Neu Schärfen vs. Nachschärfen

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Ich habe ein Companion und ein Eldris. Außerdem zwei Erbstücke.Holzgriff, lange Klinge. Ich schätze mal 50er Jahre.
Die neuen liegen hier in Schweden im Pilzkorb und das Eldris kommt in die Hosentasche bei Wanderungen.

Und ich werde mit Sicherheit keine anderen kaufen.
 
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Du kaufst doch auch Heym und nicht Winchester XPR und montierst ein teures Glas drauf statt irgendeinen Scherben mit dem es auch geht.

Und du wirst lachen, es gibt Messer die kosten mehr als das zehnfache eines Müller, die Besitzer müssen ja völlig bescheuert sein, wenn man deiner These glaubt.

Und mit Müller hat das gar nichts zu tun. Ich hab ne Kiste voll Messer, die reihum benutzt werden und von Müller nur zwei.
Der Vergleich

ist unpassend; ein Messer, das ausreichend schnitthaltig und scharf ist zum Zerwirken einer Sau, so das man es hinterher ohne lange Zeremonie wieder fit machen kann für die nächste Sau, ist schlicht ein gutes Handwerkszeug, wenn Klingen- und Grifform und -material passen. Ist bei heutigen Moras oder 50-€ Martiniis gegeben.

Das kannst Du mit einer Winchester 70 mit Leupold-, Zeiss-, Svarowski- oder Schmidt & Bender Glas vergleichen, oder mir einer Heym Precision oder eine CZ. Gute Waffen, gute Optiken, immer einsatzbereit. Von den Preisen abgesehen, passen da auch die Blaser Repetierer rein. Nix mit Krachlatte und Glasscherbe.

Wer 's schöner will, gibt halt mehr Geld aus und legt den Bock mit einem Krieghoff Drilling mit höchster Holzklasse auf die Decke. Das Eine ist so brauchbar, wie das Andere. Der Repetierer ist praktischer, also mehr "Mora".

Gruß,

Mbogo
 
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Falsch. So lange es Menschen gibt die Werkzeug nutzen, wurde nicht nur Wert auf ein praktisches, sondern immer auch auf ein schönes Werkzeug gelegt.
 
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Ist wirklich ein putziges Thema. Ich liebe seit ich konfirmiert bin gute und schicke und qualitätsvolle Messer, speziell Gürtelmesser. An die seltsamen Blicke meiner Mitmenschen ob der Gürtelmesser tragenden Weibse habe ich mich schnell gewöhnt. Auf meinem Hof sind Messer im täglichen Alltag einfach unabdingbar. Haupteinsatz waren Stroh-und Heubänder aufzuschneiden. Dazu Notfälle bzw Notschlachtungen bei Schwein und Schaf, bei Maschinenreparaturen bei allen undenkbaren Gelegenheiten. Ein Mora, wie ich es in den siebzigern in Schweden beim Praktikum kennengelernt habe war dort die "Standardbewaffnung" aller Handwerker und in der LW Schaffenden .
Ich habe die damals zu Preisen , je nach Größe für 5-10 DM, mit nach Hause genommen. So 2-3 liegen hier immer noch rum, mit rotem Holzgriff. Leicht angelaufen, mit Flugrost , aber immer noch sauscharf zu schleifen.
Aber weibliche Eitelkeit verlangte nach Repräsentativeren. Cold Steel, Linder ATS 34 und auch MAM mit Böhler 690 Stahl.
Machten an der Hüfte was her. Aaaber, die PP Bänder der Heu- und Strohbunde sind wahre Schärfekiller, Schnitzereien an Elektokabeln, an Harthölzern tun nicht nur der Messerschärfe in der Seele weh.
Zur Aufrechterhaltung einer Rasiermesserschärfe zu der diese Messer zweifellos in der Lage sind habe ich dann vor über 30 Jahren den ersten ChiefChoise angeschafft.
Habe jetzt den 2. in Gebrauch, immer noch Rasiermesserschärfe und den Neid der Kollegen, also der jagdlich Interessierten zu ertragen.
Aber nun, da ich Rentieralttier bin, habe ich abgerüstet, meine heisgeliebten Laguioles mit teuren Holz- und Horngriffen, mit natürlich Rasiermesserschärfe ,in je nach Klingenlänge Handtasche, Hosentasche oder anderes weibliches Zubehör verfrachtet, die tollen Gürtelmesser in den Ruhestand versetzt und beschränke mich nun im Rentieralltag auf profane Opinols. Sind zwar umständlicher Einsatzbereit als teure Gürtelmesser aber dafür auch rasiermesserscharf in kürzester Zeit zu Schärfen, machen kein schlechtes Gewissen wenn sie im Einsatz vergewaltigt werden , haben aber leider keinen Showeffekt und Null Prestgegewinn.
Naja, Showeffekt habe ich wohl auch nicht mehr so richtig.
Für meine immer noch wichtigen Messeraufgaben, wie Tiere nackig machen, Aufschlitzen, unkenntlichmachen(Zerlegen), gibt es tolle Profimesser zB von Dick, die sich völlig problemlos Schärfen lassen, ergonomisch auf jeden Einsatzzweck optimiert sind.
Ich liebe nach wie vor Qualitätsmesser, unabhängig vom Preis, bin aber leider wohl altersbedingt zur Realistin geworden.
Ein 400€ + Messer ist aber leider einem unter 20€ Dickspeziealmesser hoffnungslos unterlegen. Und die Moramesser des letzten Jahrhunders mit ihren lackierten Holzgriffen wirken nach wie vor wetriger als die neuen federleichten Kunststoffgriffe.
 
