Neuausstellung des Jagdscheines nach negativem Gutachten

Anzeige
Mitglied seit
5 Jun 2018
Beiträge
5
Gefällt mir
4
#1
Hallo an Alle,

Die Waffenbehörde verlangt von mir ein (angeordnetes) medizinisch-psychologisches Gutachten zur Feststellung der Eignung im Umgang mit Waffen nach AWaffV.
Dem voran ging ein Besuch der Polizei inklusive Sicherstellung des Scheins und der Waffen. Grund hierfür war eine Aussage meiner Ex-Freundin.
Leider fiel das Psychologische Gutachten negativ aus (angeblich nicht auskurierter, beruflich bedingter Burnout // wohl vegan lebende Gutachterin, bei der ich nach ein paar Minuten bereits bemerkte, dass das nichts werden wird).

Die Behörde akzeptiert kein zweites Gutachten und stellt mich jetzt vor die Wahl die Waffen zu verkaufen oder ein Widerrufsverfahren zu öffnen.

Das negative Gutachten habe ich nicht eingereicht.
Wie sieht es bei der Neuausstellung aus? Hatte Jemand schon einmal diesen Fall? Kann ich in dem Falle ein neues Gutachten vorlegen?
Ich bin gerade echt aufgeschmissen. Es ist echt schwierig einen Anwalt zu finden, der sich mit dem Verwaltungsrecht/Waffenrecht auskennt und im studentischen Budget liegt.

Ich hoffe jemand hatte schonmal einen ähnlichen Fall und weiß Rat. Ich bin echt aufgeschmissen.
 
Mitglied seit
11 Aug 2012
Beiträge
2.288
Gefällt mir
647
#2
"Psychologisches Gutachten" - alles klar. Die Ex und die Psychotante wollen Dich fertigmachen, und haben dazu das perfekte Mittel gewählt, nämlich eines, welches ziemlich oft grundfalsch ist und trotzdem nicht widerlegt werden kann. Genial!

-> Du brauchst den besten Anwalt den Du bekommen kannst, nicht den billigsten!

Viellicht kann "Dein" LJV helfen.
 
Mitglied seit
5 Jun 2018
Beiträge
5
Gefällt mir
4
#3
Das ist leider genau das Problem, eher müsste die Ex zur Psychotante, aber allein diese Aussage ist ja anscheinend schon "uneinsichtig" :unsure:. Da kam das berufliche Burnout leider wie gelegen. Leider habe ich den Fehler mit der Billigsten Variante bei der Gutachterin schon gemacht, da ich mir ja nichts vorzuwerfen habe...
Für Tipps zu einem Anwalt wäre ich wirklich dankbar.
Den LJV werde ich mal kontaktieren! danke schonmal!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
7 Dez 2014
Beiträge
421
Gefällt mir
65
#4
Über welche Region reden wir denn? Wichtig wäre auch, was denn nach Auskunft der Waffenbehörde an Deiner Zuverlässigkeit Zweifel aufkommen lässt? Hast Du die erste Gutachterin selber bestellt? WMH, Allons!
 
