Neues zum Thema Insektensterben !!

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#16
Irgendwie sollte doch mal auffallen das zwar immer von Insekten geredet wird, nie jedoch davon, welche Insekten denn nun gemeint sind.
Wenn sie insgesamt weniger werden ist das eine nachrangige Frage, weil es für viele Abläufe ziemlich egal ist - für die Jungenaufzucht von Singvögeln zählt Masse vor Art, nur als Beispiel.

Ich finde es zielführender die ganze Insektenrummelei so schnell wie möglich in die Tonne zu kloppen. Oder mal wirklich zu Überdenken was eigentlich zu natürlichen Abläufen gehört.
Zielführend in Bezug auf welches Ziel? Das klingt nach "die Debatte abwürgen" - meinst Du das? Und zum Thema "natürliche Abläufe": sorry, Landwirtschaft hat damit ziemlich wenig zu tun. Prozesse ausnutzen eventuell noch: ja, aber Abläufe? Nein! Ganz eventuell kommt da noch extensive Beweidung ran, aber Ackerbau etc. ist als Ablauf ziemlich unnatürlich.
 
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#17
Es ist ganz sicher so, dass die Landwirschaft, wie sie heute betrieben wird und oft auch betrieben werden muss, nicht so umweltvertraeglich ist wie vor 150 Jahren. Auf der anderen Seite wohnen auch die, die hier am lautesten teilnehmen, nicht mehr in Hoehlen.

Es waere doch auch einmal interessant zu erfahren, wieviel dieser 30.000to Pestizide sind, die in der Forstwirschaft mit Flugzeug oder Helikopter, zur Bekaempfung von Holzschaedlingen eingesetzt werden. Wieviel Tonnen Fungizide werden in Waldgebieten ausgebracht um Pilzerkrankungen an Bestaenden zu behandeln und ein Uebergreifen auf andere Gebiete zu verhindern? Wie hoch ist der Verbrauch von Herbiziden um den Bewuchs von Waldwegen, Holzabfuhrstrassen fernzuhalten und zeitintensives, manuelles Maehen zu reduzieren?
Wie ist es mit der Forstwirtschaft? Hat sie auch einen Staatsauftrag, Lebensmittel fuer die Bevolkerung zu produzieren? Oder zumindest etwas was dem in Form und Wichtigkeit entspricht?

Ich freue mich auf fachliche Beitraege.

tømrer
 
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#18
Hat sie auch einen Staatsauftrag, Lebensmittel fuer die Bevolkerung zu produzieren? Oder zumindest etwas was dem in Form und Wichtigkeit entspricht?
Kurzfassung:

- Spritzmittel sind grundsätzlich verboten. Es gibt Ausnahmen bei Kalamitäten.
- Wald ist wegen seiner vielfältigen Funktionen (Klima, Artenschutz, etc.) per Gesetz geschützt.

Quellen zum Einstieg:

- Bundeswaldgesetz
- PEFC Waldzertifizierung (ohne Zertifizierung ist praktisch keine Holzverkauf mehr möglich)
- Spritzmitteleinsatz 2.2 PEFC
- Waldschutz am Beispiel Niedersächsische Landesforsten

basti
 
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#19
Es ist ganz sicher so, dass die Landwirschaft, wie sie heute betrieben wird und oft auch betrieben werden muss, nicht so umweltvertraeglich ist wie vor 150 Jahren. Auf der anderen Seite wohnen auch die, die hier am lautesten teilnehmen, nicht mehr in Hoehlen.

Es waere doch auch einmal interessant zu erfahren, wieviel dieser 30.000to Pestizide sind, die in der Forstwirschaft mit Flugzeug oder Helikopter, zur Bekaempfung von Holzschaedlingen eingesetzt werden. Wieviel Tonnen Fungizide werden in Waldgebieten ausgebracht um Pilzerkrankungen an Bestaenden zu behandeln und ein Uebergreifen auf andere Gebiete zu verhindern? Wie hoch ist der Verbrauch von Herbiziden um den Bewuchs von Waldwegen, Holzabfuhrstrassen fernzuhalten und zeitintensives, manuelles Maehen zu reduzieren?
Wie ist es mit der Forstwirtschaft? Hat sie auch einen Staatsauftrag, Lebensmittel fuer die Bevolkerung zu produzieren? Oder zumindest etwas was dem in Form und Wichtigkeit entspricht?

