Neuer „Dachverband“ für Jagdgegner

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Deshalb nochmal "Fake it, until you make it!"
Also jetzt dann doch kräftig Schalenwild bejagen (Zahl vor Wahl) und zumindest noch schnell einen messbaren Beitrag zum artenreichen klimastabilen Wald leisten...

Warum nur glaube ich nicht, dass du das im Sinn hattest?

Ansonsten gilt seit den Tagen von A. Lincoln: "You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can't fool all of the people all of the time."
 
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Also jetzt dann doch kräftig Schalenwild bejagen (Zahl vor Wahl) und zumindest noch schnell einen messbaren Beitrag zum artenreichen klimastabilen Wald leisten...

Warum nur glaube ich nicht, dass du das im Sinn hattest?

Ansonsten gilt seit den Tagen von A. Lincoln: "You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can't fool all of the people all of the time."

Nee auf keinen Fall, aus welchem Grund das Schalenwild kräftig bejagen?
Ein klimastabiler Wald, ist ein "Urwald" bzw. ein schöner Mischwald der in Ruhe gelassen wird und kein Renditeobjekt a la Bretteracker!

Auch ein verbissender Baum, der krum und schief wächst, bindet genug CO2 um das Klima ein Stück weit zu verbessern, ich schöpfe nur vom Überfluss reinstes Biofleisch, um mich und meine Familie zu ernähren und lebe somit im Einklang mit Wald und Wild! ;-)

Und ich will keinen Menschen "foolen", es geht nur darum es nach außen richtig zu kommunizieren!
Und nicht darum sich bei dem kleinsten Fehler vor der gesamten Öffentlichkeit selbst zu kasteien!
 
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Genau so würde das funktionieren. ABER, weist du wieviel Verbände da zusammen arbeiten müssten? Die haben auch alle ihre Funktionäre mit Posten und Pöstchen die sie nie aufgeben werden. Da würde nur Druck von der Basis helfen. Der deutsche Michel kommt aber schwer aus dem Quark :rolleyes:.
Selbst gehe ich davon aus das die Jagd in der jetzigen Form die nächsten 10 Jahren nicht überlebt.

Genau davon gehe ich auch aus, aber gerade diese "Hoffnungslosigkeit" kann und sollte uns jetzt den nötigen Antrieb verleihen und uns zu einer radikalen Kursänderung hin zur Konfrontation motivieren!

Ganz nach dem Motto, wir haben nichts mehr zu verlieren, können aber noch eine Menge gewinnen, wenn wir wollen! ;-)
 
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Nein, da genügt es schon, wenn man mitteilt, dass Wildfleisch einfach gesünder ist, als der ganze Supermarkt Massendreck...
Advocatus-Diaboli-Modus: Obacht, das lässt sich sehr leicht framen. Unkontrollierte Bedingungen, Schadstoffe im Boden, mangelnde Wildbrethygiene, Bleigeschosse, unglücklich hinterrücks ermordete Lebewesen vs. das liebevoll im biologischen Garten gehaltene Hausschaf oder die absolut moralisch-konfliktfreie vegane Lebensweise mit Gnadenhof.

Auch wenn es viele nicht so sehen, die (Achtung ungeliebtes Wort!) Wildtier-Management-Aufgaben bei ASP und Co, die ja ganz bestimmte Fähigkeiten erfordern, ist eindeutig die bessere Ausgangslage. Hier kann man auch bessere Mittel einfordern und sich als Fachmann und vertrauenswürdige Partner darstellen. Insbesondere, wenn der Staat um Hilfe bittet.

Vertan, vertan, wg. Partikularinteressen.
 
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Nee auf keinen Fall, aus welchem Grund das Schalenwild kräftig bejagen?
Ein klimastabiler Wald, ist ein "Urwald" bzw. ein schöner Mischwald der in Ruhe gelassen wird und kein Renditeobjekt a la Bretteracker!

Auch ein verbissender Baum, der krum und schief wächst, bindet genug CO2 um das Klima ein Stück weit zu verbessern, ich schöpfe nur vom Überfluss reinstes Biofleisch, um mich und meine Familie zu ernähren und lebe somit im Einklang mit Wald und Wild! ;-)

Und ich will keinen Menschen "foolen", es geht nur darum es nach außen richtig zu kommunizieren!
Und nicht darum sich bei dem kleinsten Fehler vor der gesamten Öffentlichkeit selbst zu kasteien!