Mitglied seit
14 Jan 2010
Beiträge
9.454
Gefällt mir
2.942
#6
Zum Gruße,
ich drücke Dir, @scrofasus , sämtliche Daumen, Du brauchst den besten Anwalt, den man überhaupt kriegen kann.
Der Knackpunkt ist, dass das erste Gutachten in der Welt ist und das zu knacken, ist nicht nur ein juristisches Problem.
In diesem Kampf ist jedes legale Mittel erlaubt, etwa nachzuweisen, dass die Gutachterin nicht objektiv ist und (beispw.) "schon immer etwas gegen Jäger und/oder Legalwaffenbesitzer hatte", schon mehrfach "Mist" geschrieben hat und dergl. mehr. Hier musst Du bzw. Dein RA recherchieren, ein Gegengutachten alleine wird kaum reichen, muss aber selbstverständlich auch sein, damit die Behörde gezwungen wird, die stattgehabte Entscheidung zurückzunehmen oder zu widerrufen.
Ich glaube Dir, dass die Gutachterin Dir bereits nach wenigen Minuten "signalisierte", dass das nix wird - aber - und es ist nur ein Rat! - lass' die Ausrufe "wahrscheinlich vegan lebend", so lange genau d a s nicht recherchiert ist und bewiesen werden kann.
"Cool bleiben" habe ich meinen Kunden immer geraten, auch wenn es schwer fällt (und wem würde es nicht schwer fallen, in solch einer Situation). Und überlege mal ganz still für Dich selbst, ob an dem "burn-out - Syndrom" nicht vielleicht etwas dran sein könnte oder seinerzeit dran war, dann lässt sich nämlich j e t z t vielleicht gut das Gegenteil belegen.
Und noch etwas: Was immer Dein Rechtsanwalt Dich fragt, gib' ihm eine absolut wahre Antwort, setze nichts hinzu und lasse nichts weg, auch wenn die eigene Person dabei nicht gut wegkommt (etwa, was Äußerungen ggb. der Ex anlangt)!
Nichts ist im Behördenstreit oder im Prozess schlimmer, als wenn man als Anwalt ins aufgeklappte Messer der Unwahrheit seitens des eigenen Mandanten läuft - ganz abgesehen davon, dass das natürlich auch für Dich nicht gut ist.
Und keine Sorge - ich kenne keinen Anwalt, der jemals die anwaltliche Schweigepflicht gebrochen hätte.
Viel Glück !
 
Mitglied seit
5 Jun 2018
Beiträge
5
Gefällt mir
4
#7
Über welche Region reden wir denn? Wichtig wäre auch, was denn nach Auskunft der Waffenbehörde an Deiner Zuverlässigkeit Zweifel aufkommen lässt? Hast Du die erste Gutachterin selber bestellt? WMH, Allons!
Ich sei womöglich Ungeeignet wegen einer Psychischen Erkrankung, das Gegenteil soll in dem Gutachten erwiesen werden.

Region Schwaben.

ja, selbst bestellt, wie in der AWaffV verlangt.
 
Mitglied seit
5 Jun 2018
Beiträge
5
Gefällt mir
4
#8
In diesem Kampf ist jedes legale Mittel erlaubt, etwa nachzuweisen, dass die Gutachterin nicht objektiv ist und (beispw.) "schon immer etwas gegen Jäger und/oder Legalwaffenbesitzer hatte", schon mehrfach "Mist" geschrieben hat und dergl. mehr. Hier musst Du bzw. Dein RA recherchieren, ein Gegengutachten alleine wird kaum reichen, muss aber selbstverständlich auch sein, damit die Behörde gezwungen wird, die stattgehabte Entscheidung zurückzunehmen oder zu widerrufen.
Ich glaube Dir, dass die Gutachterin Dir bereits nach wenigen Minuten "signalisierte", dass das nix wird - aber - und es ist nur ein Rat! - lass' die Ausrufe "wahrscheinlich vegan lebend", so lange genau d a s nicht recherchiert ist und bewiesen werden kann.

Viel Glück !
Das ist eben schnell die Misere, in der man sich befindet. Schließlich könnte sogar zur Frage stehen, ob man sich eben durch diese "Vorwürfe" nicht gar anmaßt, über etwas zu urteilen, von dem man selbst keine Ahnung hat.
 
Mitglied seit
5 Jun 2018
Beiträge
5
Gefällt mir
4
#9
Das vorliegende/negative Gutachten kommt zu dem Schluss, dass aktuell keine Psychische Krankheit vorliegt, allerdings durch die Nicht-Behandlung meines Burnouts von vor 1,5 Jahren, eine bis jetzt nicht erkannte Psychische Erkrankung vorliegen könne. So der Wortlaut.
 
Mitglied seit
3 Apr 2017
Beiträge
1.110
Gefällt mir
398
#10
Was studierst Du denn, das Du im Studium ein Burnout hast?:eek:

Und warum weiß die von Dir bestellte und beauftragte Gutachterin davon?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
16 Nov 2014
Beiträge
11.022
Gefällt mir
6.161
#11
Wende dich mal am Benjamin Munte aus Wolfsburg einer der besten Anwälte auf dem Gebiet Waffen/Jagdrecht, einen Beratungschein kannst du ebenfalls beantragen damit die Kosten für das Beratungsgespräch schonmal übernommen werden, das sollte als Student problemlos möglich sein!
 
