Neues zum Thema Insektensterben !!

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#61
Interessant ist die Rührigkeit die manche Landwirte hier an den Tag legten. Brauch ich Fotos von den größten Gestaltern einer Sagrotanlandschaft mit jedem qm mulchen, Hecken verstümmeln dann weiß ich wo man schauen muss.

Ausgerechnet die sind dann ohne Ahnung und davon reichlich auf den Zug aufgesprungen, Hauptsache es blüht was. Blühflächen wurden zum "Mieten" angeboten. Nun ist Geld verdienen keine Schande, aber da hatte einige schon gewaltige Eurozeichen im Augenhintergrund. Die Preise pro qm lagen zwischen 50 Cent und 1 Euro, also bis 10.000 € das Hektar. Saatgutkosten wurden in der Zeitung mit 1000 Euro genannt. LR I kostet das Hektar 200 Euro, V. Bienenweide 300 Euro, die teuere Kulapmischung ich denke so 550 Euro. Bodenbearbeitung und Saat pro Hektar, einfach die Sätze vom Maschinenring anschauen. Dazu die Pacht und den Wegfall der Betriebsprämie. Unterm Strich ein Bombengeschäft.
Und was wollten sie säen?
Eine Grenningmischung für Zwischenfrucht, das Hektar bekommt man für 70 Euro, Buchweizen, Ölrettich, Senf, Ramtillkraut, Phazelia, Hautsache es blüht schön bunt und der Ablasshandel für den neu angeschafften Rasenroboter ist perfekt. Junge Landwirtschaftsmeister die außer Löwenzahn, ein paar Ackerwildkäuter und ihre Kulturpflanzen nichts kennen. Geworben wird mit einem Schmetterling auf einer Wildpflanze. Gleichzeitig der Hinweis, die Flächen müssen nach spätesens 2 Jahren wieder umgebrochen werden. Also eine besser bezahlte "Zwischenfrucht". Ich bin mir ziemlich sicher, dass gerade die welche ich hier im Focus habe, weder den Schmetterling noch die Wildfpflanze kennen.

Dazu passt Lieschen Müller, die Wildbienen für wildgewordene Bienen hält. Das Bildungsniveau liegt bei 14 Automarken, 25 Handyklingeltönen und drei wildwachsenden Pflanzen. Bei einer Aufzählung ist Hanf auch dabei.
 
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#62
@fasan : Punktlandung - ohne wieder bösartig klingen zu wollen , ganz ähnlich verhält es sich mit frischgebackenen Förstern und Jungjäger. ........es fehlt durch die Bank an umfassendem allgemeinen Naturwissen.. .....die kennen nur das was sie kennen müssen ......ein interessanter Beitrag in der Pirsch, über Rotwild verdeutlichte wieder einmal dass die Waldbewirtschafter nur das Lied pfeifen was von oben kommt, und oben ist zur Zeit Linksgrünsozialistisch ........!
Frag mal einen, egal wenn von Dir genannten nach Blausieb, Pappelbock oder Wachtelkönig. .....wenn die nicht schnell googeln können , dann wars das !!!
Schade eigentlich, der Bildungsmißstand fängt schon in den Grundschulen an .....Von wegen heimische Bäume und Singvögel wie wir früher . .....Hauptsache die lernen die 5 Säulen des Islam 😠😠😠
Grüße + WMH Olli
 
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#63
Werner, dass Du bei dem Thema sofort wie der Kasper aus der Kiste hochkommst, war klar. So wie Mo... in jedem der tausend Wolfsfäden. Nimm´ es mir nicht persönlich, aber etwas mehr Kritikfähigkeit stünde Dir besser an. Ihr seid doch da in Eurer schönen Gegend sonst nicht so!
(...)
Du greifst jemand persönlich an und er soll es nicht persönlich nehmen? Nimm es bitte nicht persönlich aber dir fehlt mindestens ein Rad.
 
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#64
Du greifst jemand persönlich an und er soll es nicht persönlich nehmen? Nimm es bitte nicht persönlich aber dir fehlt mindestens ein Rad.
Siehste, und ich frage mich gerade, was es Dich angeht. Von Werner hätte ich mir Deine Antwort gerne angehört, aber der hat schon verstanden, wie´s gemeint war.

