Neu Schärfen vs. Nachschärfen

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die gehen zum Spezialisten nach Thüringen zum nachschleifen....
Die alten Scherenschleifer aus Thüringen also... 😅😉

Ich handhabe das mit meinem Messer wie folgt:

1. Nie richtig Stumpf werden lassen
2. Nach jedem Einsatz 5 Mal durch den feinen Keramikabzieher und dann übers Leder

Dauert 2-3 Minuten und man hat wieder Rasiermesserschärfe.
 

z/7

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Könnte mir mal jemand erklären, was es mit dem Leder auf sich hat?
 
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Mit dem Leder kann man entgraten, oder sehr fein ausgeschliffene Schneiden (bspw. Rasiermesser) wieder aufrichten; man kann es aber auch mit Polierpaste bestreichen und dann -da dann sehr leicht abrasiv im Gegensatz zu Leder pur- das Messer auf Mikroniveau schärfen. Das Leder ist quasi die letzte/feinste Stufe des Schärfvorgangs. Auch unterwegs hat man übrigens oft ein solches geeignetes Leder mit dabei: ein Ledergürtel, mit der Schnalle irgendwo eingehakt und dann mit einer Hand auf Spannung gehalten, während die andere das Messer drüber streicht, eignet sich gut dafür.
 
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Ich denke der Schliff mit dem Lansky erzeugt nicht denselben Winkel wie der Werks-Schliff.

Erstmal müsste man ja den Schliffwinkel des Werksschliffs wissen. Ok, das kann man beim Hersteller erfragen. Und dann den Lansky auf denselben Winkel einstellen.

Aber selbst wenn man das so justiert, erzeugt der Lansky durch die runde Klingengeometrie nicht denselben Schliffwinkel über den gesamten Klingenverlauf.

Man muß sich mal vergegenwärtigen, was ein -relativ weiches- Mora bei der roten Arbeit stumpf macht: das sind i.d.R. Umlegungen der Schneide, wenn sie mit bspw. Knochen in Berührung kommt. Das kann man gut sehen, wenn man die Schneide unter eine Lampe hält: die Stellen glänzen dann. Diese kann man vor Ort mit einem Polierstahl (blank und daher nicht abrasiv, dazu hygienisch) einfach wieder aufrichten und stellt damit die Lansky-Ausgangslage wieder her: es muß also in solchen Situationen i.d.R. nicht Stahl abgetragen, sondern lediglich wieder "zurückgebogen" werden.
@Steinkauz: Was meinst Du mit "Umlegungen der Schneide"? Wie geht dieses "aufrichten" bzw. "zurückbiegen" vor sich, was findet da genau statt?
 

z/7

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Es verbiegt die Schneidkante an der Stelle auf eine Seite. Mit dem Stahl biegt man sie wieder hoch, in Linie mit dem Rest der Schneide.
 

z/7

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Ich find ja den ganz gut. Der sagt nur leider nix zum nackerten Riemen, lobt nur seine Schleifpasten über den grünen Klee.
 
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@Steinkauz das klingt plausible.
Wenn man mit dem Lansky richtig arbeitet, gibt es keinen Orginalwinkel mehr. Man kann ausreichen abtragen und hat dann einen neuen Winkel.
Ein einmal so geschärftes Nora schafft locker 1-2, auch ziemlich verdreckte sandige Sauen. Ich muss da nix nachschärfen. Für mich meist der fast letzte Schnitt der Schnitt in die Nieren. Da merkt man auch gut ob das Messer noch scharf ist.

Insgesamt nehme ich mal mit, es gibt einen Unterschied.

Wenn jemand das mit dem Leder und dem Grat nicht kennt: hier ist die unltimative Infoseite http://messer-machen.de/

Peter
 
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Mit dem Leder kann man entgraten, oder sehr fein ausgeschliffene Schneiden (bspw. Rasiermesser) wieder aufrichten; man kann es aber auch mit Polierpaste bestreichen und dann -da dann sehr leicht abrasiv im Gegensatz zu Leder pur- das Messer auf Mikroniveau schärfen. Das Leder ist quasi die letzte/feinste Stufe des Schärfvorgangs. Auch unterwegs hat man übrigens oft ein solches geeignetes Leder mit dabei: ein Ledergürtel, mit der Schnalle irgendwo eingehakt und dann mit einer Hand auf Spannung gehalten, während die andere das Messer drüber streicht, eignet sich gut dafür.
darf dann aber kein Lederverbundstoff sein (der leider auch als "Leder" deklariert wird), sondern echtes, geschnittenes Gurtband.
 
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Ich denke der Schliff mit dem Lansky erzeugt nicht denselben Winkel wie der Werks-Schliff.

Erstmal müsste man ja den Schliffwinkel des Werksschliffs wissen. Ok, das kann man beim Hersteller erfragen. Und dann den Lansky auf denselben Winkel einstellen.

Aber selbst wenn man das so justiert, erzeugt der Lansky durch die runde Klingengeometrie nicht denselben Schliffwinkel über den gesamten Klingenverlauf.


@Steinkauz: Was meinst Du mit "Umlegungen der Schneide"? Wie geht dieses "aufrichten" bzw. "zurückbiegen" vor sich, was findet da genau statt?


Den Winkel kann man mit einem Goniometer bestimmen (beim Werksschliff natürlich nur, wenn der "Werkswinkel" nicht bereits ausgeschliffen ist). Zu "Umlegungen der Schneide" siehe Post # 23 von @z/7
 

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