Mitglied seit
14 Jan 2010
Beiträge
9.454
Gefällt mir
2.942
#12
Das ist eben schnell die Misere, in der man sich befindet. Schließlich könnte sogar zur Frage stehen, ob man sich eben durch diese "Vorwürfe" nicht gar anmaßt, über etwas zu urteilen, von dem man selbst keine Ahnung hat.
Zum Gruße,
das ist genau der Punkt, das darf nur ein Anwalt in Zweifel ziehen oder der Gegengutachter - wenn man das als zu begutachtende Person (Propand) selbst sagt, ist das taktisch falsch. Denn das gerät allzu fix ins Fahrwasser der "blindwütigen, durch nichts zu beweisende Schutzbehauptung"... .
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
4 Jan 2018
Beiträge
139
Gefällt mir
50
#13
Ich sehe das etwas anders. Wenn ein Burnout vorliegt oder lag und das noch in dir steckt, solltest du das auf jeden Fall behandeln lassen. Die Jagdbehörde wird sich wegen Suizieht und Amoklauf zu Recht Sorgen machen. Ein Vorgehen gegen diese Behörde wird die Sache warscheinlich wegen Uneinsichtigkeit noch verschärfen. Ich würde das Gespräch mit der Behörde suchen und mit ihr einen möglichen Lösungsweg erarbeiten. Der könnte so aussehen:
-Waffen abgeben an einer dir vertrauten berechtigten Person bis zur Wiedererteilung des Jagdscheins
-Fachärztliche Behandlung bei einem Kuraufenthalt
Eventuell können sie dir bei der Kur schon ein neues Gutachten ausstellen. So ein Burnout solltest du nich auf die leichte Schulter nehmen. Denk da auch mal an dich. Ist bei der Trennung eventuell noch mehr vorgefallen, das du hier nur nicht schreibst? Drohungen, Polizeieinsatz oder so?
 
Mitglied seit
4 Mrz 2017
Beiträge
20
Gefällt mir
12
#14
Ich verstehe, dass die Situation für dich der Horror sein muss. Aus meiner Sicht ist der Weg am Gutachten anzusetzen wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt. Bei uns in Österreich, ich nehme an auch in Deutschland, ist in der WaffG DurchführungsVO verordnet, welche wissenschaftlich anerkannten Test vorzugeben sind. Hat sich die Gutachterin daran gehalten, wovon auszugehen ist, ergibt die Auswertung ein positives oder negatives Ergebnis. Wurde beim Gutachten nicht geschlampt und im Regelfall ist dies bei negativen Gutachten nicht der Fall wird dir keine Behörde die Zuverlässigkeit zusprechen. Ich finde den Ansatz von Peter Pan, zwar schmerzvoll, aber durchaus sehr gangbar. Jedenfalls würde ich mir einen Rechtsbeistand holen um auch eine in geordneten Bahnen stattfindende Rückkehr zum Jahdschein anzustreben. Jedenfalls viel Glück
 
Mitglied seit
6 Nov 2013
Beiträge
6.161
Gefällt mir
2.630
#15
Wenn nachweislich nix vorliegt, sollte man genau da - am "könnte"- ansetzen. Um den Anwalt wirst du trotzdem nicht herumkommen. Dafür gibt's eine Prozesskosten- und Beratungshilfe.
Die Aussage einer Ex- Freundin als Grundlage für die Anforderung eines MP-Gutachtens finde ich äußerst dünn, sorry da wäre ein früherer Ansatz besser gewesen.
Vertan, viel Erfolg trotzdem und halt uns auf dem Laufenden, bzw berichte bitte anschließend.


Zur Aufmunterung, mir sind aus dem persönlichen Umfeld mehrere haarige Situationen basierend auf "Ex" bekannt, sie gingen gut aus!

CdB
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Anzeige
Oben