbeiten abwaschen mit schwamm. Man kann die Fugen glätten aber auch ohne ist eine so fette mischung dicht.

Trasszement wussten die alten Römer schon zu verwenden, und stellten damit Bauwerke her die heute so manchem Architekt Rätsel bereiten. Trasszement neigt durch seine geringere Wärmeentwicklung beim abbinden weniger zu Schwindrissen als Portlandzement. Auch gibt es mit Portlandpuzzulanzement keine Kalk ausblühungen bei Naturstein was jetzt bei Porphyr weniger eine Rolle spielt da kein Kalkstein....

Alle Klarheiten beseitigt?

Grüße hunter
 
Mitglied seit
23 Mai 2018
Beiträge
27
Gefällt mir
5
#15
Bei fugenbreiten von 2-5mm verwende ich Mischung 1:1 Trasszement und Quarzsand nr. 9 (korn 0,1-05mm) bis 1cm Fugen dann 1:2 Quarzsand nr. 8/9 (korn 0,1-0,8mm) darüber hinaus darf ruhig auch korn bis 2mm dabei sein oder bei 3cm fugen gern 0-4mm eisensand/Quarzsand!
Sind anhaltswerte mach das beruflich seit 23 Jahren da machst die mischung nach Augenmaß, aber so wie beschrieben klappt es sicher!

Und eins ist auch klar ausserungen sind nie wie neu das muss auch klar sein! An deiner stelle würde ich Sackware 1x Quarzsand nr 8/9, 1x nr 7 und 1x Trasszement nehmen du brauchst die ganz groben Teile nicht weil die fugen vermutlich nicht immer arg tief sind!
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige
Oben