Ich freue mich auf fachliche Beitraege.

tømrer
Er hatt Jehova gesagt !
 
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#20
Werner, dass Du bei dem Thema sofort wie der Kasper aus der Kiste hochkommst, war klar. So wie Mo... in jedem der tausend Wolfsfäden. Nimm´ es mir nicht persönlich, aber etwas mehr Kritikfähigkeit stünde Dir besser an. Ihr seid doch da in Eurer schönen Gegend sonst nicht so!

Die Bauern sind natürlich nicht alleine schuld, das ist klar. Es gibt viele Faktoren, die sich aufsummieren. Das Insektensterben gibt es seit Jahren, stetig schlimmer werdend. Also müssen wir einmal schauen, was sich in den letzten Jahren verändert hat. Wir sollten schnell schauen, sonst brauchen wir nicht mehr! Windkraftanlagen sicherlich erheblich. Wer weiß, was der Infraschall ausmacht, gibt es da Untersuchungen? Die Insekten, die gegen die Flügel fliegen, sind vermutlich zu vernachlässigen, weil prozentual genau so viele Insektenfresser getötet werden. An den mehr Autos kleben weniger Insekten, die sind´s also auch eher nicht. Klimaerwärmung ist sicherlich auch ein Faktor. Neonicotinoide gibt es noch nicht so lange, da könnte man einmal genauer schauen. Bald! Für mich sind es die Spritzmittel und die übrige Chemie, und die wird nun einmal von Landwirten ausgebracht. Meiner Meinung nach liegt dort auch die Hauptursache. Wer weiß schon, wie lange Spritzmittel tatsächlich wirksam sind, gerade gegen so kleine Organismen? Ich merke es an meinen Bienen sofort, wenn der Bauer seinen Raps gespritzt hat, obwohl er das aus Rücksicht am Abend macht.
Aber auch daran krankt die Republik: Ross und Reiter darf man nicht mehr nennen. Wie schrieb Wickert: Gauner muss man Gauner nennen!
Moin !
Aber wie erklärst du denn den erst in jüngerer Zeit festgestellten Insektenschwund ? Gespritz wir doch schon seit den 60er Jahren oder noch länger . Und das waren Spritzmittel wenn man den alten Landwirten glauben schenken darf .
 
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#21
Man sollte die Mahner des Insektenschwundes einfach mal zu einer Diskussionsrunde an einem Tisch, im Juni in meinem wasserreichen Waldrevier zusammenbringen. Einsatz chemischer Mittel wie Autan natürlich strengstens verboten. Mal sehen wie lange die diskutieren würden...
 
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#22
Kurzfassung:

- Spritzmittel sind grundsätzlich verboten. Es gibt Ausnahmen bei Kalamitäten.
- Wald ist wegen seiner vielfältigen Funktionen (Klima, Artenschutz, etc.) per Gesetz geschützt.

Quellen zum Einstieg:

- Bundeswaldgesetz
- PEFC Waldzertifizierung (ohne Zertifizierung ist praktisch keine Holzverkauf mehr möglich)
- Spritzmitteleinsatz 2.2 PEFC
- Waldschutz am Beispiel Niedersächsische Landesforsten

basti
Danke fuer deine Antwort, Basti.
Ich hatte jedoch nicht daran gedacht, eine forstliche, deutsche Ausbildung zu machen.;)

Etwas einfachere Antwort, wuerde mir auch reichen.
Die Angabe des Verbrauchs in to und eine kurze Aussage zu dem Staatsauftrag reichen mir schon.

