Neue Pflanzen braucht das Revier

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#1
So, langsam wird es Frühling und die alljährliche Frage was pflanze ich dieses Jahr neu um das Revier langfristig zu bereichern steht an.

folgendes habe ich mir bei uns überlegt,

50x Walnuss (Sämling)
25x Schwarznuss (Sämling)
Einen breiten Streifen mit Flieder, Hagebutten, Weiden und Sanddorn auf einer größeren Wiese für die Insekten und Piepmätze
Topinambur streifenweise vereinzelt auf einige Wiesen
Evtl. noch ein paar Linden und Esskastanien auch vorrangig für die Insekten

(Eigenjagd, Waldrevier)

Was habt Ihr so vor ? vlt. finde ich hier ja noch einige Anregungen.

BTW, habt ihr mal Apfel oder Kirschtrester in den Boden eingearbeitet als Pflanzung im Herbst ? wie habt ihr das gemacht und wie ist das geworden?(da liest man ja verschiedenes zu)

Bitte keine Diskussion zu der Gesetzeslage, diese ist mir bewusst und wird eingehalten.
 
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#4
Mancherots sagt man dem Holunder "Flieder".
Okay dann macht es Sinn. Was soll das mit dem Topinambur? Ist invasiv und wird meist nicht einmal gefressen. Blattverbiss sowieso nicht, außer kurz vor dem Verhungern. Die Rechnung dass da vielleicht Paffi das Hauptschwein am T.-Trupp auf der Wiese steht, wird wohl nicht aufgehen. Schaut mir alles in allen nach einer ziemlich wahllosen Mischung aus. Boden, Licht? Die Gesellschaft Sanddorn und Hollunder (wenns der ist) passt schon mal überhaupt nicht, der eine sandig und trocken, der andere nährstoffreich, Basisch.
Auch ich würde sagen: Wenns denn Bäume sein sollen, Wildobst und Ebereschen, da macht man nix verkehrt.
Apfeltrester soll gehen, aber die vorhandene Flora ist meist stark genug, die kleinen Sämlinge zu unterdrücken. Wir sind wieder auf der 20 % Aufwand ---> 80 % Erfolg-Schiene. Nur die geht bei der Jagd nicht auf und hier schon zwei mal nicht..
 
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#5
Gute Idee, ich möchte auch meinen Rehleins etwas gutes tun und Holunder und Weidenröschen an bestimmten Ecken ansiedeln. Wo bekomme ich die Weidenröschen her? Wie vermehre ich Holunder?
WD
Quigon
 
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#6
Ob es gefressen wird oder nicht wird sich dann zeigen. Der Rest der auf dem Wildacker wächst wird auch nicht gefressen und Wildackermischungen haben wir viele durch...da kommt auf über 600mNN wo fast alle unserer Wildacker liegen auch nichts brauchbares bei rum. Vlt. klappt es bei dem Topinambur ja. Wenn nicht ist es auch so. Das eine Pflanze die viel Sonne braucht auf von Wald umgebenen Lichtungen eine Invasion starten wird halte ich für ausgeschlossen.

Das selbe gilt für Sanddorn und Hollunder. Ich freue mich über das was kommt und die Klimatischen und sonstigen Standortbedingungen aushält. Wenn es kommt hilft es. Das Revier liegt zwischen 350 und über 900 m NN. Am Ende lässt sich da an vielen kleinen Ecken für viele Arten ein guter Standort finden. Hollunder und Sanddorn haben wir schon ein bisschen. Beides auch in der Nähe dieser Wiese. Was jetzt auf der Wiese besser oder überhaupt kommt wird sich zeigen.
Wildobst haben wir schon reichlich. Ebereschen auch. Das Wildobst erfreut allerdings auch nur das Auge, das Wild geht nicht bzw. kaum dran. Für Insekten und Vögel sicher gut aber wie gesagt schon reichlich vorhanden.

Es geht mir aber nicht darum meine Ideen zu verteidigen, die Natur wird mir da zeigen was geht und was nicht, dazu brauche ich das Forum nicht und da keiner das Revier kennt, die Standortbedingungen und was wir schon haben etc. hilft es auch nicht. Ich würde gerne von Euch hören was Ihr macht in der Hoffnung das sich daraus für ein paar Ecken bei uns für mich auch Ideen ergeben.
 
