neuer Bruno Hespeler: "Jäger-Handwerk" lohnt sich das?

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#16
Heute erstand ich für meinen Sohn das das Buch "Vor und nach der Jägerprüfung", es wurde in der Forstschule für das Fach Jagd & Fischerei zusätzlich zum Unterrichtsbuch (Der Leitbruch) empfohlen.
Gestaunt habe ich, dass auch bei diesem Werk der jagdliche Hansdampf in allen Gassen Bruno Hespeler bei der Gesamtbearbeitung seine Finger im Spiel hatte.
So werden diese jagdlichen "Frischlinge" schon mit unserem sendungsbewussten Vielschreiber bekannt gemacht, spätestens wenn sie dann die steirische Jagdzeitschrift "Der Anblick" durchblättern, werden sie wieder mit einer geballten Ladung Bruno Hespeler konfrontiert.
Ich glaube, dass fast alle Schüler der Empfehlung folgten, bei einem Buchpreis von fast 40€ erfreulich für den Autor.
Da es in Österreich nur eine "Försterschule" (Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft) gibt, kommen die Jugendlichen aus allen Bundesländern.

Da kann der weinliebende Verfasser mit seiner Heidi wieder bei einem guten Tröpferl auf den Geschäftserfolg anstoßen.
Übrigens, schlecht finde ich das Buch absolut nicht...

Vielleicht nimmt mich Bruno Hespeler ja einmal zu einer Weinverkostung in Slowenien mit, zu tief ins Glaserl schauen darf ich allerdings nicht, sonst könnte ich kleine Sticheleien nicht lassen und würde am Ende noch aus dem Weinkeller verwiesen...

Gruß Dachsel
 
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#18
wieder neues Buch :Rehe in Europa

schon jemand gelesen?
Was will man denn schon alles an Neuem schreiben.
Man übernimmt was aus alten "Werken", peppt es etwa auf und schon ist man wieder im Gespräch.

Generell lesen Jäger nicht sehr viel und durch die Smarty-Wischerei noch weniger.
Habe ein Prospekt von JANA bekommen, wo 2 Hespeler über Wildarten und drei von NK
über Waffen angeboten werden. Letztere jeweils zum Drittelpreis.

Getreu der Forums-Weisheit, dass schon alles geschrieben wurde, nur noch nicht von jedem,
versuchen es immer wieder neue Autoren ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse
an den Mann oder die Männin zu bringen. Jungjäger/innen sind da noch vergleichsweise
potentielle Leser.
 
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#19
Nur wer bewußt provoziert - wie B.H. - hat heute auf dem überfüllten Büchermarkt noch eine Verkaufschance...
hat mit fachlicheer Qualität nichts - aber auch absolut nichts - zu tun.
Sehen wir doch bei unseren F l achjournalisten -
wie N.K. und .R.Z.
alles wird hochgejubelt - Kritik bestenfalls in Nebensätzen....
...und was soll ich von einem Flintenguru halten,
der sich während einer deutschen Meisterschaft mit dem Seitenrichter streitet....
das mag während der Vorbereitung sinnvoll sein ...
aber bitte ... nicht während des Wettkampfs....
P. :no:
 
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#20
Was will man denn schon alles an Neuem schreiben.
Man übernimmt was aus alten "Werken", peppt es etwa auf und schon ist man wieder im Gespräch.

Generell lesen Jäger nicht sehr viel ,,,,,,.

Generell lesen Jäger nicht sehr viel ,,,,
Wozu auch ?
Sie (wollen nicht ?) verstehen auch wenig. Darum schadets es auch nicht, alle Paar Jahre dasselbe zuschreiben. Für die meisten Jäger wär es ja doch was neues. Es dauert halt meist länger als eine Jägergeneration.
 