Psst, dazu müssen die klimastabilen Arten aber erst einmal durchkommen, sprich die Biomasse muss am Baum bleiben und nicht im Pansen. ;-)

Im Ernst, sich hier mit eigenen Interessen gegen den Strom zu stellen und sich dann zu wundern, warum man keinen Einfluss hat und nur als Störer wahrgenommen wird, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Ja, es mag uns nicht schmecken, aber so funktioniert Politik.
 
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Nachtrag:

Politik ist meiner Erfahrung nach immer Interessensausgleich. Geben und Bekommen. Nur wenn man sich nicht bewegt, dann wird von einem nur genommen.

Mit monotheistischen Grundsätzen, Luther („Nun steh ich hier..“) oder meinetwegen Götz von Berlichingen kann man seine Positionen nicht durchsetzen, ja noch nicht einmal halten.
 
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In den meisten derzeit in der Gesellschaft relevanten Themen nehme ich die Jäger eher als Opposition war. Bleiben wir bei den Beispielen mal in der Natur, weil sich doch einige als Naturschützer sehen oder so gesehen werden wollen:

Schutz der Insekten, allgemein Artenschutz, Umbau der Landwirtschaft, Abkehr von Monokulturen im Forst, Kampf gegen den Klimawandel, Aufbau alternativer Energiemodelle, Kampf gegen Flächenverbrauch und Zersiedlung

Keine Ahnung, ob z.B. dieses Forum einigermaßen repräsentativ ist, aber hier ließt man lieber von V8 Motoren als von der Energiewende, der Angst vor einer 18jährigen Aktivistin und Schulschwänzern, von Notwendigkeiten in der Landwirtschaft alles beim alten zu lassen und Verneint den Zusammenhang von Wilddichten und Waldumbau.

Man darf konservatives Denken, den Erhalt von anerkannten Werten nicht mit Tatenlosigkeit, Egoismus und Stillstand verwechseln.
 
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Schutz der Insekten,

Sind wir alle dafür. Habe eine Insektenwiese im Revier angelegt. Bin sicher nicht der einzige.

allgemein Artenschutz,

Gesetzlicher Auftrag an die Jägerschaft.

Umbau der Landwirtschaft,

Kann uns nur recht sein. Biofelder sind riesige Kirrungen und Einstände.

Abkehr von Monokulturen im Forst,

Kann Jägern auch nur recht sein.

Kampf gegen den Klimawandel,

Wenn er sich darauf beschränkt, Solaranlagen und Windräder zu bauen, ist er weder effizient noch effektiv.

Aufbau alternativer Energiemodelle,

s.o.

Kampf gegen Flächenverbrauch und Zersiedlung

Kien Jäger kann es gut heissen, wenn sein Revier kaputtgesiedelt wird.

Keine Ahnung, ob z.B. dieses Forum einigermaßen repräsentativ ist, aber hier ließt man lieber von V8 Motoren als von der Energiewende,

Irgendwie muss man ja ins Revier kommen, das betrifft die Jagd direkt. Fäden zur Energiewende werden gern nach ein paar Tagen gesperrt - hat ja auch kaum was mit der Jagd zu tun, wenn's nicht gerade um Windräder im Wald geht.

der Angst vor einer 18jährigen Aktivistin und Schulschwänzern,

Eher Angst davor, daß die Politik weltweit tatsächlich auf geistig behinderte Schulschwänzerinnen hört. Sicherlich gibt es kompetentere Berater weltweit.

von Notwendigkeiten in der Landwirtschaft alles beim alten zu lassen und Verneint den Zusammenhang von Wilddichten und Waldumbau.

Der Großvater einer über 100jährigen Verwandten beklagte auch schon die Forderung des Forstes, daß mehr geschossen werden müsse. Man darf durchaus bezweifeln, ob eine Methode, die über 100 Jahre lang nicht die gewünschten Ergebnisse brachte (a) richtig ist oder (b) etwas bei der Erwartung bzgl. Ergebnisse bzw. die Ergebnismessung nicht stimmt.

Man darf konservatives Denken, den Erhalt von anerkannten Werten nicht mit Tatenlosigkeit, Egoismus und Stillstand verwechseln.

Oft ist es ja so, daß derjenige, der besonders intensiv kritisiert, recht weit weg ist vom Geschehen.
 