tømrer
 
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#23
Aber wie erklärst du denn den erst in jüngerer Zeit festgestellten Insektenschwund ?.
Der Insektenschwund wird nicht erst "in jüngerer Zeit" festgestellt wie verschiedene Insektenkundler jüngst in Interviews betont haben. Die "wasserdichte" quantitative statistische Erfassung ist wahrscheinlich immer besser geworden und natürlich über einen langen Beobachtungszeitraum auch immer eindeutiger...
Gespritz wir doch schon seit den 60er Jahren oder noch länger . Und das waren Spritzmittel wenn man den alten Landwirten glauben schenken darf .
Da dürftest Du aus meiner Sicht erst mal recht haben. Viele Insekten waren aber auch entsprechend früh schon "weg", andere Populationen haben sich eine Zeit lang noch gehalten, sind aber der "Nachhaltigkeit" des "Schutzmittel"-Einsatzes schlussendlich erlegen. Maikäfer z.B. kenne ich noch aus meiner Kindheit (bin 1970 geboren), heute für meine Begriffe praktisch verschwunden.
Gleiches gilt für die gesamte aquatische Insektenwelt. Die Ursachen des aquatischen Niedergangs hatte zwar in meiner Kindheit primär andere Ursachen als im terrestrischen Bereich, heute ähneln sich die Mechanismen aber zunehmend. Schon in den 70er Jahren war die Klassifizierung der Wassergüte über Bioindikatoren Standard, weil es diverse Insekten gibt die ultra-sensibel gegen jedwede Verunreinigung sind. Man sollte daher heute nicht so tun wie wenn man aus allen Wolken fiele. Es hat auch damals schon genügend "Nestbeschmutzer" gegeben die rechtzeitig gewarnt haben. Diese Leute werden heute noch, auch sehr gerne in diesem Forum, pauschal wie Nestbeschmutzer behandelt.
Ich bin kein Insektenkundler, bekam aber die Fliegenfischerei+Fliegenbinderei in die Wiege gelegt. Daher ein wirklich reeller Bezug zur Materie. Und auch als jagdlichen Quereinsteiger wundert es mich aufgrund dieser Erfahrungen ehrlich gesagt nicht dass diverse Problemchen auch beim jagdbaren Wild angekommen sind. Wir werden es aber gemeinsam richten wenn wir uns nicht gegenseitig zerhacken wie die Krähen ! (komisch, denen geht immer gut ;))

Stets guten Anblick wünscht concolor
 
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#24
... Die "wasserdichte" quantitative statistische Erfassung ist wahrscheinlich immer besser geworden und natürlich über einen langen Beobachtungszeitraum auch immer eindeutiger...
...
lollol.gif
Von einer "wasserdichten" quantitativen statischen Erfassung kann keine Rede sein.
De ganze Hysterie basiert im Gegenteil auf einem einzigen, nicht einmal im Ansatz repräsentativen NANU-Projekt.

"... Um zu den dramatischen Zahlen von 75% Insektenrückgang zu gelangen, haben Hallmann et al. im Wesentlichen die Daten, die ihnen für die Jahre 2016 und 1989 zur Verfügung stehen, voneinander subtrahiert (9). Sie haben somit stillschweigend vorausgesetzt, dass Insektensterben ein linearer Prozess ist, der sich entsprechend auch linear beschreiben lässt. Indes, hätten sie das Insektensterben auf Grundlage der Jahre 2014 und 1989 berechnet, das Insektensterben wäre um 70% geringer ausgefallen, also nicht 75% der Insekten, die noch 1989 gezählt wurden, wären gestorben, sondern rund 22,8%. ..."

