neuer Bruno Hespeler: "Jäger-Handwerk" lohnt sich das?

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#31
Keine Frage der Herr Hespeler hat was drauf.
Echt? Was denn?

Er ist derzeit sicher einer der allerbesten Jagdfachbuch Autoren mit Sehr eigener Meinung zu viele Dingen was die Jagd betreffen ( Viele andere Schreiben gerne ab )
Wer schreibt ab/hat abgeschrieben und wo/von wem?
Übrigens schreibt auch H. ab - in den letzten Jahren bevorzugt von sich selbst...

Manche Jagdfunktionäre hassen ihm für seine Standpunkte.
Einigen wir uns darauf, das "manche Jagdfunktionäre" eine dezidiert andere Meinung zu verschiedenen seiner Thesen haben, was ich übrigens für vollkommen legitim halte, denn weder H. noch ein Funktionär sind sakrosankt!

Hespeler musste schon auf Hegeschauen ausgeladen werden wegen Druck von GANZ OBEN. Fast so wie in einer Diktatur ;)
Wann war das wo genau? Und was bedeutet "ganz oben"? Hegeringleiter? DJV-Präsident? Bundeskanzler/in? Bundespräsident?

H. ist letzten Endes ein (alter) Mann, der vorr 30 Jahren mal ein recht ordentliches Buch über Rehwild geschrieben hat, über den aber seither und mittlerweile die Zeit hinweg gegangen ist.
 
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#34
Wer schreibt ab/hat abgeschrieben und wo/von wem?
Übrigens schreibt auch H. ab - in den letzten Jahren bevorzugt von sich selbst...
Immerhin sind seine Thesen fundiert und sehr Gut beschrieben in seinem Büchern.
Was das Wissen über Rehwild angeht können im nur wenige das Wasser reichen und er ist und bleibt ein Praktiker. Das ist meine Meinung und dazu stehe ich.
 
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#35
Liegt vermutlich daran, daß Rehwild noch total unerforscht ist, deshalb nur wenig Literatur dazu existiert und es leider nur in wenigen Revieren vorkommt.
 
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#36
Liegt vermutlich daran, daß Rehwild noch total unerforscht ist, deshalb nur wenig Literatur dazu existiert und es leider nur in wenigen Revieren vorkommt.
Ja stimmt, nach 1848 war das Reh fast ausgestorben und wurde in der Literatur nur nebenbei erwähnt.
 

steve

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#37
Ich bin schon längere Zeit Jungjäger. Trotzdem schafft es Bruno Hespeler mich zu beeindrucken. Nicht umsonst habe ich bereits weiter vorne im Thread unter anderen

Ich hatte trotzdem immer gedacht, dass ich komplett anders ticke als die provozierende ÖJV-Ikone...

...und dann begann ich regelmäßig seine Kolumne in einer östereichischen Jagdzeitung zu lesen und muss feststellen: Der Mann scheint (mittlerweile? ) genauso zu denken wie ich auch. Immernoch brummelig, aber viel traditioneller als ich gedacht habe:

"Nein, ich manage keine Wildtiere, ich bewirtschafte sie auch nicht. (...) als Jäger habe ich irgendwann angefangen und als solcher, nicht als irgendein "Wirt", werde ich aufhören."
Hespeler mag nicht in allen jagdlichen Bereichen ein Experte sein. Aber wer ist das schon? Mancher Landesjagdverband hat nicht für alle Bereiche auch nur einen Experten unter seinen vielen Angestellten/Funktionsträgern. Hespeler hat zig Jahre als Berufsjäger gearbeitet und sicherlich mehr gejagt als viele von uns. Dazu ist er nicht der klassische stumpfe Berufsjäger, sondern macht sich durchaus Gedanken über sein Tun, seine Umwelt und auch über Menschen. Ich mag seine Schreibe und lasse mich gerne von ihm beeindrucken. Darauf werde ich mir gleich einen Zweigelt genehmigen!;)
 

steve

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#39
Heidi heißt bei mir anders, ermahnt mich aber auch immer das Handy mitzunehmen und trinkt nach der Jagd auch gern ein Weinchen mit mir mit. ;)
 
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#40
Ich bin schon längere Zeit Jungjäger. Trotzdem schafft es Bruno Hespeler mich zu beeindrucken. Nicht umsonst habe ich bereits weiter vorne im Thread unter anderen

Hespeler mag nicht in allen jagdlichen Bereichen ein Experte sein. Aber wer ist das schon? Mancher Landesjagdverband hat nicht für alle Bereiche auch nur einen Experten unter seinen vielen Angestellten/Funktionsträgern. Hespeler hat zig Jahre als Berufsjäger gearbeitet und sicherlich mehr gejagt als viele von uns. Dazu ist er nicht der klassische stumpfe Berufsjäger, sondern macht sich durchaus Gedanken über sein Tun, seine Umwelt und auch über Menschen. Ich mag seine Schreibe und lasse mich gerne von ihm beeindrucken. Darauf werde ich mir gleich einen Zweigelt genehmigen!;)
Wie oben gesagt, H. hatte mit "Rehwild heute" seine unbestretbaren Verdienste. Die dortigen Erkenntnisse sind heute praktisch jagdliches Allgemeinwissen.
ALLES was seither aus seiner Feder zu anderen Themen kam, war fachlich wenig überzeugend bis ganz schwach.
Immerhin empfindet er jedoch die Jagd primär als Handwerk für sich, nicht als Dienstleistung für irgendwelche durchgeknallten Ökos (was diese aber in ihrer Beschränktheit nicht einmal begreifen).
Das letzte Elaborat ist aber nicht mehr als ein Neuaufguss von bereits Geschriebenen, nicht weniger - aber auch nicht mehr.
 