BtT: am WoE unterhielt ich mich lange mit einem Freund über das Thema. Fraglich ist doch, welche Faktoren sich in den letzten, meinetwegen 5 Jahren, in der Umwelt geändert haben. Vorher bestand das Problem ja weniger, also sollten wir dort mit der Suche anfangen. Gestern rief mich der Freund aus dem Auto von kurz vor Berlin an: er war aus dem Norden von MeckPom nach Berlin gefahren. Jetzt, wo er an der Stadtgrenze war, hatte er plötzlich vermehrt Insekten auf der Windschutzscheibe! Dort hat sicher noch niemand Neonicotinoide eingesetzt.
 
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#65
Böse Zungen könnten das auf die anrüchige Regierungspolitik dort schieben!
Teufelchen Grinsekugel
 
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#66
Dier Bauernschaft ist schon ein bisschen selber Schuld an ihrem Image.
Vor ein paar Tagen hat sich in unserem lokalen Kaasblattl der hiesige Bauernverbandvorsitzende furchtbar darüber echauffiert dass die Leute zwar für die Petition in Bayern gestimmt hätten, aber dann keine 50 € mehr übrig hätten um eine "Blüstreifenpatenschaft" (100 qm) zu übernehmen.
Das täte doch keinem weh.

Ich frage mich woher der werte Bauer weiß wie weh mir 50€ tun, und zum Zweiten finde ich es eine ziemliche Umverfrorenheit, zu den 380€ Förderung pro ha, plus die Blühstreifenförderung, *zusätzliche* 5000€ (!) pro ha von der Bevölkerung einzufordern.
 
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#67
Da liegt der Hund begraben. ....😊....!
Geld regiert die Welt .....!
Und Geld verdirbt auch nicht den Charakter, nein es läßt (wenn genug da ist ) den wirklichen Charakter hervortreten. ....!
Grüße + WMH Olli
 
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#68
ich kann denen unter Euch, die auch etwas in Ihrem Revier machen wollen. sowohl fürs Wild, als auch für Bienen,Hummeln,Falter & Co, nur raten macht es ohne irgendwelche Fördermittel zu beantragen, fragt nicht überall nach...Macht einfach, wer nicht weiß wie, fragt mal ein paar erfahrene Jäger und fertig.
Wenn hier tlw. nach Tipps für Wildacker gefragt wird, dann wissen die Frager oft nicht mal was für Böden sie haben...Leute eine Bodenprobe kostet bei der Lufa, o.ä. Instituten um 10-15 Euro;)
 
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#69
Ganz genau das! Mein Bokharaklee (gellbblühender Steinklee, ausgesprochen nektarreich) ist seit Sonntag drin und der Inkarnatklee auch. Zusammen gut ein Morgen. Die Ringelblume und Phacelia kommen nach den Eisheiligen dazu. Und der Topinambur kommt sowieso jedes Jahr auf 1000 Quadratmetern wieder und bringt ordentlich Pollen. Wenn jeder ein wenig täte.....
 
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#72
Wen wunderts? Man schau sich einfach an was (und wo) alles gespritzt wird, was im Wald an Totholz liegenbleibt, was begradigt und Flurbereinigt wurde, wo die Hecken hin sind.
 
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#73
Es ist Ende Mai und ich habe bisher keinen einzigen Maikäfer gesehen (wie in den ganzen letzten Jahren):(. Vor vierzig Jahren gab es Unmengen und heute ??? Früher hat man auf den bestellten Feldern auch Ecken mit Unkraut gesehen und heute ??? Wenn ich früher über Feldwege ,,geschlendert" bin, habe ich jede Menge Schmetterlingsraupen gesehen und heute ???? Zecken gibts in rauen Mengen, die haben sich angepasst, vor vierzig Jahren gab's den ,,Holzbock" und den kannte ich nur vom Hund. Was gibt es in vierzig Jahren noch ????
MfG.
 
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