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Oft ist es ja so, daß derjenige, der besonders intensiv kritisiert, recht weit weg ist vom Geschehen
Entschuldigung für die Polemik, aber Dein Post läßt sich grob so zusammenfassen:

1. Ich mache alles richtig
2. Alle anderen haben keine Ahnung
3. Es läuft gut
4. Aufgrund von 1-3 brauche ich mich mit niemandem auseinandersetzen.

Es mag ja alles stimmen ... aber so wirst du nie bei der Gestaltung von Veränderungen beteiligt und deshalb ist diese Haltung kontraproduktiv.

my 2 ct.

OJ
 
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Westwood

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Wir haben so viele Gesellschaftliche Themen welche wir bespielen aus denen man ein positives Standing in der Öffentlichkeit generieren könnte.

-Wir sind aktiv im Waldumbau dabei und ein nicht unerheblicher Baustein, in der Öffentlichkeit treten wir deswegen kaum auf.
-Thema ASP, wen betrifft es wenn nicht uns? Wer Hilft oder kann helfen außer uns?
-Thema Wolf, die Stimmung hierzu kippt in vielen Regionen, die Jägerschaft findet trotzdem kaum statt?!
-Produktion von Nachhaltigen Lebensmitteln, wer wenn nicht wir?!
-Aktiver Naturschutz und Lebensraumpflege, ich kenn kaum eine andere Zunft die Blühstreifen, Bienenwiesen, Hasenapotheken und Co. auf eigene Rechnung anlegt.
- Schießsport als gelebtes Kulturgut...
-Back to Nature, müssen wir nicht, wir waren nie weg!

Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Naturschutz und erhalt von wichtigen Lebensräumen sind Dinge mit denen man in der Öffentlichkeit momentan Punkten könnte ohne Ende.
Wir lassen und aber unkommentiert auf Waffenbesitz und wenige Schwarze Schafe in den eigenen Reihen reduzieren.
Ein Frontalangriff auf Peta und Co. wäre bei einer schlauen Öffentlichkeitsarbeit nicht im Ansatz notwendig!
Viele unsere Handlungen passen so gut in das Gesellschaftliche Denken wie lange nicht mehr und wir machen absolut nichts daraus!
 
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............
Ein Schulungsangebot in Kommunikation für die jungen Leute wäre eher angemessen, als ihnen die Vorlagen zu schreiben, die sie dann vorlesen sollen.
Diese Angebote bestehen bereits. Zumindest in Bayern. Vorlagen sind auch in Ordnung, da nicht jeder sprachlich gewandt genug ist, sich passend auszudrücken. Gute Rhetoriker können die Vorlagen nach Belieben verändern. Abgesehen davon gäbe auch außerhalb der LJV´s genug Möglichkeiten, sehr günstig bis kostenlos an Seminare zu kommen. Vielmehr dürfte es an jungen Leuten fehlen, die Zeit und Lust haben, sich zu engagieren.

Zudem darfst auch nicht vergessen, dass man keineswegs mit allen Inhalten eines Verbandes übereinstimmen muss und das folglich gar nicht will. Deshalb ist es auch viel entscheidender, wie der Jäger oder die Jägerin draußen mit anderen Naturnutzern kommuniziert bzw. umgeht. Diese Bilder prägen sich beim Bürger, der Bürgerin ein und da spielt irgendwelcher Verbandskrempel sowieso keine Rolle.

Es spielt auch keine Rolle, ob man im DJV/BJV/ÖJV oder gar nicht organisiert ist, wenn man in der örtlichen Schule oder den Kindergärten Naturführungen durch sein Revier anbietet. Es geht darum, Interesse u. Verständnis für Fauna und Flora unserer Kulturlandschaften zu wecken und darüber hinaus die Notwendigkeit der Jagd plausibel zu erklären. Um authentisch u. glaubhaft rüber zu kommen, wird man noch erklären, warum man selbst Jäger geworden ist. Auch dafür braucht es keinen Verband.

Insofern erweckt sich in mir gelegentlich der Eindruck, dass manche Leute die nach ihrem Empfinden mangelnde Unterstützung durch ihren Verband oder die zu wenig wahrgenommene Öffentlichkeitsarbeit kritisieren, nur dafür herhalten soll, sich selbst für zu wenig Engagement zu exkulpieren.