https://sciencefiles.org/2017/10/19/das-grose-insektensterben-oder-doch-nicht/
 
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#25
@loewenbaecker : selten was unqualifizierteres gehört. .....Autan dient zum Selbstschutz. .....davon wird keine einzige Mücke sterben. ....!....Es kommt alles zusammen. ....besonders aber dieses hirnlose Mulchen von jedem Stück Grün. ...habe ich schon in vielen Beiträgen erklärt!
Bei uns sind in den letzten 4 Jahren alle 4 Brutpaare vom Hausrotschwänzchen verschwunden. ....die brauchen hauptsächlich Kohlschnaken für die Aufzucht, und die gibt es nicht mehr seit die Wiesen bis auf die Graswurzeln gemäht, und im Herbst nochmals gemulcht werden. ....dann im Frühling nochmal den Wiesenhobel drüber (wg der Sauen die den Golfrasen des Bauern ja "zerstört " haben )....und sind alle überwinternden Raupen, Puppen, Imagos im Insektenhimmel 😠. .
Da braucht es kein Gift. ....sogar die Kommunen mulchen jedes grüne Fleckchen 😠😠😠. ....! Und so könnte ich noch Seite um Seite schreiben bis auch der letzte Ignorant verstanden hat, dass eine Mücke noch keinen Schwalbensommer macht. ....apropos Schwalben 😠😠😠😠. ...
Grüße + WMH Olli
PS :concolor hat mehr als Recht, ich war lange Zeit Schulungsleiter beim Landesfischereiverband. ......Früher hatte man in jedem Tümpel (Pfütze ) Gelbrandkäfer uvm ....ja wo sind sie denn ?
Ich glaube gerade unter Jägern tummelt sich viel naturelles Unwissen, die kennen nur jagdbares Wild und der Rest ist denen scheißegal. ....habe ich auch schon oft gehört. ....!!! Leider
 
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#26
Der Insektenschwund wird nicht erst "in jüngerer Zeit" festgestellt wie verschiedene Insektenkundler jüngst in Interviews betont haben. Die "wasserdichte" quantitative statistische Erfassung ist wahrscheinlich immer besser geworden und natürlich über einen langen Beobachtungszeitraum auch immer eindeutiger...

Da dürftest Du aus meiner Sicht erst mal recht haben. Viele Insekten waren aber auch entsprechend früh schon "weg", andere Populationen haben sich eine Zeit lang noch gehalten, sind aber der "Nachhaltigkeit" des "Schutzmittel"-Einsatzes schlussendlich erlegen. Maikäfer z.B. kenne ich noch aus meiner Kindheit (bin 1970 geboren), heute für meine Begriffe praktisch verschwunden.
Gleiches gilt für die gesamte aquatische Insektenwelt. Die Ursachen des aquatischen Niedergangs hatte zwar in meiner Kindheit primär andere Ursachen als im terrestrischen Bereich, heute ähneln sich die Mechanismen aber zunehmend. Schon in den 70er Jahren war die Klassifizierung der Wassergüte über Bioindikatoren Standard, weil es diverse Insekten gibt die ultra-sensibel gegen jedwede Verunreinigung sind. Man sollte daher heute nicht so tun wie wenn man aus allen Wolken fiele. Es hat auch damals schon genügend "Nestbeschmutzer" gegeben die rechtzeitig gewarnt haben. Diese Leute werden heute noch, auch sehr gerne in diesem Forum, pauschal wie Nestbeschmutzer behandelt.
Ich bin kein Insektenkundler, bekam aber die Fliegenfischerei+Fliegenbinderei in die Wiege gelegt. Daher ein wirklich reeller Bezug zur Materie. Und auch als jagdlichen Quereinsteiger wundert es mich aufgrund dieser Erfahrungen ehrlich gesagt nicht dass diverse Problemchen auch beim jagdbaren Wild angekommen sind. Wir werden es aber gemeinsam richten wenn wir uns nicht gegenseitig zerhacken wie die Krähen ! (komisch, denen geht immer gut ;))

Stets guten Anblick wünscht concolor
Um kurz auf den Maikäfer einzugehen , auch er war bei uns lange Zeit weg , kommt aber in den letzten Jahren wieder häufiger vor , und wir konnten unseren Kindern zeigen was ein "Schuster" und ein "Müller" ist . Bin selber Baujahr 67 und hab mit Opa noch Maikäfer von den Bäumen geschüttelt .
 
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#27
Anhang anzeigen 72968
Von einer "wasserdichten" quantitativen statischen Erfassung kann keine Rede sein.
De ganze Hysterie basiert im Gegenteil auf einem einzigen, nicht einmal im Ansatz repräsentativen NANU-Projekt.