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#7
Gute Idee, ich möchte auch meinen Rehleins etwas gutes tun und Holunder und Weidenröschen an bestimmten Ecken ansiedeln. Wo bekomme ich die Weidenröschen her? Wie vermehre ich Holunder?
WD
Quigon
https://www.rieger-hofmann.de/shop/...ID]=32&cHash=74bba9c7af545a4a9b54c7724db24883 - wenns denn sein soll.....
Man kann im August den Samen aber auch selbst irgendwo ernten, ist sehr klein und eine Mordssauerei mit der Wolle.
Holunder gibt es in jeder Baumschule zu kaufen. Er samt sich selbst aus, muss aber über den Vogelmagen gehen.
Steckholzvermehrung habe ich noch nicht ausprobiert, soll auch gehen. Das mit den Steckhölzern wird ja gerne gemacht und geht meist schief. Es genügt nicht etwa irgendwo die Dinger zu beerdigen, je nach Wind können sie austrocknen oder sie bewurzeln sich bei Trockenheit schlecht. In der Baumschule oder im Garten unter entsprechender Fürsorge ist das was anderes..
 
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#8
Gute Idee, ich möchte auch meinen Rehleins etwas gutes tun und Holunder und Weidenröschen an bestimmten Ecken ansiedeln. Wo bekomme ich die Weidenröschen her? Wie vermehre ich Holunder?
WD
Quigon
hast du den mal irgendwo hast du ihn eh bald überall...der vermehrt sich ziemlich gut wenn ihm das Klima und der Untergrund passt....
 
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#9
1. Wenn er wachsen will, dann wächst er wie Unkraut!
2. Wenn er nicht will, kannst du gar nichts machen...

Erfahrung bei mir am Hof (1.) und ein Gärtner (2.) ca. 1 km entfernt
 
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#10
Holunder braucht Stickstoff, soviel wie geht. Daher gedeiht er gut auf Kahlflächen, wo die Humusschicht unter Lichtgenuß abgebaut und damit viel Stickstoff frei wird. Weidenröschen dito. Wo der Wald in Windrichtung an Felder und Wiesen grenzt, die viel gegüllt werden, ist der Holunder im Bestand die reine Pest.

Haselbüsche sind auch was nettes.

Eiben. (Achtung, werden gern verbissen, schützen bis sie groß genug sind)

Mehlbeere oder Elsbeere und Speierling in wärmeren Lagen (Südexposition) (werden gern verfegt, siehe oben)

Ich hab meinem Förster ein paar Douglasienpflänzchen abgeschwatzt und am Rand einer sauren Wiese gepflanzt. Wenn die kräftig genug sind, werden sie ausgehost, und dann wird da jedes Jahr ein Bock beim Fegen gepflückt. :cool:
 
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#12
Wir haben letztes Frühjahr bei uns im Revier das ein oder andere Feldgehölze gepflanzt. Die Hasel hat den heißen Sommer mit Abstand am besten weggesteckt! Kleiner Tipp falls uns wieder so ein Sommer erwartet.
 
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#13
Wir haben letztes Frühjahr bei uns im Revier das ein oder andere Feldgehölze gepflanzt. Die Hasel hat den heißen Sommer mit Abstand am besten weggesteckt! Kleiner Tipp falls uns wieder so ein Sommer erwartet.
Im Forst werden aus dem Grund auch versuchsweise Türkische Baumhasel gepflanzt.
 
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#14
Wir haben letztes Frühjahr bei uns im Revier das ein oder andere Feldgehölze gepflanzt. Die Hasel hat den heißen Sommer mit Abstand am besten weggesteckt! Kleiner Tipp falls uns wieder so ein Sommer erwartet.
Bringt hat in Sachen Deckung überhaupt nichts, und in Buntmischung macht die Hasel im Umkreis durch den Schatten alles nieder was sonst noch gepflanzt wurde. So ein Haselhain hat sicher auch was, in Mischung würde ich sie nicht pflanzen. Oder alle paar Jahre zurückschneiden. Aber das ist doch auch nicht im Sinne des Erfinders.
 
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#15
Im Forst werden aus dem Grund auch versuchsweise Türkische Baumhasel gepflanzt.
Wahnsinn.
Die können es einfach nicht lassen.
Ein paar einzelne normale Hasel sind ja ev. in Ordnung, aber die haben die Eigenschaft, alles in der nachbarschaft zu überwuchern und durch Beschattung zu verdrängen.
Also sollten Hasel alle 10 bis 15 Jahre auf den Stock gesetzt werden, um eine artenreiche Hecke zu erhalten.
Aber die Theorie, dass Weissdorn oder Schlehe Trockenheit und Wärme weniger vertragen als Hasel, kommt mir eher seltsam vor.
 
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