Ganz zu schweigen von den "urbanen" JS-Inhabern, die zwar quer durch die Stadt u. zig km je Ansitz auf ihren Quotenbock gegen Hegebeitrag rennen, aber in ihrem beruflichen u. privaten Umfeld nur äußerst selektiv über ihr Hobby reden oder sich als Jäger überhaupt zu erkennen geben. Es könnte ja sein, dass man einen Kunden, Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzten "irritiert", wenn man dazu steht, ein Bambi oder einen sooo süßen Frischling zu erschießen.

Soll die Jagd also mal besser der Verband den Urbanen erklären, weil man selbst zwar mit nobler Ausstattung in coolem Outfit schießen kann, aber das Rückgrat nicht hat, außerhalb des Waldes dazu zu stehen.... :cool:
 
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Soll die Jagd also mal besser der Verband den Urbanen erklären, weil man selbst zwar mit nobler Ausstattung in coolem Outfit schießen kann, aber das Rückgrat nicht hat, außerhalb des Waldes dazu zu stehen
Fun-Fact:


Man müsste jetzt nochmal gucken, wie Stadt im Sinne dieser Statistik definiert ist, aber in jedem Fall sollte man sich der Realität stellen.
 
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Wir haben so viele Gesellschaftliche Themen welche wir bespielen aus denen man ein positives Standing in der Öffentlichkeit generieren könnte.
Das hast Du völlig recht. Allerdings werden diese Themen gesellschaftlich nicht alle der Jagd zugebilligt. Vielmehr sind wir Teil des Ganzen, erheben uns aber allzu oft und das ist kontraproduktiv. Sich einzuordnen und mit anderen Themenbearbeitern zu interagieren, fällt zuweilen schwer.
-Wir sind aktiv im Waldumbau dabei und ein nicht unerheblicher Baustein, in der Öffentlichkeit treten wir deswegen kaum auf.
Das Thema "Waldumbau" ist ökologisch besetzt und kommt in der Öffentlichkeitsarbeit der LJVe allenfalls am Rande vor. Zudem ist es "das" Reizthema schlichthin.
-Thema ASP, wen betrifft es wenn nicht uns? Wer Hilft oder kann helfen außer uns?
Vollkommen richtig, aber diese Geige wurde und wird ja auch fleißig gespielt.

-Thema Wolf, die Stimmung hierzu kippt in vielen Regionen, die Jägerschaft findet trotzdem kaum statt?!
Die Meinungen hierzu sind aber sehr kontrovers. Verbandsseitig unterscheiden sich hier DJV, BJV und der ÖJV sowieso. Abgesehen davon hätten die wenigsten Jäger den Arsch in der Hose, einzuräumen, ggf. einen Wolf erschießen zu wollen. Auf diversen Wolfskuschlerveranstaltungen der letzten zehn Jahr vor Corona ist mir kein Jäger begegnet, der sich mit mir den Krawall mit den ganzen Deppen angetan hätte, der zwangsläufig entsteht, wenn man sachlich erklärt, dass bpsw. Almen mit Bixn, SD u. Nachtsichtgerät wolfsfrei zu hegen sind.
-Produktion von Nachhaltigen Lebensmitteln, wer wenn nicht wir?!
Auch dieser Aspeket steht stets auch im Zentrum der Öffentlichkeitsarbeit aller Verbände.
Es braucht aber mehr Jäger an der Basis, die auch das Pulver und den Platz haben, um selbst vermarkten zu können u. zu dürfen.
-Aktiver Naturschutz und Lebensraumpflege, ich kenn kaum eine andere Zunft die Blühstreifen, Bienenwiesen, Hasenapotheken und Co. auf eigene Rechnung anlegt.
Das stimmt natürlich schon, aber das ist alles wenig wert, wenn sich die Landwirtschaft nicht ändert und hier die Politik sowie die Grundeigentümer nicht an einem Strang ziehen. Die Jagd allein ist völlig hilflos und partielle Symbolpolitik stabilisiert keine Lebensräume. Hier braucht es Gesetze, die bestimmte Dinge flächendeckend ermöglichen und somit in der Fläche wieder mehr Lebensraum für überlebensfähige Arten der Kulturlandschaft entsteht.
- Schießsport als gelebtes Kulturgut...
Es gibt bedeutend wichtigere Kulturgüter, die mehr gesellschaftliche Akzeptanz finden, wie zB die Weidetierhaltung.

Zudem findet sich immer weniger Akzeptanz für das Betreiben von Ständen bzw. die Genehmigung von Neubauten.