"... Um zu den dramatischen Zahlen von 75% Insektenrückgang zu gelangen, haben Hallmann et al. im Wesentlichen die Daten, die ihnen für die Jahre 2016 und 1989 zur Verfügung stehen, voneinander subtrahiert (9). Sie haben somit stillschweigend vorausgesetzt, dass Insektensterben ein linearer Prozess ist, der sich entsprechend auch linear beschreiben lässt. Indes, hätten sie das Insektensterben auf Grundlage der Jahre 2014 und 1989 berechnet, das Insektensterben wäre um 70% geringer ausgefallen, also nicht 75% der Insekten, die noch 1989 gezählt wurden, wären gestorben, sondern rund 22,8%. ..."

https://sciencefiles.org/2017/10/19/das-grose-insektensterben-oder-doch-nicht/
Käse. .....ich selbst bin seit meinem 12Lebensjahr Insektenkundler und mein Freund ist Chef des entmologischen Senkenberginstituts in Müncheberg (Prof Dr Thomas Schmitt ) .....Der warnt schon lange. ....und ich weiß auch worum es geht. .....es ist wesentlich schlimmer als ihr alle wahrhaben wollt. .....!!!!! Viel schlimmer, leider. ....!
Du weißt überhaupt nicht wovon Du redest. .....auch wenn man hier und da mal einen Großschmetterling sieht 80%sind weg .....definitiv ich habe in den 70gern noch gesammelt. ....heute fotografiere ich nur noch. ......wo sind denn im Mai die ganzen kleinen Nachpfauenaugen, oder braunen Bären die früher morgens an den Hauswänden saßen. ...??? Na ! Dann schicke mir doch mal Fotos Ende Mai (gerne PN) .....und ich weiß jetzt schon dass du das nicht können wirst. .....sofern du nicht in die Karpaten fährst. ......so ein Quatsch. ....man darf nicht alles glauben was die Statistiker verzapfen. ....frag lieber Fachleute. ....!
Wmh
 
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#28
Nochmal kurz zu den Autos. Es ist doch absolut logisch, dass keine Insekten mehr auf der Windschutzscheibe zu finden sind, denn wir stehen ja nur noch im Stau!

Das Paper von Hallmann et al. habe ich letztens auch mal gelesen. Würde ich sowas bei nem Journal oder meinem Prof. einreichen würden sie mir das aber gehörig um die Ohren hauen was den Teil Material&Methods angeht.

Dennoch kann es natürlich keinesfalls gut sein, wenn überall alles platt gemacht wird egal ob durch das ein oder andere Pflanzenschutzmittel bzw. vielmehr die Verringerung der Artenvielfalt der Unkräuter auf dem Acker oder durch fleißiges mähen, mulchen im Grünland.
 
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#29
Käse. .....ich selbst bin seit meinem 12Lebensjahr Insektenkundler und mein Freund ist Chef des entmologischen Senkenberginstituts in Müncheberg (Prof Dr Thomas Schmitt ) .....Der warnt schon lange. ....und ich weiß auch worum es geht. .....es ist wesentlich schlimmer als ihr alle wahrhaben wollt. .....!!!!! Viel schlimmer, leider. ....!
Du weißt überhaupt nicht wovon Du redest. .....auch wenn man hier und da mal einen Großschmetterling sieht 80%sind weg .....definitiv ich habe in den 70gern noch gesammelt. ....heute fotografiere ich nur noch. ......wo sind denn im Mai die ganzen kleinen Nachpfauenaugen, oder braunen Bären die früher morgens an den Hauswänden saßen. ...??? Na ! Dann schicke mir doch mal Fotos Ende Mai (gerne PN) .....und ich weiß jetzt schon dass du das nicht können wirst. .....sofern du nicht in die Karpaten fährst. ......so ein Quatsch. ....man darf nicht alles glauben was die Statistiker verzapfen. ....frag lieber Fachleute. ....!
Wmh
Er hatt trotzdem Rech! der hyperventilierende Hype stammt aus der Untersuchung vom Nanunana.