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Das hast du aber schön geschrieben Alligatorin!
Dummerweise hast mit deinem vorletzten Satz bewiesen, daß du null Ahnung von der Materie hast, da du dem großen Cast widersprochen hast.
Nur teure Messer taugen was und alle Moras sind jagdlich unbrauchbar. ;)
Ähmmmmmmmm oder waren es nur die zwei die er hat und die er selbst getestet hat?
Oder liegt das Problem etwa da dran, das richtige Messer immer ein Parierelement haben müssen (welches das Mora Classic nicht hat) und die ganzen Skandinavier seid Jahrhunderten blöd sind, weil sie mit den lebensgefährlichen Messer hantieren.
Warum machen die das?
GENAU!!
WEIL SIE ES KÖNNEN!

Aber wir kommen vom Thema ab.
 
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Cast vertritt halt -sehr vehement- seine Meinung. Und die ist ja auch nicht verkehrt. Eine Werkstatt kauft idR kein Billigwerkzeug sondern gibt x-mal so viel für wertiges Werkzeug aus.

So gleich kann man es auf der Jagd sehen. Kann, muss aber nicht. Es ist fabelhaft, wenn eine handwerklich gut gemachte Klinge für 5 Sauen superscharf bleibt und man sich nicht rumärgern muss weil man das Messer wie ein Stück Holz durch die Schwarte zerren muss. Erkenne ich neidlos an, das ist ein Sahnestück. Wer mal mit Rasiermessern rumexperimentiert hat oder auch in der Küche auf gutes Handwerkszeug vertraut, weiß genau von was ich rede.

Aber es gibt auch andere Meinungen. Warum ein teures Messer wenn man schon einige im Wald nicht mehr gefunden hat. Warum ein Messer, welches 5 Elefanten kleinschneiden kann wenn man sowieso nur 1 Sau aufbricht. Warum ein Messer, welches mit Steinen geschärft werden müsste wenn man auch einen Bandschleifer für ein minderwertiges Messer nutzen kann.

Ja, Messer sind Werkzeuge. Aber mir persönlich reicht ein Mora im Rucksack und an der Jagdhütte ein Satz Dickmesser. Weil ich zu knauserig bin, kein teures Messer im Wald verlieren will und das Mora-Messerchen nach jedem Einsatz innerhalb von 1 Minute wieder auf die Schärfe bringen kann um wieder ein Stück Schwarzwild sauber und effektiv aufzubrechen. Und für den Fall, dass das Messer stumpf wird hab ich halt noch ein Messer dabei 🙃
 
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Cast vertritt halt -sehr vehement- seine Meinung.
Nö. Er geht jeden an der etwas anderes macht oder hat als er selber. Dieser Sport ist was anderes als eine eigene Meinung zu vertreten.
Ich steh nicht drauf mich permanent manipulieren zu lassen.

Es gibt wohl weniger was eine Rolle spielt als die Frage nach dem "ausreichenden" Messerstahl für den Otto-Normal-Jäger. Das Auto seltenst weiter als einen Steinwurf weg und ich der üblichen Jägerkarre liegen dann meist gleich mehrere Messer drin. Aufbrechen wird oft genug ohnehin erst in der Wildkammer gemacht.
Ja, das verlangt schon einen Survival-Stahl für den Fall, dass man mit dem Flugzeug über einer einsamen Insel abstürzt und erst ein Vierteljahrhundert später wieder gefunden wird. :rolleyes:
 
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Nö. Er geht jeden an der etwas anderes macht oder hat als er selber. Dieser Sport ist was anderes als eine eigene Meinung zu vertreten.
Ich steh nicht drauf mich permanent manipulieren zu lassen.
Als ich für meinen Teil kann behaupten dass ich wesensfest genug bin ;-)
Es gibt wohl weniger was eine Rolle spielt als die Frage nach dem "ausreichenden" Messerstahl für den Otto-Normal-Jäger. Das Auto seltenst weiter als einen Steinwurf weg und ich der üblichen Jägerkarre liegen dann meist gleich mehrere Messer drin. Aufbrechen wird oft genug ohnehin erst in der Wildkammer gemacht.
Auch darum reicht uns unser minderwertiges Werkzeug. Auch mit einem teuren Messer würde das Wild nicht von selbst aus der Schwarte/Decke/Balg springen.
Ja, das verlangt schon einen Survival-Stahl für den Fall, dass man mit dem Flugzeug über einer einsamen Insel abstürzt und erst ein Vierteljahrhundert später wieder gefunden wird. :rolleyes:
Der war richtig gut :-D
 
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Und wenn man kein Talent und keine Lust zum Messerschärfen hat, nimmt man halt ein Mora und macht die mit dem Work Sharp in nullkommanix wieder einsatzfähig.....

