Neue Hochsitze braucht das Revier

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Nein, er meint nur dass es um den Sitz auf dem Bild Stadler Weide schade wär (wenn er ersetzt würde)
 
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Der Ansitz steht jetzt mindestens 15 Jahre (oder eher 18 Jahre) und ist nicht mehr in dem Zustand wie auf´m Foto. Und Fux jagern ist eben aus einer geschlossenen Kanzel angenehmer bei Minusgraden. Bin auch nicht mehr der Jüngste ! ;)

Ohne Frage,

das ist auch meine Devise, beim Saujagen.
Auf zugigen offenen Sitzen oder Leiter kann sich jeder gene hinsetzten.
Ich nicht.
Irgendwann reicht auch die vom Forentextilverkäufer empfohlenen Kleidung nicht mehr.

Remy
 
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Vielleicht ist es für den einen oder anderen Hochsitzbauer interessant, welche Grundmaße passen könnten, wenn steil bergauf zu schießen ist.

Anlass war die Renovierung dieser bei der Holzarbeit beschädigten Leiter. (Das ist jetzt der renovierte Zustand :geek:):

DSCN9920.JPG

Der typische Schusswinkel beträgt vom Leitersitz aus 36°, max. 40°, Distanz 20 m bis 250 m.
Man schießt von diesem Sitz aus nicht - wie sonst üblich - nach vorne gebeugt, sondern mit dem Rücken an der Lehne. Gewöhnungsbedürftig zwar, aber auch bei 18facher ZF-Vergrößerung gibt es kein Herumzittern.

Als Sitzhöhe habe ich 42 cm gewählt. Gegenüber dem Standard von 50 cm sitzt man also eher sofamäßig mit vorgestreckten Beinen. Das Sitzbrett ist nicht eben, sondern 10° nach hinten geneigt. Zur Schonung des waidmännlichen Hinterteils ist die Sitzfläche mit einem 600er Förderbandgurt belegt. Diese Sitzauflage trocknet schnell, ist warm und leise.

Die Rückenlehne hat eine Neigung von 70° und befindet sich in einigem Abstand vom Stamm. Sonst säße man krumm da. Außerdem will die Buche ja noch wachsen und nimmt an Durchmesser zu.

Die waagrechten Ellbogenauflagen befinden sich 87 cm über dem Boden. Maßgeblich ist aber nicht der Bodenabstand, sondern die Höhe über der Sitzfläche. Diese beträgt 45 cm.

Die Schusstange hat einen weiten Verstellbereich. Ihre typische Höhe ist in diesem Anwendungsfall knapp 130 cm über dem Boden. Bei waagrechtem Schuss wären eher 100 cm angesagt, bergab auch schon einmal 90 oder 80 cm.

Der Waffenträger aus Bandstahl-Haken ist außen an der Armlehne angeschraubt. Er ist mit Schrumpfschlauch überzogen, damit das Büchserl keine Schrammen abbekommt.
 
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Für VM mag das eine tolle Sache sein, aber selbst bei Angebe der Maße kaum zum Nachbau geeignet.
Mich würde z.B. stören, dass die Waffe außerhalb hängt und dass sie beim hochnehmen an der überstehenden Gewehrauflage (Schussstange) anstoßen kann.
Wie es nach rechts aussieht lässt sich nicht sagen, aber nach links ist die Gewehrauflage sich nicht optimal.
VM scheint dort schwas erlegt zu haben, weil er den Sitz so "optimiert" hat.
Waidheil
 
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... VM scheint dort schwas erlegt zu haben, weil er den Sitz so "optimiert" hat.
Hat er. Der Sitz ist auf einen Rotwildwechsel gerichtet, der weiter oben am Hang verläuft.

Schußbereich ist von 10 Uhr links bis 1 Uhr rechts. Deshalb steht die Schussstange rechts über.

Eine Gewehrablage außen am Sitz ist tatsächlich unüblich. Deshalb verstehe ich Deine Skepsis. "Innen ablegen" wäre weiterhin möglich. Ich tu's aber nicht, weil da könnte die Büchse bei mangelnder Aufmerksamkeit runter fallen.
 
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Hat er. Der Sitz ist auf einen Rotwildwechsel gerichtet, der weiter oben am Hang verläuft.

Schußbereich ist von 10 Uhr links bis 1 Uhr rechts. Deshalb steht die Schussstange rechts über.

Eine Gewehrablage außen am Sitz ist tatsächlich unüblich. Deshalb verstehe ich Deine Skepsis. "Innen ablegen" wäre weiterhin möglich. Ich tu's aber nicht, weil da könnte die Büchse bei mangelnder Aufmerksamkeit runter fallen.
Aber nicht so wie aufm Bild.
Bei eigenen Sitzen lässt was für sicheres Abstellen und schnellen Anschlag basteln

Was soll denn der riesige Gewehrriemen am Ansitz an der Waffe ??


Weiterhin Waidheil
 
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... lässt was für sicheres Abstellen und schnellen Anschlag basteln.
... womit wir beim klassischen Wildwest-Problem wären, "wer zieht schneller?" :devilish: :evil:
Deine Lösung ist schon nicht schlecht. Aber da rubbelst Du Dir noch die Schusshand zwischen Schaft und Armauflage ab, wo ich schon den Zeigefinger am Abzugsbügel und den Daumen am Spannschieber habe.

Der Gewehrriemen: Schon klar. Lehrbuchmäßig sollte er runter. Das habe ich auch lange Zeit so gemacht. Inzwischen pfeif' ich auf das Gefummel mit den Schnellverschlüssen.
 
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Geeeenau - man kann 6 oder 60 Jahre was falsch und auch richtig machen.
Gerade auf so einer ."Jägerfalle" würde ich den Riemen abnehmen.

@VM
Wie lange sitzt du denn auf dein Rotwild an?
Was ginge für dich als Praktiker da an Zeit für das an- und abklippsen des Riemens verloren??
 
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