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#21
Was will man denn schon alles an Neuem schreiben.
Man übernimmt was aus alten "Werken", peppt es etwa auf und schon ist man wieder im Gespräch.
Ah! Ein Kenner der Branche.
Bei "Fachbüchern" macht eine "erweiterte Neuauflage" ja vielleicht Sinn (ich denke da z.B. an "Die Sache mit der Jagd"), mittlerweile gibt es das aber auch bei Jagdgeschichten.
Für ein weiteres Buch reicht es da scheinbar nicht, aber soll ich mir so ein "Geschichtchen-Buch" noch mal kaufen, weil da 3-5 neue Kapitel mehr als die 15-20 aus der ersten Auflage drin stehen?


Generell lesen Jäger nicht sehr viel und durch die Smarty-Wischerei noch weniger.
Ich kenne da einen Foristen, der trotzdem immer wieder für diese angeblich nicht lesende Klientel Bücher schreibt ... ;-)

Und so mancher Klassiker (Dietzel, Raesfeld, ...) wird immer wieder überarbeitet und neu aufgelegt - für wen bloß?


Habe ein Prospekt von JANA bekommen, wo 2 Hespeler über Wildarten und drei von NK über Waffen angeboten werden. Letztere jeweils zum Drittelpreis.
Drittelpreis geht doch noch - vor einiger Zeit bekam da jeder ab 20,- € Einkauf so ein dünnes Buch über Waffenhandhabung und Sicherheit geschenkt, wohl weil es "wie Blei" in den Regalen lag.


Getreu der Forums-Weisheit, dass schon alles geschrieben wurde, nur noch nicht von jedem, versuchen es immer wieder neue Autoren ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse an den Mann oder die Männin zu bringen. Jungjäger/innen sind da noch vergleichsweise
potentielle Leser.
Manchmal versuchen es aber auch alte Autoren immer wieder.


Wer im Glashaus sitzt sollte sich schön im Dunkeln ausziehen!


WaiHei
 
A

anonym

Guest
#22
Ich glaube, man sollte den einen oder anderen Foristi mal aufklären, was denn ein Sachbuchautor so für seine Dienste bekommt.
Die wenigsten hier werden schon einmal ein Sachbuch geschrieben haben (bei mir waren es erst drei).

Also:
Das übliche Honorar eines Sachbuchautors errechnet sich in der Regel aus Buchpreis, Auflage und prozentualem Anteil.
Nehmen wir also beispielhaft ein Buch eines Autors, dass im Handel 39,90 € kostet (wir nehmen mal 40,00 € an, ist leichter zu rechnen). Das ist der mit buchpreisbindung festgesetzte Verkaufspreis. Der Großhandelspreis liegt bei ziemlich genau der Hälfte davon, also 20,00 €.

Autoren bekommen davon, je nachdem wie gut man verhandelt und wie bekannt man ist, zwischen 8 und 10 %, wenns sehr, sehr, sehr hoch ist, auch mal 15 %.

Also verdient unser Autor, je nachdem, wie gut er verhandelt hat an einem (!) Buch zwischen 1,60 und 3,00 €.

Das wird dann aber üblicherweise mit dem Verkauf des Buches bezahlt, also wenn sich das Buch gut verkauft, bekommt man schneller sein Geld, wird es zum Ladenhüter, bekommt man gar kein Geld.

Wieviel man insgesamt bekommt, hängt wiederum von der Auflage ab. Die liegt bei Sachbüchern bei der Erstauflage meist bei ca. 1.000 Stück, allenfalls 2.000, wenn sich ein Sachbuch 5.000 mal verkauft ist es ein Bestseller.

Bei einer angenommenen Auflage von 2.000 Stück verdient also unser Autor über den Verkauf der Auflage hinweg zwischen 3.200 € (bei 8% des Gorsshandelspreises) und 6.000 € (bei 15% des Grosshandelspreises).

Das hört sich im ersten Moment mal wahnsinnig viel an, wenn man nicht weiss, wieviel Arbeit in so einem Buch vom ersten Text, über die Begutachtung, die korrektur der Begutachtung, dem Probelesen des Probedruckes, der nochmaligen Korrektur usw. steckt.