Von daher wären teure, wertige Messer bei mir rausgeschmissenes Geld.
 
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Du hast eben kein Gefühl für gute Messer.
Wenn du Mora führst wäre es konsequent auch einen Billigprügel mit Sutterglas zu besitzen, tut es ja auch.
Ich habe Billigprügel und auch Premium.
Den Diamantstein nutze ich natürlich auch für Moras.
Ich habe aber auch teure Jagdmesser.
Kleidung von Decathlon, aber auch teure.
Ich Kauf einfach das, wonach mir gerade ist, funktioniert es, bleibt es, bin ich unzufrieden, weg damit.
Ich hab mit Mora schon ein paar Sauen aufgebrochen, ebenso mit einem 6€ China Messer, aber ich habe auch einen Satz von dick in meinem Auto.
Das ein Mora qualitativ nicht das beste ist, ist mir relativ egal, solange ich es nach 2-3 Stücken innerhalb 1 Minute nachgeschärft habe, bin ich zufrieden🤷🏻
Das ist wie mit den Lesebrillen von meinem alten Herrn, der hat überall eine billige, weil er sie manchmal vergisst, ich habe überall ein Mora.
Das was du hier betreibst, ist, ohne deine eigenen Erfahrungen herabzuwürdigen, sehr oft Hetze!
Du findest einfach nicht den Spagat zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung.
Wenn du etwas sachliches zu sagen hast, dann raus damit, aber hör doch einfach Mal auf, die Dinge oder Herangehensweisen von anderen als schlecht darzustellen, wenn sie doch damit zurecht kommen.
 
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Dann laß die Sprüche, daß du für einen Diamantstein 17 Moras bekommst.
Was soll das?
Wie gesagt, ich hab vom Mora bis zu den mittleren Preisen Serienmesser und sogar @ Alligatorin, Dick Ausbeiner für die Arbeit in der Wildkammer.
Aber das ständige Geschwätz von den ach so tollen Moras nervt, es sind Billigstmesser und nicht mehr, sie erfüllen geradeso ihren Zweck, mehr nicht. Gab mal Zeiten bei Mora da erfüllten die tatsächlich einen gewissen Qualitätsanspruch. Ist lange vorbei.
Es gibt eine unüberschaubare Menge an Serienmessern, auch sehr preiswerte, die genauso ihren Zweck erfüllen, aber wenigstens ein wenig was fürs Auge bieten.
Dank der bspw bulgarischen Hersteller sogar mit ordentlichem Stahl, meine Messer stecken übrigens immer im Rucksack und machen am Gürtel gar nichts her.
 
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Moramesser als "Billigteile" zu qualifizieren ist falsch. Moramesser sind preiswert!
Sie haben eine sehr gute Handlage. Sie haben eine fast optimale Klingenlänge und Klingenform. Sie sind dem Preis entsprechend gut verarbeitet.
Wenn man versteht, diese Messer entsprechend zu schärfen, dann haben sie sogar eine gute Schnitthaltigkeit.
Wer damit rechnen muss, draußen mehr als zwei, drei Stück versorgen zu müssen, der sollte sich mit dem entsprechenden Werkzeug ausrüsten.
Aber ja, optisch gibt es am Gürtel viel schönere Messer, mit viel besserem Stahl und besserer Verarbeitung. nur wer ein solches Messer nicht schärfen kann - die häufigen Nachfragen lassen schließen, dass das ein großer Teil der Jäger nicht kann, ist auch mit dem teuersten Messer auf geschmissen.
 
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Es sind Billigteile, der Stahl wird ausgestanzt, der Plastikgriff angespritzt und fertig.
Naja, finishing muss per Hand erfolgen, mit genauso wenig Aufwand.
Nur so sind die Preise zu machen, Masse und möglichst viel Automatisierung.

Das ist aber nicht der Punkt.
 
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Werden die teureren Serienmesser von anderen Herstellern anders hergestellt?
Ich kenne keinen von den Großen, die Serienmesser herstellen und nicht (soweit wie möglich) automatisiert haben.
Auch die, die einen gewissen Qualitätsanspruch haben.
Manche nennen sich „hochtrabend“ Messermacher, sind aber nichts anderes wie Teilezusammenschrauber.

Und ich gebe Kuno recht:
Mora Messer sind preisWERT und das im ursprünglichen Sinn.
 

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