Neuer Drilling?

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#1
Irgendwie ist bei mir das Bedürfnis nach einem Drilling aktuell neu entfacht. Die Suche ergab nur Krieghoff Optima. Der ist mir definitiv zu modern und fertigungsoptimiert. Ich suche in der Art wie den alten Trumpf. Bleibt wirklich nur der Gebrauchtmarkt oder gleich der Sprung in die Exklusivklasse? Oder hab ich was übersehen?
 
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#3
Warum keinen gebrauchten Trumpf oder Neptun?
Gibts oft noch in neuwertigem Zustand aus Nachlässen...
 
G

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Guest
#4
Den Drang nach einer Neuwaffe kann ich durchaus nachvollziehen.
Gebraucht würde ich eine Waffe / Lauf nur noch mit einem Boroskop bewaffnet kaufen und dabei wahrscheinlich schlußendlich leer ausgehen.
 
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#5
Ja, geht mir ähnlich. Zumal die meisten Drillinge oftmals verbastelt sind, Kaliber haben die ich nicht mag, Schäfte gekürzt, zu sehr benutzt, Rost unterm Einstecklauf etc. Top und kaum gebraucht wäre akzeptabel aber schwer zu finden.
 
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#6

steve

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#7
Merkel baut doch noch Drillinge, oder? Ansonsten einfach bei den Büchsenmachern nachforschen. Da steht sicher noch der eine oder andere neuwertige Sauer 3000 oder Merkel 95 (?) im Schrank.

Hier ganz unten ist auch noch ein Austellungstück. Dürfte aufgrund der Güte nicht ganz günstig sein, aber anrufen kostet nichts:

http://www.retzandson.com/de/angebote/neuwaffen
 
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#9
Letztes Jahr habe ich einen Borovnik Drilling ersteigert, der bei seinem Vorbesitzer nicht mehr als den Schrank von innen gesehen hat. Augen offen halten und Glück haben ist auch eine Option...
 
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#10
im letzten Jahr wurde auch mal ein nagelneuer Sauer&Sohn angeboten, der noch nie montiert war.Einen neuen "Ladenhüter" konnte ein Freund mal beim Abverkauf eines Büchsenmachers erstehen.
 
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#11
willst du zwei Schrotläufe haben? Wenn ja, willst du damit auch wirklich Niederwildjagd machen?
 
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#12
Damit habe ich 20 Jahre alles an Jagd gemacht, von der Taube bis zum Keiler, gerade in der heutigen Zeit, wo Sauen fast Flächendeckend vorkommen, ist man mit einem Drilling optimal "angezogen". Auch für Jäger die auf Einladungen und/oder auf Jagd weiter entfernt von zu Hause anwiesen sind ideal, tagsüber stokeln, abends Glas drauf und Mondansitz;)
 
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#13
Drillinge mit Seitenschlosse:

https://www.vdb-waffen.de/de/waffen...&s_hk=13&s_sk=90&s_k=&s_z=&s_p=&s_d=&o=neu&v=



Drillinge mit Anson&Deeley-Schlosse (Kastenschlosse):

https://www.vdb-waffen.de/de/waffen...&s_hk=13&s_sk=90&s_k=&s_z=&s_p=&s_d=&o=neu&v=


in allen Preisklassen. Das eine Neufertigung mit Seiten- oder Kastenschloß nicht zum Preis eines D99 o.ä. zu bekommen ist, dürfte klar sein, ebenso, daß Drillinge die zw. 1900 und 1990 gebaut wurden, nicht in Kalibern wie .223Rem., 6,5mmCM, 6,5mm-284, .300WSM, 8,5x63, .338Lapua oder .416Ruger zu finden sind.
 
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#14
Irgendwie ist bei mir das Bedürfnis nach einem Drilling aktuell neu entfacht.
...
Bleibt wirklich nur der Gebrauchtmarkt oder gleich der Sprung in die Exklusivklasse? Oder hab ich was übersehen?
Ja, in der Tat. Nämlich uns über Dein Budget zu unterrichten. Einen klassisch gebauten Drilling neu bauen zu lassen ist eine der besten Möglichkeiten, mit Waffen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld zu vernichten. So ein Krieghoff Trumpf ging 2002 bei 13.359 DM los. Heute wird man daher sicher für einen normalen Drilling 10.000 € plus x auf den Tisch legen müssen. Wenn Du den mal wieder verkaufen willst wird es verdammt schwer, überhaupt über 3.000 € zu kommen. Kleiner Anhalt: ich habe letztes Jahr einen neuwertigen Trumpf von 1992 ersteigert für 1.910 € mit Zeiss 2,5-10x48. Zieht man für das Glas 500 € ab, hat der Drilling nur 1.400 gekostet. Also gut 20% des Neupreises von 2002.

Das niedrige Preisniveau bei klassischen gebrauchten Drillingen zieht sich durch alle Ausstattungsklassen. Daher lohnt ein Neukauf eines klassischen Drillings wirklich nicht. Anders ist das allenfalls nochbei dem von Dir nicht gewollten Optima, denn der hat (ggf. gegen Aufpreis) ein paar features, die ein klassischer Drilling nicht bietet, z. B. Zweischlosshandspannung, einen Verschluss, der auch oben nahezu jedes Kaliber aushält oder einen Einabzug. Aber auch da wartet man besser auf einen passenden Gebrauchten, wenn man Zeit hat.

Gegen einen Neuwaffenkauf spricht auch, dass man oft Drillinge in neuer oder neuwertiger Erhaltung findet. Viele Jäger, die jetzt in die ewigen Jagdgründe wechseln, haben sich irgendwann mal aus Vollständigkeitsdründen einen Drilling gekauft, diesen aber nie oder so gut wie nie geführt. So einen muss man m. E. kaufen wenn man einen Drilling haben will. Den bekommt man von Sauer für round about 1.000 €, ohne separate Kugelspannung noch erheblich billiger. Neue oder so gut wie neue Waffen erkennt man leicht schon vom Foto her. Wenn man sich zwingt, nur so eine Waffe zu kaufen, kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen.

Zum Thema "Neuer Merkeldrilling": ich hatte drei Merkelwaffen mit Baujahr ab 2000, alle als Neuwaffen gekauft. Davon hatte ich mit zweien Ärger. Ich habe in meinem jagdlichen Umfeld schon mehrfach von ähnlichen Erlebnissen gehört und auch hier im Forum mehrfach über Probleme gelesen. Ich würde daher viel Geld darauf wetten, dass die Chance, mit einem neuen Merkeldrilling Pech zu haben als mit einem gebrauchten Sauer oder Krieghoff und auch mit einem Suhler vor Baujahr 1985.
 
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#15
Würde mich dem Borovnik von Lüderitz anschließen. Gegebenenfalls findet man auch bei Waidgenossen, die die Jagd aufgeben, etwas Gehobenes aus Suhl oder Ferlach, das der Vorbesitzer sich als "Geldanlage" o.ä. hingelegt hat. Habe da teils schon schöne Waffen gesehen, die für nicht mal 10% ihres Neupreises weggingen. Und immer dran denken: Durch eine Neuschäftung kann man mögliche Schaftverschneidungen immens aufwerten - und kostet nicht die Welt.
 
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