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#41
Wie oben gesagt, H. hatte mit "Rehwild heute" seine unbestretbaren Verdienste. Die dortigen Erkenntnisse sind heute praktisch jagdliches Allgemeinwissen.
ALLES was seither aus seiner Feder zu anderen Themen kam, war fachlich wenig überzeugend bis ganz schwach.
Immerhin empfindet er jedoch die Jagd primär als Handwerk für sich, nicht als Dienstleistung für irgendwelche durchgeknallten Ökos (was diese aber in ihrer Beschränktheit nicht einmal begreifen).
Das letzte Elaborat ist aber nicht mehr als ein Neuaufguss von bereits Geschriebenen, nicht weniger - aber auch nicht mehr.
Darüber kann man geteilter Meinung sein. Wohl sieht er Jagd als Handwerk, aber auch als klares Mittel zum Zweck. Wie er Jagd sieht, sagt er heute deutlicher als früher, gerade weil die Zeit eben nicht über sein Alter hinweggegangen ist.
 
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#42
Keine Frage der Herr Hespeler hat was drauf.
Er ist derzeit sicher einer der allerbesten Jagdfachbuch Autoren mit Sehr eigener Meinung zu viele Dingen was die Jagd betreffen ( Viele andere Schreiben gerne ab )
Manche Jagdfunktionäre hassen ihm für seine Standpunkte. Hespeler musste schon auf Hegeschauen ausgeladen werden wegen Druck von GANZ OBEN. Fast so wie in einer Diktatur ;)
Hespeler ist ein Praktiker mit reichem Erfahrungsschatz, wachem Auge und Mut, Widersprüche zur konventionellen Lehrmeinung anschaulich darzustellen. Er bildet einen wichtigen Gegenpol zu vielen Jägern, die einmal in der Ausbildung Vermitteltes, für unantastbar halten und als einzige Wahrheit selbst wieder so weiter geben. Frei nach dem Spruch „Es gibt Jäger, die das, was sie seit 30 Jahren falsch machen, für Erfahrung halten“. Hespeler, ein verschmitztes Kerlchen, das seine Beobachtungen und Gedanken auch gut zu vermarkten weiss.

Guillermo
 
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#43
Ich hab einiges von ihm gelesen.
Erweitert den Tellerrand.

Aber es gibt auch Lücken. So erwähnt er 2 mal in seinem Hauptwerk, das es doch möglicherweise in Norddeutschland das Feldrehe geben könnte. Da ist er doch zu sehr mit der Landschaft von Süddeutschland und Österreich verbandelt. Im Flachen, waldarmen Norden, der sich erschreckenderweise über mehr als 1.000 ha erstreckt sieht die Wirklichkeit anders aus.


Aber es lässt sich gut lesen, man muss ja nicht auf jeden gezielt geschrieben Stich anspringen.
 
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#44
Ich hab einiges von ihm gelesen.
Erweitert den Tellerrand.

Aber es gibt auch Lücken. So erwähnt er 2 mal in seinem Hauptwerk, das es doch möglicherweise in Norddeutschland das Feldrehe geben könnte. Da ist er doch zu sehr mit der Landschaft von Süddeutschland und Österreich verbandelt. Im Flachen, waldarmen Norden, der sich erschreckenderweise über mehr als 1.000 ha erstreckt sieht die Wirklichkeit anders aus.


Aber es lässt sich gut lesen, man muss ja nicht auf jeden gezielt geschrieben Stich anspringen.
Das ist aber schon Flöhesuchen? In Summe muss man zu seinen Werken sagen, dass sie kritisch sind und zum nachdenken anregen. Und so soll das auch sein!
 
G

Gelöschtes Mitglied 15848

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#45
Was man als Kritik oder nützliche Information in solchen Büchern empfindet, hängt eigentlich nur vom Standpunkt und dem Wissensstand des Lesers ab. Rehwild ist die Jagdart Nr1. in diesem Land und an Jägern, die in entsprechender Erfahrung mit Förster Hespeler mithalten können besteht ganz sicher kein Mangel. Wissenschaftler ist er jetzt auch nicht unbedingt, da gibt es andere Autoren, welche die Dinge deutlich wissenschaftlicher beschreiben.

Nach meinem Eindruck besteht das Geschäftsmodell des Autors in erster Linie aus einem Angebot für JJ, die sich noch ein paar Informationen holen wollen, die über den Kurs der Jagdschule hinaus gehen. Wissensauffrischung nach Jagdpause geht natürlich auch. Dagegen spricht selbstverständlich überhaupt nichts, ganz im Gegenteil solche Literatur wird gebraucht und sichert dem Autor die x-te unveränderte Auflage oder den einen oder anderen Neuaufguss unter neuen Titel.

Thesen und Ansichten des Autors kann man halt teilen oder auch nicht. Er hat genau so wenig einen zwingenden Wahrheitsanspruch wie jeder andere. Das er mit seiner Vita dem Forst und dem Süden Deutschlands näher steht als dem Feld oder dem Norden liegt in der Natur der Sache.

Ich finde auch er hat eine sehr nette und verständliche Schreibe, das ist ja auch schon mal etwas in der Jagdliteratur.
 
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