Um Euch mal eine Vorstellung zu geben: Ich habe für mein erstes Buch mal spasseshalber meinen Stundenlohn (vor Steuer und Sozialversicherung) ausgerechnet, der lag irgendwo bei (ich weiss es nicht mehr genau) 8 - 12,00 €.

Also mit "Geschäfsttüchtig" und goldener Nase ist da erst einmal nicht viel.
Das sollte man bei jeglicher Beurteilung mal im Hinterkopf haben.
Anders gesagt: Sachbuchautoren sind keine J.K. Rowling die Millionäre werden, in aller Regel sind es eher Menschen, die ihr Wissen weitergeben wollen und das Buchhonorar eher als kleines Zubrot zu sehen ist. "Zusatzgewinne" kann man dann nur durch die Buchbekanntheit gut besuchten und besser bezahlten Vorträge erreichen.
 
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#23
Also mit "Geschäfsttüchtig" und goldener Nase ist da erst einmal nicht viel.
.
Kann ich bestätigen. Die "goldene Nase" bleibt vor allem aus, wenn man für Festhonorar schreibt. Sachbuchautoren-denen es nicht gelingt, Bestseller zu schreiben über z.B. das Seelenleben von Bäumen- würden die Finger von der Schreiberei lassen, wenn es nur ums Geld ginge. Bei meinen (keine Jagdbücher) hätte ich einen höheren Stundenlohn erreicht, wenn ich mir statt schreiben eine Putzstelle gesucht hätte.
Wer in den Nischen der nicht zeitgeistigen Freizeitbeschäftigungen bzw. denen mit kleinem möglichen Kundenkreis Fach/Sachbücher schreibt, macht das, weil er ein Anliegen hat und/oder ihm die Schreiberei Freude macht.
 
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#24
@****** und @werbe ist nur zuzustimmen.

Eigentlich (immer passende Anmerkung) sollten die Verlage wissen, vor allem wenn sie Fachverlage sein wollen, bzw. sind,
wie sich ein Titel absetzen, umschlagen und auszahlen wird.
Bei 350.000 Jägern ist nahezu jede Auflagenhöhe ein Risiko, ganz wurscht um welches Thema es sich handelt.
Selbst bei Titeln die im Auftrag geschrieben wurden und vom Verlag anders unterstützt werden, als es für einen freien Autor
der Fall ist, scheint die Auflage meist zu hoch angesetzt zu werden.
Es ist auch schwierig für einen Verleger, wenn er ein keinen guten Lektor hat, den Inhalt auf den erhofften Erfolg hin zu beurteilen.
Sogenannte freie Rezensenten versuchen sich dann beim Erscheinen daran und gerieren sich als die großen Kenner der Materie.

Selbst Schreiben für Geld stellt sich ein Leser als "schnelles Geld" vor. Sachbuch schreiben ist das schon mal gar nicht, da ist Fachartikel schreiben weit lukrativer. Das aber auch nur, wenn man des Chefredakteurs Liebling ist. Alle 14 Tage was abliefern zu müssen,
ist aber auch nicht leicht, weil es zunehmend seichter wird und die Leser das ganz schnell spitz kriegen. Bei Fachartikel besonders dann,
wenn es mit der Fachkenntnis des Fachautors nicht weit her ist. An Beispielen bietet auch die Jagd- und Waffenliteratur einiges.
Gefälligkeitsberichte zu schreiben, münden in einem Einheitsbrei mit immer den gleichen Floskeln.

Wer viel schreibt, eckt viel an und wer sich davor scheut, sollte das schreiben lassen.
Seit 1972 für alle namhaften (deutschsprachigen) Jagd- und Waffenzeitschriften Themen angeschnitten zu haben, die in den dazwischen liegenden 44 Jahren von einer neuen Autorengeneration mehrfach aufgewärmt worden sind, kann mir keiner nehmen.
Auch ein guter Fachartikel lässt sich nicht von den Fingern saugen, denn wenn da nix dran ist, schmeckt es nach nix.
Aber das Verhältnis ist bezogen auf Aufwand und Honorar weitaus besser, als bei Buch und Tantieme.