Der Rückgang war auch vorher schon unübersehbar, aber wenn man die Spendenmaschine ankurbeln kann,macht man halt erst Recht die Mücken munter
 
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#30
So, dann mal weg von den bösen Bauern - hin zu Otto und Lisa Normalverbraucher die ja gerne jede Schuld von sich weisen. Und ja, da springe ich wie der Kapar aus der Schachtel, weil der Großteil der Maulhelden ausgesprochene Heuchler sind. Siehe durchschnittliche Flugkilometer der GrünInnen Wähler vs. Durchschnittsdeutscher...

1. Abwasser aus Kläranlagen enthält eine Mix aus Medikamenten, hormonell wirksamen Substanzen (aus Kosmetik u.ä) und direkten hormonellen Stoffen (Pille!)

Denkt jemand ernsthaft, daß hätte keine Auswirkungen?

2. In den letzten 30 Jahren wurde in Deutschland eine Fläche von 10.000 km2 bebaut - Siedlungsfläche / Verkehrswege / Gewerbegebiete. Das entspricht in etwa der Fläche von Niederbayern!!!!

Denkt jemand ernsthaft, dies hätte keinen Lebensraumverlust bewirkt?

3. Die letzten 30 Jahre hat elektromagnetische Strahlung in erheblichen Umfang zugenommen: DECT / WLAN / GSM / UMTS / LTE usw. und zusätzlich die Tendenz, daß jedes Scheißhaus in der Nacht von außen beleuchtet werden muss

Denkt jemand ernsthaft, dies hätte auf Tiere die sich teilweise am Erdmagnetfeld oder dem Sonnenstand orientieren keine Auswirkung

4. Der Fahrzeugbestand in Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt - bei gleichbleibender Fahrleistung der Fahrzeuge. Reifenabrieb, Abgase, Bremsenstaub als Beigabe. Wenn jeder gefahrene Kilometer nur ein (!) Insekt im Gewicht von einem 1/10 Gramm tötet, dann sind wir jährlich bei über 50.000 to getöteten Insekten

Denkt jemand ernsthaft, dieser permanente Entzug von Lebewesen entlang der (zunehmenden) Verkehrswege würde den Bestand auf Dauer nicht GROSSFLÄCHIG ausdünnen?

5. Unsere Landschaft ist so "sauber" wie noch nie. Jeder Straßenrand wird mehrmals jährlich gemulcht, die Tierhaltung in Deutschland ist um mind. 30% weniger wie vor 25 Jahren + Weidehaltung wird teilweise massiv eingeschränkt (Versuch mal Schweine auf der normalen Weide zu halten - ASP - ESP - AK - usw. - brauchst einen Zaun wie um eine Nervenheilanstalt nach Veterinäramt). Die billigen Lebensmittel haben viele kleine Bauern zum Aufhören und den übriggebliebenen macht man zum Vorwurf, daß sie die Aufgaben mit übernommen haben...

Ohne Scheiße auf der Weide fehlt Lebensraum, genau wie massenweise Insekten auf kommunalen Flächen totgemulcht werden inkl. zerstörten Lebensraum. Denkt jemand tatsächlich, dies würde sich nicht bemerkbar machen?

Aber das einfachste und naheliegenste ist, auf die Bauern zu zeigen! Wenn mein Vater erzählt, was früher eingesetzt wurde (Lindan / E605 / Atrazin usw.) da stellt es mir die Haare auf. Heute verschwinden Mittel vom Markt, beim geringsten Verdacht von Schädlichkeit über die ursprüngliche (strenge) Zulassung hinaus. Wer es sich leisten kann, soll man versuchen normalen Brühkaffee als Pflanzenschutzmittel zu zulassen....

Ach ja, gestern hatte ich zufällig ein Gespräch mit einem Angestellten eines Lagerhauses bei uns in der Nähe. Die verkaufen im Jahr 6000 kg Rasendünger mit Moosvernichter (gibt es anscheinend in Kombination) an Kleingärtner im angeschlossenen Fachmarkt für Garten und Haus. Bei den Kunden sind nachweislich Mandatsträger (z.B. Gemeinderat) von Parteien dabei, welche nur zu gerne die Bauern an den Pranger stellen...
Wie gesagt - Heuchler!!!
 
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