Die Sportschützen haben zur Pflege der Kultur Luftgewehr, -Pistole und Kleinkaliber und die aktiven Jäger u. Jägerinnen brauchen im erforderlichen Maße gute Übungsmöglichkeiten, um tierschutzgerecht jagen zu können.

Das muss bei den jagdlichen Verbänden in den Vordergrund und nicht das in weiten Teilen der Gesellschaft immer weniger akzeptierte Kulturgut großkalibriger Ausweitung sog. Schießsports.
-Back to Nature, müssen wir nicht, wir waren nie weg!
Wir müssen unsere Kulturlandschaften pflegen sowie zukunftsfit (um-)gestalten und die landschaftskonformen Arten schützen, Schäden an den Kulturlandschaften minimieren und brauchen eine Politik, die uns das ermöglicht.
Vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Naturschutz und erhalt von wichtigen Lebensräumen sind Dinge mit denen man in der Öffentlichkeit momentan Punkten könnte ohne Ende.
Dafür braucht es aber ZUERST einmal die Politik als gestaltenden Faktor und die Zusammenarbeit mit ALLEN Beteiligten. Wir sind Teil der Öko-System-Dienstleistungen im Sinne des Allgemeinwohles und leisten unseren Beitrag, jeder so, wie er kann und will.
Wir werden das Ruder aber nicht herum reißen und sollten auch nicht so tun, als könnten wir das, denn das nimmt uns niemand ab. Wir brauchen hierfür insbesondere eine gewisse Toleranz und Anpassungsfähigkeit, denn Nachhaltigkeit und Naturschutz sind auch anderen gesellschaftlichen Gruppen wichtig.

Wir lassen und aber unkommentiert auf Waffenbesitz und wenige Schwarze Schafe in den eigenen Reihen reduzieren.
Nein, das tun wir gewiss nicht. Aber die Medien prägen die Öffentliche Meinung und wir müssen aufpassen, dass sich wg. ein paar Waffennarrischer in den eigenen Reihen (die noch dazu in praxi öfter nur sehr bescheiden bis gar nicht jagen) die Öffentliche Meinung nicht gegen uns dreht.

Wenn wir ständig über die Politik schimpfen, weil sie uns Dinge nicht (mehr) geben will, die wir gar nicht brauchen, um gute Jäger zu sein, wird das eines Tages noch ein böses Ende mit uns nehmen.
Ein Frontalangriff auf Peta und Co. wäre bei einer schlauen Öffentlichkeitsarbeit nicht im Ansatz notwendig!
Viele unsere Handlungen passen so gut in das Gesellschaftliche Denken wie lange nicht mehr und wir machen absolut nichts daraus!
Verbandsseitig kann ich diese Frontalangriffe gar nicht so sehr identifizieren. Das läuft eher in den sozialen Medien, aber diese Ideologien sind auch irrelevant, den Jagd ist Teil der unverzichtbaren Öko-System-Dienstleistungen, welche aktuell niemand in der Politik ernsthaft in Abrede stellt.

Gefährlich wird es nur, wenn die Ideologie des Naturwaldes in der Politik mehrheitsfähig wird und da helfen dann auch weder jagdliche noch forstliche Interessenvertretungen. Dann ist es vorbei, weil diese Ideologen keinem vernünftigen Argument mehr zugänglich sind.

ENTSCHEIDENT ist aber immer das, was wir an der Basis machen. Für das, was die Verbände leisten können, sind sie - je nach Kapitalausstattung - so schlecht nicht. Kleinere LJVe haben deutlich weniger Geld und die großen LJVe, wie bspw. Bayern, machen in ihrem Sinne wirklich keine schlechte Arbeit und gegen große NGO´s kann man schlichtweg finanziell nicht anstinken. Bei Verdoppelung des Mitgliedsbeitrages gäbe es wahrscheinlich locker 30 bis 50 Prozent weniger Mitglieder. Die Kohle für PR-Verbandsarbeit muss ja irgendwo her kommen. Gratis kannst nur Du ein paar Kinder durch Dein Revier führen.
 
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Fun-Fact:


Man müsste jetzt nochmal gucken, wie Stadt im Sinne dieser Statistik definiert ist, aber in jedem Fall sollte man sich der Realität stellen.

Sich der Realität stellen, würde bedeuten, diese anzuerkennen. Da bekanntlich aber stets die Hoffnung zuletzt stirbt, darf man das nicht. ;)
 
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