Neu Schärfen vs. Nachschärfen

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In Zeiten, in denen die rote Arbeit zunehmend in die Wildkammer verlagert und dort sinnvollerweise mit Messern aus dem Metzgereibedarf erledigt wird, schrumpft der Einsatzbereich für das Jagdmesser in den meisten Revieren doch eigentlich auf ein Minimum. Das gilt auch für die Gelegenheiten, ein Messer, welcher Qualität auch immer, zu verlieren - und sogar für das Schärfen.
 
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Nur etwas OT: Sitze auf Drückjagd. Freigegeben war vieles , u.a. Rotspießer. Die Anstellerin vom Forst hat uns alle entsprechend platziert. Ein Jagdnachbar.. hatte Erfolg. Es knallt. WmH denke ich. Am Ende (konnte selber Damwild erfolgreich strecken) kam der Nachbar zum vereinbarten Treffpunkt im Wald. Rotspießer gestreckt (so sagt er). Da lag ein Hirsch mit 60 cm langen Stangen oben noch mehrere cm Durchmesser. Die Försterin... "Das ist kein Spießer.. sehen wir nachher, brechen Sie mal erst auf, wir holen den Anhänger".. der Schütze: "Aufbrechen, ich dachte das machen Sie ?"... den Kommentar der Försterin spare ich mir. Der Schütze zu seinem Kombi Schwedisch-Chinesicher-Herkunft, hinten weißer Velours drin, kramt kurz im Rucksack. Fragt dann uns Jäger "Ich habe gar kein Messer mit, hat jemand von euch eines das er mir leihen kann" ?
Der Schütze wurde beim Bruch nicht berücksichtigt und für den zweiten Tag ausgeladen.

Fazit: Besser ein Messer mehr am Mann mitnehmen (reicht zur Not ja was kleines Klappbares) wie gar keines zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen irgendwie auf Jagd zu gehen und kein Messer am Mann zu haben. NoGo. Ansprechen können hilft natürlich auch.
 
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Fazit: Besser ein Messer mehr am Mann mitnehmen (reicht zur Not ja was kleines Klappbares) wie gar keines zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen irgendwie auf Jagd zu gehen und kein Messer am Mann zu haben. NoGo.
Wir haben als Lauser damals noch gelebt und gelernt IMMER ein Taschenmesserl dabei zu haben.
Hat sich jahrzehntelang bei mir durchgehend bewährt. (y)

"Mal schnell" aufbrechen geht zur Not jederzeit mit dem kleinen Schweizer Messer. Muss man halt auch können, was man bei den Helden wie dem geschilderten dann eh schon wieder nicht sicher weiß.;)
 
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... gestern abend noch eine fiese Totsuche, da teilweise Schlammlöcher von Stiefeltiefe...
Mein Jagdkamerade ist nach einer OP noch nicht ganz wieder fit also habe ich das Keilerchen gleich für ihn aufgebrochen...

"wau, das Messer geht aber ordentlich"... ein mit Lansky geschliffenes rostfreies Mora... ist mir mind. 3 mal noch auf die Steine gefallen und landete heute morgen samt Plastikscheide in der Spülmaschine.... und wenn ich keine Säge dabei gehabt hätte, hätte ich das Schloss auch damit aufgemacht.
Mein Setup - passt für mich... Und jetzt werde ich nicht viel mit dem Wetzstahl machen sondern es zu den anderen legen und bei Gelegenheit nachschärfen...
Peter


Peter
 
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Ich verstehe den ganzen Aufmarsch hier nicht. Ich nutze Messer als Werkzeug, von Mora, Dick bis zum Fjällkniven, Lindner etc, was halt gerade greifbar ist. Es muss scharf sein, dann geht es. ...........

So wie Kuno schon schrieb: Wegwerfen ? Habt ihr sie noch alle. Verlieren kann (selten) passieren. Aber bewusst wegwerfen kommt ganz sicher nicht in Frage. Wer Messer weg wirft weil diese stumpf sind .......................

Gabs da nicht mal "anno Tobak" einen Autofahrerspruch, der lautete: "Aschenbecher ausleeren"?
Wenn der voll ist kaufe ich mir ein neues Auto. :D
 
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In Zeiten, in denen die rote Arbeit zunehmend in die Wildkammer verlagert und dort sinnvollerweise mit Messern aus dem Metzgereibedarf erledigt wird, schrumpft der Einsatzbereich für das Jagdmesser in den meisten Revieren doch eigentlich auf ein Minimum. Das gilt auch für die Gelegenheiten, ein Messer, welcher Qualität auch immer, zu verlieren - und sogar für das Schärfen.

(y)
 
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26 Mai 2004
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Ich habe gestern ein YT-Video gesehen. Viele Schärfer getestet (Hand und Elektro). Da hat der WS von der Schärfe sehr gut abgeschnitten (BESS C Scale), sowohl frisch wie auch nach einiger "normierter" Nutzung auf Hardholz. Tja... war nur auf einem Küchenmesser ... Verschiedene Stahlsorten wurden nicht getestet.
 
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Der WorkSharp geht schon gut und vor allem schnell!

Bei meinem nicht vorhandenem Talent zum schärfen ist das für mich eine der besten Anschaffungen der letzten Jahre gewesen.
 

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