Mein erstes Buch habe ich 1995, mein letztes 2011 geschrieben, Artikel für Jagdpresse schreibe ich immer noch, für die Waffenpresse weniger.
Heute ersetzt das Bild den Text und das Smartphone gleicht dem Comik-Heft meiner Kindertage.
Als nicht Autor süffisante Anmerkungen über die Schreiberlinge zu machen, ist eine der leichtesten Übungen und setzt sich in der Diskussion in Foren auf einer anderen Plattform fort. Dabei merkt der unbedarfte Leser natürlich nicht, wer was warum über wen oder was schreibt. Heute halten die jagdlichen Windmacher die literarischen Windräder am laufen und solange darüber überhaupt noch diskutiert, ist der Literaturbetrieb noch in einer Reha-Phase. Ob er sich je erholt, eher weniger zu erwarten.

Erst wenn ein Titel schon vor dem Erscheinen vergriffen ist, hat es ein Autor geschafft.
Mir ist noch kein jagdlicher Autor bekannt, dem das gelungen ist.
 
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#25
****** hat die Bedingungen im Verlagsgeschäft ziemlich gut dargestellt, leichte Verhandlungs- und Verlagstoleranzen mal außen vor.

Gerade im Sachbuchgeschäft und da auch besonders im Jagdwesen, kann aber ein Titel über Jahrzehnte und oft unverändert ohne jeden weiteren Aufwand des Autors erscheinen. Mittelfristig können dann doch beachtliche Auflagen erzielt werden, ganz besonders bei den 08-15 Titeln für die jedes Jahr neue Jungjäger nachwachsen. Für die gibts dann oft gleich mal vom Jagdverband oder der Jagdschule, von Familie oder Freunden das eine oder andere Buch als Willkommen. Gerade heutzutage, wo viele neue JJ wenig bis keine persönliche Bindungen und Kontakte in der Jagd haben, muss doch das eine oder andere Buch den Lehrprinzen ersetzen.

Dazu kommt, dass der Aufwand des Autors beim Erstellen eines jagdlichen Titels verglichen mit anderen Sachbüchern oft relativ gering ist. Selten muss man dazu auf eigene Kosten irgendwohin reisen, keine teuren Experimente oder Versuche durchführen, noch wissenschaftliche Beweise führen, keine aufwendigen technischen Zeichnungen erstellen und Fotos zur Illustration gibts auch mehr als genug. Kaum vorstellbar, dass Hespeler oder Harling länger als 4 Wochen mit dem Text zu einigen ihrer Bücher beschäftigt waren und wenn dann im Laufe der Zeit doch einige Tausend Exemplare über den Ladentisch gingen, dann ist das schon ein ganz netter Monatsverdienst.

Wenn ich mir mal den Harling anschaue, dessen Titel seit gefühlten Ewigkeiten immer wieder unverändert aufgelegt werden und bis heute dem SW-Jäger das gescheiterte Lüneburger Modell empfehlen, dann denke ich, 08-15 Weisheiten in einem Titel von einem etablierten Verlag mit gutem Marketing und Vertriebsstruktur verkaufen sich am besten. Das gleiche Buch von einem unbekannten Autor im Selbstverlag geht jedoch diskussionslos den Bach runter. Auch Spezialthemen, die nur einen begrenzten Kundenkreis interessieren, oder schnell veralten, und vielleicht dabei noch erhöhten Aufwand bei der Erstellung benötigen, sind betriebswirtschaftlich völlig uninteressant. Da müssen viele Sachbuchautoren noch Geld mitbringen, damit ihr Buch erscheinen kann.

Harling und Hespeler pflegen übrigens auch beide die fruchtbringende Verbindung von Vortragsreisen und Autorentätigkeit. Man muss eben immer auch unbedingt die Marketingschiene sehr gut bedienen, den Namen und die Titel öffentlich im Gespräch halten. Ein starker Verlag im Rücken ist unumgänglich. Bei den Büchern, die Autoren selbst über ihre Homepage oder im Rahmen von Lesungen und Vorträgen verkaufen, ist übrigens der Erlös wesentlich höher. Wenn nach einer Lesung oder einem Vortrag noch 30-40 Bücher (signiert oder nicht) verkauft werden ist das bei höherpreisigen Büchern schon ein ansehnlicher Betrag.
 
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#26
Ein Verein hatte mal den Esterl eingeladen, um den Mitgliedern was zu bieten, das die Kasse nicht belastet.
Der E. ist in der Erzählweise ein "Trenker". Bücher hat er etwa 10 verkauft.
Gut für den E. und für den Schatzmeister.
War der einzige Autor bis jetzt, vom jagdlichen Kulturkreis mal abgesehen wenigstens kein Flop.
Ebenso gut sind für die Vereinskasse PR-Besuche von Waffen-, Muni- und Optik-Herstellern.
Info gegen Null, außer Präsentierung der Marke.
 
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#27
Anders gesagt: Sachbuchautoren sind keine J.K. Rowling die Millionäre werden
Vor kurzer Zeit habe ich im Radio bei SWR2 (witzigerweise als ich mein "neues" Jagdauto überführt habe) ein Gespräch mit einem Bestseller-Krimiautoren gehört, der berichtete, wie oft J.K. Rowling von verschiedenen Verlagen abgelehnt wurde. Es ging da um die Schwierigkeit, ein Buch angesichts von um die 200 Manuskripten, die Verlage im Durchschnitt im Monat, die großen in der Woche, geliefert bekommen, richtig einzuschätzen.
Niemand von den ersten Verlagen hat "Harry Potter" gelesen. Der erste Blick ging auf die Seitenzahl. Ein Kinderbuch mit einigen hundert Seiten?
Abgelehnt. Kommt beim Zielpublikum nicht an.
Der Gast berichtete dann noch, dass ein großer Verleger solcher Literatur weltweit sich heute damit rühmen würde, er hätte das Buch abgelehnt, heute könnte er darüber lachen. So kanns gehen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Die Sendung war richtig gut. Sie dürfte bei SRW2 noch zu finden sein.

(...) paar Minuten Pause

gefunden:
https://www.swr.de/swr2/programm/se...664/did=20824960/nid=660664/gq2qk8/index.html
 

steve

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#28
Bruno Hespeler "begleitet" mich quasi mein ganzes Jägerleben. "Rehwild heute" war eins meiner ersten Fachbücher und ich habe damals die darin enthaltene Provokationen meinem eher traditionellen Umfeld vorenthalten. Eine im Nachhinein ganz gute Entscheidung. Auch "Raubwild heute" hat irgendwann den Weg in mein Regal gefunden. Auch darin ein Haufen "Provokationen" für einen raubwildscharfen Niederwildjäger wie ich es bin. Da ich letztlich nicht missionarisch tätig bin, konnte ich mich trotzdem an dem etwas brummeligen Schreibstil erfreuen, zumal ich doch spürte, dass dort ein vielleicht anders als ich denkender, aber doch praktisch denkender Jäger schrieb. Ich hatte trotzdem immer gedacht, dass ich komplett anders ticke als die provozierende ÖJV-Ikone...

...und dann begann ich regelmäßig seine Kolumne in einer östereichischen Jagdzeitung zu lesen und muss feststellen: Der Mann scheint (mittlerweile? ) genauso zu denken wie ich auch. Immernoch brummelig, aber viel traditioneller als ich gedacht habe:

"Nein, ich manage keine Wildtiere, ich bewirtschafte sie auch nicht. (...) als Jäger habe ich irgendwann angefangen und als solcher, nicht als irgendein "Wirt", werde ich aufhören."
 
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